Reise blog von Travellerspoint

20.12.16 - 26.12.16 Cancun bis Bacalar

Aktuell sind wir an der Grenze nach Belize, bzw. schon drüber :-) Die Tage an der Süßwasserlagune Bacalar waren traumhaft (s. Bilder). Berichte folgen. Hier erstmal bis zum 26.12.16:
Viel Spaß beim lesen!

20.12.16 Cancun

Erste Anlaufstelle Starbucks. Das letzt mal mit guten Netz ist lange her und die Downloadlisten sind lang. Nach Anfänglichen Schwierigkeiten und vielem herumgurken finden wir einen. Hier nisten wir uns die nächsten Stunden ein, laden Podcasts herunter und telefonieren mit zu Hause. Dann holen wir die Wäsche ab und versuchen es noch mal bei der Post: noch nix da. Wir lassen weitere Kopien unserer Ausweise/Führerscheine etc. machen. Die haben einen so tollen Farbkopierer und Laminiermaschine, die Dinger sehen zuletzt bestechend echt aus. Der Plan ist ja auch nicht immer die echten Dinger den Polizisten geben zu müssen. Wenn sie uns mal abzocken wollen dürfen sie die Kopie gerne behalten und wir fahren so weiter.

Der Starbucks Parkplatz darf dann auch noch für Arbeiten an Grenny herhalten. Die Sekundärbatterie war in DE schon nicht mehr ganz so fit, jetzt ist sie am Ende und soll gegen die neu gekaufte große Starterbatterie getauscht werden. Wenn da alles so verkabelt ist und die Formate anders sind als zu Hause gar kein einfaches Unterfangen. Zu unserem großen Erstaunen passt die große neue Batterie unter unseren Sitz wo schon die alte war. Wir hatten befürchtete, dass sie höher oder zu breit seien könnte. Beides traf nicht zu - sie passt super. Nur sind hier Plus und Minus vertauscht und somit die zuführenden Kabel teils zu kurz. Ohne scheu verlängern wir die Kabel der Ladeelektronik. Gut das wir auch das ganze Elektronikgedöns dabei haben. Ein bisschen basten müssen wir, denn auch das dicke Minuskabel ist zu kurz und so dicke Kabel haben wir eigentlich nicht dabei. Nur an unserem Sicherungskasten hatte ich ein dickeres Kabel verbaut und eigentlich ein viel zu langes Stück. Das kommt uns jetzt zu gute. Und am Ende der Test: geht alles: JA!

Nun Wäsche abholen (schön gefaltete. 9kg für ca 7$) und noch zu Post. „la lista por favor“ rufe ich an der langen Schlange vorbei. Heute bin ich schon „Profi“. Immer noch kein Paket. Steffi möchte noch etwas auf dem Markt stöbern. Dieser ist sehr Touristisch und wir können über die Preise nur lachen. Wir kehren den nervigen Standbesitzern den Rücken und kaufen bei den umherlaufenden indigenen Damen zwei Armbänder. Diese machen sie selber und sie können nicht einfach in ihrem Stand sitzen und den Touris hinterher rufen. Und der Preis stimmt auch. Jeder sucht sich eins aus. So haben wir etwas auszupacken an Weihnachten :-) Die Geschenke die wir uns für einnander überlegt hatten haben wir beide nicht bekommen und es ist auch sehr schwierig „heimlich“ Geschenke einzukaufen wenn man auf 4,5m2 zusammenlebt ;-) Wir haben auch nicht das Gefühl geschenke zu brauchen. Wir leben unseren Traum und sind im Paradis. Was sollten wir mehr wollen?

Ich lasse mir noch schnell die Haare aussenrum nachkürzen. Ein ca 12 jähriger gibt sich extrem viel mühe und leistet großartige Arbeit. Als er dann aber eine große Rasierklinge einspannt um an Hals/Kotlette/Ohr etc noch etwas nachzuarbeiten lerne ich sein Talent erst richtig kennen. Trotzdem gruselig!

Am Abend stehen wir wieder auf dem Strandparkplatz der Zona Hoteleria. An diesem Abend haben wir einige nette Besucher: Eine Mutter aus MExico City die ihre Tochter hier in Cancun besucht. Die jüngere Tochter spricht klasse Englisch. EIn hoch auf Serien und das Internet!

Wir machen uns eine große Pilzpfanne und ein paar Micheladas.

21.12.16 Isla Blanca

Am Morgen fahren wir zur Isla Blanca, ein Landzipfel der eine große Lagune vor der Stadt umschließt. Unterwegs füllen wir noch Wasser auf. Die Kiteschule auf der Landzunge hat nicht die besten Campbedingungen, so dass wir bis zum Ende der Strasse fahren. Hier können wir gegen 200 Pesos auf den Strand auffahren und dort übernachten. Teuer, aber es hat Wind! Hier stehen wir direkt am Wasser an der (SEHR!) flachen Lagune. Wir fahren beide etwas, auch wenn der Wind eher für Steffi geeignet ist. So werden auch schon die ersten Fotos mit Weihnachtsmütze beim kiten geschossen. Diese wollen wir ja für die Weihnachtskarten benutzen.

Jetzt ist das Rücklicht dran: Die roten Plastiksplitter eines Vorderlichts hatte ich in Cancun aufgesammelt. Jetzt schneiden wir einen Splitter zurecht, biegen ihn mit Hitze und kleben ihn mit Zweikomponentenknete auf das Loch im rechten Rücklicht. Hält! Sieht besser aus als Gaffatape :-)

Gut das wir noch Kokosnüsse an Board haben. Diese werden am Strand geknackt und können nach dem letzten Einkauf auch mit Strohalmen getrunken werden. Am Abend geht die Sonne über der Lagune unter und alles ist schön :-)

22.12.16 Isla Blanca

So einen Tag wie diesen, der gehört in die Kitekalender. Die Sonne scheint, der Wind bläst und der Wasserstand ist so gestiegen, dass man nun in der gesamten Lagune gefahrenfrei fahren kann. Am Morgen reicht der Wind noch nicht so ganz, so dass ich mich anderen spielereien widme: Starten durch Sprung vom Land. Bisher haben die „cochones“ und das richtige Revier gefehlt, dass zu üben. Am Ende klappt es gut: Ich stehe am Ufer mit dem Brett an den Füßen, und dann ein Hüpfer mit dem Schirm und ich lande auf dem Wasser und kann davon fahren. Cool!

Am Nachmittag legt der Wind noch einmal richtig zu, so dass Steffi mit dem 9er rausgeht und ich von 11,5er über das Wasser geprügelt werde. 22-25 Knoten + Böen bis wohin auch immer. Toeside, Sprüge, heute geht alles bei uns beiden :-) Am Ende schmerzen die Beine.Danke auch an Stefan für die Selbstlandemethode: wir haben sie gebrauchen können.

Und wenn man denkt es geht nicht mehr besser: Am Abend zuckelt ein brauner T3 an den Strand, beladen mit Randy und Isik. Sie beide leben seit einiger Zeit in Playa del Carmen und es wir ein lustiger Abend. So enthusiastisch wie Randy spricht niemand über die Kokosnusspalme :-) Und er liebt die Natur sosehr, dass er nachts in die Lagune stapft mit einer Taschenlampe bewaffnet. HEraus kommt er mit zwei von diesem alienartigen Urzeitrochen mit der harten Schale. Grusel Grusel, aber am Ende sind Mensch und Rochen wieder zurück in ihrem zu Hause und allen geht es gut.

23.12.16 Tulum/Punta Allen

Huch, morgen ist ja schon Weihnachten! Wir wollen eigentlich gar nicht von der Isla Blanca Abschied nehmen. In Cancun füllen wir den Nachsendeantrag für das Paket aus, verschicken vom Burger King aus die selbst designten Weihnachtskarten mit den Kitefotos und gehen noch einkaufen. Für die Weihnachtstage brauchen wir noch 2kg Riesengambas, guten Käse, Seranoschinken, Sekt etc etc etc. So beladen fahren wir die Küste hinunter nach Tulum. Den süßen Ort voller Yoga, Juice und Bleichgesichter durchfahren wir nur schnell, denn unser Ziel ist klar: Die Halbinsel richtung Punta Allen. Sie geht direkt aus Tulum hervor und war der Tip von Randy. Ca. 40km lang verläuft sie zwischen dem Meer und einer Lagune. Sie ist ein Nationalpark und für 30 Pesos kann man so lange bleiben wie man will. Die Strasse ist ausgewaschen und vom Jungel eingeschlossen. Tiefe matschige Wasserlöcher geben Grenny einen neuen grauen Anstrich. Eine Brücke führt über die Lagune. Hier sehen wir ein Krokodil im Wasser liegen. Wir finden unseren Platz für Weihnachten kurz vor der Dunkelheit. Ein Palmenwald der bis an den Strand reicht. Zwischend en Palmen stehen wir quer zum Strand und gucken auf das Meer. Der Wind tobt und das Wasser ist aufgewühlt. Ein guter Ort für Weihnachten.

24.12.16 Weihnachten

Die Sonne geht rot über dem Meer auf und zack ist es Weihnachten im Paradis. Der Tag beginnt mit einem würdigen Frühstück mit Melone und Serano, Käse, Toast, Kaffee. Natürlich schallern auch schon Weihnachtslieder durch den Palmenwald. Der Wind ist auflandig und so kräftig, dass wir hinter dem Auto sitzen müssen (aber zum kiten nicht ganz ausreichend). Den Tag verbringen wir erstmal mit Entspannung. Hängematte zwischen zwei Palmen, Kokosnüsse trinken (die Machete…), ältere Kokosnüsse knacken zum snacken. Paradis halt :-) Der Strand wird natürlich für´s Fest auch aufgeräumt. Weg mit dem Seetang und dem Müll. Diesen sammeln wir in 2 große Säcke. EIn kleiner Beitrag. Am Nachmittag beginnen wir uns schick zu machen. Wir duschen und ziehen frische Kleidung an. Steffi hat den Tisch toll mit Blättern dekoriert. Ein Weihnachtsbaum wurde aus Zweigen, einem Wasserkanister und Alufolie gebastelt. Unsere Deko aus der Windschutzscheibe hängt nun im „Baum“. Steffi hat es wirklich wunderbar hergerichtet. Als wir gerade beginnen wollen zu kochen ergießt sich ein monsoonartiger Regen. 1,5h lang Prasselt es so sehr, dass uns fast alles davon fliegt. Steffi war schon angezogen und harrt drinnen aus. Ich hatte zum Glück noch meine Badehose vom duschen an und kann eine Plane über den Tisch spannen. Geht wirklich gut. Lustig, denn wir hatten sie zu diesem Zweck mitgenommen aber bis jetzt noch nicht gebraucht :-)

Irgendwann ist auch der letzte Guss durchgezogen und wir können kochen. Gabas satt, so war Steffis Wunsch, und wir konnten ihn erfüllen. Dazu frisch gebackenes Brot, selbstgemachte Cocktailsauce nach Vaters Rezept (Tequila geht anstatt von Cognac hervorragend!), und lustigen Sekt, der eher schmeckt wie Federweißer und nur 3% hat. Wer so Weihnachten feiert hat immer was zu lachen. Meist über sich selbst. Dann wir es besinnlich: Steffi hat per Mail den „Standardtext“ der Weihanchtszeremonie von zu Hause bekommen. So wird fast eine kleine Messe daraus. So sitzen wir bei Kerzenlich unter dem Sternenhimmel und singen, beten, und erzählen die Weihnachtsgeschichte.

Noch lange sitzen wir draussen, trinken Paloma und erzählen einander unsere Weihnachtserinnerungen und Traditionen. Bei Nusspudding und frischer Ananas geht in Grenny Weihnachten mit der Weihnachtsfolge von Puerto Patida (Podcast) zu ende. So ein schönes Weihnachtsfest, aber wir vermissen natürlich auch unsere Lieben zu Hause! Ein paar Weihnachtsnachrichten konnten wir am Nachmittag austauschen, aber Empfang gab es nur wenn man 200m den Strand rauf in einer ganz bestimmten Position steht, oder das Handy an einen 5m Bambusstab machte.

25.12.16 1. Weihnachtsfeiertag, immer noch bei Tulum

Auch nicht anders als zu Hause beginnt der Tag mit einem entspannten Frühstück. EIn paar Shrimps vom Vortag, dazu eine frisch geknackte Kokosnuss. So kann´s los gehen. Wir hören und lesen, liegen in der Hängematte oder baden. So kann so ein Tag schon mal vergehen.

Am Morgen hatte ich noch bevor Steffi erwachte ein bisschen Landart auf den Strand gebracht. Steffis Name in geflochtenen Palmenblättern, Kokosnüssen, Bambus etc. Irgendwie war ich wohl noch nicht ganz wach und hatte ihren Namenstag vorverlegt. Gefreut hat Sie sich natürlich trotzdem :-)

Am Nachmittag kommen die Lachsburger die wir besorgt hatten in die Pfanne. Frische Brötchen werden dazu gebacken. Lecker! So vergeht der Tag. Noch ein paar Kokosnüsse angeln und schon ist der Tag vorüber. Am Abend schüttet es wieder fleißig, aber wir sind vorbereitet: Der Stuhl ist umgedreht, gegessen haben wir schon. Dann halt NCIS Folgen und kühle Getränke in Grenny.

