Reise blog von Travellerspoint

25.04.17 Bilder Amazon 3

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25.04.17 Bilder Amazon 2

... alle Tiere auf/an uns sind wild und keine Haustiere!

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25.04.17 Bilder Amazon 1

Let's just say we had a good time :-) Wir werden die unvergesslichen Erlebnisse bei gelegenheit dann ausführlich aufschreiben.

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19.04.17: Bilder Bogota 2

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19.04.17: Bilder Bogota 1

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11.04.17 - 16.04.17 Salzkathedrale und Bogota

11.04.17 Fahrt zur Salzkathedrale vor Bogota

Wieder brechen wir früh auf. Der Rückweg durch Pereira wird deutlich einfacher als am Vortag. Bogota ist auch besser ausgeschildert. Wir fahren wieder nach Südosten. Erneut durch Armenia und entlang der 40 durch Ibague Richtung Bogota. Nach Erneuten Bergetappen wird die Strecke sanfter. Dann biegen wir hart nach Norden ab um die 21 zu erreichen. So können wir vor Bogota beidrehen und kommen im Norden von Bogota wieder heraus. Hier ist auch die Salzkathedrale. Auf dem Weg gibt es einen tragischen Motorradunfall. Schon wieder „Un Muerte“. Die Strasse wird für eine weile gesperrt, aber der Tote nicht abgedeckt :-( . Halt machen wir in Chia. Bis zur Kathedrale in Zapaquira ist es nicht mehr und hier wird uns ein Hotel mit Parkmöglichkeit versprochen. Es ist auch gleich dunkel, so dass wir nicht weiter wollen. Man merkt deutlich die nähe zu Bogota (1h bis zum Zentrum). Hippe Restaurants, teurere Autos und geschäftiges Treiben. Unser Hotel steht leider zum Verkauf, aber wir finden ein weiteres: Hotel Solo Suite. Ein bisschen zu viele Herzchen in der Deko, aber zumindest kein reines Liebeshotel. Die trutschige Empfangsdame möchte lieber weiter Telenovelas schauen und so ist alles schnell erledigt. Wir parken an der Strasse gegenüber des Eingangs, da wir von der Höhe nicht auf den Parkplatz passen. Kein problem, die Strasse ist ruhig. Nach 10h Fahrt haben wir uns es uns verdient uns die Beine zu vertreten. Auch dass erstmal die langen Fahrtage und die Andenpassagen hinter uns liegen, lässt besonders den Fahrer aufleben. Wir streunen durch Chia und landen am Ende bei „Morantinos Pizza“. Was für ein Glücksgriff. Der Venezolaner mit italinischem Papa hat sich hier einen kleinen Traum verwirklicht. Der große Pizzaofen dominiert den ca 10qm großen Raum. Ganz alleine werkelt der große Pizzabäcker an seinen Kunstwerken, aber er ist gut organisiert. Wir bestellen große Pizzen quer durch die Karte. Als weitere Bestellungen reinkommen hilft der Pizzabote beim Käseraspeln und der Sushikoch von nebenan kommt zum Smoothies machen. Eine große glückliche Familie anscheinend. Als wir unsere Wagenradgroßen Pizzen bekommen kann das Schlemmen beginnen. So exzellente Pizzen hatten wir schon lange nicht mehr. Wir feiern die Erlebnisse und Strapazen der vergangenen Tage. Ausklang in einer klitzekleinen Bar mit lauter Musik vom Youtube-DJ die gleichzeitig unsere Barfrau ist. Aguadiente, unseren Verdauungsschnaps gibt es nur als ganze Flasche, aber die Barfrau ist findig. Sie geht schnell hinaus und kommt mit etwas wieder, dass wir anderenorts schon zu Gesicht bekamen: Aguadiente im Tetrapak. Wie die „Cristal“ Wasserkontainer gibt es auch den Schnaps in silbernen Paketen. Wir bekommen die kleine Packung und vier Gläser.

12.04.17 Salzkathedrale und Fahrt nach Bogota

Frühstück gibt es heute an der Strassenecke. Eine der unzähligen Panaderias (Bäckereien) verkauft hier frische Backwaren und frisch ausgebackene Spezialitäten. Dazu Kaffee und Peoplewatching. Danach schnell zur Kathedrale. Wir sind früh da und unsere Gruppe in englischer Sprache ist klein. Später wird es sehr voll. So laufen wir bis zu 120m unter Tage und sehen die unglaublich kunstvoll aus dem Berg geschlagenen kleinen Kapellen, Altäre, Kreuze und zum Schluss die riesige Kathedrale. Unser Führer ist exzellent und wir haben viel Spaß. In einem gut gemachten Film führt ein großes Steinmonster durch die Geschichte des Salzabbaus hier in diesem Berg. Wie immer erst die eingeborenen, dann versklavt unter spanischer Hand, dann professionalisiert. Bis heute wird in dem Berg Salz abgebaut. Dezent sind in die kilometer langen Gäng kleine Verkaufsstände eingebaut, so dass selbst der „Museumsladen“ Bestnoten bekommt. Ein rundum tolles Erlebnis.

