Reise blog von Travellerspoint

Bilder Costa Rica 1

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Eingestellt von Kojensen 11:25 Kommentare (1)

3.2.17 - 09.02.17 Costa Rica bis Lago Arenal

Update 16.02.17: Nach einer langen aber schönen Zeit am Lago wurde gestern endlich Grenny repariert und wir fahren weiter. Wir werden berichten

3.2.17 Finca Cana Castillo

Morgens weckt erst der Hahn die Brüllaffen und die Brüllaffen dann uns… um 5 Uhr morgens. Dschungel kann anstrengend sein. Wir bekommen frisches, noch warmes Brot, gebracht und starten somit den Tag mit großer Freude. Die Freude die ein Deutscher Empfindet, wenn er nach Monaten mal wieder „richtiges“ Brot bekommt haben wir ja schon besprochen. Und so umarmen und riechen wir an dem warmen Laib bis er zum Frühstück dann aufgeschnitten wird. Um uns herum picken die Hühner, ein sehr lustiger Truthahn kommt immer wieder vorbeigestakst und plustert sich auf und die beiden Hunde der Familie besuchen uns regelmäßig. So mitten in der Tierwelt sitzen wir eine weile beim Kaffee. Die Affen turnen über uns durch die Bäume und zwei Faultiere chillen im Mangobaum. Wir setzen eine Wäsche an und begeben uns dann auf eine kleine Bootsfahrt. Auf dem weitläufigen Gelände der Finca gibt es nämlich eine Flussausbuchtung auf der man mit einer kleinen blauen Nussschale umherpaddeln kann. Ein Krokodil gäbe es auch, aber es hält sich fern von unserer wackeligen und mit Gelächter gefüllten Fahrt. Auf dem Gelände, dass die Schweizer seit 20 Jahren besitzen haben sie 3 Naturlehrpfade angelegt. Wir schnappen uns das gut ausgearbeitete Heftchen für den „roten“ Pfad und stapfen in den Urwald. Auf diesem Pfad lernen wir viele Bäume und andere Pflanzen kennen. Zum Beispiel auch dass bei uns so weit verbreitete Teakholz. Man stellt sich solche Bäume ja immer anders vor als sie dann sind. Die kleinen spinkigen Bäume mit den großen Blättern sehen so gar nicht nach „Seefahrt“ und „Terassenboden“ aus. Auch eine Pflanze mit ganz rauen Blättern ist dabei (Tetracera volubilis). Sie wurden als Geschirrspülschwamm benutzt?! Einige Bäume verteidigen sich exzellent indem sie von oben bis unten mit dicken Stacheln überzogen sind. Der „Höhepunkt“ der Wanderung lässt uns weit in die Umgebung blicken. Einen alten bekannten sehen wir auch: Die Isla Ometepe mit dem Vulkan Conception. Der Pfad führt uns weiter über Wiesen mit Kühen und Stieren zurück in den Wald und dann zurück zur Finca.

Der restliche entspannte Tag wir nur noch durch einen von der Decke fallenden Skorpion gestört. Das ca. 20cm lange Exemplar wird fachmännisch mit dem Besen von der Terrasse befördert. man erklärt uns, dass sei ganz normal und heute morgen erst sei einer zwischen den Handtüchern gewesen. Auch wenn die Stiche dieser Exemplare nicht tödlich seien täten ihre Stiche doch sehr weh. Wir wollen es nicht ausprobieren. Am Abend sitzen wir draussen und schauen einen Tatort, knuspern Chips und freuen uns des Lebens :-)

4.2.17 Finca Cana Castilla Teil 2
Heute muss Steffi früh raus: Brautkleidkauf Klappe die Zweite steht in Salzburg an. Da ein dauermaunzendes Kätzchen sich unter unseren Van verkrochen hat stehe ich auch bald mit aus. Den flauschigen Vierbeiner muss ich am Ende mit unserer Sprühflasche verjagen, da er gar so nervt. Nachdem die Brautkleidsuche beendet ist besteigen wir wieder das kleine blaue Bötchen um etwas zu angeln. Süß sieht das aus wie wir zu zweit in dem mini Bötchen die Angel heraushalten. Fangen tun wir nix, aber darum geht es ja auch nicht.

Ich faulenze noch mit dem Faultier um die Wette: Ich unten in der Hängematte, es über mir im Ast. Ich habe auf jeden fall verloren, denn es bewegt sich den ganzen Tag nur 2 mal, während ich ständig aus der Hängematte steige. Einmal mit Profis…

Später baden wir noch etwas Flussabwärts. Hier würde das Kroko nicht hinkommen heisst es. Hoffentlich weiss es das auch. Am Abend haben wir uns zum Essen eingebucht. Die Hausherrin hat herrliches Gulasch mit Süßkartoffelmus gekocht. Zuvor ein Gurkensalat. Danach ein Eis. Dazu eine Flasche Weisswein. Auch Campern darf es mal gut gehen. Besonders wenn wir jetzt so „Pi mal Daumen“ Halbzeit feiern. Noch an unserem Tisch ein deutsches Rentnerehepaar mit dem wir uns nett unterhalten auch wenn hier kleinere und größere Welten aufeinanderprallen. Weitere Bekanntschaften des Abends sind 3 Schweizer: Die Eltern des 24 jährigen Sohns besuchen ihn gerade. Er fährt von Süden nach Norden seit ca. 1 Jahr. Für uns überraschend einen so jungen „Busfahrer“ zu treffen, aber beim Frühstück klärt sich das auch noch. Seine Eltern sind schon mit ihm auf mehrere einjährige Busreisen in den nahen Osten und durch Japan (?) gegangen als er noch in der (Grund-) Schule war. Das prägt :-) Alle sind begeisterte Paraglider und wir lauschen gespannt ihren Erzählungen.

05.02.17 Von der Finca nach Bahia Salinas

Heute heißt es Abschied nehmen von der ganzen Tierwelt und den lieben Schweizern. Wir füllen noch unsere Kanister mit Wasser (denn auch das ist SEHR teuer in CR), bekommen noch 2 Brote gebacken und packen zusammen. Nicht zu vergessen unser schönes Frühstück, das wir uns heute gönnen. Wir bekommen Marmelade, Kaffee, Käse und frisches Brot. Wir tauschen noch mit dem Schweizer (Juki) etwas kolombianische Währung, gegen Dollar, bekommen von ihm noch eine Simkarte für Panama und ein paar Karten für die Öffentlichen in Cartagena und Panama City. Im Tausch bekommt er unsere Guatemalische Simkarte. So macht reisen Spaß.

Die Fahrt an die Pazifikküste ist nicht mal eine Stunde lang. Unterwegs heben wir noch Geld ab. An der großen Bucht angekommen sehen wir schon einen Haufen Kiter auf dem Wasser. Wir müssen eine Schotterstrasse aus den Bergen bis ans Wasser fahren. Das eigentlich angepeilte Hotel „Blue Dream“ hat zwar einen Stellplatz und eine Kiteschule, ist aber nicht direkt am Wasser. SO hatten wir uns das nicht vorgestellt. Wir fahren weiter bis wir einen Stellplatz direkt am Strand finden. Es bläst mit ruppigen 30 Knoten (aber mit >10kn Schwankung). Mein Ausflug auf´s Wasser mit dem 9er ist eher unangenehm. Ich bin überpowert und die Böhen machen wenig spaß. Warum kommen die ganzen Leute hier her. Klar, es hat Wind, aber so?! So bestaunen wir die hervorragenden Flugkünste der Lokals und bleiben für den Rest des Tages an Land. Steffi tritt sich noch einen riesigen Dorn mit Karacho durch den FliFlop in den rechten Vorfuss. Die Schmerzen sind gewaltig den ganzen Abend und die Nacht.

06.02.17 Bahia Salinas

Steffis Fuß sieht nicht so großartig aus. Nicht nur, dass sie ihn nicht bewegen kann und nicht laufen kann, die Wunde hat sich verschlechtert. Der Dorn, der unten ca. 1cm breit ist war sicher 1cm tief drin und hat einen 0,5cm langen Schlitz geschnitten. Wir spülen den Stichkanal bis in die Tiefe aus (nicht sehr angenehm) und wiederholen die Prozedur jetzt 2x täglich. Dazu gibt es Antibiotika. Wenn das jetzt die falsche Richtung einschlägt haben wir ein Problem. Abszess im Vorfuß… not so good… Zum Glück scheint das spülen geholfen zu haben und am Abend ist die Wunde schon nicht mehr so prall un die Schmerzen besser. Heute wagen ich mich nochmal hinaus, aber mit einem 7er. Kleinerer Kite und etwas größeres Brett scheint die richtige Kombi für dieses Revier zu sein. Trotz ordentlich gedepowertem Kite zieht es mich ein paar mal im stehen vom Wasser… mit einem 7er?! Böhen bis 40kn. So einfach bin ich noch nie so hoch gesprungen. :-)

Am Abend bekommen wir noch Gesellschaft von einem Amerikaner und einer Costaricanerin in einem Van. Auch 4 Polizeiwagen gesellen sich dazu. Sie sind aber nicht wegen uns hier. Sie scheinen eine Übung am Strand durchzuführen. Entspannter Filmabend.

07.02.17 Fahrt an den Lago Arenal

Früh hoch und Grenny zusammen packen. Steffi geht es besser, aber laufen ist noch nicht drin. In Liberia kaufen wir ein und heben Geld ab. Die Preise hier hauen einen wirklich aus den Socken: 1 Tomate = 1$, 1L Sojamilch = 8$ (natürlich NICHT gekauft). Etc. Die Suche nach einer Simkarte führt uns durch die ganze Stadt. Auch Aqua dest. ist anscheinend Mangelware. Bei 35 °C mit eher dünnen Nerven fahren wir von Autowerkstatt zu Autohändler. Letztlich bekommen wir Aqua dest. für die Batterien bei einem Autohändler. Ich muss nur meinen Pass herzeigen, 7 Durchschläge unterschreiben, zu 3 Schaltern gehen, und schon habe ich ein paar Flaschen von dem Zeug. Kopfschüttelnd fahren wir Richtung Lago. Wir sind wieder auf der „1“, der Panamerikana. Die Strasse ist toll. Kaum Schlaglöcher. Die schöne Landschaft in sattem Grün rollt an uns vorbei. Dar Unterschied zum Rest von Mittelamerika ist wirklich nicht zu leugnen. Steinhäuser, gemähter Rasen, neue Autos. Eher eine Disneylandversion von Mittelamerika. Dann müssen wir doch auf eine ungeteerte Strasse abbiegen. Sie scheint die einzige zu sein die von Norden an den See führt. Der Zustand der Strasse verschlimmert sich zunehmend und wir fühlen uns kurzfristig an Guatemala erinnert. Die Landschaft aber ist atemberaubend. Der Blick schweift weit in die umliegenden satten grünen Hügel um dann letztendlich den Blick auf den See freizugeben. Der sSee ist eher schmal mit einer sehr zerklüfteten Küstenline. An seinem Nordende sehen wir schon die Kiter auf und ab flitzen. Bei einem Schild „Fun - 100m“ biegen wir ab und stehen am Ende einer Schotterstrasse direkt über dem Wasser. Die alten Kontainer einer Surschule scheinen verlassen. Steffi wird huckepack (wie schon die letzten Tage) auf eine Bank zum Sundowner befördert und so geht auch dieser Tag zu Ende.

08.02.17 Lago Arenal - German Bakery (Nuevo Arenal)

Keine Ahnung warum wir frühstücken, aber danach fahren wir zur „German Bakery“ von Thomas. Sie gib es schon seit über 20 Jahren und Steffi hörte schon von ihr, als sie zuletzt in CR war. Wir werden herzlich von de Kemptener und seiner Frau begrüßt und bekommen dann ein Weißwurstfrühstück von Feinsten. . Inklusive frischer Brezen und Erdinger. Die Würste sind von einem deutschen Metzger aus San Juan, der Rest selbstgemacht. In der Backstube sind die Schilder auf deutsch und es läuft „Antenne Bayern“ Thomas rät uns von dem Mechaniker in der Hauptstadt ab und vermittelt zu seinem Autoelektriker Luis. Er sei etwas schwer aufzufinden, aber der Mann für den Job an der Lichtmaschine. Dann zeigt er uns noch in seinem Jeep einen tollen Stellplatz am Wasser und etwas die Stadt. Wir nehmen natürlich noch frisch gebackenes Brot, Apfelstrudel und ein Quarkteilchen mit. Wie könnten wir auch anders :-)

Der Stellplatz am Wasser ist so etwas wie der Park der kleinen Stadt. satte grüne Wiesen, alte Bäume und eine Rampe um Bote zu Wasser zu lassen. Hier parken wir erstmal, hängen die Hängematte auf und entspannen. Ein Otterpärchen schwimmt vorbei uns winkt… die Lokals sind also freundlich :-) Über den Tag kommen einige Hundebesitzer, teils aus den USA, teils Lokals, zum Schwätzchen vorbei. Später noch ein großes Overlandermobil aus Pforzheim. Die beiden 50 jährigen reisen schon seit 2013, aber immer nur 9 Monate pro Jahr („die Leute die 10 Jahre ohne pause unterwegs sind, sind meist etwas wunderlich…“).