26.12.16 Ruinen Tulum und Aufbruch nach Bacalar

Nein wir wollen nicht ins Casino, Bacala ist ein See/Lagune vor Chetumal an der GRenze zu Belize. Dieser wurde uns so oft empfohlen, dass wir nicht umhinkommen ihn zu besuchen. Er soll sich in 7 Farben verfärben. Na dann.

Wir verpacken alles und fahren zu den Ruinen in Tulum. Nicht wie sonst sind wir heute etwas später dran. Mit den anderen weißen Leibern schieben wir uns durch die Turihölle. Aber die Ruinen im Jungel und direkt am Meer sind schon beeindruckend. Endlich haben wir auch wieder Empfang und können Kontakt nach Hause aufnehmen.

Als wir abfahrtbereit sind haben wir hunger. Ein Torta Laden in Tulum lässt uns anhalten. Die großen Sandwiches sind etwas zu fettig aber lecker. Die Dame braucht zwar ewig, aber können ja auf der Fahrt essen. Der Highway ist nicht voll, die Strassenführung nicht sehr logisch und wie immer passen auf einspurigen Strassen 3 Autos nebeneinander… also alles so wie immer.

Wir übernachten bei Cayuco Maya, einen „Campingplatz“ vor Bacala, dirket an der Lagune. Wir konnten keine guten(!) free Spots in Bacala ausmachen, so dass uns die 5$/Nacht auf einem traumhaften Stellplatz in ornung erscheinen. Wir fahren eine steiele Strasse auf eine Wiese direkt an den großen See hinunter. Eine mexikanische Famile ist auch noch da. Hier stehen nur ein paar Cabanas auf dem großen Areal. Das Wasser ist klar und wir hüpfen sofort hinein Hauptsächlich Süßwasser. Wenn es jetzt noch Wind gäbe?! Morgen vielleicht. Sicherheitshalber spannen wir gleich auch noch unser Vorzelt wieder auf. Das Wetter ist immer noch wechselhaft. Hier halten wir es aus.

Eingestellt von Kojensen 14:05 Kommentare (2)

Bilder Bacalar Bucht

IMG_9769.jpg

180_IMG_9765.jpg

180_IMG_9756.jpg

180_IMG_9748.jpg

IMG_9744.jpg

IMG_9716.jpg

90_IMG_9711.jpg

Eingestellt von Kojensen 14:05 Kommentare (0)

Bilder Weihnachten

90_IMG_9504.jpg

90_IMG_9503.jpg

180_IMG_9531.jpg

IMG_9580.jpg

IMG_9611.jpg

IMG_9634.jpg

IMG_9639.jpg

IMG_9668.jpg

180_IMG_9674.jpg

IMG_9681.jpg

Eingestellt von Kojensen 13:55 Kommentare (0)

12.12.16-19.12.16 Isla Aguada bis Cancun

Der Tag im Starbucks war wohl genutzt. Endlich wieder ein paar Berichte im Vorweihnachtsstress. Etwas kürzer, aber vielleicht auch nicht all zu schlecht :-)

12.12 - 13.12.16 Isla Aguada

Durch den kleinen Ort Isla Aguada erreichen wir noch am Abend des 11.12.16 einen Strand an dem wir uns quer zum Wasser mit freier Sicht hinstellen können. Am nächsten Morgen stehen um 6:30 Uhr Hanibal und Alex (aka Micky Mouse) mit einem großen Topf Gambas und kühlem Bier am Strand. Sie winken mich herbei. Gastfreundschaft ist alles! Der Tag beginnt lecker und erfrischend und endet damit das wir den ganzen Tag Musik hören, kühle Getränke genießen und die Gambas futtern. Hanibal ist Koch und hat heute frei und wollt eigentlich ins Bett, aber wer kann schon eine Spontanparty mit ein paar deutschen ausschlagen?! Der Tag wir lustig und gut für mein Spanish. Der nächste Tag wird dem entsprechtend unlustig und eher „entspannt“. „Cruda“ (= Kater) ist ein Wort, dass auf jeden fall hängen bleibt. So kurz die Beschreibung des Tages, so sehr hat er Spaß gemacht!

14.12.16 Aufbruch nach Chichen Itza

Wir verlassen unseren „Partystrand“ und fahren nach Chichen Itza. Die Stadt die der Topsehenswürdigkeit am nächsten ist ist Pisté. Hier kaufen wir nach dem langen Fahrtag noch etwas ein. Grenny muss beim ausparken ein Stück vom linken Rücklicht einbüssen. Wir kleben es noch schnell ab bevor es anfängt zu regnen. Manche Tage…

Stehen tun wir auf einer Art „Feld“. Ein kleiner Weg führt ab von der Hauptstrasse auf eine große Wiese mit hohem Grass. Wir Parken so, dass man uns von der Strasse aus nicht sehen kann. Wir sind müde vom Fahrtag und auch etwas müde von der Durchfahrung Mexikos. WIr brauchen bald ein zu Hause am Strand an dem wir uns ausbreiten können und entspannen können. Besonders ich bin irgendwie etwas „angefressen“… Reisekoller vielleicht… wird schon wieder :-)

Die angebotene Lightshow in Chichen Itza ist nicht mehr gratis und fällt des Regens sowieso aus.

So übernachten wir friedlich ca 1km vom Haupteingang in unserem „Feld“.

15.12.16 Chichen Itza und Fahrt nach Rio Lagartos

Früh morgens ist der beste Zeitpunkt für Chichen Itza und so stehen wir kurz vor 8 in der Schlange für den Parkplatz. Bei bedecktem Himmel erkunden wir das beeindruckende Gelände. Die große Hauptpyramide hat eine Treppe mit Schlangenköpfen, die bei Sonnenwende einen Schatten bekommt der aussieht wie ein Schlangenkörper. Die schlauen Kerlchen…

Der große Ballspielplatz mit dem ominösen Ballspiel, dass nur mit Schultern und Hüfte gespielt wurde lässt uns erstmal die Wikipedia konsultieren. Hier erfahren wir, dass der Platz wahrscheinlich nur representativen Charakter hatte, die Führer hier auch viel Quatsch erzählen, und die Verlierer wahrscheinlich nicht geopfert wurden. Man wir es nie erfahren, aber tolle Bauten sind es. Gut das wir so früh gekommen sind, denn die Händler bauen noch auf. Für diese Attraktion ist es vergleichsweise ruhig.

Nach der Besichtigung fahren wir weiter zu zwei Cenotes (Xkeken und Oxman nähe Valladolid). Das sind Frischwasserseen, welche zum teil unterirdisch liegen. Der erste ist wie eine Tropfsteinhöhle mit Badesee. Mystisch ragen Luftwurzeln und Stalaktiten herab. In der Decke ist ein Loch zur Außenwelt. Mittags leuchtet die Sonne hier hindurch und Taucht das Wasser in ein türkis-blau. Magisch. Die zweite Cenote ist eher was für den spaßigen Besuch, nach der meditativen ersten: Ein ca 30m tiefes „Loch“ ragt hinunter. Unten ein klarer „See“. Vom Rand kann man sich mit einer Liane hineinschwingen. Der Parkplatz ist schön gelegen, Leguane chillen in den Astgabeln. iOverlander sagt man könne gratis übernachten. Ein neuer geschäftstüchtiger Inhaber (so erfahren wir in unserem immer besser werdenden Spanisch) hätte gerne 10$ die Nacht. Das ist uns zu viel. So fahren wir weiter nach Rio Lagartos. Wir cruisen durch endlose einsame Landstrassen mit teils riesigen Überraschung Schlaglöchern. Es ist tropisch feucht.

Am Abend erreichen wir wieder das Wasser. Rio Lagartos ist ein kleines Dorf, das an seinem einen Ende zipfelförmig in eine Lagune ausläuft. Am Ende des Zipfels ist ein kleines Restaurant mit einem großen Parkplatz. Ein Steg mit Palapa drauf liegt malerisch im Wasser, direkt vor unserem Parkplatz. Hier wollen wir auch kiten… noch, denn später erfahren wir, dass die ganze Lagune voller Crocos is, die Nachts sogar bis zum Parkplatz kommen sollen. Steffis Skorpionangst wird rapide abgelöst :-) Also kiten tut hier wohl niemand :-/ Der Paradisische Ausblick und Stellplatz wird nur durch den etwas streng riechenden Mangrovenwald getrübt.

Am Abend sitzen wir zum Sonnenuntergang in dem kleinen Restaurant. Für unseren tollen Stellplatz sollen sie auch etwas business bekommen. Fisch mit Shrimps gefüllt und Pulpo a´la Mexicana machen den Abend zu einem Highlight. Ein deutsches Pärchen spricht uns an und setzt sich zu uns. Sie waren mit ihrer kleinen Tochter gerade auf Cuba und sind spontan nach Mexico geflogen. Elternzeit :-)

16.12.16-17.12 Rio Lagartos
1,5 Entspannungstage liegen vor uns die wir gefühlt auch brauchen. Wir spannen die Hängematte am ende des Stegs und haben wirklich ein Magazincover als Entspannungsort. Wir lesen und hören Hörspiel bis die Sonne sich wieder dem Horizont neigt. Die Natur die uns umgibt ist atemberaubend. Hunderte von Vogelarten, Leguane und Fische gibt es zu bestaunen.

Am Abend verirren sich noch 3 Studentinnen (Barcelona und Münster) zu uns. Auch sie wollen am nächsten Tag einen Bootsausflug zu den Crocos machen. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen.

Pünktlich um 7:15 stehen wir am Hafen bereit und die 4 Mädels fahren los. Ich machen mir lieber einen entspannten Vormittag „im Bett“. Man kann nicht immer Lust haben. Steffi zeigt später tolle Fotos. Sie konnte Krokodile aus nächster Nähe sehen und streicheln, sich mit Schlamm einreiben, und in einem Salzsee schwimmen. Hier konnte man kaum den Kopf unter Wasser tun, so hoch war die Salzkonzentration.

Danach fahren wir ab Richtung Cancun.

17.12.16 -19.12.16 El Cuyo Beach

Wie gesagt, nach Steffis Krokodilexkursion und einem Mittagessen im Restaurant bei unserem Stellplatz (Guacamole, Crepes de Camaron) brechen wir auf. Der Stellplatz ist schön, aber doch nur ein Parkplatz. Und die Mangroven riechen wirklich streng.

Nach erneuter „uninteressanter“ Fahrt durch die mexicanische Pampa erreichen wir El Cuyo. Die Strasse führt schnell auf einen Feldweg. Die Beschreibung bei iOverlander sagte schon was von sehr schmalem Weg, aber so schmal?? Rechts und links kratzen die Äste und Büsche >2km an Grenny. Nichts für schwache Nerven! Am Ende fahren wir einen schmalen Weg mit weichem Sand bis direkt auf den Strand. Um uns herum stehen Palmen, der Strand ist unberührt und das Wasser Türkies. Ein Traum! Auch Träume haben Haken müssen wir noch feststellen. Noch wissen wir davor nichts und genießen das Paradis. Wir baden in dem (zu) warmen Meer. Etwas zwickt mich in den Zeh ( ein Krebs wahrscheinlich) und verursacht leicht feminine Panik meinerseits. Wir lesen am Strand. Am Abend gibt es Cous Cous, frisch gebackenes Brot mit Knoblauch. Wir stellen einen Tisch an den Strand und zelebrieren dieses Abendessen im Sonnenuntergang.

Warum sag ich Paradis mit „Haken“. Naja, es ist ein einsamer tropischer Strand mit viel Strandgut. Darin wohnen gerne Mücken und Sandfliegen, vor allem wenn kaum jemand den Strand frequentiert. So werden wir Stück für Stück, trotz „Peaceful Sleep“ und Mosquitocoils bei lebendigem Leib gefressen. Die Nacht ist tropisch heiß/feucht und wir schlafen wenig… und werden noch mehr gefressen. Am nächsten orgen hat es sich anscheinend rumgesprochen, dass es uns gibt: Der Morgen am Strand wir ein Buffet für die klitzekleinen schwarzen Fliegen, die mit einem scharfen Schmerz zu beissen und kleine rote Punkte hinterlassen. Die am stärksten juckenden Stellen mit hitze zu lindern (das gibt es ja als Stock zu kaufen) endet in 2 fiesen Brandblasen meinerseits. Klingt unsere „armheit“ duch?

Freudige Ereignisse: Die umliegenden Palmen tragen junge Kokosnüsse die wir abernten und professionell mit der Machete öffnen. Da wir keine Strohhalme haben füllen wir das Wasser um in Flaschen/Gläser. Einen teil trinken wir gleich, einen teil stellen wir kühl. Am Abend gibt es einen selbstgemischten Cocktail mit Gin und Guavensaft und Kokusnusswasser natürlich.