Noch einen Bissen Pizza vom Vortag und wir wagen uns nach Bogota. Ein extremer Regen beginnt als wir auf der Stadtautobahn fahren. Der Verkehr kommt fast zum erliegen. Auch wir halten 30 Minuten auf einem Parkplatz weil wir gar nichts mehr sehen können. Das Wasser von der Bussspur spritzt so stark, dass selbst durch den 3mm großen Fensterspalt bei uns fast das Auto überflutet wird. Mit viel Galgenhumor kommen wir am Ende im Stadtteil La Candelaria am Chocolate Hostel an. Daneben gleich ein bewachter Parkplatz. Der Stadtteil ist lebendig und an der Grenze zu den raueren Arbeitervierteln im Süden. Wir durchziehen das Viertel aus vielen kleinen hippen Restaurants, einfachen Arepa/Burger Buden und teils sehr abenteuerlichen Typen. Essen gehen wir im „Crazy Mongol“. In eher garagenartiger Atmosphäre zaubert hier ein Ire mongolische Küche. Man läd sich seine Schale voller Gemüse der Wahl und er brät es mit Fleisch/Calamari und Nudel/Reis auf einer riesigen Platte. ENDLICH Gemüse!! Unsere Körper lechzen nach knackigem und frischen… so lecker Arepas/Empanadas und Bunelos auch sind. Dick eingepackt (es ist kalt) schlendern wir durch die Stadt. Vorbei am Plaza de Periodistas zum Plaza Bolivar mit der großen Kirche und den alten Regierungsgebäuden. Unterwegs entdecken wir noch die kolumbianische Antwort auf Glühwein: Canelazo. Zimtiger Früchtetee mit Schuss lässt eine alte Omi aus einer Art Metallfass das sie vor sich herschiebt. Bei den Temperaturen auch sehr angebracht. Noch einen Abstecher in das großartige Botero Museum. Nach den vielen schönen dicken menschen auf Senor Boteros Leinwänden verziehen wir uns ins Hostel. Ein paar Runden Karten und wir fallen ins Bett. Der Parkplatz macht auch um 10 zu, so dass wir rechtzeitig zu Grenny müssen.

13.04.17 Bogota - Goldmuseum, Montserat

Ein unvergesslicher Besuch im Goldmuseum. Toll auch, dass die Eintritte hier so niedrig sind (1,50€!). Wir sind fasziniert von der filigranen Verarbeitung der Indios. Das Museum hat es auch geschafft mit nur wenigen Sätzen an jedem Schaukasten das wichtigste in interessanter Form rüber zu bringen. Besonders in Erinnerung bleibt der Schamanenkult: Die Schamanen meditierten und berauschten sich so lange bis sie als Vogel auf weite Reisen gingen, oder zu Raubkatzen wurden. Besonders letzteres war für das Dorf immer eine eher unruhige Zeit, denn als Raubkatzen fielen sie gerne mal Dorfbewohner an :-) Auch das opfern von Papageien, denen das Sprechen bei gebracht wurde anstatt von Menschen war schlau. Sie glaubten, dass mit der Sprache die Tiere zu Menschen wurden. Zuletzt lernen wir in einem seperaten Teil der Austellung über das nähen von Molas. Molas sind extrem aufwändige Kunstwerke aus Steff die als Blusen getragen werden. Durch übereinanderlegen von verschiedenen Farben und das selektive eröffnen der oberen Schicht schaffen die Indiofrauen die tollsten Bildnisse. Sie haben tiefspirituellen und religiösen Charakter.

Nach so viel Kunst marschieren wir zum Fuß des Berges Montserat. Die Spitze liegt auf 3200m. Wir nehmen mal lieber die Zahnradbahn. So wie wir tut es heute gefühlt die ganze Stadt. Immerhin ist Gründonnerstag. Die ganze Hauptstrasse ist gesperrt. Händler versorgen die Bedürfnisse der abertausenden Menschen die den Berg hinunter strömen. Oben angekommen haben wir einen tollen Blick über die Stadt. Wir werfen Geld in den Wunschbrunnen, was hier noch eine zusätzliche Schwierigkeitsstufe hat: Man muss erst durch einen Ring oberhalb des Brunnens und dann hinein. Eine große Menschentraube versucht ihr Glück und die schlauesten Kinder stehen bergabwärts und sammeln die Münzen auf die ihr Glück verfehlt haben. In der Kirche ist den Ganzen Tag Gottesdienst und die Musik und Predigten die über die Hügelspitze tönen tauchen den ganzen Ort in eine tief spirituelle Wolke. Ein ganz besonderer Dienst wird hier noch angeboten: Fotos mit Sofortentwicklung. Unser Fotograf macht dies schon seit 1970. Früher mit Polaroid, heute entwickelt seine Frau die Bilder an einem Drucker in einer Ecke des Kirchplatzes (betrieben mit Batterie). Seine Polaroidjacke ist aus vergangener Zeit, er sieht sehr schlecht, was die Bilder etwas schief macht, aber genau das macht ja das Gesamterlebnis aus. Für 5 Euro bekommen wir 2 Abzüge. Auch nicht schlecht! Eins für Grenny, eins für Kati und Josi. Nun geht es über die vielen tausend Stufen hinab. Vorbei an Ständen mit Oblaten mit Marmelade, Käsescheiben, Arepas, Getränken. Die Kalorienbilanz ist gesichert. Unten angekommen beobachten wir noch 2 interessante Händler: Der eine hat mitten auf der Hauptstrasse eine Art Computer aufgebaut (mit Generator). Davor steht ein Junge mit VirtualReality Brille und erlebt gerade eine Simulation. Der Andere Stand wird von Jesus persönlich betrieben: Da steht er mit bart und „Toga“ und rührt eine sehr ´cremige Masse. Probieren ist angesagt. VIEL zu süß, also verschenken wir unsere Portion an eine Gruppe Kinder. Zurück am Hostel: große Überraschung: Der Parkplatz hat seine Tore geschlossen. Wir treffen auf eine abgerockte Dame die irgendwie zu diesem Parkplatzunternehmen gehört. Fast hämisch erklärt sie uns mit ihren halb-zahnlosen Freundinnen, dass der Parkplatz um 7 zu macht. Auch schlafen ginge da ja gar nicht (anders als besprochen). Sie hätten angst vor der Polizei. Ende vom Lied, wir müssen und ein Zimmer nehmen. So schlafen auch wir heute im Chocolate Hostel.