Eine schöne Begegnung ist die mit Michelle. Ein ca. 60 jähriger Franzose aus der Bretagne. Er ist gerade frisch in Rente gegangen und bereist 2 Monate lange Guatemala. Dem etwas knubbeligen Mann würde man auf den ersten Blick seine weiten Reisen per Bus/Couchsurfing etc. gar nicht zu trauen. Sein Beruf als Musiker für Kinder hingegen sofort. Sein Flyer zeigt ihn in voller Montur lässt uns schmunzeln. Er läd uns zu sich in die Bretagne in sein Haus ein, dass schon seit langem vielen Couchsurfern offen steht. Wir sehen uns noch einige male an diesem Tag, da er auf seinen Spaziergängen durch den Park immer wieder mal vorbei kommt.

Schwimmen, Gitarre Spielen, Angeln, Nacken verbrennen, Kaffe und Kuchen machen, frisches Brot essen, Schlafen.

09.02.17 Lago Arenal - Warten

Am Morgen werden wir durch lautes Hupen geweckt. Der Ami hatte recht gehabt, als er gestern sagte: Parkt mal weg von der Bootsrampe, da kommen Tourboote. Wir hatten nicht gedacht, dass sie vor 6 ins Wasser gelassen werden, aber nun gut. Der Frühe Vogel parkt das Auto um…

Frühstück wieder bei Thomas. Heute Brotzeitplatte. Frische tolle Wurst von seinem Metzger, Fleischsalat. Mjam! Ein Mechaniker kommt und bestätigt den Verdacht der kaputten Lima. Der Elektriker ist aber nicht aufzufinden. So machen wir es uns bei Thomas gemütlich, trinken Kaffe und nutzen das Internet. . Dann in der Stadt noch Eis besorgen (Kühlschrank geht ja nicht, da Lima nicht geht und Batterie nicht geladen wird :-/). Die örtliche Bevölkerung erweist sich als besonders nett. Nicht nur können wir mehreren Personen zuwinken, die wir von ihren Hundespatziergängen kennen, sondern es begleitet uns auch ein netter Mann (mit Hund auf dem Arm), mindestens 500m zu dem Laden den wir suchen. Dann fahren wir zurück an den See. Die Lima soll dort ausgebaut werden (sobald sich der Elektriker finden lässt). Statt der Rampe stehen wir nun oberhalb einer grasigen Bucht. Wir spannen die Markise, stellen den Tisch und die Stühle raus. Wenn schon warten, dann auch gemütlich! Steffi kann wieder humpelnd laufen und der Fuß sieht endgültig gut aus. Sie möchte gerne etwas in der Umgebung unternehmen, aber wir müssen ja warten. So ist das mit einem Auto und wir können froh sein, dass bis jetzt nichts war.

So machen wir das beste draus: Lesen, Jonglieren, Gitarre, Spanisch…

Wir bekommen auch wieder besuch von einem Hundespatziergänger des Vortages. Er ist in unserem Alter und man sieht ihm gleich an, dass es ein herzensguter Mensch ist. Manchen sieht man es einfach an. Wir unterhalten uns über unser Vorhaben und über die Reise. Ihm gefällt unser Projekt so gut, dass er mich spontan umarmt :-) Zu unserem Autoproblem hat er nur folgendes zu sagen: „Siempre pensar positivo“. Recht hat er!

Ein schöner blau-weißer T2 gesellt sich noch auf die Wiese dazu. Das glubschäugige Auto spuckt eine kleine Süße Familie mit 3 Kindern aus, die den Nachmittag baden, spielen und picknicken. Wir sind in guter Gesellschaft.

Mit aufgespannter Markise sitzen wir bei wechselhaftem Wetter draußen und spielen Canasta, trinken Kaffee oder lesen. Die ersten Gehversuche mit dem geplanten Podcast werden gemacht. Am Abend kocht Steffi eine tolle Gemüsesauce für die Nudeln.

Eingestellt von Kojensen 07:45 Kommentare (1)

Bilder Costa Rica

Bilder von der Finca caña castillo und von Bahia Salinas

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Eingestellt von Kojensen 09:45 Kommentare (0)

Bilder Isla Ometepe

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Eingestellt von Kojensen 09:35 Kommentare (0)

24.01.17 - 2.2.17 Ometepe bis Costa Rica

24.01.17 Fahrt auf Isla Ometepe

Vom Vulkan aus fahren wir nach Rivas. Nachdem wir auch hier nochmal versuchen Geld abzuheben und einkaufen wollen wir mit der Fähre nach Ometepe übersetzen. Der Lago Nicaragua in dem die Vulkaninsel Ometepe liegt ist einer der größten Seen der Welt und der zweitgrößte See Lateinamerikas. Einer Sage nach sind die herausragenden Vulkane Conception und Madera die Brüste von „Ometepl“, die sich a´la Romeo und Julia mit ihrem Lover hier umbrachte. Ein Ticket für die Fähre zu bekommen ist gar nicht so leicht, denn man kann anscheinend immer nur für die nächste Fähre Tickets kaufen und nicht im Voraus. Die Dame muss viel herumtelefonieren bzgl. unseres Autos. Besonders der Fakt, dass nach Sitzanzahl berechnet wird verstört sie sehr. Wir haben nämlich nur 2, nicht 15, oder 9 wie andere Minibusse. Nachdem wir ein Ticket ergattert haben fahren wir vor zum Pier. Hier spiele sich folgende Gedanken bei uns ab: „Oh guck mal unsere Fähre. Die ist aber klein, da können ja nur wir mitfahren. Ach so, wir sollen noch kurz warten. Na dann… Oh guck, ein Laster fährt drauf. Jetzt ist ja die ganze Fähre voll. Oh guck, noch ein zweiter Laster. Der passt ja nie. Doch tut er. Jetzt noch wir?! Passt bestimmt nicht. Passt doch! Und 15 Motorräder. „

Aus Zeitgründen vergessen sie zwei arme Touris auf Rollern und los geht die wilde Fahrt. Die kleine Nussschale mit den Autos schaukelt über den riesigen See. Hoffentlich hält die Handbremse von allen Fahrzeugen, denn Grenny steht direkt auf der Laderampe. In der Ferne tauchen nun die stetig wachsenden, Wolken bedeckten Vulkane auf. Wir kommen sicher in Moyogalpa an und fahren auf der wunderbar gepflasterten Strasse nach Santa Cruz. Die Insel ist größer als man denkt und die Fahrt dauert über 40 Minuten. Die kleine wenig befahrene Strasse windet sich um den Vulkan. Häuser sehen wir kaum. Einige Menschen treiben Kühe die Strasse entlang oder reiten ohne Sattel zu ihrem Ziel. Auch Ochsenkarren kommen zum Einsatz wie in ganz Nicaragua. Hier ist es nämlich nicht so, dass man mal ab und zu einen Pferdewagen sieht, sondern es ist eigentlich ziemlich normal, dass man auf seinem Weg von A nach B immer ein paar Pferdewagen sieht.

Die Strasse verläuft zwischen den beiden Vulkanen am Wasser entlang und jetzt tauchen ein paar Hostels auf. Letztendlich landen wir bei der Tikki Bar. Jorge sagt uns, dass wir problemlos gegenüber des Restaurants an der Strasse Parken könnten. Hier ist eine kleine sandige Ausbuchtung. Nach ein paar Büschen kommt schon der Strand. Was am Anfang nicht besonders einladend aussieht entpuppt sich als guter Stellplatz. Die Strasse liegt im Rücken und der Strand vor uns. Auf einer freien Fläche neben uns hängt auf einer Stacheldrahtleine Fisch zum Trocknen. Dadrunter liegt Reis zum trocknen ausgebreitet. Auf Nachfrage erfahren wir, dass der Fisch in einem Tag komplett trocken ist. Warum überall Stacheldraht gespannt ist erfahren wir auch noch: Da meist Windstärke 6 herrscht dienen die Stacheldrahtleinen als Wäscheleinen. Schlau, Schlau!

Nun müssen wir uns die Tikkibar genauer anschauen. Sie ist mit selbst gemachten Holztischen und kunstvoll geschnitzten Figuren dekoriert. Die alle hat Horche selber gemacht. Besonders süß ist auch die Tierwelt in der Bar. Immer wieder schwärmen kleine Küken aus und picken in dem erdigen Boden der Bar. Wenn man langsam und vorsichtig ist kann man eins hochheben und etwas „bekuscheln“. Bei einem kühlen Tona Bier (wieder angenehme Literflaschen) lassen wir uns einen gebratenen Fisch aus dem See schmecken Besonders lecker: Die gebratenen Kochbananen Scheiben. Genug Bananen haben sie auf jedenfall: Wir sehen alle paar Minuten einen großen Laster die Strasse hinunter rollen, randvoll mit Bananen. Der kleine Minion in unserem Fenster verliert fast den Verstand :-)

Am Strand in einem Baum hat Jorge eine Art Baumhaus gebaut. Man klettert hinauf und oben warten mehr oder minder wackelige Sitze, Hängematten und Reifen. So kann man auf´s Meer gucken und einen Sundowner trinken. Nur einen am besten, denn der Hinunterweg ist ebenso wackelig. Nachdem Steffi eine Gemüsepfanne zum Abendessen gekocht hat und wir uns ein bisschen häusliche eingerichtet haben (Folie als Teppich auf den Sandigen Boden, Tisch und Stühle raus) setzten wir uns an die Bar und spielen noch ein paar Runden Canasta. Steffi schlägt mich mittlerweile fast jedes mal :-)

Wir erfahren, dass bald Wind kommen soll… wir warten gespannt.

25.01.17 - 01.02.17 Isla Ometepe

Zwei Tage müssen wir noch „ausharren“ bis der Wind zuschlägt. Wir nutzen die Zeit unsere Umgebung zu erkunden. Dies ist ganz einfach, denn man muss nur die Strasse entweder hinauf oder hinunter laufen. Im nahegelegenen Lädchen kaufen wir eine kleine Handgemachte Kette. Eine Art Nuss mit eingeschnitztem Gesicht ist ihr Mittelpunkt und wir taufen sie den „Tikimann“. Atzi, die Atztekenkette wird sich über Gesellschaft freuen. Weiter die Strasse rauf kommen noch 3-4 kleinere „Restaurants“. Bei „lobitos“ kehren wir ein und bekommen eine hausgemachte Pizza und einen tollen Burrito. Der Inhaber ist Amerikaner mit vietnamesischem Vater… in Lindau am Bodensee geboren. Mit 60 Jahren hat er noch eine Fahrradtour von Vancouver nach Lima (Peru) gemacht. 5 Jahre später ist er mit dem Motorrad von Vancouver hierher gefahren. Auf dem Weg hat er sich das Bein in einem Unfall schwer verletzt. Es ist weiterhin etwas offen und ein paar Tage Später versuche ich ihm mit einer Wundvisite zu helfen. An dem Tag als wir bei Ihm und seinem plappernden Papagei „Greta“ zu Mittag essen wollten wir eigentlich in der Hippiekomune „Zopelote“ Pizza essen. Wir stapften tapfer in den Dschungel hinauf, fanden aber nur ein paar ungewaschene junge Kreaturen beim malen bei sonderbarer Musik vor. Wir kehrten kurz vor Ende unserer Zeit auf der Insel nochmal dorthin zurück. Diesmal abends und in Gesellschaft von ein paar Freunden vom Kiten. An dem Abend gab es wirklich Pizza und Musik und eine große Party. Wir 5 Kiter beobachteten das interessante Hippietreiben mit gemischten Gefühlen. Zum einen fanden wir es komisch, dass diese Gruppe an Menschen ausgerechnet in diesem Hostel abstiegen. Es ist wie ein Disneyland für Hippies von 2 schlauen Italienern geführt. Sie zahlen 8$ für eine Pizza und suhlen sich in ihrer eigenen Echokammer. Als dann auch noch eine Gruppe Musiker auftritt verlieren wir vollkommen unseren Glauben an die „Hippiebewegung“ der Neuzeit. Die Musiker machen wirklich eine tolle Show und kündigen an, dass sie gerne alles mögliche als Bezahlung nehmen würden: Bier, Pizza, Zigaretten, Geld… egal was. Am Ende sind wir 5-6 Kiter die einzigen die ihnen Rum und Geld geben. Die übrigen (sicher 150) Gäste geben keinen cent???!!!
Naja, wir erfreuen uns der netten Gespräche mit unserer kleinen Kiterunde: dem weitergereisten deutschen jung-Juristen Söre und seiner Begleitung Eva, sowie unserer anderen holländischen Kitebekanntschaft (ebenfalls Jurist :-) ), so wie einem netten Journalisten, und einem österreichischen KFZ-Mechaniker (Andi).