Quälende Fiecher hin oder her, es stehen Reparaturen an: Ein Regalbrett braucht eine neue Verankerung und die Rückklappe eine neue Stütze. Steffi reinigt Grenny und räumt auf. Langzeitreisen heisst auch Arbeit!

Am Abend sitzen wir in langen Klamotten in einer Mosquitocoilwolke und spielen etwas.

Das Spiegelei zum Abendessen spielt Steffi übel mit. Erbrechen und Durchfall in Kombination mit einer heissen Nacht ohne Schlaf. Das Paradis wird zur „Hölle“. Sehr früh am nächsten morgen flüchten wir.

19.12.16 Cancun

Flucht nach Cancun. Ohne Frühstück mit Steffi auf halb 8 im Beifahrersitz reiten wir bei Sonnenaufgang nach Cancun. Erster halt: Walmart. Wir sind abgebrannt und müssen ausgiebig einkaufen. Der kühle Laden ist auch gut für unsere müden, verstochenen Leiber. Nach dem Einkauf geht es weiter, leider ohne Klimaanlage. Bei >36 °C und 100% Luftfeuchtigkeit wir der restliche Tag zur Qual. Wir schlepen uns durch die Stadt: Zuerst zur Post. Das Päckchen ist noch nicht da. Dann auf die Suche nach einer Wäscherrei und einem großen Mosquitonetz für Grenny. Spanischunterricht inklusive. Zuletzt finde ich das Netz von der Rolle in einem Stoffladen. Am Strassenrand finden wir noch Splitter und Stücke eines Rücklichts. Vielleicht können wir uns die Schrottplatzorgie sparen?!

Irgendwann ist alles erledigt und wir fahren zu dem angepeilten Stellplatz. Die Strasse führt durch die bizarre Parallelwelt aus Touristen, Freizeitparkähnlichen Stadtteilen und Resort Hotels. Am ersten Strand ohne Resort können wir Parken. Wir stehen auf einem Parkplatz an der Promenade. Hatten wir uns zwar etwas anders vorgestellt, aber es gibt wenigstens DUSCHEN. Die brauchten wir dringend:-)

Wir baden etwas und liegen am Strand (ohne Fiecher!). Ein Sandwich am Abend mit den schönen frischen Sachen aus dem Supermarkt und dann heißt es früh ins Bett. Ein paar folgen NCIS, Ventilator an, Cortison Creme raus: HEAVEN!

Eingestellt von Kojensen 12:25 Kommentare (1)

We have come a long way

We have come a long way

Bildschirm..um_14_17_19.png

Eingestellt von Kojensen 09:05 Kommentare (0)

20.12.16 Bilder Mosquitostrand und Cancun

ihr Lieben hier ein paar Bilder von unserem Paradies Strand an dem wir zwei Tage von der kompletten Tierwelt aufgefressen wurden. Jetzt sind wir in Cancun und haben einiges zu erledigen. somit haben wir uns dann auch die Weihnachtsfeiertage verdient. Langzeit reisen bedeutet auch Arbeit! besonders wenn dieser Arbeit bei über 30° und 100 % Luftfeuchtigkeit stattfindet! :-)

Die Kokosnüsse waren selbst geerntet und wurden fachmännisch geöffnet. Alle Finger sind noch dran.

wir werden Weihnachten um Tulum herum verbringen und wissen nicht wie unsere Netzsituation ist. Somit vorweg schon mal frohe Weihnachten und schöne Feiertage im Kreis eurer Lieben.

Wir drücken euch!

IMG_9405.jpg

IMG_9409.jpg

IMG_9418.jpg

IMG_9424.jpg

180_IMG_9426.jpg

90_IMG_9429.jpg

IMG_9433.jpg

IMG_9441.jpg

227FED6EFA093E3A9608382A2121CB18.jpg

IMG_9455.jpg

Eingestellt von Kojensen 08:25 Kommentare (0)

Bilder Hierve el agua bis Lagatos

Bilder Hierve el agua, Palenque, Chomula, Isla Aguada, Chichen Itza, Rio Lagatos

IMG_9181.jpg

IMG_9184.jpg

90_IMG_9202.jpg

IMG_9208.jpg

IMG_9229.jpg

IMG_9296.jpg

IMG_9314.jpg

90_IMG_9370.jpg

IMG_9371.jpg

Eingestellt von Kojensen 12:35 Kommentare (1)

10.12 + 11.12 Chamula, Pelenque und Fahrt an den Atlantik

10.12.16 Chamula und Fahrt nach Pelenque

Heute ist es soweit: Wir fahren nach Chamula. Nach ca 1,5 Stunden sind wir da. Wir parken in der Straße die auf den Marktplatz führt. Es ist früh und der kleine Ort mit ca. 3000 Einwohnern erwacht gerade erst zum Leben. In den Straßen sehen wir viele Frauen in traditionellem Gewand: Schwarze Röcke, teils aus Fell, bunte Bauchbinden und bestickte Blusen. Die Frontzähne sind häufig versilbert und die jungen Frauen sind allesammt sehr hübsch. Die Männer tragen eine art Poncho aus schwarzem oder weißem Fell. Dazu tragen sie als „Waffe“ ein schwarzes Vierkantholz wie ein Gewehr über die Schulter geschlungen. Dazu Cowboyhut. Wir haben gelesen, dass >60% NUR ihre Ursprache Sprechen und gar kein Spanisch. So wirkt es hier auch: Natürlich und urtümlich. Auf dem Marktplatz sind viele Decken ausgebreitet auf denen die zu verkaufende Ware liegt. Sie ist kunstvoll aufgetürmt und regt sehr zum kaufen ein. Und das tun die Menschen auch. Mandarinen, Tamarind, Jeans, gebrauchte Schuhe, bestickte Blusen etc. Das ist das „Einkaufszentrum“ des Ortes. Bevor wir aber den Markt erkunden gehen wir zum Herzstück des Ortes. Die Kirche ist bunt geschmückt, irgendwo spielt eine Band, es werden Raketen in die Luft geschossen, und aus den Türen der Kirche drängen große Gruppen traditionell gekleideter Männer. Wir sind hier wirklich die „Sonderlinge“. Sonst kein Bleichgesicht in Sicht. Wir sind etwas scheu des so natürlichen und unberührten traditionellen Treibens wegen. In der Kirche bietet sich uns ein unbeschreibliches Schauspiel, das ich hier nun detailiert besschreiben werde, da keine Fotos erlaubt sind (bei zu wiederhandlung verliert man hier schonmal seine Kamera. Da nehmen die Bewohner es ganz genau. Letztendlich ja auch richtig so). Die Kirche und der Christliche Glaube sind hier vermischt mit dem Glauben der Maya. Der christliche Anteil ist beschränkt auf „sich bekreuzigen“, Heiligen Verehrung und das Kirchengebäude selbst. Was sonst noch passiert kommt jetzt: Einen Priester gibt es nicht, sondern die Menschen kommen in kleinen Gruppen zusammen um für sich zu praktizieren. Bänke gibt es auch keine. Der Boden ist mit Stroh ausgelegt. Damit die bösen Geister aus den Menschen fahren können rülpsen sie. Um damit zu helfen wird gerne Cola Getrunken. So steht auch inmitten der Kirche fast ein Altar aus Cola Flaschen. Um den bösen Geist aufzunehmen braucht es ein Huhn, welches um die Köpfe der Mitbetenden der Gruppe geschwenkt wird. Hat das Federviech alle Bösen Geister aufgenommen muss es dran glauben und wird an Ort und Stelle geopfert. Was sehen wir: In dem etwas schummrigen Gebäude spielt eine Band und die Menschen die nicht gerade an einer der „Gebetskreise“ teilnehmen unterhalten sich fröhlich. Eine Gebetsgruppe setzt sich meist auf den Boden und baut Kerzen vor sich auf. Manchmal auf kleinen Tischchen, oder einfach mit wachs befestigt auf dem Boden vor sich. Nicht nur eine oder zwei, sondern es wird gleich ein ganzes Meer aus Kerzen (ca. 30) auf den Boden gepappt oder auf die Tische gestellt. Dann Knien sich alle davor und beten, trinken Cola, rülpsen, und der Hahn geht herum und dann drauf. Erwürgt/Hals umgedreht soweit wir beobachten können. Dann gehen die Gruppen wieder hinaus. Die selbstgebauten Altäre bleiben stehen und brennen munter weiter. Später werden sie dann mit einem Spachtel wieder vom Boden abgekratzt. Das es da nicht mal Brennt mit den Kerzen im Stroh?! Aber die werden schon wissen. Die gibt es ja schon eine Weile die Maya.

Was ein Erlebnis. Wir fragen nach und erfahren, dass es diese Tage besonders rundgeht, der Jungfrau wegen. Das erklärt auch die dekorierten Wagen vor der Kirche, die hier zu einer Art „Weihe“ kommen. Nun aber auf den Markt. Wir erwerben Handgewebte und bestickte Stoffwaren. Die Hände der alten Frau zeigen deutliche Spuren der harten Arbeit. 6 Wochen pro Läufer. Das glauben wir gerne. Alle sitzen auf kleinen STühlchen (die wir immer für Kinderstühle gehalten hatten) um Metallöfen auf denen ein Topf auf Kohlen steht. Noch ein kleiner Stoffesel mit traditionellem Krieger auf dem Rücken, viel Obst und Gemüse, ein Poncho, eine LEderhandtasche mit Fellbezug wandern in unsere Tasche. Hier ist es authentisch und hier kaufen wir gerne. Des weiteren wollen wir gerne, dass das Dorf die Traditionen die es so hartnäckig bewahrt auch weiter pflegen kann. Im kleinen „Baumarkt Laden“ den es auch in jedem Dorf gibt kaufen wir noch eine Machete mit Lederhülle. Das war kein Souvenier, sondern das braucht hier jeder und trägt auch jeder fast immer mit sich rum. Wir wollen mit dem großen Messer unser angeschlagenes Beil ersetzen. Kokosnüsse gehen damit sicher auch besser auf als mit dem Küchenbeil. Und bei 7 Euro (inkl. schöner Lederhülle) kann man auch nicht klagen.

Nun kommt der harte Teil des Tages: Fahrt nach Pelenque. Eigentlich nur 220km, aber diese sind ausschließlich in den Bergen. Somit zuckeln wir Berg rauf/Berg runter. In jedem Dorf bremsen Topes (stille Polizisten) unsere Fahrt. Zusätzlich mehren sich die Fackelläufer. Klar jetzt ist bald der 12.12.. So sehen wir hunderte von Wägen und tapferen Läufern. In jedem Dorf steht das ganze Dorf am Straßenrand. DIe Kinder rufen „Dulce, Dulce“, geben den Fahrzeugen Orangen oder Zuckerrohr, dafür fliegen ein paar Bonbons in erwartungsvolle Kinderhände. Wir werden auch bejubelt, meist gefolgt von etwas fragenden Blicken. Wir können uns denken was in ihren Köpfen vorgeht: „Wo ist eigentlich eure Dekoration? Wo ist die Statue der Jungfrau? Wo das große Portrait? Wo die Polizeisirene? Und wo ist eigentlich euer Läufer? Wie kommt ihr denn hier her? :-) Für uns ist es natürlich sehr gut, denn wir bekommen zig Dörfer mit allen Einwohnern zu sehen und dürfen diese ganze besondere Zeremonie erleben. Abends übernachten die Läuferteams auf Sportplätzen oder in GEmeindehallen. Es wird gekocht und gefeiert. Am nächsten Morgen geht es weiter. Schon alleine an dem verrußungsgrad der Läufer kann man erkennen ob sie von weiter her kommen, oder erst im Nachbardorf eingestiegen sind. Wir hupen fleißig mit und feuern die Läufer kräftig an.

Langsam, ganz langsam bemerken wir den Übergang von Bergland in Jungel. Zwischen die Nadelbäume reiht sich die ein oder andere Banane, Liane oder Palme. Die Luft wird feuchter und die Vögel lauter. Interessant so ein wechsel. Die Strasse ist natürlich schlecht und wir brauchen für die 220km >6 Stunden. Bei dunkelheit erreichen wir endlich Pelenque. Meine Hände sind schon ganz unansehnlich vom abgewetzten Gummi vom Lenkrad (Serpentinen und 38 °C). Wir sind fix und alle, aber glücklich so viel tolles Panorama gehabt zu haben.

Quizfrage: Was stinkt stark nach faulen Eiern aus dem Motorraum nach einer langen Fahrt. Hauptsächlich auf der Fahrerseite. Nein keine Ratte! Auflösung morgen.