Abendessen mitten im Nachtleben an einer Burgerbude

14.04.17 Bogota - Karfreitagsprozession

Um 9 stehen wir Parat auf der Prozessionsroute. Blankpolierte Soldaten in Paradeuniform halten Schilder mit den Stationen des Kreuzweges. Die Prozession kommt und hält an jeder Station. Ein großer Spielmannszug, Militär, und vorne weg natürlich irgendein Erzbischof. In strömendem Regen marschieren die Menschen mit der Prozession und machen gläubige Gesichter. Wie uns schon zuvor aufgefallen war ist das mit dem Glauben hier eine ganz andere Sache. Die Menschen arbeiten stumpf, und möglichst langwierig, aber ohne einen tieferen Gedanken ihren Glauben ab. Die Kirche ist Prunkvoll, in den Strassen liegen die armen, aber Hauptsache man hat heute schon 2 Stunden in der Kirche gesessen. Möglichst nach bei der Marienstatue zu der man immer wieder demütig-leidend aufschaut, als würde man mit dem Gesichtsausdruck des leidenden Jesen konkurieren wollen. Auch egal, dass alle mit ihrem Handy spielen oder nicht aufpassen. Hauptsache Zeit abgesessen, im Regen gestanden, gebetet. So kommt es auch, dass Steffi aus dem blauen heraus von einem proletigen Zuschauer mit billiger Begleitung schräg angemacht wird, wir sollten hier mal mehr Respekt haben. Wir entkommen dem Regen und finden Zuflucht bei einem netten Italiener. Hier bekommen wir ein bisschen Kuchen und einen guten Kaffee im Kännchen. Wie die alten Omis… erst in die Kirche, dann Kaffee und Kuchen.Noch ein kurzer Besuch im Nationalmuseum. Leider hat der indigene Teil zu. Wir machen uns auf zurück zum Hostel. Wir packen Kati und Christophs Rucksäcke noch voll mit den Sachen die wir nach Hause schicken wollen, machen die Fotobackups fertig und dann ist es auch schon Zeit. Die beiden fahren zum Flughafen und wir müssen noch umparken. Zu Fuß hatten wir schon einen Parkplatz ausgemacht, jetzt nur noch dahin finden. Und so stehen wir an einem ummauerten Parkplatz an der Ecke der 18. und 4. Strasse. Empfang Freundlich, Platz vor dem Auto, Ruhe, 24h offen. So kann es bleiben. Wir haben Grenny vermisst und chillen erstmal in ihm ab. Lesen und ruhe, dass brauchen wir etwas nach den letzten Tagen.

15.04.17 Bogota - Ein langer Morgen

Bogota erwacht und wir mit ihr. Aber heute wird nicht aus dem Bett geschreckt, zur Arbeit gerannt, gehupt und gestresst. Nein, Bogota und wir machen es heute ganz langsam. Ein strecken, ein hupen, ein gähnen, eine Sirene. Es ist Samstag am Osterwochenende und die Semana Santa hat Bogota fest im griff. Gut für uns, denn wenn das große „Raubtier“ abgelenkt ist bleibt uns Zeit zum Entspannen. Die 3 Wochen mit Kati und Christoph waren großartig, aber unser sonstiger Reisemodus ist langsamer, behäbiger, beobachtender. In den letzten 3 Wochen mussten wir „abliefern“. Einfach mal 2 tage länger irgendwo zu bleiben oder eine Hauptsehenswürdigkeit auszulassen passt einfach nicht in das Konzept eines 3-Wochen Urlaubs. Dennoch glaube ich, dass wir viele Teile des „Vanlifes“ und unserer Reiseart vermitteln konnten. Auch wenn man schwitzt, der Auspuff schwarze Wolken ausstößt, die Augen von den Abgasen in den Bergpässen brennen. Denn nur so sieht man wie 2 Mädchen in braver Schuluniform mit einem großer Schraubenschlüssel einen Reifen an einem Bemo (das sie wohl zur Schule bringen soll) wechseln. Nur so sieht man die alten Gauchos mit aufgeknöpftem Hemd und Cowboyhut lässig an einem Tresen stehen und Kaffee schlürfen. Nur durch diese Reiseart entkommt man den großen Horden an den kleinen touristischen Zentren und kann das Land wahrlich erleben. Unser Parkplatz im Zentrum von Bogota gefällt uns. Eingefriedet von roten und grauen Wolkenkratzern, Graffitti, raue Typen, echte Stadt. UND: Teerboden! Auf dem anderen Parkplatz hatten wir ständig matschige Füße. Die Parklücke ganz am Ende des Parkplatzes war zwar hart erkämpft (Rangierarbeiten millimetergenau… das bedeutet bei Grenny, dass der Fahrer danach eine Dusche braucht!), aber wir haben unsere Ruhe und fühlen und sicher und willkommen. Die ursprüngliche Beschreibung als „dirty“ und „rough part of town“ können wir nicht nachvollziehen. Es ist halt bogota. Menschen, die es schlecht getroffen hat, mit nur einem Schuh, oder keinem, ohne Hemd, bekleidet mit Müllsäcken, auf dem blanken Boden in den Strassen liegend. Das gibt es hir. Das gibt es aber auch in Berlin, New York und anderswo.

Nachdem wir uns ausführlich gestreckt haben ziehen wir los um ein Cafe zu suchen um zu schreiben und zu lesen. Noch hat fast alles zu. Ein kleines „whole in the wall“ wird unsere erste Station. Gleich an der großen Hauptstrasse beissen wir in ein Sandwich und trinken einen Kaffee. Die nette Inhaberin rollt perfekt runde „Bunelos“ (Teig mit etwas Käse in Fett ausgebacken) und legt sie in die Auslage. Das Cafe in das wir eigentlich wollen hat wohl heute ganz zu, zu „Oma“ (Cafekette) wollen wir nicht, also ziehen wir durch den Regen an den Plaza de Periodistas und setzen uns da in die andere große Cafekette (Juan Valdez). Im Gegensatz zu Starbucks machen die hier aber super Kaffee! Mit blick auf die >3000m hohen Gipfel (im Nebel gelegen) zur linken und die belebte Strasse vor dem Fenster schreiben uns lesen wir wie geplant. Breathe deep!
Mittags gibt es griechisch bei OPA!(sin ropa :-) ). Unsere letzte chance auf ferne Geschmacksnoten. Dann ein wohlverdienter Heinz Ehrhart Filmeabend mit einem kleinen Stück Pizza.