Am 27.01.17 kommt endlich der versprochene Wind. Es bläst mit 20-25 Knoten und soll so auch unsere restliche Zeit bleiben. Das Revier ist großartig für uns. Wir können an dem sehr kleinen Strand aufbauen, der Wind ist (Side)-Onshore mit aber einem günstigen Verlauf der Küstenlinie. Die Wellen sind teils SEHR hoch, aber auch das übt und macht uns immer mehr Spaß. So kiten wir die nächsten Tage mit dem herrlichen Blick auf die beiden Vulkane. Diese werden mit immer wechselnden Wolkenkappen bedeckt und wir finden, dass man sie vom Wasser sicher genauso schön sieht wie wenn man 8h hinaufsteigt. Am Nachmittag schleppen wir unsere müden Körper vom Wasser und entspannen den restlichen Tag. Die ersten Tage wissen wir Nachts gar nicht wie wir uns hinlegen sollen vor lauter Muskelkater. Ab Tag 3 geht es dann besser. Der Wind ist wirklich großartig und hört auch nach Sonnenuntergang nicht auf. So werden wir wie auf einem Schiff in Grenny in den Schlaf geschaukelt. Andere Kiter sind nur die oben erwähnten 2-3 Urlauber und 2 Expats. Somit sind wir häufig die einzigen auf dem Wasser. Wir üben fleissig weiter unsere Sprünge und Tricks. Steffi gelingt die transition into toeside und die ersten schirmunterstützten Sprünge. Ich schaffe den Sprung into Toeside und kann auch meine Sprünge verbessern. Während wir so dahin kiten werden immer wieder kleine Kuherden über den Strand getrieben, kleine Schweinefamilien machen eine Strand Spatziergang, und die örtliche Geier- und Raubvogelbevölerkung labt sich an den kleinen angeschwemmten Fischen. Einmal täglich beehren wir die Tikkibar. Entweder auf einen Drink oder für ein leckeres und günstiges Essen (z.B. eine sehr bodenständige Fischsuppe, in der einfach 2 Fische liegen mit Haut und Haar. Göttlich war sie, ist ja klar!). Ein besonderes Getränk dürfen wir auch probieren: „Cuzusa“. Ein Reisschnaps, der nur auf der Insel (illegal!) gebrannt wird. Er ist SEHR gut gemacht und schön weich. Sehen können wir auch beide noch :-)

Die Abende nach dem Kiten spielen wir entweder Karten (mit Steinen auf den ganzen abgelegten Stapeln… spielen bei 6 Bft ist schwer!) oder gucken Tatort in Grenny. Schlafenszeit ist meist noch vor 8 :-)

Es gibt immer was zu tun, so auch in dieser Woche. Unsere Batterie hatte schon wieder gekocht. Das T4 Forum hatte bei der Fehlersuche geholfen, aber laut unseren Messungen kann es eigentlich nicht die Lichtmaschine sein. So müssen wir mit dem Roller nach Moyogalpa fahren um eine neue Batterie zu kaufen. An unserem letzten Abend erleben wir eine besondere Überaschung: Gabs und Shane kommen auf die Insel. Die beiden Australier aus dem Zion Park, die wir in Flores kurz wieder trafen. Wir sitzen zusammen im Baum und stoßen auf das Wiedersehen bei Sonnenuntergang an. Ein schöner Abend bei Lobitios bei einer Pizza soll folgen, dann müssen wir in´s BEtt: Am nächsten Tag ist Abfahrt.

2.2.17 Fahrt nach Costa Rica

Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker und auch nach 6 Monaten des Reisens ist es nicht leicht um diese Uhrzeit aufzustehen. Am Vortag hatten wir mit Jorge Hilfe 3 Stunden lang versucht eine Reservierung für die Fähre zu bekommen. Am Ende mit Erfolg. So fahren wir heute nach San Jose del Sur um eine andere Fähre als auf dem Hinweg zu nehmen. Diese sei größer und „besser“. Etwas größer ist sie auf jeden fall und nachdem wir die Tickets für „Kiole Jensen“ abgeholt haben und wieder mit Nachdruck erklären mussten, dass da wirklich nur 2 Sitze im Auto sind, stehen wir vor der Fähre. Die Fähre ist größer, aber unsere Gedanken von der ersten Fähre könnte man hier wieder einsetzten. Erstmal werden 3 volle Bananenlaster hinten nebeneinander (oben berühren sie sich fast!) geparkt. Dann davor noch ein Kleinlaster, davor dann noch ein Jeep. Wir stehen ganz vorne rechts und können gut einparken aufgrund der exzellenten Einweisung des Personals. Die wissen genau wie man ein Fahrzeug in eine kleine Lücke direkt an die Bordwand bekommt. Ohne Lenkanweisung wäre ich dort nie hinein gekommen. Dann noch ca 20 Motorräder, noch 3 Jeeps und schon kann es los gehen. Gefühlt hätte mein deutsches Auge vielleicht 6 normale Autos auf die Fähre gelassen. Vielleicht auch nur 4. Heute ist die See deutlich rauer als auf dem Hinweg. Die Lastwagen werden miteinander und der Bordwand verzurrt und so schaukeln wir die Stunde zurück zum Festland.

Jetzt erstmal Großeinkauf, denn Costa Rica ist SEHR SEHR teuer. Pünktlich nach dem Einkauf geht die Heckklappe nicht mehr auf. Schon wieder! Zum Glück kann ich irgendwie doch noch an der gelösten Stange die zum Schloss führt ziehen und sie öffnen. Was sonst gedroht hätte kennen wir aus Belize: 25 Schrauben lösen und kopfüber in dem Spalt zwischen Bett und Heckklappe mit der Taschenlampe zwischen den Zähnen und dem eigenen Schweiß in den Augen 1h rumschrauben.

Der Grenzübergang bei Penas Blancas ist komplizierter als gedacht. Vor allem wieder die AUSREISE! Man schickt uns mehrfach in (sehr lange) Schlangen, die sich dann aber als falsch herausstellen. Dann kommt ein Tänzchen, dass bei iOverlander so beschrieben wird:

„Go outside and play a game of collecting autographs (you need 3 to win). First find someone in a light blue polo shirt with DGA logo and a clipboard. They fill out part of a form, check your van briefly and sign the form. Complete the form yourself and find a policeman. We found a lady in uniform sitting on bar stool at the side of the "square". Give her a copy of your license and title and you collect autograph nr 2 on the form. Go back into the building from the square side. Pass some desk into another hall with a counter in the left corner. We had to wait a bit, but once it was our turn it was fast. Hand in the TIP and the form. You get the form back with another autograph and stamp. „

Irgendwann hat dann auch der langsame Nadeldrucker des noch langsameren Versicherungsbeamten uns eine Versicherung ausgedruckt und wir können fahren. Fast 4 Stunden dauerte dieses kleine Abenteuer.

Nun fahren wir nur noch ein paar Minuten nach La Cruz zur „Finca Canas Castillo“. Ein wunderbares Gelände im Dschungel was von einem Schweizer Ehepaar seit 20 Jahren geführt wird. Wir können Wäsche waschen, duschen und den Faultieren beim Faulsein zugucken. Bei unserem wohlverdienten selbstgekochten Abendessen (Burger!) lauschen wir den Brüllaffen. Hier bleiben wir sicher nicht nur eine Nacht :-)

Eingestellt von Kojensen 08:45 Kommentare (1)

10.01.17 - 23.01.17 Lago Atitlan, El Salvador, Honduras, Nic

10.01.17 - 13.01.17 Lago Atitlan

Über 2 Wochen sind es nun schon her, das wir am Lago Atitlan waren. Hier die Zusammenfassung der weiteren Ereignisse nach Steffis Geburtstag.

Wir bekommen Vanbesuch von Matt und Sahra mit ihrem schönen T3 Syncro. Wir spielen zusammen Mexican Dominos und unterhalten uns lange. Viel Zeit am Lago verbringen wir mit dem chillen in der Hängematte und blicken auf den immer wechselnden See. Einen Tag besuchen wir das Bioreservat die Strasse runter. Wir dürfen ein tolles Schmetterlingshaus bewundern und wandern danach über Stunden und Hängebrücken den Berg hinauf. Unterwegs sehen wir Spinnenfingeraffen und „Affige“-Zipliner. Ein schöner Ausflug nach so viel Herumgesitze. Das kulinarische Highight is der Besuch bei „Hans“ in Jaibalito. Der ältere Herr mit grauem Rauschebart ist hier irgendwann einmal hängengeblieben. Jetzt machen die Mayaköchinnen bei ihm Kässpatzen und Gulasch. Wir schlemmen! Das beste aber ist das deutsche Brot. Wir juchtzen und frohlocken mit den kleinen aber so schön schweren Leibern in der Hand. ENDLICH ordentliches Brot. Dies ist nämlich von dem amerikanischen Labbertoast immer noch schlimmer und süßer geworden.
Ein weiteres Dorf erreichen wir auch nur nach einer 30min Schiffsfahrt: San Marcos. Hier besuchen wir Jamie im Cafe Circles. Ein drittes mal treffen wir aufeinander. Da Jamie nicht arbeitet geht alles etwas drunter und drüber, aber wir haben viel Spaß. Der Ort selbst ist so schrecklich pseudohippie, dass wir schnell fliehen und nie wiederkommen werden. Diese ganzen „traveller“ in ihren komischen Klamotten, die ganze Zeit high, ohne Kontakt zur Bevölkerung. Und dabei halten sie sich wahrscheinlich noch für die „größten“ traveller aller Zeiten in ihren Dreadlocks und Batikuniformen. Sie wirken auf uns sehr unerwachsen. Besonders die älteren unter ihnen. Mit 20 mag das ja alles noch gehen, aber mit 40 immer noch kiffen in einem Gringocafe zu sitzen?! Come on! Das ist kein „erwachsenes“ Reisen! Wo ist die Verantwortung, das Risiko, der Kontakt zu den Menschen? Natürlich hat der Ort auch eine kleine Bretterbude mit Essen. Aber natürlich muss die hier mit einem Projekt verbunden sein. Eine junge weiße erklärt uns, dass sei hier alles „Fair“ und die Einnahmen gingen 100% an die Köchinnen… NA WOHIN DENN SONST? Wie unterscheidet sich dass von jedem verdammten Tacostand an dem wir je waren??? Kommt da jeden Abend der Zuhälter oder was? Manche Menschen müssen einfach in einer so unglaublich gewaltsam erzwungenen Welt leben, in der auch noch der letzt Eingeborene Teil eines „Projekts“ sein muss, damit sich irgendeine 19-jährige Abiturientin mit Dreadlocks und Nasenring ein soziales Projekt in den Lebenslauf schreiben kann… ARRGH. Wir fliehen per Boot!
Kunst finden wir hier auch: Erst eine 50 Jahre alte Steinschleuder aus dem Guerillakrieg. Auf diese treffen wir in der ältesten Kunstgalerie Guatemalas „La Galeria“. Sie wird bemannt von einem Ehepaar aus Blankenese, dass mit den Kaffeebaronen herkam. Mit schönsten plattdütschem Slang bekommen wir alle Details zu den verschiedenen Kunstgegenständen erklärt. Ein zweiter Fund ist ein „Bailador“ - ein Tänzer. Eine ca. 50cm hohe Figur mit 4 Gesichtern.