In Pelenque parken wir auf einem kleinen Parkplatz an einer Basketballhalle. Ruhiges Viertel. Gut beleuchtet. Steffi macht eine Gemüsepfanne, ich schalte bei einer selbstgemischten Michellada ab. Wir schärfen noch die Machete mit dem auch noch gekauften Schleifstein. Ein Schleifer war nicht zu finden. Das macht hier wahrscheinlich jeder selber. So überfällt uns auch keiner :-) Dunkle Ecke, Fahrzeug, Schleifgeräusche, große Klinge :-) Die noch Vorhandene Kokosnuss fällt sofort der scharfen Klinge zum Opfer. Bis das so sitzt wie bei den alten Damen am Stand braucht es noch etwas, aber offen ist offen!

Wir schlafen früh und tief, trotz tropischer schwüle.

11.12.16 Pelenque und fahrt ans Meer

Als wir am Morgen erwachen ist es völlig klar, dass wir in den Tropen sind: Es zwitschert und tut so kräftig, es kann nur der Dschungel sein. Über Nacht hat es kräftig geregnet. Ein Kaffee wird gekocht. Steffi macht sich ein Müslimix (Aktueller Favorit: Nesquix + Granola), ich lass es mit einer Banana langsam angehen.

Die 7km zu den Ruinen sind schnell gefahren. Bei tropischer Wärme und Nieselregen erkunden wir das Gelände. Nur 5% der gesamten Stadt sind vom Dschungel befreit und man kann sich gut vorstellen wie die Spanier das ganze vorgefunden haben. Im Vergleich zu den Ruinen nahe Mexico city ist es toll die noch halb in den Dschungel eingewachsenen Tempel zu sehen. Im Hintergrund verschaffen sich die Brüllaffen lautstark gehör. Indiana Jones kann nicht weit sein. Wir besteigen die ein oder andere Pyramide, beschleichen und belauschen eine deutsche Reisegruppe und haben allgemein viel Spaß.

Auf dem Rückweg sammeln wir noch ein schwedisches Paar ein. Sie sind 4.5 Monate unterwegs und von Grenny sehr beeindruckt.

Wo wollen wir jetzt hin? Die Batterie… wisst ihr noch?! Also wenn eine Batterie „Dampf“ ablässt scheint dies Schwefelsäure zu sein. Stinkt wirklich bestialisch. Somit ist auch unsere Batterie am Ende. Angeschlagen war sie sowieso. Starten können wir ja immer über die sekundär Batterie, aber eine Neue muss trotzdem her. Im Supermarkt ist eine schnell gefunden, aber die Frage nach der Entsprgung der Alten bringt mein Spanisch an´s Limit. Letztendlich ist klar: fast jede Werkstatt. Gesagt getan nimmt der kleine Schrauber gegenüber sie auch anstandslos. Eingebaut ist die Neue auf dem Parkplatz auch rasch, nur ist die Polung in Mexico umgekehrt. Die Kabel lassen sich aber problemlos neu verlegen. Wärend meiner schrauber arbeit macht Steffi Mittagessen. Die ganze Zeit beschallt uns ein Handyladen. Eigentlich gut, denn er verkauft auch Musik, bzw. zieht sie einem 300 Lieder auf einen Usb Stick für 1€?! Die junge Mitarbeiterin muss schmunzeln, als ich ihr sagen, dass ich mexikanische Partymusik brauche. Aber genau das fehlt. Die Vorksmusik ist nicht schlecht, aber das was aus den anderen Autos am Strand immer so schallt gefällt uns auch. Neu vertont reiten wir Richtung Atlantikküste. Zumglück ohne Bergkette und mit dem Versprechen des Meeres in unseren Köpfen.

Ziel Isla Aguada an der Laguna de Terminos. Das Ende der Mexicodurchquerung und der Anfang unserer Zeit auf der Yucatan Halbinsel. Endlich wieder Strand!

Eingestellt von Kojensen 14:55 Kommentare (2)

5.12.-9.12.16 Oaxaca bis San Christobal de las casas

Hier die letzten Berichte. Aktuell sind wir in Pelenque und schauen uns die Ruinen an. Gestern hatten wir einen genialen Tag in Chamula mit Hühneropferung, CocaCola Altar und vielen rülpsenden Gläubigen. Dazu die Tage mehr :-) Einen schönen 3. Advent euch allen!

5.12.16 Fahrt nach Oaxaca
Der morgen beginnt kühl aber wunderschön mit Sonnenaufgang über El Popo. Dann holpern wir hinunter zu Viktor nach Hause. Wir wollen ja seine Kunst angucken und ein Bild ergattern. Jamie (unser Hitchhiker) schreibt spontan. Er ist auch in Cholula und wir nehmen ihn mit nach Oaxaca. In Viktors „entspannt“ eingerichtetem Haus können wir kurz abspülen und sogar duschen (wenn auch kalt). Dann dürfen wir uns eines seiner Bilder aussuchen. Bezahlung will er nicht annehmen. Um 12 Uhr reiten wir mit Jamie auf der „Rückbank“ (dem Bett) los nach Oaxaca. Die Fahrt ist bergig, wir erzählen viel und zack ist es Abend und wir stecken im Oaxacaner Abendverkehr. (Unterwegs sehen wir zum ersten mal die Staffelläufer der Jungfrau von Guadelupe. Unten dazu mehr). Die Leute steigen schon aus den Taxies weil es ihnen zu lange dauert. Auch Jamie lassen wir lieber raus, denn die paar Schritte bis zum Hostel gehen ohne uns schneller. Irgendwann ist auch der zäheste Verkehr vorbei und wir stehen auf dem Walmart Parkplatz. Ich bin fix und alle und wir machen uns einen entspannten Filmabend.

6.12.16 Overlander Oasis Santa Maria del Tule

Es ist Nikolas Morgen. Von Steffi habe ich schon gestern Abend spät noch eine Süße Tüte mit Snacks und einem Comic auf Spanisch bekommen. Heute morgen fülle ich auch ihren Schuh etwas: Wie gewünscht Mandarinen und etwas Körperpflege.

Schon früh laufen wir bei Calvin und Leanne in der Overlander Oasis ein. Erkältung heute schmlimmer und so ist der entspannte Tag ein willkommenes Geschenk. Calvin hatte sich per FB gemeldet, dass er einen guten Mechaniker kenne, der sich den Schaden an Grenny mal anschauen kann. Hinter einem großen Tor verbirgt sich die „Oase“. Nur wenige Stellplätze sind um das Liebevolle Haus der beiden arangiert. In dem „Haus“ befindet sich eine große offene Küche, ein Ofen und der große silberne Airstream Trailer mit dem sie vor langer Zeit gekommen sind. Die beiden sind Canadier und herzensgut. Wir verbringen den Tag chillend. Heißer Tee und gutes Internet sind gute Partner bei jeder Erkältung. Jetzt noch unter einem Zitronenbaum sitzend bei angenehmen Temperaturen. Doch etwas anders als zu Hause. Der Mechaniker kommt und ist sehr nett. Leider kann er die Blinkerabdeckung erst in einigen Tagen „vielleicht“ besorgen. Die Mal/ausbeularbeiten würden nicht viel kosten, aber wir machen es lieber selbst. Ich liege noch ein bisschen unter Grenny und mache mich mit der Dieselpumpe der Standheizung vertraut. Diese wollen wir ja justieren um in der Höhe (besser) zu funktionieren. Die Justierungsschraube hat sie schonmal (wie im Internet beschrieben), nur gehen will sie noch nicht so ganz. Wir lassen sie mal etwas in WD 40 und Würth Rostlöser einweichen. Danke Calvin für die Hilfe! Ein kleiner Ausflug in den Ort muss sein, denn hier steht der größte Baum der Welt. 14m Durchmesser, 2000 Jahre alt! Lange sitzen wir in dessen Schatten und sind überwältigt von der Größe und dem Alter. Fotos sind hier sehr schwierig. Am Abend sitzen alle Bewohner der 4 Stellplätze an einem großen Tisch zusammen. Jeder hat etwas gekocht und wir unterhalten uns angeregt. Da ist das ältere französisch-australische Paar mit Landrover Jeep die schon die ganze Welt mindestens 2x befahren haben. Dann ein Ehepaar um die 40 die es langsam angehen lassen. Er arbeitet „fast“ vollzeit von unterwegs bei Wordpress, sie schreibt für Magazine und Blogs. Die französische Familie die wir schon kurz bei den Mariposa Faltern sahen ist auch da. Die quirligen 3 Kinder haben uns sofort wiedererkannt. Sie führen am Abend noch eine kleine „Show“ für uns alle auf. Süß. Bei Tequile und Calvins geschichten aus seiner Rennfahrerkarriere geht ein schöner Abend zu Ende.

7.12.16 Hierve el Agua

Nach dem Steffi noch ein paar Briefe eingeworfen hat und ich derweilen mit zwei lustigen Damen am Grill stehe und mit eine kleine quesedilla machen lasse geht es nach Hierve el Agua. Vorher wollen wir noch in das Stadtzenrum nach Oaxaca. Wir sind etwas entäuscht. Wir haben schon deulich schönere Städte auf der Reise gesehen, und wir haben das Gefühl die Stadt mag etwas „oversold“ gewesen sein. Vielleicht auch dadurch, dass wir mit dem Auto unterwegs sind un dviele kleine Schmuckstücke unterwegs sehen konnten. Die Stadt ist uns zu „Touri“ und der Markt auch nicht so das wahre. Schnell schleppen wir uns wieder hinaus. Besonders mit meiner Erkältung. Der Verkehr ist etwas zäh und so zieht sich die Fahrt nach Hierve el Agua. Letztendlich zuckeln wir doch in das Bergdorf und dann hinaus zu den „versteinerten“ Wasserfällen. Wir können direkt an den klippen alleine stehen und übernachten. Einen kurzen Fußmarsch hinunter kommt man an verschiedene natürliche Wasserbecken die aus quellen aus dem Felsen gespeist werden. All das liegt auf einem Hochplateau mit atemberaubendem Blick auf die umliegenden grünen Berge. Ein natürlicher Infinitypool. Wir schwimmen kurz und entspannen dann bei Grenny. Er bekommt noch einen neuen Anstrich links vorne. Die Farbe dafür haben wir am Morgen in einer kleinen Lackiererei besorgt. Gut sieht er wieder aus nach den ersten 20000km der Reise. Wir entspannen/kurieren uns aus, machen spanish und dösen. Steffi holt einen großen Ananassaft und eine Kokosnuss. Wenn das nicht gesund macht.

8.12.16 Weiter Richtung San Christobal
Ein Fahrtag liegt vor uns, aber nicht ohne gebührenden Start. Am Morgen sin die Badebecken etc natürlich noch verlassen. So können wir ganz alleine dort baden während sich der Morgennebel langsam von den umliegenden Bergen hebt. Wunderschön und eine gute GElegenheit für eine ausgedehnte Fotosession.

Danach fährt Steffi uns tapfer durch die Berge. 5 Stunden lang Serpentinen sind nicht einfach. Zum schluss halten wir an einem See nahe Santa Maria Jalapa del Marques (Benito Juarez lake). Eine Stichstrasse führt an den großen See. An seinem Strand liegen viele bunte Fischerbote. Wir parken auf einer kleinen Landzunge direkt über dem Wasser. Als ich eine der gekauften Kokosnüsse knacke bekommen wir besuch von den Lokals. Diesmal in vierbeiniger Form. Etwas ausgehungerte aber liebe Gestalten beobachten das treiben. Als wir die Kokosnuss ausgetrunken haben teile ich sie in 2 hälften. Die Hunde nagen gekonnt das Mark heraus. Wenigstens etwas.

Wind hat es! >22 Knoten. Wenn wir doch bloss nicht zu KO/krank wären um zu kiten. Dass wäre ein perfekter Spot und wir wären sicher die ersten die hier einen Kite aufpusten. Frühe Bettzeit. Spät Abends noch ein paar Lokals mit Musik, aber deren Playlist ist gut, also haben wir nichts dagegen ;-)

9.12.16 Nach San Christobal

Am morgen erwachen wir an dem immer noch sehr windigen See. Hier sollte man wirklich mal kiten. Wir nicht, denn wir müssen heute gut Strecke machen und ich bin immer noch angeschlagen. Wir kurven durch Bergstrassen bis Steffi ganz anders wird. Auf den langgestreckten Autobahnen staunen wir weiterhin über die Staffelläufer. Immernoch sehen wir verschiedene Trucks/Busse/LKWs beladen mit Menschen. Es ist immer ein Läufer mit einer großen Fackel unterwegs, der unterschiedlich lange Strecken überwindet. Dann wird abgewechselt. Manche laufen in Jeans, manche Barfuß, manche in Fellkostümen. Ein irres Spektakel. Sie haben uns erzählt, dass sie 10 Tage lang laufen. Die LKWs prangen mit Bildern der Jungfrau von Guadelupe und Kreuzen. Gegen Ende des Tages sehen wir sie erschöpft auf/unter den Wagen liegen. Sie schlafen trotz des Verkehrs. Kein Wunder! Aber was für ein Abenteuer für die Jungs und Mädels :-)

Am Abend übernachten wir an Wasserfällen kurz vor San Juan Chamula. Nach einer unerwarteten „Parkgebühr“ dürfen wir umsonst die Wasserfälle besichtigen.