16.04.17 Bogota - Ostersonntag

Frohe Ostern! Frühstück in gediegener Atmosphäre im Hotel Augusto. So hatten wir es uns gewünscht, aber nicht gedacht, dass wir es finden. So richtig schön kontinental, wie zu Hause, nur mit VIEL besserem Kakao und Kaffee :-) Um 11 stehen wir am Plaza Bolivar und schauen den Anfang der Prozession an. Wieder werden große Jesus und Marienstatuen durch die Gegend getragen. Heute eher weniger Menschen. Wohl verkatert vom Vortag? Dann schaffen wir noch etwas was uns lange auf der Seele lag: Unsere Falträder zu verkaufen. Wir wollen uns leicht machen für die Berge und brauchen sie wirklich kaum noch. Wenn dann können wir welche leihen. Ein kleiner Anhänger steht in der Strasse und hier werden Fahrräder repariert. Die Jungs wollen sich unsere klapperigen Esel mal angucken. Wir polieren und schmieren auf dem Parkplatz was wir können, aber die Räder sind auf dem Dach schon SEHR rostig geworden. Am Ende einigen wir uns auf einen ziemlich niedrigen Preis, aber Papiere für die Räder haben wir auch nicht (wohl wichtig in Bogota). Aber Hauptsache wir sind sie los! Danach folgt noch ein tolles Erlebnis: FLOHMARKT! Stundenlang schlendern wir um die Stände. Alle verkaufen alles: Wasserski, Asbestkleidung, 100 Jahre alte Motorräder, gebrauchte Schuhe, Handys, Messer (die brauchen und kaufen wir) etc etc. Dann ins „MAMBO“ (Modern Art). Heute gratis. Gut gemacht! Dann ist es wieder Zeit für ferne Geschmacksnoten: Bei „El Kalifa“ gibt es tolles arabisches Essen. Dann Schokoosterei und heißer Tee in Grenny. Wir sind beide etwas krank.

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28.03 - 10.04.17 Vom Strand ins Kaffeedreieck

Frohe Ostern aus Bogota Euch allen. Jetzt habt ihr erstmal was zu lesen :-)

28.03.17 Über den Matschvulkan Totumo nach Sta. Veronika

Heute brechen wir unsere Zelte in Cartagena ab. Erstmal fahren wir wieder in den Stadtteil Manga zu dem größten Markt der Stadt. Keine Touristenattraktion, da es sich um einen riesigen „richtigen“ Markt handelt. Keine Souveniers, keine Führungen, nur rohes Markttreiben. An der Strasse reihen sich schon die Stände mit frischem Fisch aneinander. Wir finden überraschend einen Parkplatz in der Nähe und stürzen uns ins Getümmel. Die Lokals schauen so ungläubig wie wir. Wie schon in Bangkok gibt es auch hier ein Abtransportsystem für die Großhändler. Hier funktioniert es mit numerierten Wägen. Es ist laut und dreckig und bunt und wild. Hier liegen riesige Yukka, da Berge von Kartoffeln, Ziebeln, Obst. Die Massen sind unglaublich. Wir besorgen ein paar Frühstückssnacks, der Verkäufer erklärt was wir in den händen halten und tipt immer wieder mit seinen Fingern auf unser Essen. Die umstehenden grinsen, als wir es aus seiner Reichweite ziehen. Wie wir schon gelernt haben ist de rbeste Weg auf solchen Märken „unterzugehen“ möglicht bald etwas zu kaufen und mit Tüten beladen (so wie jeder andere auch) durch die Gänge zu gehen. Wir kaufen gut ein und sind am Ende in Besitz von großen Yukkawurzeln, Wassermelone, ganz viel Gemüse und zwei großen Fischen (Red Snapper). Im Fischbezirk riecht es auch nochmal besonders gut, aber der Fisch ist so frisch wie nirgens… trotzdem ein beherzter Griff hinter die Kiemen: Norddeutsche Wurzeln verpflichten, und der Händler kommentiert sofort: „Alles frisch, gerade gefangen“. So voll beladen fahren wir (endlich) aus der Stadt. Nicht ganz, denn wir müssen noch zum Supermarkt und einkaufen. Das was fehlt zu mindet. Wir haben viel Spaß und zuckeln dann doch irgendwann Richtung Santa Veronica. Auf dem Weg gleich zwei Polizeikontrollen. Der Zweite ist wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden. Durchsucht ganz genau. Als er den Alkohol sieht macht er noch mehr Probleme. Irgendwann dürfen wir dann doch weiter fahren. Zuerst geht es natürlich zum Matschvulkan Totumo. Als wir kommen sind keine Touribusse da. Normalerweise muss man mit einer Tour kommen. Grenny bietet hier Vorteile. Wir erklimmen ca 10 Stufen auf einen spitzen Hügel und oben ist das Matschbeken. 300m soll es hier hinab gehen, aber keine sorge man gehe nicht unter. Wir werden einzeln in den Schlamm gebeten und von Männern gehalten. Das ist auch nicht unnötig, den man kann sich kaum bewegen in dem feinen grauen Matsch. Wir werden alle massiert und dann in einer Ecke des Beckens geparkt. Als wir genug haben tapsen wir grau und Matschig die Treppe hinunter. An dem nahen Binnenmeer/See werden wir von alten Omis an fester Hand ins Wasser geführt und gewaschen. Da fühlt man sich nochmal wie mit 3. Grob, aber Gründlich :-) Weiter geht die Fahrt. Am Strand angekommen parken wir vor einer kleinen von Bäumen überwucherten Lichtung. Hier können Kati und Christoph ihr Zelt aufschlagen. Hängematten werden in die Bäume gehängt. Das Camp sieht gut aus. Am Abend gibt es natürlich den frischen Fisch am/über dem Lagerfeuer.