Einen Abend verbringen wir mit Matt und Sarah in Pana. Erst gehen wir mittelmäßig essen, dann ziehen wir durch die Bars. Im „Gringo Loco“ darf Steffi am Ende einen Dring benennen (Stefanito) und wir bekommen bei „Stupid Juice“ Bärengarn über eben diesen Drink aufgetischt. Dazu singt eine 12-jährige Karaoke… sagen wir so: Wir hatten viel Spaß! In der „Party Strasse“ sind viele Hauseingänge mit Vorhängen abgehängt und dahinter hört man laute Musik und sieht buntes Licht: Die „Diskoteken“ des Orts :-)

Zwei prägende Begegnungen haben wir auch: Zuerst treffen wir bei „Hans“ auf Jan. Jan reist seit 14 Jahren jedes Jahr für 6 Monate. Dazwischen fährt er in München Taxi, obwohl er Waldorflehrer, Geiger und Künstler ist. Wir unterhalten uns lang und tiefgründig auf dem Weg zu seinem Haus über dem Wasser. Dann sitzen wir bei ihm auf der Terrasse und lauschen seinem Geigenspiel. Dann zeigt er uns die Bilder die er die letzten Monate gemalt hat. Er berichtet tief und ehrlich über ihre therapeutische Wirkung. Es ist interessant wie Jan reist. Er mietet meist ein einfaches Haus/Apartment in einer Gegend und bleibt dort für die 6 Monate. Diese „Seelenreisen“ wie er sie nennt haben ihn schon durchdie ganze Welt geführt. Sogar in´s Fernsehen hat er er schon geschafft. Ein Team reiste nach Südafrika um ihn dort zu Filmen. Dieses Filmdokument aus der Reihe „Lebenslinien“ werden wir uns noch anschauen.

So sitzen wir also lange bei ihm, tief berührt von dem Kontakt den wir zu ihm aufnehmen können. Solche Begegnungen gibt es nur sehr selten und alle Seiten genießen jede Minute. Zuletzt bringt er uns noch zum Steg und winkt uns „Good Bye“.

Die zweite prägende Begegnung ist Mike im Crossroads Café. Er hat vor einiger Zeit (17 Jahren?) mit seiner Frau die Sachen in den USA gepackt und ist hier her gezogen. Nicht nur die exzellenten Kuchen seiner Frau und der tolle Kaffee machen den Besuch zu einem Erlebnis. Mike sprüht vor Leben und schafft es innerhalb weniger Minuten sich so tief mit seinen Gästen zu verbinden. Dies geht natürlich nur durch eine schamlose Offenheit und Verwundbarkeit. Nach einer kurzen Zei an seinem Tresen blättern wir schon durch ein Familienalbum das zeigt wie die Familie herzog. Ein weiteres Album zeigt wie ein riesiger Fels ihr halbe Haus zerstörte. Der Block wurde durch das selbstgebaute 300kg Bett von Mike gestoppt. Die beiden lagen zu diesem Zeitunkt darin. Einen jungen Mann auf den vielen Bildern der Helfer erkennen wir… er sitzt neben uns. Ein weiteres tolles Gespräche beginnt. Die Zeit vergeht im Flug. Als wir Mike sagen, dass wir am nächsten Tag weiter fahren drückt er uns einen Eimer mit Kaffeebohnen in die Hand und eine Tüte: „Just take a couple of scoops and grind them behind the bar“. So stehen wir bei ihm hinter der Bar und mahlen unseren geschenkten Kaffee. Ein Mensch zum umarmen. Ich würde sofort bei/mit ihm arbeiten um nur mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Dies ist der Nachteil des Vanlifes… immer muss man weiter…

So verabschieden wir uns schlussendlich vom Lago Atitlan. Was für ein magischer Ort! Wir werden ihn nie vergessen.

14.01.16 Fahrt nach Antigua

Weit ist es nicht bis Antigua und ehe wir uns versehen stehen wir auf dem eingemauerten Parkplatz der Touristpolice. Wir wandern durch das kleine süße Kolonialstädtchen auf dem Weg zur Caoba Farm. Hier ist immer Samstags ein sehr spezieller Markt. Zugegeben eher etwas für die wohlhabenderen Anwohner und die Gringos, aber Empfehlung ist Empfehlung. Auf dem Gelände der Farm haben sich viele kleine Verkäufer eingefunden. Es gibt selbst gemachten Ziegenkäse, Likör, tolles Essen aus den die Farm umgebenden Feldern und Cocktails aus einem zu einer Bar umgebauten T1 Bus. Dazu tolle Gitarrenmusik. Alles etwas Hipster, aber das Essen ist großartig und es gibt Öttinger Bier (8,9%, eine Sonderedition) :-)) Wir sitzen neben einer Familie aus England/Dänemark die ihre Tochter am Lago Atitlan besucht. Ein schönes Gespräch. Endlich mal jemand der Thorsminde kennt.

Wir streifen zurück durch die kleinen Kopfsteinpflasterstrassen mit den bunten Häusern in Kolonialstil. Wie empfohlen von Matt und Sarah verbringen wir etwas Zeit im Cafe Fernandos. Die machen ihre eigene Schoki, im Innenhof webt ein Ehepaar wolle und der Kaffee ist natürlich Wahnsinn. Weitere schöne Funde in der Stadt: Eine halb zerfallene Kirche die für eine Hochzeit vorbereitet wird, die Wiederaufbereitung der Wagen und Figuren für die Osterumzüge, und ein Schild mit Werbung für „Wiener Schnitzel“. Eine Sache müssen wir noch besorgen: Wolle (Spanish „Lana“). So tauchen wir ein in einen riesigen wuseligen Markt in dem wir uns gehörig verlaufen. macht aber gar nichts, denn wir lassen uns brav von einem Stand zum nächsten schicken auf der Suche nach Wolle. Mit der Frage wo die denn zu finden sei ist auch fast der gesamte Gringo-Status verschwunden. Wir werden behandelt wie jeder andere auch, denn wer Wolle sucht kann kein Touri sein :-) Schlussendlich bekommen wir die Wolle die Steffi sucht. Am Abend gibt es Rotwein, frischen Ziegenkäse vom Markt mit dem Brot von Hans. Ein Fest!

15.01.16 El Salvdor

Heute sagen wir „Danke Guatemala… schee war´s“. Guatemala hat uns gezeigt WIE ursprünglich die Welt wirklich ist. Wir haben die wunderbare Stadt Flores erkundet, haben uns in den Bergen in die Hose gemacht, in Chichi den größten Markt Mittelamerikas gesehen und am Lago eine entspannte Zeit gehabt. Guatemala war für uns ein klarer Schnitt nach Mexiko. Dort waren wir natürlich auch lange, aber es ist noch relativ einfach zu bereisen. Jetzt hat unsere Reise einen neuen Gang eingelegt und wir sitzen am Rand unserer Stühle und gucken gespannt was da noch so kommt… meist nach dem nächsten Schlagloch oder Tope.

Die Grenze nach El Salvador ist auf jeden Fall eine die uns in Erinnerung bleiben wird. Erstmal alles wie immer: Fahrzeug Import canceln, ausreisen, dann ein langes spanisches Dokument zum Import ausfüllen (Zylinderanzahl, Baujahr etc..), dann zum Schalter, dann Fahrzeuginspektion. Besonders zu Hause fühlten wir uns aufgrund des nächsten „Schritts“. Kurz vor ende der Bearbeitung der Formalitäten geht unser Sachbearbeiter zum Essen… Wir glauben es nicht aber 1h sitzen wir brav und warten. Während dessen unterhalten wir uns fröhlich mit den anderen wartenden locals und dem Wachmann (Wann geht der eigentlich essen?). Am Ende fahren wir nach El Salvador.

Was auffällt ist die dichte Besiedelung. Es ist auch das am dichtesten Besiedelte Land. Einfache Hütte reiht sich an einfache Hütte. Die Strassen sind mies, besonders die kaum zu sehenden stillen Polizisten (Topes). Nach einem Kontakt mit eben diesen bei ca 60-70km/h fühlt sich Grenny auf einmal an wie ein Citroen. Hinten so schön „hüpfig“: Das werden wohl die Stoßdämpfer gewesen sein :-/

Unsere Strasse schlängelt sich Berge hinauf und hinunter, rechts liegt das Meer. Traumhaft. Ein kleines Restaurant auf den Klippen soll uns für einen Willkommensdrink genügen. Leider ist das Essen nicht so supi (erst vergeigen sie Steffis Bestellung von einer Chorizo Platte, sagen das geht aufs Haus, liefern dann aber doch etwas nach und berechnen voll?!). Weiter geht die hüpfende Fahrt nach El Tunco. Der kleine Ort am Wasser ist für die besten Wellen der Welt bekannt und wir haben schöne Fotos von anderen Overlandern auf Instagram gesehen. Genau diesen Spot finden wir auch. Einen Parkplatz direkt am Wasser mit Palmen und ca. 6 Stellplätzen (Gegenüber der Policia). Die sind vollgepackt mit tollen Menschen wie wir die nächsten Tage noch erfahren sollen. Den ersten Abend verbringen wir in großer Runde und ein paar kühlen El Salvadorianischen Getränken (Brahva und Pilsener).

16.01.17-21.01.17 El Tunco, El Salvador
Am Montag Morgen, unserem ersten Tag müssen wir mal zu einem Mechaniker, bzgl. der Stoßdämpfer. Beide sind aus ihrer Verankerung gerissen und so können wir nicht weiter. Bei der ersten Werkstatt treffen wir auf einen netten Lokal der einen Ort kennt, an dem wir vielleicht das bekommen was wir suchen. Dort hatte er auch seinen T2 Bus schick machen lasen. So vertrauen wir und folgen ihm nach Mahaual. Hier treffen wir auf einen Mechanikeropi in einer Bretterbude. Nach Blick auf das Teil und ein Telefonat sagt er er kann das besorgen. Wir ordern gleich auch welche für vorne und Ersatz für hinten. die fast 300$ übergeben wir mit einem etwas mulmigen Gefühl. Auf die Frage nach einem Beleg für das Geld meint er offensichtlich verärgert: eine Rechnung brauchen wir nicht, aber wir könnten ja ein Foto von ihm machen. Wir haben nochmals Vertrauen. In 2 Tagen sollen wir wieder kommen.

Ende vom Lied ist: Es dauert bis Freitag bis er überhaupt ein Teil heran bekommt. Er ist fast 2 Tage durch das kleine Land gefahren um überhaupt was auftreiben zu können. Zuletzt bekommen wir zum Glück sehr schöne und stabile Stoßdämpfer für hinten. Alles nicht ganz billig, aber besser als liegen zu bleiben.

In der zwischen Zeit verbringen wir viel Zeit mit den anderen Campern. Erst treffen wir auf Felix und Doro die in die andere Richtung unterwegs sind. Felix hat einen coolen Zombieapokalypsen tauglichen Camper gebaut und wir tauschen Tips für die kommenden Länder aus. Die beiden fahren am nächsten Tag weiter. Die ganze Zeit da sind hingegen Matty & Ingrid, John und Mandi, sowie Karen und Sunny.
Matty und Ingrid sind schon 3 Jahre unterwegs, arbeiten aber 3 Monate im Jahr in New York als Surflehrer/Fotographen. Ingrid ist ursprünglich aus Peru, Matty ist der Inbegriff eines Surflehrers, Musikers und Künstlers. Wir genießen ihre Gesellschaft sehr, nicht nur weil Ingrid so gut kocht und Matty so gut Gitarre Pielt (und die besten Avocadosandwiches der Welt machen kann!!). John&Mandi sind aus ihrer hochbezahlten Businesswelt ausgebrochen und seit 2 Jahren in ihrem orangenen JAM Van unterwegs. Karen und Sunny, zusammen mit Hund Gracy bewohnen einen Jeep mit Dachzelt. Zusammen bilden wir eine super Gruppe und haben viel Spaß zusammen. Wir kochen Abends zusammen und sitzen wie eine große Familie am Tisch (einmal USAID Eintopf, einmal Stirfry). Bei Sonnenuntergang mixen wir Cocktails und gehen auf die Veranda der Bauruine auf dem Gelände.