So sind sie die „Fahrtage“. 9 Stunden am Steuer und nicht all zu viel zu erzählen. Morgen gucken wir uns die Verrückte Kirche mit gemischtem Mayaglauben und christlichem Glauben an. Vielleicht opern sie ja ein Huhn… Dann noch nach Pelenque und wir sind fast an der Westküste. Chizeniza noch und dann haben wir uns unseren Strandurlaub in Yucatan wirklich verdient nach der ganzen gurkerei :-))

Ein Polizist hat uns die Tage noch angehalten. Er wollte glauben wir gerne etwas Geld von uns aber wir konnten glaubhaft versichern, dass wir ganz arme schlcuker sind und so eine Reise so billig, dass man sie fast ohne Geld machen kann ;-) Auch das übt das Spanisch…

Eingestellt von Kojensen 06:05 Kommentare (0)

Bilder Teotihuacan, Popocatepetl, Oaxaca

90_IMG_8393.jpg

IMG_8406.jpg

IMG_8416.jpg

180_IMG_8444.jpg

IMG_8523.jpg

IMG_8532.jpg

IMG_8539.jpg

6DC54D9BDBE5C7A071989DB0CADA021B.jpg

IMG_8642.jpg

IMG_8672.jpg

90_IMG_8703.jpg

180_IMG_8726.jpg

90_IMG_8733.jpg

90_IMG_8751.jpg

90_IMG_8763.jpg

Eingestellt von Kojensen 21:35 Kommentare (1)

29.11.-4.12 Mariposa, Mexico City, Popocatepetl

29.11.16 Mariposa Monarcha und fahrt nach Mexico City

Bei unserem morgendlichen Kaffe begrüsst uns auf geschäftstüchtige Weise „Nico“. Wenn wir gut etwas sehen wollten sollten wir gleich los. Recht hatte er natürlich und wir finden seine Geschäftstüchtigkeit gut. Am Tor warten jetzt schon mehrere Guides auf die ersten Gäste. Wir fahren mit Nico und Marcela in Grenny ca 2km durch den Wald nach oben. Marcella hat einen pHD in Pädagogik und arbeitet in Morelia an Unterrichtsmethoden für Analphabeten. Unser Guide ist schon etwas älter und braun gebrannt/indigen und sehr freundlich. Marcella übersetzt im laufe des Tages dass was wir nicht verstehen. Eine schöne Gruppe sind wir! Jetzt wandern wir ca 30 Minuten durch den Wald und über wunderbare Lichtungen auf der ein Pferd steht, wie gemalt. Wir erfahren, dass die Schmetterlinge 4500km von Canada hierher fliegen um zu überwintern. Die ersten kommen mit dem Tag der Toten und repräsentieren so die Seelen der verstorbenen. Somit ist jetzt gerade „Ankunftszeit“ und im März fliegen sie wieder. Wir sehen einige Bäume dick behangen mit Schmetterlingen, aber im Januar/Februar soll es so voll von ihnen sein, dass man ganz voll davon ist. Wir begrüßen halt die schnellsten :-) Sie hängen noch etwas unmotiviert da, denn sie brauchen Sonnenlicht um zu fliegen und es ist etwas bedeckt. Später fliegen ein paar Exemplare um uns herum und wir begrüßen sie . Hübsche Tiere!. Auf dem Rückweg singt uns noch Nico den Mariposa Song vor, der hier natürlich existiert, da die Tiere fest in die Kultur eingebettet sind. Unser Guide ist lieb und nett, genauso wie Marcella, die eigentlich aus Argentinien stammt und nur zum postDoc hier ist. Sie hat auch noch Geburtstag. Somit ist klar: Grenny darf seinen Bartisch ausklappen und es gibt Tequila für alle. Wir nehmen Marcella noch mit bis zu dem Ort in dem sie mit dem Bus zurück nach Morelia fährt. Wir erfahren noch viel über Mexico und Argentinien und versprechen sie in Buenos Aires zu besuchen. Immerhin wohnt sie auf einer Insel vor der Küste o.O.

Unsere Fahrt nach Mexico City geht problemlos. schon aus der Ferne sehen wir wie sich die Stadt in die umgebenen Hügel ausbreitet. Steffi nimmt das Steuer und steuert Grenny zielsicher zu unserer Zieladresse. Über Couchsurfing hatte Daniel sich gemeldet und uns nicht nur einen guten Parkplatz, sondern auch ein Zimmer angeboten. Wir kommen in dem Stadtteil Nezahualcoyotl (sic!) und biegen in Daniels Strasse ein. Hier sind alle Strassen mit einem Tor und Wärter zur Hauptstrasse abgetrennt. Wir fühlen uns schon einmal klasse. Grenny steht so sicher wie nie. WIr erkunden das Viertel, da Daniel noch im Job ist. Der Stadtteil, der uns am Ende wie ein zweites zu Hause vorkommen wird empfängt uns mit offenen Armen. Also zumindest hier ist Mexico City schön entspannt. Erst machen wir es uns auf einer Parkbank mit Snacks und Getränken gemütlich. Nachdem wir genug den Menschen beim Hundespaziergang und Hundefrisieren zugeschaut haben machen wir etwas Pause in Grenny. WIr mussten früh aufstehen und sind schon müde. Nach etwas mittelmäßigem Sushi it tollem Ausblick über das Viertel machen wir es uns wieder in Grenny bequem. Daniel wird leider beruflich weiter aufgehalten, so dass wir uns entschließen die Nacht in Grenny zu schlafen. Das wichtigste war der Parkplatz und wir sind hundemüde.

30.11.16 Mexico City Tag 1

Daniel (Leiter des Bereichs Video/Audiovisuel etc an der La Salle Uni) empfängt uns am nächsten Morgen beim Hundespatziergang mit Elliott und Maya (zwei süße Hunde!). Wir werden herzlichst empfangen und lernen auch gleich seine Frau kennen. Das Gästezimmer ist süß und hat ein Doppelbett. Für Couchsurfer ist ein eigenes Zimmer absoluter Luxus. Nach einer schnellen Dusche wollen wir in die Stadt fahren. Ein Bäcker des Viertels versorgt uns noch mit etwas Frühstück, dann ab in die Metro. Wir kaufen eine Hand voll Tickets und stürzen uns in Gewimmel. Die Metro ist berüchtigt für ihre Fülle zur Rushhour. Deswegen sind die Wagen auch nach Geschlecht getrennt. Wir haben Glück und können in einer zwar vollen aber noch nicht „Mexico-City-Vollen“ Bahn in die Stadt fahren. Wir steigen aus und wandern noch etwas ziellos durch die verschlafenen Strassen. Grobes Ziel: historisches Zentrum. Also wenn das dass Mexico City ist von dem alle immer mit angsterfüllten Augen berichten, dann waren die vielleicht wo anders. Wir erkunden zu Fuß die Innenstadt bis die Füße glühen. Der wunderschöne Bellas Artes Palast ist das erste was wir sehen. Dann laufen wir zur größten Kirche des Landes. Auf dem Platz davor steht ein großer Weihnachtsbaum. Der Schmuck glitzert auch ohne Lichter in der heißen Sonne. Dann laufen wir den Paseo de la Reforma bis zum Schloss hinunter. Zuvor haben wir uns mit Burgern und Tostadas gestärkt. Hierzu saßen wir im zweiten Stock und konnten schön people watchen. Wenn gerade keine interessanten People da waren, gab es einen Fernseher auf dem lief eine sehr energische Kochsendung (mit Tanzeinlage!). Zurück zum Paseo: Die Strassen sind gut von Polizisten in Riotgear bewacht, da eine Demo läuft. Die meisten stehen aber nur herum und gucken in ihre Handys :-)

Vorbei an den tollen Statuen die inmitten der Kreisverkehre des Paseo stehen. Das Schloss gucken wir nur von aussen an, denn Schlösser haben wir daheim genug ;-) Den Rest des Parks hingegen und das Museum für moderne Kunst inspizieren wir genauer. Als wir den großen Aufgang Richtung Museum laufen drehe ich mich beiläufig um. Zu meiner Überraschung führen wir eine große Delegation offensichtlich wichtiger Menschen an. Ca 50. Umringt von Fernsehteams. Langsam machen auch die ausgestellten Fotos in dem Park zum Thema „Klima“ sinn: Dies ist das Abschluss Schaulaufen einer großen Klimakonferenz und der besonders wichtige Mann da ist der Bürgermeister von Mexico City. Für uns ganz gut, denn vor uns ist niemand. Auch die ganzen Stände stehen leer und verlassen am Rand… hihihi…

Das Museum für moderne Kunst ist ganz gut. Leider nur ein Bild von Frida Kahlo. Zurück bei Bellas Artes müssen wir die Füße in einem Starbux hochlegen. Wir sind ganz schön KO. Mit der Couchsurfing App kann man jetzt sich auch spontan treffen: Für einen Kaffee, Stadterkundungen oder Party. Ich probiere die Funktion einmal aus und prompt sitzen Alex und Astrid an unserem Tisch. Sie ist Österreicherin und arbeitet hier in einem deutschem Kindergarten… und Alex, wir wissen nicht so genau, aber cool und lustig ist er. Sie nehmen uns mit in eine Ausstellung im National Museum. Hier durchwandern wir eine Ausstellung mit dem Namen „Luz e Imagination“. Teils bewegt sich der Boden, dann stehen wir in einem dunklen Raum umgeben von einer wahnsinnigen Lichtershow. Am Ende wird sogar noch eine Tanzaufführung im Innenhof veranstaltet. Sehr modern, aber sehr gut. Wie halten die das nur SO lange durch?! Dann müssen wir auch mal nach Hause. Es ist schon nach 19 Uhr. Zwar ist es kein Problem sich in der Stadt bis ca 21 Uhr zu bewegen, aber trotzdem. Wir sind müde und Daniel will uns zum Essen einladen.

Metro: Zwischen 17 und 21 Uhr ist Rushhour… wie günstig. Wir gucken nicht schlecht, als an den Gleisen auf einmal Barrieren aufgebaut sind um die Menschenmassen zu trennen. Polizisten regeln das Chaos. Steffi ist die einzige Frau im Männerbereich, da sie nicht alleine fahren will. Es ist wie man es manchmal im Fernsehen sieht aus Japan. Das die Menschen noch von aussen hineingeschoben werden, bis man drinnen die Füsse vom Boden nehmen kann. Das ganze nur nicht mit Japanern in Anzügen, sondern mit (gefühlt) halb Mexico City. Für mich fühlt es sich an wie bei Metallica in der ersten Reihe. Steffi geht zu solchen Konzerten aufgrund der „Quetscherei“ schon gar nicht und ist jetzt auch nicht mehr angetan. In einem Wort: Horror!! Aber alle nehmen es gelassen. Keiner wird ausfällig oder wirkt genervt. It is what it is, und die armen haben das JEDEN TAG! (Wie naiv ich noch fragte ob Angeline nicht näher an die Stadt ziehen könnte in der sie arbeitet, wenn sie immer 2 Stunden mit dem Auto braucht aufgrund der Rushhour. Natürlich liegt ihre Arbeit IN Mexico City, und die fahrt dauert eigentlich nur eine halbe Stunde OHNE Rush Hour)

Zusammen mit seiner Frau Viridiana, seiner Mitbewohnerin Angelina, und einem weiteren Freund Miguel machen wir uns auf den Weg. Wir sitzen draussen auf der Strasse an einem großen Tacostand und futtern uns einmal durch die (nicht existente Karte). „Gringa“, „Bistec“, „Lingua“, „Chorizo“… irgendwann verstummt auch das letzte „Amigo, una mas, por favor… si si… con todo“. Sie laden uns ein, besorgen noch weitere Getränke und wir machen uns auf den Rückweg. Zuhause angekommen beginnt ein lustiger Abend mit viel Tequila, Bier, Salsa tanzen im Wohnzimmer und vielen vielen spanish Lektionen. Am Ende ist Miguel mein cunado (Schwager), da er jetzt alle deutschen Worte kennt um (angeblich) Katrin noch vor der Hochzeit zu bewahren und sie für sich zu gewinnen :-) Er bleibt am nächsten Tag der Arbeit fern („cruda“… hangover), während wir fröhlich Sightseeing machen. Vielleicht ist mein cunado doch kein echter Mexikaner wenn nach „so wenig“ Tequila schon Schluss ist. Ein toller Abend auf jedenfall!