29.03.17 - 31.03.17 Santa Veronika

Unser Hippiecamp ist großartig. Tagsüber machen wir Kiteschule mit Kati und Christoph und kiten natürlich auch selber. Abends Lagerfeuer, Gitarre und leckeres Esser. Der Markteinkauf bringt noch einen Yukkaeintopf und viele frische Früchte zum Frühstück. Ich schlafe in der Hängematte, was wieder sehr gut tut. Irgendwann möchte dann die Polizei doch mal wissen was wir hier eigentlich machen. Sie sind einverstanden, dass wir noch 1-2 Tage bleiben und dann fahren.

31.03.17 Minca

Nach einem letzten Frühstück mit frischen Melonen am Strand packenw ir zusammen. Das braucht ja immer seine Zeit. An der Tankstelle dann nochw ieder Luft in die Reifen und los geht die wilde Fahrt nach Minca. Ein Bergdorf unweit von Santa Marta. Nach den geteerten Serpentinen folgt noch eine kurze Strecke durch den Dschungel auf einer ungeteerten Strasse und dann stehen wir vor unserer Bleibe, dem Hostal Colonial. Einsam liegt es an der Strasse. Das Haus ist ausgesetzt über dem Tal und wir blicken in das weite grüne nichts. In der Ferne sieht man Santa Marta und das Meer. Umliegend blitz das ein odere andere Häuserdach durch das Blätterdach. Ruhe… naja, nicht ganz, es zirpt und schreit und summt… der Dschungel lebt! Die Luft ist angenehmt kühl, was fast das schönste ist. Wir Campieren vor dem haus mit Blick ins Tal. Kati und Josi bekommen ein süßes kleines Doppelzimmer. Kleine und große Hunde und Kinder stromern umher. Wir spazieren die Strasse hinab zu einem kleinen „Cafe“. Die kleine Platrform an der Strasse mit Blick in die grüne Hölle fällt dadurch auf, dass es selbstgebackenes Brot gibt, Smoothies und Sandwiches. Wir genießen. Der Besitzer kommt vorbei: Natürlich deutsch! Ausgewandert und betreibt nun mehr aus liebe (und Visumsgründen) als aus Not das Cafe. Wir blicken hinunter auf sein Haus, Pfauen stapfen zwischen den Bananenpflanzen umher und streiten sich mit den Katzen. Am Abend kochen wir Nudeln mit Yukka-Tomatensauce und Essen mit Traumblick von der Terrasse.

01.04.17 Minca, Wanderung, BBQ

Wir erwachen früh von dem gebrüll der Affen und dem sonstigen GEschrei. Wir sitzen mit einer Tasse Kaffee vor Grenny und beobachten wie ein Kolibri direkt vor unseren Füßen eine Blüte aussaugt. Auch den Montezumastirnvogel mit seinem lustigen GEsang, den tollen Nestern und seinen Saltos die er vo Ast schlägt sehen wir wieder. Die drei Wandern zum hauseigenen Wasserfall während ich in der Hängematte mit Blick in die Ferne schreibe. Dann wandern wir zusammen ein paar Kilometer den BErg hinauf. Auf dem Rückweg Baden wir in dem „berühmten“ Pozo Azul Wasserfall. Da wir etwas später dran sind haben wir die oberen Becken für uns. Wir schwimmen umgeben von Dschungel, Lianen und Wildnis. Am unteren Wasserfall machen die jugendlichen die Sprünge aus großer Höhe vor. Wir springen von der etwas niedrigeren Klippe in den tiefen Gumpen. Zurück gönnen wir uns ein Motorrad. Die Dorfjugend bessert ihr Taschengeld nämlich damit auf Leute vom Wasserfall wieder zurück zu bringen Der weg ist nämich steil und weit. Dann haben wir uns ein Essen verdient. Beim Asadero Camerita sind wir richtig. In einem riesigen gemauerten Ofen wir über echtem Holz großes Fleisch gegrillt. Es gibt jede Tierart, Wurst und allerlei dazu. Nachdem wir mit fantastischen Fleischbergen versorgt sind legt sich der geräucherte Grillopi mit Cowboyhut in die Hängematte und raucht einen Joint. Er hustet und lacht so herrlich als er für Katis Foto posiert. Leckeres Craftbier aus dem Ort gibt es auch. Zurück am Hostel ist demenstprechend Downtime angesagt. Am Abend gehen wir noch auf ein Würstchen zurück zum Asadero. Es ist leer und wir gucken mit dem Helferlein und dem Grillopi Nachrichten und dann Fußball. Ein paar runden „Wer bin ich?“ werden auch noch gespielt, dann ist auch dieser schöne Tag vorbei.

02.04.17 Fahrt nach Taganga

Weit haben wir es heute nicht, also auch nicht eilig. Die Mädels gönnen sich eine Massage. Dann noch kurz in den Pool (mit Bergwasser) und ab nach Taganga. Die Hitze hat uns wieder als wir die Stunde in das nahe gelegene Fischerdorf fahren. Es liegt eingefriedet in eine Bucht und sieht sehr putzig aus. Gleich am Anfang biegen wir in eine kleine Strasse und schon sind wir beim „Paradise & Dive Hostel“. Wir parken neben dem alten Jeep und dem großen Boot vor dem Haus ein (knappe Sache) und werden herzlich empfangen. Chef Chopper mit Frau und Baby betreiben den Laden. Die Zimer sind süß und wir dürfend ie Küche mitbenutzen… was wir auch sogleich tun. Großer Salat, Guacamole. Wassermelonensmoothies (Es gibt einen Mixer!!). Unsere Melone ist groß also versogen wir auch gleich die Familie Mit „Agua Sandia“: Der Tausch klappt gut, wir bekommen frische Thunfisch“nuggets“. Dann erkunden wir den Ort. Nur ein paar Meter haben wir bis zur belebten Promenade. Es ist Sonntag und viel Los. Viele Essensstände, die Restaurants sind voll. Die Bucht steht voller Bunter Fischerboote. Es wir viel Fisch am Strand verkauft. Wir schlendern, und gucken bis wir am Ende auf die Landzunde vorlaufen die die Bucht begrenzt, Von hier oben haben wir auch einen guten Blick auf die Verfolgungsjagt der Polizei mit einer Hand voll Jugedlichen Wie bei Asterix und Obelix. Das ganze Dorf in Aufruhr, Schöner Ort für den Sonnenuntergang. Dann besorgen wir Pizza, Burger, Arrepas (Kartoffelkäsefladen auf dem Bananenblatt gegrillt, mit Füllungen aller Art) und machen es uns im Innenhof der Tauchschule gemütlich. Zeit das Kartenspiel „Camps/Gemsch“ mal wieder aufzuwärmen. Viel Spaß bis spät. Heiße schwitzige Nacht.