Das surfen kommt natürlich auch nicht zu kurz. An Tag 5 (insgesamt) meiner noch so kurzen Surfkarriere paddle ich 300m hinaus zum Break. Nach der Distanz bin ich in den Armen schon fast KO… ganz schon Anstrengend so ein Surferleben. Die beiden Pros Matty und Ingrid hatten was von sehr kleinen Wellen gesagt. Naja, vielleicht in deren Augen:-) Um 7:15 Uhr morgens sitze ich mit ca. 20 anderen Gestalten auf dem Wasser. Anfangs beobachte ich das Treiben aus einiger Entfernung Die Größte Angst des Anfängers ist ja jemandem im Weg zu sein. Gar nicht so einfach… Ein paar Wellen kann ich nehmen, bekomme nur einmal von einem anderen Surfer (grundlos) „ärger“… somit ein Erfolgreicher erster Tag im Lineup.

Der kleine Ort ist in 500m abgelaufen. Die Hauptattraktionen unter der Woche ist die alte Dame die großartige Semmeln backt. Man kann sie morgens und Abends holen und belegt sie am besten gleich mit Avocados…mjam!

Am WE ist viel Party im Ort, was bedeutet, dass man selber mitmachen muss, da man sonst sowieso nicht schlafen kann:-)

Weitere Ereignisse: Karen und Sunny misten ihren Jeep aus, Trump wird Präsident der USA, und alle lieben Steffis Bodyboard! Alle Strassenhunde am Platz haben feste Namen und beginnen auf sie zu hören.

Der letzte Tag, der nach den Reparaturen nochmal der Entspannung dienen soll wird nochmal aufreibend: Meine VISA Karte wurde ja ein paar Tage zuvor aufgrund von Betrug gesperrt. Nun war es langsam Zeit die Barkasse mit STeffis Karte wieder aufzufüllen. Wie das dann immer so ist geht natürlich die Karte an den Automaten im Ort nicht. In der nächsten Stadt bekommen w ir zumindest 100$ und können tanken. Somit geht zumindest die Karte. Weiterreisen können wir mit 130$ aber nicht :-) John hilft aus und gibt uns Geld das ich ihm per PayPal schicke. Viel Aufregung in der Woche trotz Traumstrand vor der Nase :-)

Am letzten Abend verabschieden wir uns als würden wir uns schon ewig kennen. Alle sind wehmütig, aber die Reise geht weiter…

22.01.17 El Salvador bis Nicaragua an einem Tag

Um 7 Uhr werfen wir die Motoren an und fahren los Richtung Grenze. Lust haben wir keine, denn die Grenze soll schrecklich sein, so lasen wir. Dann auch noch 2 an einem Tag: El Salvador-Honduras, Honduras Nicaragua. Argh…
Wenigstens ist Sonntag. Der Geldautomat spuckt nochmal etwas Geld aus. Na dann kann es ja los gehen. Ca. 4h brauchen wir bis zur Grenze in El Amatillo. Bei Schlagloch zerfressenen Strassen schon mal etwas ermüdend. Angekommen wird es (wie immer) weniger schlimm als gedacht. Die Routine hilft natürlich: Schnell die vielen „Helferlein“ beseitigen, Import canceln, einen Haufen Kopien machen, ausreisen. Soweit so gut. Wichtig ist das „Zen“ an diesen Grenzen. Es sind hunderte von Wuselnden Menschen, schlangen von LKWs und Autos und keiner weiss so recht wohin. Dann die Horden an „Helfern“ und Geldwechslern und Verkäufern. Man muss einfach versuchen alles zu ignorieren und auf die Personen zuzusteuern die wirklich wichtig sind.
Erste Überraschung: Der Zollbeamte von Honduras (der ja auch den ganzen Import von Grenny macht) ist SUPEr nett. Er sitzt da mit seinen Tupperdosen und seinem Mittagessen und versorgt uns zwischen zwei bissen mit Höflichkeiten und den passenden Formularen. „Como estas Senor Jensen?!“ :-) Dazu sind diese Formulare sogar auch auf Englisch. Ich weiss gar nicht was die ganzen Berichterstatter hatten mit dieser Grenze. Da war Guatemala VIEL schlimmer. Naja, weiter gehts. Inzwischen hat „Rudi…like Rudi Völler“ unser Auto gewaschen. Wir hatten ihn nicht darum gebeten, aber es war so dreckig das wir ihn machen liessen. Es dauerte länger als die Zollformalitäten, was sowohl für die Grenze spricht, als auch zeigt WIE dreckig unser Auto war!
nach 1,5h sind wir in Honduras. Not bad! Nun 2h Honduras „genießen“ und schon stehen wir vor der nächsten Grenze (Guasaule). Hier ist es schon etwas unorganisierter. Große Papierstapel umringen die Beamten. Der Zoll von Nicaragua ist etwas pingelig und möchte, dass wir auch die Räder etc. deklarieren. Ich zeige ihm unsere rostigen gebrauchten Klappräder und seine Laune wird nicht besser. Zuletzt ist es aber wie immer: Wir haben alles und alles hat geklappt. Nach 10.5h haben wir 400km überwunden, 2 Grenzen passiert, waren in 3 Ländern, haben 3 Währungen besessen/getauscht, ca. 25 Kopien gemacht und sind wieder um einige Erfahrungen reicher. Als wir letztlich aus dem rauchigen Grenzbereich hinausfahren brennen unsere Augen nicht nur von dem schon wieder irgendwo schwelenden Feuer…

In Somotillo fahren wir zum Hotel Santa Cruz. Die nette Dame lässt uns auf ihrem bewachten Parkplatz campen. Ein Zimmer macht sie auf, so dass wir duschen können. Wir setzten uns gegenüber in einen kleinen Imbiss/Comedor und probieren uns durch die lokalen Spezialitäten. Viel gegessen haben wir heute noch nicht, so schmeckt das Hähnchen und Fleisch mit Reis und Bohnen um so besser. Der Papagei des Imbisses plappert fleissig auf Spanish und wir sitzen und beobachten das Treiben. Fahrrad Rickscha ist hier wohl angesagt. Viele der Transportfahrräder haben vorne eine Bank auf dem sich die Leute umher fahren lassen.

23.01.17 Fahrt zum Volcan Masaya, Nicaragua
Mehr Kilometer stehen auf dem Speiseplan. Nach einem Kaffee und einem kleinen Brötchen mit Marmelade fahren wir zum ca. 200km entfernten Volcan Masaya. Unterwegs füllen wir Wasser auf, gehen einkaufen und versuchen nochmal ein paar Banken. Die Nicaraguaner empfangen uns freundlich, aber mit vielen Polizeikontrollen. Bis jetzt alle ohne Korruptionsversuche, welche hier häufig sein sollen. Wir sind dahingehend aber mittlerweile im Kopf so entspannt, dass wir keine wirkliche Angst mehr davor haben. Unsere Führerscheinkopien dürfen sie behalten, Geld gibt es keins, wir wissen genau wie das Strafzettelssystem hier funktioniert und es bleibt immer die Option des „wir gehen dann mal nach hinten und machen Mittag, denn wir haben unser Haus dabei…“. Ganz so günstig wie angekündigt ist es hier nicht und das Essen wird wie angekündigt nicht besser. Auch die Auswahl im Supermarkt wird spärlicher, aber hey: Flores de Cana Rum ist exzellent und spott billig :-))

Am Vulkan angekommen fahren wir hinauf. Wie fahren? Ja genau: Hier MUSS man bis hinauf fahren, da er sehr aktiv ist. Oben am Krater angekommen blicken wir tief hinunter durch die Schwefelwolken. Da unten fliest wirklich Lava. Kein Wunder dass die Christen dachten dies sei der Schlund zu Hölle.

Campen können wir unten vor den Toren des Parks. Besuch von holländischen Reisegruppen.

Canasta spielen. Schlafen.

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Bilder Lake Atitlan 1

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Bilder El Salvador

17.01.17: Wir stehen aktuell in El Tunco am Strand. Auf dem kleinen Platz sind ein paar andere Overlander und die Gruppe ist klasse. Die Tage sind geprägt von Surfen und Entspannung. Abends sitzen/kochen wir alle zusammen. Was für ein Leben. Unsere beidseitig gebrochenen Stossdämpfer hinten sollten morgen ankommen. Alles gut soweit also. Ausführliche Berichte folgen wenn mal nicht die Sonne scheint und es keine Wellen gubt 😂😎😘

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Bilder Lake Atitlan und Antigua

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Bilder Lake Atitlan 1

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07.01.-09.01.16 Canche bis Lago Atitlan

06.01.17 2. Teil des Tages
Eine Horde Kinder besucht Steffi im Bus und wir bekommen noch Besuch von 2 „Bimbo“ Fahrern. „Bimbo“ ist Mittelamerika die Standard Toast Marke und die kleinen Trucks beliefern die millionen von kleinen Lädchen mit Brot, Chips, Snacks und anderen haltbaren Sachen. Für uns war es immer das Zeichen, dass wir wieder halbwegs zivilisierte/bewohnte Landstriche erreicht haben, wenn der „Bimbo Mann“ in der Strasse auftauchte. Die beiden Brüder kommen zu uns, gewinnen unser Vertrauen mit zwei geschenkten Riegeln und wollen sich mit uns unterhalten. Für uns gut, für die beiden auch. So erfahren wir, dass wir hier in der Region keine Angst vor Banditen haben müssen. Warum wir ständig Lastwagen mit Sicherheitsmann (inkl. Shotgun) auf dem Beifahrersitz sehen erfahren wir nicht, aber hier ist es wohl gut von der Sicherheit. Fußball ist wieder ein zentrales Thema und schon wieder schauen uns erstaunte Augen an, als wir mitteilen, dass wir gar nicht so viel Fußball gucken.

07.01.17 Fahrt nach Chichicastenango

Canche verabschiedet uns mit einem Kaffee und Tacos mit Käse. Heavy am morgen, aber einem geschenkten Gaul…

Wir verabschieden uns herzlich, es gibt Fotos, ich repariere noch schnell seine Brille und los gehts. Natürlich nicht ohne einen frisch gepressten Orangensaft. Den verkauft eine Mitarbeiterin von Canche jeden morgen an der Strasse vor seinem Parkplatz. Er ist geschäftstüchtig, so viel kann man sagen. Er sagt dazu: „I have my own Drive-in“ :-) Wir nehmen einen ohne rohes Ei und Vitaminpulver… naja, sind halt keine Guatemalesen.

Wir sind strassentechnisch wirklich mit wenig zufrieden und so haben wir auch nichts zu meckern auf dem Weg nach Chichi. Erstmal geht es hinauf auf fast 3000m nur um bis Lao Atitlan dann wieder auf 1500m abzufallen. Wir fahren durch viele kleine Dörfchen und beobachten wie sich die Landschaft verändert. Plötzlich sind die sattgrünen Hügel verschwunden und Kiefernwälder säumen die Berge. Die Menschen tragen Mützen und warme Kleidung. Vielerorts liegen Lehmziegel zum trocknen aus. Eine Bretterbude reicht hier sicher nicht.

In „Chichi“ angekommen parken wir beim Fußballstadion neben der Polizeistation. Von dort laufen wir steil den Berg hinauf durch das bunte Stadttor. Ist heute schon Markt? Etliche Straßen sind mit Ständen gesäumt und die Markthalle ist auch voll. Das scheint der „normale“ tägliche Zustand zu sein. Mal gucken was morgen so passiert. Wir sind etwas erschöpft und verholen uns in den ersten Stock eines Restaurants. Hier haben wir von dem schmalen Balkon einen guten Ausblick über die unter uns liegende Marktstrasse. Wir beobachten die Schuhputzer und den Eismann bei der Arbeit. Zuletzt fällt unser Blick auf einen Essensstand gegenüber. Die Salchichas brutzeln verführerisch und werden mit Guacamole und Zwiebeln in ein Baguettebrötchen gestopft. Da müssen wir hin. Nach einer Tasse Kaffee gehen wir hinab und mampfen zufrieden zwei dieser lokalen Köstlichkeiten (Sucho oder so…). Die Dame am Grill freut sich, dass es uns schmeckt.