1.12.16 Mexico City Teil 2

(Fast) Ganz ohne „Cruda“ machen wir uns früh auf in die Stadt. „Unsere“ Bäckerei und etwas Kaffee verbessern den Start. EIn grüner Smoothie (inkl. Kaktus), den wir nur bekamen weil wir aus versehen falsch aus der MEtro stiegen, macht alles NOCH besser. Wir wollen früh ins Anthropologiemuseum, da der Besuch Stunden dauert. Das das Museum als eines der besten überhaupt weltweit gilt hat seinen Grund. Wir wandeln 4,5h durch das unglaublich toll aufbereitete riesige Gebäude. Nun sind wir aufgeklärt… über alles was/wer/wo/wie Mexico je war… oh man… :-)

Danach treffen wir uns wieder mit Alex und Astrid. Zusammen gehen wir auf den Kunsthandwerkermarkt (Mercado des Artesanas, La Ciudadela). Überraschend einsam ist es hier, so können wir in ruhe gucken, und Astrid erklärt uns einiges über die kleinen und großen Holzmonster die uns in buntesten Farben angucken. Originär aus Oaxaca machte sie ein kleiner psychisch kranker Junge um die bösen Monster zu vertreiben. Nach dem ausgiebigen Marktbesuch nehmen uns Alex und Astrid mit in ein Restaurant in dem gekocht wird wie zu prä-hispanischen Zeiten. Und wer hätte es gedacht: Die haben genau so fröhlich insekten gegessen wie die Asiaten. So stehen am Ende Tortillas mit Heuschrecken, Skorpionen, Maden und Würmern vor uns. Alles ganz gut. Die Heuschrecken sogar sehr gut (vor allem Steffi).

Wieder in „unserem“ Viertel angekommen gibt es einen Burger bei einem Stand. Der Mann versteht sein Handwerk und könnte sofort die Berliner Burgerszene übernehmen! Dann ist Fussballzeit. Heute spielen América (Mexico City) gegen ein anderes Team (?) und es ist Halbfinale. Wir kaufen Getränke und Snacks und treffen bei Daniel zu Hause noch auf eine weitere Freundin und Chico. So sitzen wir auf dem Sofa mit Getränken, Hotdogs und Lonchettes mit frijoles und Queso. Wieder große Spanischstunde, denn nicht alle sprechen (gut) englisch. Kein Problem wir sind nicht scheu :-)

Es wird wieder spät…

2.12.16 Mexico City Teil 3 - Das Päckchen

Heute einmal ausschlafen. Wir bleiben ja noch eine Nacht, da wir heute aufgrund der „Hoy no circular“ Regelung nicht fahren dürfen und sie anscheinend SEHR scharf kontrollieren. Die Mädels fahren am WE nach Acapulco, Daniel fährt am Samstag nach. Wir verabschieden uns sehr innig… beide Seiten haben sich SEHR lieb gewonnen. Wir erfahren die wahre bedeutung von „Mi casa es tu casa“ und sprechen natürlich auch Einladungen für DE aus. Heute wollen wir endlich das Päckchen für Weihnachten nach Hause schicken. Erstmal eine Box und Geschenkpapier besorgen. Dann zurück zum einpacken. Dann zur Post laufen. Nur ist da keine Post. Weiter laufen bis da wirklich eine Post ist. Die verschickt leider keine Päckchen nach DE. Wir müssen zum Postal Palace in die Innenstadt. Gerädert, entschließen wir uns es zu ende zu bringen. Mittlerweile ist es 14 Uhr, Steffi hatte schon am Vortag Zeichen einer Fasziitis am Fuß, und jetzt sind wir schon >3km gelaufen. Ich habe ein bisschen Schnupfen… wie es immer so ist :-) Die Box die wir kauften ist auch nicht für mehr als eine Torte zu gebrauchen, aber „mas duro“ gab´s nicht. Für einen internationalen Versand kaum geeignet. So stehen wir in der vollen Metro, mit Paket beladen, dafür ohne letzten Nerv. Wir wissen aber „später lachen wir drüber“. Im Postal Palace steigt die Stimmung schon, denn er ist wunderschön. Alles alt und schmiedeeisern. Die Dame am Schalter kann uns gut helfen und nach einer Rolle Tape ist die Box auch recht stabil. Angeblich nur 8 Tage… naja, mal gucken. Postkarten und Briefe kommen auch noch auf den Weg.

Steffis eiserner Wille bringt uns dann doch dazu noch zu einem Kunstmuseum zu fahren, dass besonders für seine Architektur bekannt ist. Ein großes silbernes Gebäude was organisch verformt scheint steht am Ende einer langen MEtrofahrt und noch mehr zu Fuss gehen vor uns. Die Carlos Slim Stiftung scheint ja genug in der Portokasse zu haben. Rubens, Chargall, van Goch, etc etc… und davon 6 Stockwerke voll. Am meisten schmunzeln lässt mich das Bild von Nolde mit der entsprechenden englischen Beschreibung seiner Heimat in „Schleswig“.

Völlig am Ende reihen wir uns in die Menschenströme Richtung MEtrostation ein. Alle kommen von der Arbeit, doch wir sehen am fertigsten aus :-) Dann wieder Quetschmetro fahren. Jetzt auch schon egal :-) Noch eine Gringa am Stand und 2 Burger to go . Dann mexikanisches Fernsehen und Bett! Und trotzdem ein SO SCHÖNER TAG!

3.12.16 Teotihuacan Ruinen

Nach einer teils etwas verwirrenden Strassenführung (und u-turn an einer Mautstation… zum doppelten preis natürlich) erreichen wir die Ruinen von Teotihuacan. Die SOnnenpyramide hie rist die 3. größte Pyramide der Welt. Wir laufen die 3km lange Totenstrasse entlang und besteigen die SOnnenpyramide. Ganz schön steil die Stufen. Faszinierend was die Jungs da vor 2500 Jahren so alles veranstaltet haben. Astronomie mit den meisten Planeten und der Sonne im Zentrum, komplexe Mathematik inklusive „Rechnen mit der Null“, Abwassersysteme etc etc… Naja, halt auch Kinderopfer, aber gut, man kann ja nicht alles richtig machen.

Danach fahren wir Richtung Popocatepetl. Dem 5600m hohen, aktuell ziemlich aktiven, Vulkan. Man konnte ihn schon von MExico City rauchen sehen. Unterwegs halten wir in einem kleinen Dorf. Hier bekommen wir Tortillas serviert, die vor unseren Augen von der alten Dame mit einer Handpresse zubereitet werden. Am Strassenrand verkauft ein alter braungebrannter Mexicaner mit Hut Eis aus Metallzubern die auf seinem Fahrrad stehen an die Kinder. Ein Idyll! Ein Gemüseladen erfreut uns mit frischesten Sachen. Das vor auf einem ca 5m langen Grill brutzeln große Alupackete. Die sahen wir schon in einem anderen Dorf. Es sind Hühnchen drin. Sie meint sie verkauft heute noch alle. Es sieht aus als wolle das ganze Dorf heute Hühnchen essen :-)

Leider haben wir in San Martin einen kleinen Unfall. Im Nachhinein ist ja alles immer klarer und wahrscheinlich hat der Minibus (Colectivo) die Rote Ampel überfahren und uns links vorne am Blinker getroffen, aber sicher waren wir uns natürlich zu dem Zeitpunkt nicht. Der Fahrer ist zum Glück etwas älter und entspannt. Wir rufen die Versicherung an, die wollen einen Adjuster Schicken der Hilft alles zu regeln. Während dessen kommt der Chef des Fahrers. Er meint, dass es mit 50$ für ihn gegessen währe. Wir rechnen einmal alles durch. Wir haben 500$ Selbstbeteiligung und wenn der Minibus in eine Werkstatt kommt werden sie schön alles wieder richten. Und bei ihm ist die ganze Seite von vorne bis hinten eingedellt. Dann zahlen wir 100% als 50$. Da im Nachhinein niemand beweisen kann wer schuld war kriegen wir von seiner Versicherung (wenn er überhaupt eine hat) nicht sicher etwas bzw. weniger als wir für ihn zahlen müssen. Und überhaupt: Wir müssten in der Stadt bleiben, zu Werkstätten fahren, morgen ist Sonntag. So scheinen uns 50$ um „alle“ Probleme verschwinden zu lassen in Ordnung. Bei uns ist ja auch nur das Blinker glas an der Seite kaputt und der Kotflügel etwas flacher als vorher.

So gehen wir den Deal ein und haben ein gutes Gefühl. Den Vermittler bestellen wir ab und machen uns auf den Weg. Jetzt wird es nämlich dunkel und im dunkeln fahren ist allein schon wegen der Strassenverhältnisse schlecht. Bis zu einem großen Shoppingcentre bis Cholua müssen wir aber noch. Da können wir stehen. Im dunkeln fahren ist gemein, da so viele Schlaglöcher, fehlende Gullideckel und Topes (stille Polizisten) da sind. Dann sind wir doch irgendwann da. Der Security mann hat Mitleid. Wir dürfen über nacht stehen. Das Shoppingcenter ist wirklich anständig. Eine Runde im Massagesessel lässt die Sorgen vergessen. Wir kochen das gekaufte geschibbelte Gemüse mit Avocado und Bohnen. Die FB Gruppe „PanAmerican Travellers Association“ hilft noch am selben Abend für Oaxaca einen Mechaniker zu vermitteln. Wir wollen versuchen einen neues Blinkerglas im Vorraus suchen zu lassen, so dass die es nur schnell einbauen wenn wir da sind. Ein netter Kontakt bahnt den weg. Toll! (Die meisten raten einfach zu orangenem Tape. So bekäme man in Lateinamerika mehr Respekt auf der Strasse, der used look wäre sowieso besser etc ect. Nein! Wir wollen den kleinen Schaden beheben!).

Wir schlafen ruhig und friedlich.

4.12.16 Popocatepetl

Nun endlich kommen wir zu unserem Vulkan. Unterwegs fahren wir durch ein kleines Dorf mit winzigen Strässchen. Eine ist auch noch vom Markt blockiert. Auf der Umschiffung lernen wir das ganze Dorf kennen. Eine alte Dame sitzt vor einem kleinen Holzofen… wir verpassen die Fotogelegenheit, somit die Gedächtnisstütze.

Auf der sehr schlechten Staubstrasse den Vulkan hinauf nehmen wir Viktor und Viktoria mit, und was für eine gute Idee das war. Sie macht gerade den Master in Psychotherapie, er ist Künstler und kommt aus der Gegend. Er berichtet von einer fast manischen Faszination mit den hohen Bergen und dem Vulkan. zig mal ist er schon hinaufgestiegen, hat dort übernachtet etc. Wir verstehen uns alle sofort. Mit Viktors Hilfe fahren wir auf dem hochweg ca nochmal 30 Minuten ab vom Weg zu einem Kloster („Ermita del Silencio“). Grenny muss etwas weiter unten Parken, da wir in einer steilen Kurve halten mussten. Auf 3500m kamen wir nicht mehr weiter die extrem steile Strasse hoch. Vor allem weil wir nun ja noch mehr beladen waren als sonst schon. Die letzten 10 Minuten sind schnell gegangen. Das hätten wir nie gefunden und uns hat noch keiner davor erzählt. Wir läuten eine Glocke am Eingangstor und werden empfangen. Wir werden eingewiesen in die Verhaltensweisen. Hauptsächlich: „Silentio“ und dürfen dann das Gelände erkunden. Es winden sich Stufen den Berg hinauf. Alles ist mit handgemachten Tafeln, Ankern oder Steinen dekoriert. Torbögen umspannen kleine Plattformen, Wasser plätschert; und stets ist der Block auf den Popocatepetl gerichtet. Dieser riesige Berg mit seiner rauchenden Kuppe. Das spirituelle Erlebnis unserer Zeit auf dem Gelände ist kau in Worte zu fassen. Die Anlage ist so unglaublich friedlich und liebevoll gestaltet, dass wir gar keine Worte finden. Wir sind uns zuletzt aber einig, dass dies mit der schönste Ort ist an dem wir JE waren! Danke Viktor!

Endlich oben am Vulkan angekommen staunen wir nicht schlecht. Kalt ist es und hoch ist alles. DIe Baumgrenze ist zum greifen nah. Wir kochen gemeinsam einen großen Topf Nudeln. Die beiden sind von Grenny begeistert und Viktoria umarmt ihn sogar. Sie wollen nun auch ein Auto ausbauen. :-) Wir machen in Anbetracht der gesundheitlichen Verhältnisse (Steffis Fuß, meine Erkältung) nur einen kurzen Spatziergang. Alles ist voller Vulkanasche, es ist windig, wir sind alle SEHR kurzatmig und etwas „lightheaded“. Ist schon hoch hier! Die BEiden machen noch einen tollen Eintrag in unser Gästebuch (Viktor natürlich mit Zeichnung!) und wir verabschieden uns. Am nächsten Tag wollen wir noch seine Kunst anschauen. Aus Grenny blicken wir auf den Vulkan und das immer wechselnde Wolkenbild. Drachensteiger zeigen ihre Künste, Verkäufer bieten kleine Snacks an. Kekse nehmen wir gerne, denn die Passen gut zu dem heißen Tee den es jetzt gibt. Die warmen Jacken sind schon rausgeholt. Die Standheizung hatte neulich in der höhe ja schon gemuckt. Jetzt dämmert mir warum. Die Googlesuche bestätigt es: Höhenkit! Standheizungen laufen über 2000-2500m nicht, da zu viel Diesel für den wenigen Sauerstoff einströmt. Hatte ich irgendwann gelesen aber wohl vergessen. Das hätte man in DE noch einbauen lassen sollen (Ein Altometer regelt dann die Kraftstoffzufuhr). Egal, wir sind gut isoliert und zur not hilft der Kocher nach. Wie es allerdings weitergehen soll müssen wir überlegen. Das Forum hilft erneut mit einer Nachrüstanleitung. Wie häufig sind wir aber so hoch? Ein paar Tage können wir immer uns warm einpacken und mit dem Kocher nachhelfen. Der Argentinische/Chilenische Winter sollte sich ja vielleicht auch eher in niedrigeren Gefilden abspielen, oder? Wir müssen ja nicht IMMER in die Berge fahren. Bis 2500m geht die Heizung, das weiss ich. Naja, mal gucken. Wenn es eine Werkstatt gibt die das hier kann, dann machen wir´s, sonst nicht glaube ich.