03.04.17 Taganga - Tauchen

Irgendwann ist auch die heißeste Nacht vorüber. Ganz enstpannt richten wir mit Chopper unsere Tauchsachen her und fahren raus. Weit ist es nicht bis zu den Vorgelagerten Inseln. Zwei schöne Tauchgänge (Seepferdchen, Oktopus, Trommelfisch, etc) Folgen. Wir sehen vieles was wir noch nicht gesehen haben. Mittagessen an einem kleinen einsamen Strand. Heute ist Taganga eher ausgestorben. Wir essen mäßig gut in einem Restaurant am Strand. Abends wieder Arepas, Cokctails und spielen. Dann früh ins Bett.

04.04.17 Tayrona National Park

Früh brechen wir auf, denn bei dem Park soll es große Schlangen geben. Chopper hat uns noch Kaffee gekocht, er ist um 6:30 Uhr auch schon wach. Weit ist es nicht bis zu dem Park, ca 1,5h fahren wir und sind kurz vor 8 dort. Wir sind die ersten und werden von einem jungen „Wärter“ (Maurice) empfangen. Er spricht ziemlich gut deutsch (selbst beigebracht) und hätte gerne eine deutsche Freundin. Als er uns das Bild seiner aktuellen Freundin zeigt zeigen Christoph und ich eher Unverständnis. Der Handybildschirm projiziert eine kolumbianische Schönheit wie aus dem Katalog. The Grass is always greener… Unser Gespräch wird nur kurz unterbrochen, als Maurice einen Anruf bekommt. „Un hombre muerto a la playa“. Wohl ein Fischer. Sie bekommen bei der Hitze auf dem Meer einen Herzinfarkt sagt man uns. Vielleicht auch eine Leiche eines Cartells sagen wir uns :-)
Unsere frühe Ankunft führt leider auch dazu dass wir bei den Gebühren für Grenny draufzahlen. Sie sind einfach nicht zu überzeugen, dass es sich nicht um ein Collectivo handelt, sondern ein ganz normales Auto ist. Was sollen wir machen. Auf unserem Parkplatz mitten im Park angekommen steht dort noch ein riesiger Bus. Der „Dragoman“ transportiert bis zu 20 Personen von Ushuaia bis nach Cartagena. Adventure-Reisebus quasi. Wir unterhalten uns kurz mit dem jungen englischen Fahrer. Nun aber Wandersachen an und los. Es ist schwül und heiß. Einen kleinen Pfad entlang gelangen wir über einen Krokodiltümpel (noch ohne Krokos) an einen wilden einsamen Strand. Die Wellen brechen sich über die Felsen… noch niemand da ausser uns. Dann machen wir uns auf den Weg zum Arecife und der Bucht „La Piscina“. Wir marschieren 3 Stunden durch den Dschungel und die Klippen der Küste entlang. Sehr heiß. Sehr anstrengend. Dafür viele schöne Vögel und Pflanzen. Besonders hervor stechen wieder die Ameisenstrassen: Eine lebt neben einem Busch mit kleinen lila Blüten und so zieht sich unter der Holztreppe eine ca 20cm Breite Ameisenstrasse entlang die ausschließlich lila Blüten trägt. :-) Auch der „Dungbeetle“ soll nicht unerwähnt bleiben. 3 von seiner Sorte rollen große Klumpen Pferdedung zu Bällen (wahrscheinlich um wieder irgendeinem Weibchen zu gefallen?!). Wir kichern und sind kurz von der Last des Weges befreit. Last but not least: ESEL. Katis lieblingstiere stehen hier und dort im Schatten und warten auf das nächste Lastenpaket. EIn besonders liebes Exemplar steht mit uns Model. Auch Katis Sonnenhut lässt er sich bereitwillig zwischen die Ohren setzen. Einer der Indios steht im Wald mit ein paar Kokosnüssen und einer Machete: Pause!. Ab und zu zeigen Holzbretter mit Pfeilen eine Imbissmöglichkeit an. Nur mit Lastenpferden werden Getränke und Nahrungsmittel an diese entlegenen Orte gebracht. Die kleinen Hütten sind mit Planen abgedeckt. An der „la Piscina“ Bucht angekommen legen wir uns in den Sand und genießen. Das Schnorcheln ist enttäuschend im Vergleich zu dem was angekündigt war. Macht aber gar nichts! nachdem die Sachen in der Sonne getrocknet sind mahnt die Uhr zum Aufbruch. Der harte Rückweg steht uns bevor. Unterwegs Pause bei einer kleinen Indio Familie die Orangen presst. Bei dem Wetter eine Wohltat. Die Eingeborenen denen das ganze Land gehört sind klein in der Statur und haben langes glattes, glänzendes Haar. Ihre Gesichtszüge sind Sanft und sie sind sehr hübsch. Sie tragen weisse Tuniken und die Kinder werden in einem Sack/Tasche auf dem Rücken getragen. Der Riemen kommt um die Stirn. In den Dörfern der Gegend leben sie noch ganz ursprünglich. Viele teile des Parks sind gesperrt, da sich hier heilige Stätten des Volkes befinden. Wir erfahren später, dass sie sich ihre traditionelle Lebensweise bewahrt haben, aber den Tourismus auch geschickt für sich nutzen. Mit dem Geld kaufen sie Gummistiefel und Arbeitsinstrumente. Auf dem Rückweg wird es nochmal animalisch: lange stehen wir mit schmerzenden Nacken und gucken in den Baumkronen den Affenfamilien zu wie sie von Baum zu Baum ziehen und die kleinen Knospen futtern. Auch einen Eisvogel (?) sehen wir. Er verspeist gerade eine Echse.
Zurück am Parkplatz bauen Kati und Christoph ihr Zelt auf und wir kochen Asianudeln. kati wird von ihrer Asianudelphobie geheilt. Besuch bekommen wir auch und zwar vom Parkplatzwächter. Er arbeitet schon seit 30 Jahren hier. Erst in Strandnähe (er hat schon viele unbedachte aus dem Wasser gefischt- tot und lebendig. Die Strömung macht das Wasser hier eigentlich unbegehbar.) Jetzt macht sein Knie nicht mehr mit und er bewacht den Parkplatz. Somit fällt auch der tägliche 2x 2h Marsch weg… und er nascht gerne bei den Essensfrauen. So sei der Bauch gewachsen. Er organisiert Stühle für alle, wir teilen unsere Nudeln mit ihm. Er erzählt von seinem Haus in den Bergen, seinen Mangobäumen und den Eingeborenen. Am nächsten Morgen, wie versprochen, bringt er einen Sack Mangos vorbei (obwohl er gar keine Schicht hat!). Wir unterhalten uns lange miteinander. Kati hilft mit dem Spanisch aus, auch wenn der ländliche Dialekt und der Slang es nicht einfach macht. Nur unsere Feierabendbiere müssen wir so vertagen, denn Alkohol im Park ist verboten und wir trauen uns nicht unsere Vorräte Preiszugeben. In diesem Park ist nämlich sehr viel Verboten: Gitarren zum Beispiel :-) Brandhelle Leuchtkäfer durchschwirren die Dunkelheit und wir machen uns Bettfertig.