Nun zu unserer beliebtesten Rubrik:
Schalten sie auch nächstes Mal wieder ein wenn es heißt: „ Steffi & Kai-Ole suchen Landesflagge und Aufkleber für Grenny“. Was in amerikanischen Städten noch so einfach war ist mittlerweile ein Abenteuer… aber immer gerne genommen. Die Menschen schauen immer etwas verdutzt wenn man eine Flagge sucht. Dann werden wir meist 3-4 mal weiter geschickt. Dann weist man uns zu einem Laden im ersten Stock der Markthalle. Ein kleines Kleidungs- und Sportgeschäft hat nicht nur eine tolle Flagge; Die Dame zieht einen alten Schuhkarton hinter einer Tür hervor, kramt etwas und hält dann 5 unterschiedliche Guatemala Aufkleber in ihrer Hand. Dass sie überhaupt noch wusste, dass sie sie jemals gekauft hat :-)

Nach unserer kleinen Stadterkundung machen wir es uns in Grenny gemütlich. Um uns herum wird etwas Fussball gespielt, die Nacht ist ruhig.

08.01.17 Chichicastenango - Markttag
Früh machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Die Zufahrtsstrasse an der wir stehen ist schon seit den frühen Morgenstunden mit Collectivos gesäumt. Auf den Dächern stehen dicht an dicht in bunte Tücher eingewickelte Körbe mit Waren für den Markt. Die Menschen kommen aus den ganzen kleinen Dörfchen die wir die letzten Tage gesehen haben um auf dem Markt etwas zu kaufen oder zu verkaufen. 99% tragen die Tracht aus bunten Röcken und Blusen. In ein großes gewebtes Tuch gewickelt und gekonnt auf den Rücken geschlungen transportieren sie alles vom Kind bis zum Sack Mais.

Heute hat es auch den Titel „größter Markt Mittelamerikas“ verdient. Quasi die gesamte Stadt ist ein einziger Markt. Die Gänge sind randvoll mit geschäftig umhergehenden Menschen auf der Suche nach der richtigen Ware. Wir stechen „etwas“ heraus. Zum einen sind wir aktuell noch die einzigen Bleichnasen, zum anderen bin ich ca. doppelt so groß wie alle anderen. Noch dadurch verstärkt, dass die Menschen bei ihrer Tragemethode weit nach vorne übergebeugt gehen. Fotos für die Götter und für uns sehr übersichtlich. Trotz eines dichten Gedränges hat man immer freien Blick. Die Stände bieten alles was man sich vorstellen kann. Manche nur ein kleines ausgebreitetes Tuch mit ein bisschen frischem Gemüse und einem Mütterchen dahinter. Andere mehrere Tische lang und voll beladen mit Gemüse, Kleidung etc. Wir sehen wie Frauen neue Trachtenröcke anprobieren und Männer Werkzeuge beschauen. Sicher nicht so viel anders zu den Märkten in Europa vor 150 Jahren. Besonders fasziniert uns eine lange Schlange von Frauen mit je einem Huhn in den Armen. Erst denken wir die warten auf den Bus, aber wieso haben alle das selbe gekauft… nein, sie VERKAUFEN genau ein Huhn. Frei nach dem Motto: „Komm Emma heute wirst du verkauft“. Und so sehen wir natürlich auch Menschen mit einem Huhn/Hahn unter dem Arm - Beine zusammengebunden, Kopf hängend… dem Schicksal ergeben :-)

Nun ist es auch Zeit für uns einzukaufen. Befremdete Blicke folgen uns als wir zuerst einmal in der „Fleischecke“ frische Salchicha Wurst kaufen. „Das kaufen die Weißnasen doch sonst nie“ mag man fast aus ihren Augen ablesen. In einer kleinen Seitenstrasse kaufen wir bei den ganz kleinen Händlern. Hier Frische Erbsen, da Radieschen und Möhren. Für uns auch interessant: Die Damen sprechen kaum Spanisch, sondern nur ihre Maya Sprache. Dick bepackt mit Tüten spüren wir eine gewisse Legitimation der Locals… Weiße mit Gemüsetüten sind keine Standardtouris. Sehr interessant wie eindeutig wir das merken. :-) Viele Touristen verschlägt es sicher nicht hierher, zumindest sehen wir jetzt erst die ersten anderen Besucher. Die meisten eher touristischen Artikel wurden hier auch eher „Sackweise“ verkauft. Klar, hier kaufen die Verkäufer ihre Ware zum Weiterverkauf an den Touristenorten.

In mitten des Ortes steht auf einem kleinen Hügel eine Kirche. Vor ihr schwenken Menschen Dosen mit Weihrauch. Die Luft ist gesättigt mit „Gottes Ganja“ und wir meinen schon eine Wirkung zu spüren. In der Kirche wird auch wieder wie in Chamula ein eher gemischter Glauben praktiziert, aber nicht ganz so „extrem“.

Ganz schön anstrengend so ein Marktbesuch. Vor allem auf SO einem Markt. Wir verstauen die Sachen in Grenny und fahren Richtung Lago Atitlan. Zum Glück nur ca. 1 Stunde. Unser Ziel ist Panajachel. Es ist gleich die erste Stadt der Zufahrtsstrasse. Das erspart uns die Fahrten zwischen den Dörfern am See entlang. Hier werden nämlich gerne Fahrzeuge ausgeraubt, so dass wir uns eine Polizeieskorte hätten nehmen müssen. Auch die Lokals fahren zwischen den Orten Boot. Steile Serpentinen führen zum See hinunter und lassen unsere Münder schon aus der Entfernung aufklappen. Von rauchenden Vulkanen umgeben liegt er da: tief blau, windig und auf 1500m. Wir finden einen Stellplatz auf der Wiese des Bahia des Lagos direkt am Wasser. Bei strahlender Sonne blicken wir auf den See und können die Schönheit des Stellplatzes kaum fassen. Der Wind weht kräftig und es ist angenehm kühl.

Erst geht es in die Hängematte, dann folgt der durchwachsene Teil des Tages. Mich hat ein Magen-Darm Keim befallen (wahrscheinlich auf dem Markt durch „Hand-zu-Mund“, denn gegessen hatten wir nichts) und ich beschäftige mich den gesamten Abend und ein Teil der Nacht mit den Auswirkungen.

09.01.17 Lago Atitlan

Ein herrlicher Sonnenaufgang läutet den Tag am See ein. Wie könnte es auch anders sein, denn es ist Steffis Geburtstag! Es bläst schon wieder ein kräftiger Wind. Schade, dass unser Stellplatz in einer kleinen Bucht ist, so dass wir zumindest nicht direkt von hier kiten können. Ich versuche meinen Plan eines selbstgebackenen Kuchens umzusetzen. Plan: Pancakes übereinnander schichten mit Nutella dazwischen. Dann Schokoguss drüber. Kerzen. M&Ms. Fertig!
Problem: Pancakemix in Guatemala macht doofen Teig, die Schokoglasur ist keine Schokoglasur, sondern 100% Schokolade für Kakao und schmilzt erst nach Zugabe von Öl. So finden am Ende unrunde Pancakes und krümelige Glasur zu einem „Kuchen“ zusammen. Die M&Ms und die Kerzen können nur etwas die Ehre retten. Nun noch Luftballons und eine Girlande aufgehängt und schon steigt das erste „Happy Birthday“ des Tages. Mit kleinen Geburtstagspapphütchen auf sitzen wir in Grenny und begehen diesen besonderen Tag. Endlich hat auch Steffi mal Geburtstag im Sommer. Später machen wir noch einen Spaziergang in die Stadt. Etwas langsam meinerseits dank der gestrigen „Erlebnisse“. Das Gröbste schein aber herum zu sein. Zuletzt sitzen wir in einem schönen Restaurant mit Blick über den See. Geburtstagshütchen wieder auf und schon kann das Geburtstagsessen los gehen. Später noch einen Kaffee in einer „German Bakery“ und ab ins Tuk-Tuk nach Hause. Es kommt mit uns kaum den Steilen Berg hoch :-)

Restlicher Tag: Viel Geburtstagslieder singen, lesen, auf den See gucken. Abends einkuscheln mit Asia Nudelsuppe und NCIS gucken. Wie das Geburtstagskind es wünscht, so sei es :-)

Eingestellt von Kojensen 13:45 Kommentare (2)

Bilder Guatemala

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Eingestellt von Kojensen 11:35 Kommentare (1)

03.01.17 - 06.01.17 Flores bis Chichicastenango

Sind heute am 07.01.17 gut in Chichicastenango angekommen. Was wir bis hierhin in Guatemala erlebthaben gibt es jetzt zu lesen...

03.01.17 Flores Tag 1 Teil 2

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Bevor die Sonne untergeht wird noch ein alter Freund reaktiviert: Das Aufblaskajak. Es hat die lange Reise überlebt und trägt uns prall aufgepustet über das Wasser. Wir paddeln bis zur anderen Seite auf der noch ein kleines süßes Städtchen steht, welches nur mit den motorisierten Holzbarken zu erreichen ist die vor unserem Parkplatz ablegen. An Land beobachten wir zwei Schweine die sich mit den Hunden im Kreis jagen. Vor lachen fallen wir fast aus dem Boot.

Am Abend holen wir uns ein buntes Gemisch an Streetfood an einem großen Stand. Hier bemannt eine ganze Familie die Essensausgabe. Es gibt riesige Kuchen, Burritos, Tacos und vieles mehr.

Danach sitzen wir in einer kleinen Bar und trinken ein paar Cocktails mit Blick auf die vorbeilaufenden Menschen.

Zuletzt sitzen wir auf der Mauer vor Grenny über dem Wasser, unterhalten uns mit einer Dame aus Antigua und bestaunen die zwei Fischer. Einer taucht mit einer Taschenlampe und Harpune bewaffnet, der andere assistiert ihm. Die Nacht ist heiß, schwitzig und laut. Zum einen die Dschungelgeräusche, zum anderen der Verkehr.

04.01.17 Flores

Heute muss Steffi früh raus, denn Katrins erste Hochzeitskleidsuche steht an. Am Vortag haben wir schon das beste Internet der Insel ausgemacht. Ich rolle etwas später mit dem Longboard und der zu waschenden Wäsche hinterher. So verbringen wir den halben Tag im Hostel auf der Couch. Es gibt Kaffee und Früchte, später dann Nudeln mit Shrimps und Fajitas. Dazu eine große Portion Internet. Die Telefonverbindung mit Video in die unterschiedlichen Hochzeitsmodengeschäfte steht perfekt. Später telefonieren wir noch mit den Familien und ein paar Freunden. Irgendwann schälen wir uns aus den Sofas und machen uns auf in die Stadt auf dem Festland um die Autoversicherung zu besorgen. Dorthin nehmen wir eines der schönen roten Tuk-Tuks die wir schon die ganze Zeit umherbrausen sehen. Versicherung ist schnell erledigt, dann geht es zu Fuß zurück auf die Insel. Bei einem Eiskaffee laden wir unsere Podcastkonten wieder auf, dann etwas Kanu fahren und zum Abendessen in das nette Restaurant vor dem wir die ganze Zeit parken. Die kleine Familie, bestehend aus Mama, Papa und 2 Söhnen versorgt uns köstlich mit frischem Fisch („Wie heißt den der Fisch?“ - „ Pescada blanca“ :-) ). Der kleine Sohn hat es uns angetan und so sitzt er bald bei Steffi auf dem Schoß und bringt unser angefangenes Romé Spiel durcheinander. Dann spielen wir mit den Karten mit ihm und haben viel Spaß. Am Ende stellen wir noch fest, dass Gabrielle und Shane auch in Flores sind. Zuletzt hatten wir viel Spaß mit ihnen im Zion NP (Utah). Wir verabreden uns zum Frühstück. Die Nacht ist deutlich kühler und angenehmer.

05.01.17 Von Flores nach Cobán

Im Cool Beans treffen wir Gabs und Shane zum Frühstück. Großes hallo! Wir haben einander viel zu erzählen. Unsere Wege trennen sich zwar gleich wieder aber in Nicaragua sollten wir uns wieder treffen. Es ist so schön so viele neue Freundschaften zu knüpfen.