Wir sind auf jedenfall warm eingeschnuckelt. Drinnen 18 °C, draussen 6… und das ohne Heizung.

Gute Nacht!

Eingestellt von Kojensen 20:15 Kommentare (1)

Bilder Morelia, Mariposa Falter, Mexico City

IMG_7839.jpg

90_IMG_7827.jpg

90_IMG_7845.jpg

IMG_7859.jpg

IMG_7867.jpg

IMG_7875.jpg

90_IMG_7884.jpg

90_IMG_7908.jpg

180_IMG_7918.jpg

IMG_7922.jpg

IMG_7948.jpg

IMG_7955.jpg

180_IMG_7961.jpg

IMG_7968.jpg

90_IMG_7984.jpg

IMG_7982.jpg

IMG_8007.jpg

IMG_8020.jpg

IMG_8044.jpg

IMG_8034.jpg

90_IMG_8054.jpg

90_IMG_8051.jpg

Eingestellt von Kojensen 12:45 Kommentare (0)

Tequila bis Mexiko City

26.11.16 Tequila
Heute ist es also soweit: Endlich gibt es Tequila :-) Wir durchwandern die süße Stadt mit ihren alten Kirchen und kleinen Märkten. Überall an der Straße werden wieder Leckereien verkauft. Ein Frühstückstaco darf nicht fehlen! Dannbekommen wir sogar noch die heißersehnten Reißzwecken und etwas mehr WeihnachtsdekoWir bemerken einige Touristen, aber so gut wie keine Bleichgesichter. Hier pilgert natürlich jeder anständige Mexikaner mindestens einmal in seinem Leben hin. Eine Tour für 13 Uhr durch die heiligen Hallen der Jose Cuervo Brennerei ist schnell organisiert. Wir sitzen gemütlich in dem edel gestalteten Innenhof der Brennerei und schlürfen einen Tequila Cocktail aus einem Tongefäß. Die Tour selbst beginnt mit einem Einführungsfilm, dann geht es in die Brennerei. Dies ist die älteste der Firma und teils noch mit originalteilen Bestückt. Es ist schön, dass uns hier nicht große Edelstahlfässer und viele moderne Technik empfängt wie in so mancheiner Brauerei in DE. Wir sehen wie große schmiedeeiserne Ofentüren aufgeschoben werden. Heraus fallen die seit 3 Tagen gekochten Herzen der Agave. Direkt vor uns fördert ein Förderband die faserigen Übereste der Produktion auf die offene Ladefläche. Natürlich sind große Teile der BRennerei „open air, bzw gibt es keine Seitenwände. Warum auch. Ein riesiger Rabe mit spitzem Schnabel beäugt uns wach aus einem großen Käfig in mitten der Anlage. Er ist dass Symbol der Firma. So begehen wir, wie bei der Sendung mit der Maus für Erwachsene, den Weg von der Pflanze bis zum endgültigen Produkt. Unterwegs kosten wir Scheiben von der Süßen gekochten Agave. Am Ende darf natürlich die Verkostung nicht fehlen. Gut beschwingt verlassen wir die Brennerei und fahren aus der Stadt vorbei an den endlosen Agavenfeldern. Kurz vor Guadalajara machen wir an einer PEMEX Tankstelle halt. Diese hat sogar Duschen und einen Wäscheservice. 3 Fliegen mit einer Klappe. Wir geben unsere Wäsche ab, duschen unter den etwas schlecht riechenden, aber zumindest heißen Duschen (Steffi muss warten bis alle Trucker draußen sind :-) ). Der 7-eleven versorgt uns mit mäßigem Wlan, dafür mit sehr gutem/kalten Bier. So warten wir mit den anderen Truckern auf unsere Wäsche die wir zuletzt gut gefaltet zurückerhalten. MIt Snacks und getränken aus dem 7-11 machen wir es uns mit ein paar Folgen NCIS gemütlich.Wir schlafen so ruhig es an einer Raststätte eben geht. Alles in allem ein super Stop.

27.11.16 Guadalajara

Die Stadt mit dem sehr schwer aussprechbaren Namen empfängt uns am 1. Advent in verschlafenem Zustand. Wir hatten schon gelesen, dass die 2.größte Stadt MExikos SEHR viel entspannter sein soll als Mexico City, aber gleich so. Massig Parkplätze, heisses Wetter, angenehmer Verkehr. Auf dem Weg in das Centro Historico ergattern wir ein heisses „Schokocroissant“ und sind so gut gewappnet für den tag. Die einzelnen Plätze wachen gerade erst auf und wir schlendern durch die Straßen und Plätze gesäumt mit alten Sandsteingebäuden. Hat etwas von Barcelona… und Oxford. Auf der Suche nach einer 12V/USB Lichterkette.besuchen wir ein paar verrückte „Malls“. Diese sind vollgestopft mit kleinen Elektronikständen. Fast asiatisch. Zuletzt landen wir im Mercado Liberdad: Eine mehrstöckige Markthalle mit riesigem Foodcourt. Wir probieren an einem Stand die „Birra“ (Ziegenkopf Eintopf). Während des Essens starrt uns der Ziegenschädel aus der Auslage an. Dann gibt es panierte Krabenschänze an einem anderen Stand. Einer der vielen Händler bietet uns etwas an was wir noch nie gesehen haben und auf jeden fall brauchen: Eine tackerartige handbetriebene Reisenähmaschine. Wir werden vom ersten Einsatz berichten. Dann laufen wir durch die unzähligen Gänge an unzähligen Ständen vorbei. Hier gibt es wirklich alles: Weihnachtsschmuck, Cowboybedarf, Obst/Gemüse etc etc.

Ziemlich KO fahren wir dann weiter in das Künstlerviertel Tlaquepaque. Gut das wir hergekommen sind. Die Strassen sind gesäumt von Geschäften mit Designermöbeln und vielen Kunstgalerien. Bei einem Getränk beobachten wir das wilde Treiben, dann kämpfen wir uns einige Zeit durch die Läden. Weihnachtsgeschenke haben wir jetzt auf jedenfall. Auf dem Marktplatz geht es langsam richtig los, vor allem für einen Sontag Abend. Eine Bühne lässt „amateur“ Musiker auftreten, es gibt Essensstände, Marriachibands, und Straßenkünstler. Irgendwann haben wir genug und ziehen uns für die Nacht in Grenny zurück. Unser Parkplatz an einer Zufahrtsstraße scheint sicher und so schlafen wir entspannt.

28.11.16 Morelia

Auf dem Weg aus der Stadt heraus halten wir noch an einem kleinen Cafe das gerade aufmacht. („El burro cansado“ oder so). Für 30 Pesos bekommen wir 3 BBQ Tacos und einen süssen Cafe. Guter Deal und lequer ist es. Die ältere Dame umsorgt ihre ersten Kunden mütterlich. („Es no Guacamole, es muy picante“ warnt sie mich vor der cremigen grünen Sauce. Gut wars, denn es sah wie Guacamole aus, aber war die schärfste Sauce auf dem Tisch ).

Morelia lockte mit der Sanctuario de Guadelupe wo aktuell der Geburtstag der Jungfrau gefeiert wird. So strömen aus dem ganzen Land Pilger in die Stadt. Ob das das Verkehrschaos erklärt wissen wir nicht, aber für so eine kleine Stadt fahren die Leute wie die Sau! Die Kirche ist aufwändig geschmückt, haut uns aber auch nicht aus den Socken. Schnell raus hier. Unterwegs irren wir noch durch einen kleinen Ort auf der Suche nach einer Purificada um Wasser aufzufüllen. Wir müssen oft fragen, aber letztendlich stehen wir vor unserem Ziel. Mit aufgefüllten Containern geht es zügig zu der Sanctuario der Monarchfalter in der Nähe von Angangueo. Die Strasse geht steil hinauf auf 3300m. Die kleinen Bergdörfer die die Strasse säumen zeigen, dass es hier nachts kühl wird. Steinhäuser waren sonst eher selten, jetzt sind alle aus Stein und ordentlich verputzt. Die einfacheren Menschen sammeln in den umliegenden Wäldern Holz und wir zuckeln im ersten Gang die SEHR steile Straße hinauf.

An der Sanctuario angekommen begrüßt uns nur ein freundlicher Militärtrupp. Das Kassenhaus ist nicht mehr besetzt und wir können nicht hoch zum Parkplatz fahren. Aber hier unten hinter der Messe auf der großen Wiese dürfen wir campen. Es würde aber nachts 0!C und wir sollten lieber wieder ins Tal fahren um nicht zu erfrieren. Wir müssen nachhaltig versichern, dass das Auto sehr gut isoliert sei und eine Heizung hätte. Wir versuchen auch zu erklären, dass es in DE noch VIEL kälter sei und wir nicht so zimperlich sein. So stehen wir auch schon bald in shorts und Tshirt vor den dick eingepackten Soldaten für ein Foto, nachdem einer der Soldaten auch ein Foto von Grenny gemacht hatte. Die Stimmung ist locker. Hier sind auch die Baracken der Soldaten der Region. Überaschenderweise steht auf der Wieso noch ein VW Bus: Wir treffen auf ein sehr nettes Paar aus der Schweiz. So wird der Abend sehr gesprächig, bis auch uns es zu kalt wird. Wir kochen noch schnell eine Asianudel und legen uns hin. Nicht ohne, dass der Kompaniechef noch vollbewaffnet vorbeikommt um uns nochmal zu fragen ob es uns nicht zu kalt ist. Auch möchte er uns sagen, dass jetzt die Patrouillen los gehen und wir leise sein sollen und kein Licht mehr machen dürfen. Na nicht dass
noch ein paar banditos die Schmetterlinge klauen :-)

29.11.16: Schmetterlinge toll! Fahrt nach MExiko City. Dort jetzt gut angekommen. Haben einen Parkplatz in einer art Gated Community. Mehr die nächsten Tage!

Eingestellt von Kojensen 16:45 Kommentare (0)

Bilder Tequila

IMG_7535.jpg

90_IMG_7552.jpg

IMG_7554.jpg

IMG_7585.jpg

IMG_7603.jpg

90_IMG_7640.jpg

IMG_7650.jpg

IMG_7704.jpg

IMG_7703.jpg

IMG_7716.jpg

IMG_7727.jpg

Eingestellt von Kojensen 20:45 Kommentare (1)