Schlafen tun wir nach dem Tag natürlich wie die Toten!

05.04.17 Trucking nach Medellin Tag 1 - Bis Pueblo Nuevo

Früh hoch… schon wieder. Die Geräusche des Dschungels wecken einen sowieso. Affengebrüll, Vögel und sonstiges Getier sind offensichtlich schon wach. Als wir aufstehen turnt eine Affenfamilie direkt über unser Camp. Los geht der wilde Ritt nach Medellin. 2 Tage wird er brauchen. Erst durch Barranquilla (argh!), dann am Rio Magdalena entlang die 25 hinunter. Am zweiten Tag geht es dann in die Anden. Die beginnen nämlich hier. Medellin selbst liegt in einem Tal (!!) auf 1500m. Die Fahrt durch die (unerwartete) Megacity Baranquilla bleibt uns größtenteils erspart, wir können vorher beidrehen und sind auf der 25. Immer wieder sehen wir den Rio Magdalena entlangfließen. Auf einer schmalen Strasse von Bergen umgeben folgen wir seinem Verlauf. Die Strassen sind in Flussnähe gesäumt mit Waschplätzen für die LKWs. Offensichtlich müssen sie für die Städte sauber sein nach dem langen Ritt durch die Berge. So sind immer wieder Ausspahrungen am Strassenrand an dem 2-3 LKWs von je 5 arbeitern geputtzt werden. Sie haben Schläuche die auf hochdruck Flusswasser verspritzen. Wild sehen sie aus die Mitglieder der Waschcrew: In schwarzes Ölzeug gehüllt und Ölverschmiert kriechen sie hinter die Reifen und auf die Anhänger. Harter Job, harte Jungs, aber wenigsten immer schön Wassergekühlt. Die „Werbeschilder“ der Waschstätten sind auch recht clever: Die Schläuche, wenn nicht in gebrauch, werden so zwischen zwei Steine geklemmt, dass sie eine ca 10m hohe Fontäne bilden. Geht natürlich nur wenn man Wasser vom Fluss pumpen kann. Wer soll diese Wasserrechnung bezahlen?!

80km vor unserem Ziel, Pueblo Nuevo, wird es nochmal haarig. Nur ein Bild machen wir, es zeigt ein Motorrad, das vor uns auf einem Feldweg durch Farmland fährt. Hier der Text dazu auf Instagram:

„Inspired by @thevagabroads we will also show you a picture where the interesting things are what you don't see. The old guy riding his moto infront of us along that gravel farm road was our guide around a complete block of the 25 going from Baranquilla to Medellin. Suddenly all trucks stopped, wild guys on motorcycles surrounded us waving red flags, nocking at our car... when we stopped to ask a trucker he told us the road was beeing blocked because of political reasons (Those things can last up to 15 days!). This guy on a moto asked us where we needed to go: 80km further to our planed stopover on our way to Medellin. He signaled us to follow him. As he then turned onto the gravel backroad we were pretty sure we were going to get robbed in some ambush. Everyone started putting their sd cards in their pants. We agreed to surrender immediately if we saw a gun. In the end the guy just took us around the blockade and didn't even ask for a reward. We tipped him anyways in fruit and pesos of course. Adrenaline rush at it's best. We lived to tell the story :-)“