Dann beginnt der aufregende Teil des Tages. Direkt nach dem wir Flores verlassen ist die Strasse nicht mehr geteert und schwer zu fahren, aber wenigstens noch flach. Das Hinterland beginnt. Frauen waschen Wäsche im Fluss, gesammeltes Holz wird mit um die Stirn gelegten Riemen transportiert. Die Kinder rufen laut „Gringo“ wenn sie Grenny sehen. Fast alle Frauen tragen Tracht. Am Morgen wollten wir noch sagen, dass Guatemala Mexico sehr ähnlich ist, jetzt sind wir anderer Meinung. Wir werden uns unserer Filterblase in der wir im „Westen“ leben immer stärker bewusst. Die Erkenntnis, dass es für mehr Menschen auf der Welt völlig normal ist Wäsche im Fluss zu waschen, als in der Waschmaschine und dass die Strassen nicht geteert sind muss ersteinmal sacken. So abgeschottet lebt man doch im alles dominierenden industrialisierten Westen. Aber wer macht denn auch das Fernsehen das wir sehen und das „Internet“ das wir konsumieren. Weißer Content für Weiße Konsumenten, die dann glauben, dass die ganze Welt so sei…

Guatemala so wie man es sich vorstellt entfaltet sich vor unseren Augen: Grüne steile Bergketten mit Kaffeeplantagen überzogen, Frauen in Tracht mit Kaffeesäcken auf den Köpfen… und dann:

Ca. 8 Männer mit Macheten haben einen Baum quer über die Strasse gelegt. Der Mann mit den teils gesplitterten Goldzähnen macht uns klar, dass wir etwas bezahlen müssten. Am Ende sind es 25 Quetzales (ca. 3 Euro). Wir haben ein super mulmiges Gefühl, weil wir noch nicht verstehen warum dass hier passiert.

Zusätzlich wird die schlechte Strasse nochmal deutlich schlechter und sie geht bergauf. Grenny kommt an sein Limit. Wir müssen im ersten Gang schotterige und felsige Strassen schnell hinauf fahren um bei der Steilheit überhaupt hinauf zu kommen. Hinter uns im Auto fallen die Sachen aus den Netzen, ein Haken reisst aus und wir sind etwas im Stress. Ich habe Angst um´s Auto und die Reifen, Steffi vor Überfällen. Dann kommen weitere Blockaden. Langsam verstehen wir, dass die Männer die Geld sammeln per Hand die „Strasse“ reparieren. Mit Spitzhacken und Schaufeln versuchen sie irgendwie die desaströse Strasse etwas zu verbessern. Was für eine Knochenarbeit! Wir verstehen… klaro, wenn man kaum mit einem Auto in die Dörfer fahren kann, kann man auch weniger Geld verdienen… eigentlich Aufgabe der Regierung, aber die scheint es ja nicht zu machen, also müssen sie selber ran. Und wer den ganzen Tag freiwillig die Strasse repariert braucht Geld, also „Blockade“. So entspannt sich unser Hirn dahingehend etwas. Als uns das erste Collectivo (Minibus) entgegen kommt atmen wir auch etwas auf. Wenn der es geschafft hat, dann schaffen wir es auch, auch wenn die Strecke wirklich schrecklich ist. Sie gleicht in etwa dem wofür wir in Namibia noch Geld bezahlt haben um es mit unserem riesigen Jeep fahren zu DÜRFEN. 2 ältere Franzosen sind in den Bergen gestrandet mit einem Motorschaden. Ein Collectivofahrer hätte gesagt er würde einen Mechaniker schicken. Oh man… es könnte immer noch schlimmer sein. Letztendlich dauert die Horrorfahrt durch die Berge fast den ganzen Tag. Am Ende gehen uns die kleinen Scheine für die Blockaden aus. Der letzte bekommt 5 Quetzales, eine kalte Limo und erklärt, dass wir nichts mehr hätten nur um noch etwas für den potentiell nächsten übrig zu haben. Wechselgeld geben die Jungs nämlich nicht. Erst im Nachhinein stellen wir fest, dass unsere Hirne vielleicht etwas zu sehr mit uns durchgegangen sind. Wir sahen uns schon beim Nachtwache halten in den Bergen mit Motorschaden. Schlimm war, dass wir nicht wussten dass die Strasse so wird und dass wir Blockaden zu erwarten haben. Hätten wir wissen können, stand nämlich bei iOverlander, aber „Navi an und los“ hat auch die letzten 5 Monate gut geklappt. Damit ist wohl Schluss jetzt. Auch nicht so genau zu wissen wie lange die Strasse noch so bleibt, ob wir es vor der Dunkelheit schaffen etc. trägt ja nicht immer zur inneren Ruhe bei :-)

Letztendlich kommen wir dann doch in Coban bei der Kaffeeplantage „Chicoj Coban“ an. Wir werden herzlichst empfangen, können auf einem Rasenstück parken und lassen langsam, aber hörbar die Luft aus unseren Lungen als hätten wir den ganzen Tag den Atem angehalten. Mit einem Kissen unter dem wunden Popo sitzen wir auf einer Schaukel in der kühlen Abendluft und müssen erstmal einen Drink nehmen… krassester Tag der Reise auf jedenfall. Wir haben viel gelernt: Über uns und über Guatemala.

Steffi kann vor lauter Aufregung kaum einschlafen. Letztendlich schlafen wir herrlich in der kühlen Bergluft.

06.01.17 Kaffeetour und Fahrt Richtung Chichicastenango

Morgens aufzuwachen und nicht von Schweiß und Hitze geplagt zu werden ist eine Freude die nur der versteht, der mal unklimatisiert in den Tropen war. Mit Freude frieren wir ein bisschen auf dem Weg zum Klo um uns dann wieder in die Schlafsäcke zu kuscheln. Kuscheln ist bei Hitze nämlich kaum möglich. Wir frühstücken gemütlich etwas Toast und analysieren die Schäden und das Chaos des Vortages. Das Frühstück gleicht eher einer Balintgruppe, so sehr hat uns der Vortag mitgenommen :-) Den Kaffee lassen wir in Anbetracht der Tour aus. Um 9:30 Uhr geht es los. Wir einigen uns mit unserem Führer darauf, dass er „a littlebit english“ und wir „un pocco espanol“ können uns los gehts. Wie herrlich sind Touren, die sich gerade erst im Aufbau befinden. Nur zu zweit stapfen wir auf einem Rundweg und bekommen alles über Kaffee erklärt was wir nur wissen können wollten. Wir erfahren wie viel Planung notwendig ist um die Planzen immer zum richtigen Zeitpunkt auszutauschen, zu beschneiden etc. Wir sehen wo die Bohnen am Ende des Tages gesammelt werden, wie sie von der Schale befreit werden und nach „first choice“ und „second choice“ separiert werden. Was bei uns in DE landet ist wahrscheinlich dass was sie am Ende aus dem Gebäude mit dem Besen kehren, denn selbst der second choice der hier zu Instant Kaffee verarbeitet wir schmeckt 1000x besser als der Kaffee bei uns. Die Tasse Kaffee am Ende ist eine Offenbarung und fast etwas spirituell. Selbst der „teure“ Kaffee zu Hause scheint nicht mehr als die Farbe mit diesem Getränk gemein zu haben. Wir kaufen natürlich ein Pfund und ein schönes Säckchen noch dazu. Interessant fanden wir auch die Preisgestaltung: Ein Sack (wovon ein guter Sammler 2 am tag voll bekommt, ca 48 kg/Stück) bringt dem Sammler 50 Quetzales (8 Euro). Der Weiterverkauf nach der Aufbereitung und Trocknung bringt 160 Quetzales (trotz des ganzen Aufwands, der Risiken etc.). Das wahre Geld wird wohl irgendwo danach gemacht…

Nachdem wir uns über die nachfolgende Strecke ausgiebig informiert haben fahren wir los :-) Heute nur etwas schlechte Schotterstrasse durch die Berge mit tollen Ausblicken. Im Vergleich zum Vortag fühlen wir uns wie auf der A7, auch wenn auf der Schotterstrasse auf 1500Hm uns Busse und LKWs entgegenkommen die eigentlich gar keinen Platz haben. Aber hey, wenigstens keine Blockaden :-)

Letztendlich landen wir bei „Canche“. Er hat an der Strasse ein „Restaurant“ gebaut. Der Blick geht hinunter zu einem Fluss und in ein langgestrecktes, von steilen Bergen gesäumtes Tal. Wir werden wie alte Freunde empfangen, bekommen die beste Hühnersuppe ausserhalb von Mutters Küche und sind glücklich. Später baden wir im Fluss und liegen in der Hängematte mit Blick auf die Berge.

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27.12.16 - 03.01.2017 Bacalar bis Guatemala

27.12.16 - 30.12.16 Bacalar

Die Tage an dem wunderbaren Süßwassersee Bacalar mit seinen wechselnden Farben vergehen im Flug. An einem Tag können wir sogar kiten, auch wenn wir, als der Wind wegbricht uns an einem Steg selbst retten/landen müssen, aber geht alles problemlos. So langsam sitzen auch die „dunklen“ Tricks ;-)
Zu unserer großen Freude kommen auch Corinn und Dario aus der Schweiz an diesen Platz. Zuletzt hatten wir sie bei den Mariposafaltern mitten in Mexico getroffen. So verbringen wir zusammen wunderbare Tage in den Hängematten, mit frisch geköpften Cocos und beim Küpp Spielen. Dieses Wikingerspiel hat es uns besonders angetan und wir freuen uns, dass die beiden es dabei haben. Vier Holzblöcke vor jedem Team gibt es umzuwerfen, und dann den dicken König in der Mitte. Den aber mit dem Kopf zwischen den Beinen. Dazu ein kühles Getränk… was für ein Leben. Aber auch ein paar „wichtige“ Sachen erledigen wir: Wir nähen mit den 6m Mosqitonetzstoff unser Netz größer, dass es nun bequem über das ganze Bett passt. An so einem See wichtiger als Trinkwasser :-) Dann spiele ich eine Runde „wir bauen uns einen neuen Blinker“: Die verbleibenden Splitter vom Unfall und die aufgesammelten Teile werden mit Sekundenkleber und 2-Komponentenknete zusammengefügt. Am Ende entsteht ein wieder wasserdichter Blinker, der jetzt auch ein paar rote Anteile hat. Es ist auch schön jetzt zu viert zu sein. So können wir Abends erst „Apero“ machen (schweizerisch für Snacks und Aperitif), dann essen wir zusammen was die Vorräte noch hergeben. Besonders dass Süßwasser hat es uns angetan. Es ist karibik blau, umgeben von Palmen und Stegen mit Palmendächern. Wer braucht schon diesen „Sand“. Der nervt meist nur weil er überall hingerät. Und Salzwasser kann auch stören. vergiss Karibikstrände, komm an eine Süßwasserlagune :-)

Wir beschließen zusammen nach Belize zu fahren und in Hopkins Silvester zu feiern.

30.12.16 Chetumal und ab nach Belize

Wir brechen früh auf nach einer ausgedehnten Fotosession im See. In Chetumal, der Grenzstadt nach Belize, kaufen wir noch ein. Belize ist teuer und wir hoffen die Inspektion des Autos findet unsere Schätze nicht. Sogar der Ölwechsel und der Tausch der Starterbatterie klappt noch. Die Post hat unser Paket leider nicht und kann es auch nicht lokalisieren. Noch Wasser auffüllen und ab an die Grenze. Wir haben gut zusammengearbeitet, aber mittlerweile läuft es auch einfach. Spanisch sitzt soweit und wir haben ein gutes Gefühl für das Land. Wie selbstverständlich hüpfen wir in Taxis, wenn es uns zu weit zurück zum Automechaniker ist, auch wenn wir nicht so genau wissen WO er ist. Wir werden Mexico wirklich vermissen!
Keine einzige negative Erfahrung können wir nach über 2 Monaten verbuchen. Alle Menschen waren zurückhaltend aber SEHR freundlich. Eine tolle Kombination, da man so nicht genervt wir durch ständige Ansprachen, aber immer nette Gespräche und Hilfe erhält wenn man sie braucht. Das Essen war toll und vor allem Günstig. Erst die wüstigen Landschaften in der Baja, die ja noch nicht so wirklich Mexiko ist, dann Stadtabenteuer auf dem Festland und endlose Fahrten durch das Hochland. Wir feuerten die verrückten Guadelupe Läufer tagelang an und sahen noch alte Mayarituale in Chamula. Die Halbinsel Yucatan führte uns dann endgültig in das tropische Klima. Nun kommt Belize und wir wissen noch nicht so recht was da kommt. Wir lesen von Garifuna, Karibik und Rastas… na dann…

Als wir am Nachmittag an die Grenze kommen läuft alles nach Plan, auch wenn Grenzen ja immer etwas aufregend sind. Besonders mit Auto. Also zuerst den Fahrzeugimport wieder aufheben und Geld zurück bekommen. Dann ausreisen. Auf der Belize Seite werden wir entspannt empfangen. Alle unsere Grenzbeamte haben kleine Augen, Rastalocken und sind SEHR entspannt. Der Grenzschutzbeamte am Schluss sagt uns „Tell your Friends at home: They better Belize it!“ und zwar wie alle anderen auch in bestem Rasta-Sprech. Noch nie war das Bedürfnis größer einem Beamten die „Getthofaust“ zu geben, und er hätte sie sicher erwidert! Und so geht es weiter… schwarze Rastamänner entspannt vor ihren Häusern oder auf Rädern zeigen uns „Peace“ oder klopfen sich mit der Faust auf die linke Brust wenn sie uns sehen… na das ist mal eine Überraschung. Auch das der ganze Sprachverkehr einen Rastaakzent wie auf Jamaica hat ist lustig und beruhigen. Besonders bei offiziellen Nachrichten im Radio :-)

So zuckeln wir durch Zuckerrohrplantagen und SEHR feuchtes tropisches Land, aber im Unterschied zu Mexico haben hier alle Rasen und dieser ist auch gemäht. Weitere Unterschiede: Häuser sind häufig zweistöckig und eher aus Holz. Teils sehr bunt… Wir fahren bis Orange Walk und parken an einem art Fussballfeld am Ortsrand. Was für ein aufregender Tag mit einem so entspannten Ende: Wir mögen Belize!