22.11. - 25.11.16 Lap Paz bis Tequila

22.11.16 Tag in La Paz und Fähre nach Mazatlan

Der Tag beginnt früh, weil Geraldo-VW uns um 8 Uhr zur Werkstatt bestellt hat, aber erstmal sind wir selber gefragt. Fatimah (vom Vortag) hat ein Problem mit ihrer Lenkradsperre, das wir leider auch nicht lösen können. Dann auf zur Werkstatt. Wir warten und geben Grenny ab. Ihnen auf spanish klar zu machen was da klappert, und das eine Inspektion vor der Weiterreise auch noch gewünscht ist ist gar nicht so einfach. Jetzt erstmal Frühstück. Leider hat der Tiki Room zu, also geht es weiter zum „KM-Zero“ an der Promenade. Der Laden ist eher „italienisch“ geprägt, also bekommen wir belegte Croissants. Sehr gut! Bei Eiskaffee surfen wir noch eine ganze Weile im Netz und ich schreibe meine Berichte. Nächster Stop: Ein Friseur. Den die die Bedienung uns empfohlen hatte ist etwas teuer, also gehen wir weiter. An einem pinken etwas heruntergekommenem Salon machen wir halt. Die ältere Friseurin wirkt sympatisch und der Preis Stimmt auch. Ich „darf“ zuerst. In einem Land in dem man die Sprache (fast) nicht spricht zum Friseur zu gehen ist wirklich adrenalin Pur. Ihre alten Schneidemaschinen werden ganz schön heiss, aber das Ergebnis ist top. Die Seiten kurz ausrasiert (der Look gefällt mir momentan wirklich) und das „Oberhaar“ professionell geschnitten. Steffi wird ebenfalls top zurecht gemacht. Noch ein Selfie mit der Friseurin und wir sehen gar nicht mehr so zerlottert aus :-) Jetzt stapfen wir durch die verschiedenen Straßen und lädchen. Ein kleiner Markt mit selbstgemachten Würsten läd zu einem Snack ein. Später gibt es nochmal Tacos bei dem „Vampiros“ Stand von vor 2 Tagen. Aktuell brät ein großer Block Tierfett und Innereien langsam auf dem Grill. Das richtige für mich. Wir sitzen und essen genüsslich in den Plastikstühlen auf dem Bordstein. Zuletzt landen wir noch in einer Markthalle. Die tollen Fisch- und Fleischteken sind wie immer beeindruckend. Wir besorgen uns nur ein frisches Milchshake und gehen dann zurück zur Werkstatt um GRenny abzuholen. Sie haben das klappernde Teil geschweisst, einen leckenden Wasserschlauch ausgetauscht und die Bremsen gereinigt. Die restliche Inspektion war opB. Kostenpunkt: 75€. Unglaublich. In DE wären wir sicher bei 500€ gewesen… und einem Termin in 2 Wochen. Gegenüber der Werkstatt eine eine nette open air Bar. Hier telefoniert Steffi noch ausgiebig mit Katrin und dann fahren wir Richtung Fähre. Zuvor machen wir noch einen Abstecher an den Strand „Balandra“: Wohl einmal zum schönsten Strand der Welt gewählt waren wir immer nur an dem Schild vorbeigefahren. Er ist wirklich schön. Die Bucht ist zum Meer fast geschlossen und ein Netz aus Inseln mit weiteren kleinen Stränden, sowie Mangroven ist per Kajak erreichabr. Wir wollten ja nur mal kurz gucken und sind schon auf dem Rückweg als uns Jamie anspricht. Erst ist 20 und hat gerade Abi gemacht. Vor seinem Studium in den Niederlanden tramped er durch die Amerikas. Trampingerfahrung hat er, dass erfahren wir später noch. Er will auch auf die Fähre und wir verabreden uns für später.

An der Fähre klappt alles wie geplant. Erst Papiere zeigen, dann wiegen, dann Steffi zum Passagierterminal rauslassen, dann auf die Fähre fahren. Als ich aus dem Frachtraum zur Rezeption gehe bin ich überascht: Alles ist sehr modern und schick eingerichtet Ich bekomme schonmal unsere Kabine gezeigt. Perfekt! Zwei Betten und ein Bad mit Dusche. Was kann man sich besseres Wünschen. Nach 1 Stunde kommt auch Steffi an Board. Wir setzten und mit Jamie in den Speise und Tanzsaal und unterhalten uns. Wir lauschen Jamies Berichten vom arbeiten auf einer Farm in La Paz, vom trampen mit den zugedröhnten Truckern und verrückten Amerikanern. Er kann gut erzählen und wir freuen uns, dass wenigstens irgendein Abiturient etwas sinnvolles vor dem Studium macht. :-)

Das Essen auf der Fähre ist auch gut. Später spielt sogar eine Band. MS Europa, oder wie?

23.11.16 Mazatlan

Um Punkt 9 legt die Fähre an. Jamie hat die Zeit genutzt (vor allem weil er keinen Kabine gebucht hatte und nicht mit dem Auto unterwegs ist) allemöglichen Kontakte zu knüpfen. So lernen wir erst von einem großgewachsenen Trucker mit feinem Schnurbart und goldkettchen wie man unter Truckern richtig „abklatscht“, dann treffen wir noch eine Gruppe verrückter Radtouristen. Ich muss Grenny wieder alleine aus dem Schiff fahren, vor de Hafen sammle ich die Beiden dann ein. Direkt am Hafen stehen schon die Berümten „cabrio“ Taxis (Ein bisschen wie Strandbuggies. Sie haben die verschiedensten Herstellerembleme auf dem Kühler. Viele von VW). Einer ruft „Are you really from Germany…shit…“. Gute Stimmung hier :-) An der Promenade halten wir an dem Cliffdiver Felsen. Einer steht auch oben, aber es kommen nicht genug Zuschauer zusammen, so dass er am Ende nicht springt. Trotzdem Wahnsinn zu sehen wo die da runterspringen!

Zum Frühstücken fahren wir in eine ruhige Seitenstrasse. Die Stadt ist mit 400000 EInwohnern ziemlich groß und für Partytouristen ein willkommenes Ziel. Um so überraschter sind wir, als wir idyllisch unter einem Baum bei einem Kindergarten Parken um Frühstück zu kochen. Zu dritte Machen wir „Streetside“ eine große Pfanne Rührei mit Zwiebeln, Tomaten und Käse. Dazu Toast. Alle Glücklich. Jamie verabschiedet sich zu seinem Hostel, dass gleich in der Nähe ist. Wir fahren in das historische Zentrum. Um die alte Kirche und die große Markthalle ist ganz schön was los. Ein Essenstand oder Saftstand nach dem nächsten. Tourinippes, reiht sich an stände mit Fleisch, Fisch und Käse. Eine Horchata in der Hand durchwandern wir die umliegenden Strassen. In der Kirche lauschen wir dem Gottesdienst, der auch ohne Spanischkenntnisse gut zu verstehen ist. Manche dinge sind überall gleich :-) Zurück am Auto, dass wir an einem kleinen Platz geparkt haben sitzen wir auf einer Bank und beobachten das Treiben. Schulkinder auf dem Weg nach Hause (die Jungs immer mit blauen Stoffhosen und weißen Polos, die Mädels mit hohen weißen Strümpfen und dunkelblauen Röcken unterschiedlicher Länge :- ) ). In der nähe gibt es die größte private Schildkrötenauffang/zucht Station in ganz Mexiko. Sie liegt auf dem Gelände des Hotels „Estrellas del Mar“. Ein telefonanruf später können wir am Abend vorbeikommen um die Schildkröten freizulassen. Wir fahren schonmal los, da wir nicht genau wissen wo wir übernachten können. Nach Süden am Flughafen vorbei landen wir bei dem schicken Hotel und Appartmentgelände. So wissen wir schon einmal wo es ist. Weiter die Strase entlang fährt man wieder richtung Mazatlan auf einer Landzunge (Isla de la Piedra), die das Hafenbecken der Stadt zur anderen Seite begrenzt. Auf staubigen Strassen an freilaufenden Kühen und Pferden vorbei fahren wir durch die saftige grüne Landschaft. Bauern pflügen ihr Land mit dem Pferd und auf der Strasse liegt eine riesige (zum glück tote) Schlange. Dann holpern wir durch ein kleines Dorf bis an den Strand. Hier gibt es ein kleines Hotel und einen kleinen Campingplatz. Weiter am Wasser Enlang gibt es dann nur noch Strand. Selbst für die Dorfstrasse muss man fast Luft aus den Reifen lassen. Unser Übernachtungsplatz unter einer Palme ist gefunden. Wir chillen noch etwas am Stand, dann geht es zu den Schildis.

An der Sanctuary angekommen müssen wir noch etwas warten, aber kein Problem. Einige jugendliche vor Ort haben 2 Leguane gefangen, mit denen wir auch bereitwillig posieren. Der Pool bei der Station ist voller kleiner Schildkröten und wir hätten sie noch stundenlang bei ihren Schwimmversuchen beobachten können. Dann bekommen wir einen Waschzuber voller kleiner Schildis in die Hand gedrückt und folgen den anderen zum Strand. Die Station sammelt die Eier überall in der Region auf und gräbt sie hier unter geschützten Bedingungen wieder ein. Nach 40 Tagen schlüpfen die kleinen und wir dürfen sie jetzt frei lassen.

Ca 3m vom Wasser entfernt setzen wir die kleinen zappelnden sweeties in den Sand, wo sie auch sofort beginnen richtung mehr zu tapsen. Wie im wahren Leben gibt es hier manche die schon lange im Wasser sind, während andere noch im Sand in Gruppen „zusammen stehen“, als würden sie ein Schwätzchen halten. Letztendlich sind alle sicher im Wasser und wir wünschen ihnen eine gute Reise. Es war ein tolles Erlebnis diese kleinen Wesen auf ihren ersten Schritten begleiten zu dürfen und wenn wir an unser schnorcheln mit den großen Exemplaren zurückdenken, gibt es einem zudenken ob wir einmal eine unserer kleinen Schützlinge wiedersehen. Ein bisschen gerührt fahren wir an unseren Übernachtungsplatz.

24.11.16 Auf nach Tequila

Resteverwertung führt auch manchmal zu gutem Frühstück. Heute für Sie: Bananenmus mit Oats und Milch. Dann mit vollem Elan auf die Strasse, denn wir haben einen weiten Weg vor uns. Zwischen hier und MExico City, liegen etliche Kilometer und auch weitere Sehenswürdigkeiten wie Morelia (Monarchfalterinvasion), Gudalajara und natürlich TEQUILA! Die Mex 15 zieht durch das tropisch grüne, bergige Hinterland. Wir staunen nicht schlecht was es hier so zu sehen gibt, und das auf 2spurige Straßen 3 LKWs nebeneinander passen, und das Mautstrassen hier ganz schön teuer sind. Auf der Kostenfreien Parallelstraße fahren wir weiter. Als wir in einem staubigen 100-seelen Dorf anhalten kommt uns auf einem Pferd ein „Cowboy“ entgegen. Wir hatten schon ein paar gesehen, die wirklich wie im Film Jeans, Hemd und Hut tragen. Ist hier halt so. Dieser hat noch eine Literflasche Bier in der Hand und geht direkt in Pose als wir die Kamera auf ihn anlegen. Er begrüßt und freundlich und wir unterhalten uns soweit möglich. Als dann spontan GRenny nicht anspringt (Wie als wäre die Batterie leer?!) hilft er sofort beim Überbrücken. „Mit dem Pferd geht es nicht?“ frage ich… gelächter… spanischer Witz nummer 1=> check!

Es stellt sich später heraus, dass die Kontakte an der Batterie etwas lose waren (und dreckig), so dass sie irgendwie nicht richtig geladen hat. Zum glück können wir immer von der sekundär Batterie uns selbst starten. Später funktioniert alles wieder wunderbar.

An den Mautstationen ist auch die Versorgung der Fahrenden. zig kleinste Stände mit Pappschildern bieten alles von eisgekühlter Kokosnuss, über warme snacks, bis zu getrockneten Shrimps.

Gerade noch vor der dunkelheit erreichen wir nach 500km Tequila. Den weg zum Übernachtungsplatz zu finden ist nicht leicht. Er liegt am Hang des Vulkans und die Zugangsstrasse ist schwer zu finden. Zuletzt hoppeln wir dann die tequilianische Version einer sehr langen Kopfsteinpflasterstrasse entlang bis sie am Fuß des Vulkans zu einer ausgewaschenen Staubstrasse wird. Jetzt geht es steil bergan. Die Mexicaner die hier auf Pferden ihr Vieh zusammentreiben oder die Agavenfelder bestellen schauen fragend dem grünen Gefährt nach dass im ersten Gang den Hügel hinaufrumpelt. Woher kommen sie? Wohin wollen sie? Der Platz lohnt sich aber: Eine große freie gerade Fläche zwischen den Bäumen mit blick auf den dunkelgrün eingewachsenen Vulkan.

Kühl ist es geworden hier in der höhe. Wir kriechen in die Schlafsäcke und lesen nach einem grandiosen Abendessen (Kartoffel-SoyaChorizo-Käsepfanne).

25.11.16 Restday am Vulkano de Tequila

Noch ist es kühl (13 °C) als wir aufwachen, aber schon bald kriecht die Sonne über den nebeligen Vulkan. Steffi grummelt über die Temperaturen und meinen Willen hier etwas zu bleiben. Frühstück: QuickOats und Kaffee. Nach einer Weile lesen in der Sonne beginnen wir zu werkeln. Es haben sich mehrere Dinge angehäuft und auch für die braucht man Zeit: Gemüsenetz montieren, Batteriekontakte putzen, verschiedene Klebe- und Näharbeiten, Halterung für den Wechselrichter bauen, einen der Bettpfosten neu verschrauben, Grenny ENTSANDEN (!!!), Tischchen überlackieren, Kisen aufräumen und alles wieder ordentlich verstauen, Verstärkung am Schrank anbringen etc etc etc. Für vieles hatten wir schon vor Wochen die entsprechenden Teile besorgt, aber es war einfach „wenig Zeit“. Nach getaner arbeit gibt es lecke Nudeln mit Pesto und ein kühles Getränk. Weiter geht es mit der Körperpfleche: Es wird Hornhaut geraspelt, Nägel gefeilt und lackiert etc etc…. was eben so anfällt :-))

Eingestellt von Kojensen 13:35 Kommentare (1)

(Einträge 91 - 105 von 223) « Seite .. 2 3 4 5 6 [7] 8 9 10 11 12 .. »