31.12.16 Hopkins

Heute Abend ist Silvester und wir wollen natürlich an einem schönen Ort feiern. Am frühen morgen machen wir uns auf. In Orange Walk gehen wir noch zur Bank (keine Gebühr… nice!) und fahren in Richtung Hopkins, dass an der Küste liegt. Die Strasse ist erstmal sehr gut. Frühstücken tun wir eine Hand voll Tacos von einem Vater Tochter Gespann. Das Navi möchte immer einen riesen „Umweg“ über Belopan fahren und wir fragen uns warum die kleine Küstenstrasse nicht auch gut sein soll. Der Weg ist zumindest sehr viel direkter. Ende vom Lied: Wir hoppeln und poppeln eine nur aus Schlaglöchern bestehende Matschstraße durch den Dschungel. Schwer zu fahren, aber hübsch!. Rechts und links Orangenbäume und in 2 Stunden 3 Menschen, die uns genau so fragend anschauen wie wir sie („Wo kommen sie her? Wo wollen sie hin?). Irgendwann müssen wir auch über eine Brücke die mehr aus Holzbalken besteht, als aus irgendwas anderem. Schmal ist sie auch. Wir machen mal lieber ein Foto während wir drauf stehen… vielleicht ist es das letzte :-)

Um 11 Uhr sind wir dann schon in Hopkins. Wir fahren die matschige Hauptstrasse einmal ab und gucken uns alles an. Bei einem Gemüsestand kaufen wir ein und lassen uns zum Glück noch zu dem BBQ Chicken neben an überreden. In den typischen aufgeschnittenen Gasflaschen/Kleinen Fässern bruzelt gutes Zeug. Das Hühnerbein kommt dann noch in einen Saucentopf und landet schlussendlich auf einer Ration Rice´n Beans. So lecker!!!!! Der Besuch im Supermarkt (alle in chinesischer Hand?!) führt eher zu einem Lachanfall: Sekt kostet mindestens 35 Euro/Flasche. Käse 8 Euro Pro Stück… das ist nicht nur nach Mexiko ein Schock!. Hätten wir doch ausser den 2 Flachen Tequile und des Bieres auch Sekt in Mexiko gekauft :-) Muss ohne gehen!

Unser zu Hause für die Tage ist der Strand am Driftwood Cafe. Hier können wir am Wasser Parken. Das Restaurant hat einige Hängematten aufgehängt und ist bekannt für sehr gute Pizzen. Diese wollen wir gleich testen. Dazu natürlich Rum & Juice. Ist immerhin die Karibik!. Die Pizza, die von 2 dicken schwarzen Mammas zubereitet wird, überzeugt vollends. Der Ruf stimmt. Das Wasser in der Bucht ist ruhig, aber was könnte man hier kiten wenn der Wind doch käme. Am Nachmittag ist es soweit die daheimgebliebenen in´s neue Jahr zu begleiten. Wir schaffen es ein paar Fotos und Sprachnachrichten aus den doch so unterschiedlichen Ecken der Welt zu Tauschen,

Später kommen Corinn und Dario und wir sitzen zusammen bei Pizza, Fish&Chicps, Tacos und „Panty Ripper“ (Ananas Saft + Kokosnuss Rum). Die große Party des Abends geht am anderen Ende der Bucht, aber wir feiern hier am Strand. Immer wieder besuchen uns Lokals, die jungen Kellner aus dem jetzt geschlossenen Driftwood und was der Strand sonst noch so ausspuckt. Wir hören zu wie die Kellner über ihre Chefin lästern, und helfen den Hund der Chefin (Mopsi, ein riesiger Boxer) zu suchen, der ausgebüxt ist. Steffi betreut währenddessen den 6 Monate alten „Winston“… der kleine Sohn eines Kellners… sweet!

Um 12 umarmen sich viele neue Freunde und wir beobachten das Feuerwerk, dass die Küste entlang abgefeuert wird. Besonders toll zu sehen sind die kleinen Explosionen weit draussen auf dem Meer wo die kleinen Inseln sind. Noch bis um 3 sitzen wir am Strand bei Tequila und guten Gesprächen. Ein wunderschöner Abend!

01.01.2017 Hopkins 2

Neues Jahr, neues Glück. Früh scheucht uns die Hitze aus den Autos in die Hängematten am Strand. Ein bisschen Kaffee, ein paar kalte Nudeln und schon geht´s wieder. Hier soll heute über Tag eine große Neujahrsparty steigen. Wir spazieren durch den Ort, auf der suche nach etwas BBQ Chicken, aber alle sind genau so KO wie wir :-) Dafür verteilen und empfangen wir viel „Happy New Year“ und lehnen fleissig „best Marijuana“ ab. :-)

Am nachmittag steigt die große Party. Ein DJ legt auf, ein Volleyballtournier steigt. Die lokalen Damen lassen ihre Hintern mit beeindruckender Koordination wackeln und wir müssen uns eingestehen… Als Garifuna bist du in den ersten 5 Minuten des Tages cooler als jede Weißnase in Ihrem ganzen Leben!.
Wir beobachten das Treiben, ziehen uns dann aber zwischen unsere Vans zurück und chillen weg vom Trouble im Schatten. Trotzdem sind wir nicht abgeschottet. Ständig bekommen wir besuch von denen die am Strand entlang gehen. Langsam kennen wir die meisten, so fühlt es sich an.

Nocheinmal lassen wir es am Abend krachen: 2 große Pizzen werden vom Restaurant uns direkt an den Van geliefert. Sie sind einfach so gut, auch wenn man bei den Rechnungen hier in Belize nicht so genau hinschauen darf. Aber wir sind ja nicht lange hier und man lebt nur einmal ;-))

02.01.2017 Belize Zoo und Fahrt zur Grenze

Die Nacht war heiss… so richtig heiss… so dass man alle paar Stunden aufwacht und sich den Schweiss mit vollen Händen vom Gesicht wischen kann und ein Handtuch auf die nasse Matratze legen muss… naja, auch so eine Nacht geht vorbei.

Wir packen zusammen und fahren zusammen zum Belize Zoo. Eigentlich sind Zoos ja nicht mehr so unsers, aber der ist speziell. Hier werden Tiere aufgenommen die verletzt oder Verweist sind. Des weiteren dient der Zoo dazu den Lokals die Tiere und das Ökosystem ihres Landes zu zeigen. So ist der Zoo sehr eingewachsen, nicht überfüllt und alle Schilder sind handgemalt. Hier wird weniger an jedem Käfig ein ganzer Wikipediaartikel aufgehängt so wie bei uns, sondern lieber mal ein lustiger Spruch und Witz mit Moral. Dazu die wichtigste Info zu dem Tier. So macht es Spaß. Und die Tiere sind toll: Howlermonkeys, Jaguar, irre Adler, und am Besten: TAPIRE!!! Diese Nasen… zum knuddeln. Am Ende kann man eine Würgeschlange halten und auch dieses „Event“ ist nicht wie sonst mit Foto und Geldabnahme verbunden, sondern ein Parkmitarbeiter versucht den Leuten einiges Über die Schlangen zu erklären und ihnen die Angst zu nehmen. Dann kann man sie halten… ganz ohne Foto und Bluescreen. Selbst Dario überwindet seine Schlangenphobie aus Kindertagen… die Schlange scheint extra still zu halten bei denen mit der meisten Angst. Eine schöne Erfahrung.

Im Anschluss müssen wir uns für ein Paar Tage von unseren Schweizer Amigos verabschieden. Sie fahren noch auf ein Atoll für ein paar Tage, wir wollen weiter nach Guatemala. Wir tauschen noch Hörspiele und Reggaemusik, dann fahren wir bis zur Grenze nach San Ignacio. Hier stehen wir am Fluss, bauen unsere Hängematte auf und entspannen. Später bekommen wir noch Besuch von einem interessanten Typen. Er erzählt uns, dass dieser Ort nicht gut sei zum Parken,w eil er Nachts überschwemmen würde und wir sollten doch bei seinem Bruder Parken. man muss sagen, dass das mit einem Blick zu widerlegen ist. Naja, was möchte er dann?! Er erzählt, dass er eigentlich bei einer Gang in Honduras ist, aber er wollte nicht mehr. Das haben die ja nicht so gerne und so ist er nach Belize zu seiner Mama geflüchtet. Die Gangarbeit scheint ihn mitgenommen zu haben. Er zeigt seine Schuss und Stichwunden ist aber nett und freundlich. Er möchte nur Geld mit einem Campingplatz verdienen den er uns anbietet und gleichzeitig den aktuellen Stellplatz etwas schlecht macht. Wir lassen uns nicht beeindrucken und er verlässt uns später nicht schlecht gelaunt.

Unterbrochen hatte er mich dabei den Spannungswandler zu reparieren: Da flog immer die Sicherung raus und was tun: Einfach mal aufschrauben, die Sicherung überbrücken und gucken wo es qualmt. Da war eine halteschsraube wohl zu nah an einem Kontakt. Halteschraube raus und schon gehts wieder. Problemlösung wie im Krankenhaus: Learning by doing :-))

In der Nacht weckt uns um 3 nochmal vorsorglich die Polizei und guckt ob alles in Ordnung ist. Hier sind sie langsam wirklich keine „Camper“ mehr gewohnt. Alles ist in Ordnung… ausser, dass wir jetzt wach sind natürlich…

03.01.2017 Grenzüberfahrt nach Guatemala

Früh sind wir an der Grenze. Letztendlich geht alles problemlos. Wuselig wie immer, aber immer das gleiche: Auto abmelden, ausreisen, auto wieder anmelden, einreisen. Die Quetzales (Währung in Guatemala) verwirren uns noch etwas, aber als wir dann feststellen, dass der Benzinpreis zum Glück in Gallonen angegeben wird atmen wir auf :-)

Wir fahren durch das hügelige satt-grüne Land, frühstücken Tamales bei einem kleinen Stand und zuckeln bis nach Flores. Es stimmt, dass die Guatemaler sehr schön klares Spanisch sprechen. Freundlich sind auch alle. Schlaglöcher so tief wie der ganze Reifen machen auch den Kaffee überflüssig. Da ist man auch so wach. Kinder am Strassenrand sitzen auf Planen und spielen mit dem zum trocknen ausgelegtem Kaffee… so hatten wir es uns ungefähr vorgestellt.

In Flores suchen wir schnelles Wifi für den Brautkleidkauf von Katrin am nächsten Tag, besorgen eine neue Simkarte und liegen dann bei „Cool Beans“ in der Hängematte und trinken Kaffee mit Blick auf den See. Die kleine Insel Flores ist voller bunter Häuser, enger Strassen und süsser Cafes. In 15 min ist man einmal drum herum gelaufen. Hier halten wir es aus.

Eingestellt von Kojensen 12:45 Kommentare (2)

Bilder Belize

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