So ist die restliche Fahrt sehr entspannt. Die Straßen sind wie leergefegt. Menschen warten auf den Bus, der nicht kommen wird. Die Polizei hat große (panzerartige) Fahrzeuge am Strassenrand postiert, versicht uns aber, dass nach Medellin alles frei sei. In der Dämmerung nach 12 Stunden Fahrt kommen wir an unserem Hotel an. Das kleine 24h geöffnete Hotel kurz vor der Stadt bietet wie viele andere Reisenden auf dem Weg nach Medellin Unterschlupf. Sogar einen kleinen Pool haben sie. Wir hüpfen mit einem Bier hinein und spielen ausgelassen im Wasser nach dem langen Tag im Auto. Als die Sonne untergeht gehen wir zum Abendessen. Ein Paar aus England ist auch mit einem schicken 4x4 Truck da. Sie schlafen trotzdem in einem Hotelzimmer?! Different people, different journey. Wir schlafen am Ende auch in einem Hotelzimmer und das kam so: Steffi wird von dem wilden Wachhund, der sich aus seinem Zwinger befreien konnte, angefallen. „Letztendlich“ nur Kratzer und Zahnabdrücke ohne Hauteröffnung, aber was wäre gewesen wenn?? Krankenhaus (wo??), OP!, Gipsschiene, Antibiose! Toll auch, dass die Frau des Besitzers hinter den Tresen flüchtet anstatt zu helfen. Der Chef nimmt´s anfangs locker. Ich nicht! nachdem ich ihm seine „Rechte“ verlesen habe bekommen wir ein Zimmer… Gratis natürlich. Sogar „kaki“ unsere Kakerlake, welche wir am Lago Arenal aussetzten ist da. Ganz schön groß ist sie geworden. Wir finden so etwas nicht mehr schlimm. Eigentlich ganz niedlich die Dinger… ist das jetzt komisch, dass wir grinsend und entzückt eine Fingerlange Kakerlake an der Wand anschauen?

06.04.17 Publo Nuevo - Medellin, Bergetappe

Heute gibt´s richtig auf die Mütze, die Anden kommen. Am Ende werden wir mehrfach auf >2600m gewesen sein, einmal fast am Berg stehen geblieben, zigfache Überholmanöver vor Kurven im ersten gang mit schwarzer Rauchwolke am Auspuss. Die Augen werden brennen vor Abgasen, der Angstschweiss wird in Strömen fliessen. Und dann werden wir in der Millionenstadt Medellin ankommen. Aber von Anfang an. Auf dem noch flachen Weg halten wir von etwas schiefen Bandtönen aufgeschreckt am Strassenrand. Eine Schulmarschkapelle probt gerade für Semana Santa. Wir gucken, Filmen und Applaudieren. Die Schüler schauen wie halt pubertierende so schauen wenn soetwas passiert. En todo el mundo la misma (auf der ganzen welt gleich). Dann stehen wir vor dem Bergmassiv. Erstmal verschnaufen an der Tanke. Tanken tun wir nicht, des Gewichts wegen (4 Personen, Plus Gepäck sind viel!). Wir bekommen vor dem Anstieg vom Tankwart Wasser geschenkt (in den typischen Beuteln). Dann geht es los. In Serpentinen winden wir uns nach oben. Immer LKWs vor und Hinter uns. Haben wir einen irgendwann überholt haben wir schon schnell den nächsten vor uns. Das Problem dabei ist, dass wir so ständig unser „Momentum“ verlieren und wieder im ersten Gang hängen. Den ganzen Tag mit 10-20km im ersten Gang zu fahren macht keinen Spaß und ist für Grenny auch nicht so toll. Zudem klopft es vorne links irgendwo?! Einmal werden wir in einer der sehr steilen Kurven fast so langsam, dass wir stehen bleiben. Nur mit Kupplung und viel beten kommen wir wieder los. Und die Kupplung ist soweiso schon schlecht drauf. ich sterbe tausend Tode. Wie werde ich so entspannt wie die zig Trucker die mit Kaputten Trucks am Strassenrand auf Hilfe warten? Was aber hilft ist die gute Stimmung an Bord, Mexikanische Schlager, Dr. Choco Brownie Snacks, Cola und natürlich: die Atemberaubende Landschaft. Teils ganz in Nebel gehüllt, teils mit Fernblick arbeiten wir uns durch die unbeschreibliche Bergwelt der Anden. Arme Schlucker sind auch auf dem Weg in die nächste Stadt. Teils ohne Schuhe. Sie verdienen sich in den hunderten Kurven ein paar Peso in dem sie etwas den Verkehr regeln (oft kann nämlich nur ein Truck auf einmal um die Kurve). Interessant auch: Die meisten LKWs transportieren Gefahrstoffe?! Auch Zugwagons sind dabei… aber wo ist die dazugehörige Bahnstrecke. Fragen über Fragen. Als wir die Berge verlassen jubeln alle und wir atmen auf. 30km später fahren wir dann nach Medellin ein. Wahnsinn wie sich die Millionenstadt über die umliegenden Bergketten legt. Nach Bogota die größte Stadt des Landes. Metro, Cablecar, Seilbahn. Mit Christoph als Copilot/Navigator fahren wir über die Stadtautobahn ein, sind irgendwann stehen wir in einer vielbefahreren Seitenstrasse vor dem Hotel Gallery. Die Tiefgarage hat leider eine zu niedrige Einfahrt. So laden wir einen Teil der Sachen auf dem Dach ab und lassen 70% der Luft aus den Reifen. Klingt so einfach nicht? Vor allem nach einem 10h Fahrtag in den Anden. #Vanlife! Das Hotel ist hübsch gemacht. Cool durchdesigned, aber trotzdem sehr günstig. Inklusive Rooftopbar (leider mit unmöglichem Barkeeper!). In der Garage dürfen wir doch nicht schlafen. Gesetzlich verboten. Dann nehmen wir doch ein Zimmer. Schick mit Dusche im Zimmer und Designerlampe. Für 25$/Nacht wirklich ok. Das Klima genießen wir fast am meisten. Die“Stadt des ewigen Frühlings“ besticht mit durchgehenden 23-25 °C. nachts kühlt es ab auf 15-19 °C. Wenn man ein Klima für den Rest seines Lebens wählen dürfte, das das!

Erstmal „willkommensdrinks“ auf der Dachterasse. Blick über die Stadt. Eher hässlich, muss man sagen. Viel roter Backstein, aber die unverputzte unfertige Art. Laut. Hektisch. Wir erkunden die Umgebung unseres Viertels. Schnell sind wir im Zentrum. Das Nachtleben in vollem Gange sind wir etwas geflasht von der Millionenstadt, vor allem nach der einsamen Zeit in den Bergen. Unser Weg führt uns zu dem Tripadvisor Tip der Gegend: Restaurante Hatoviejo. Tripadvisor ist ja immer so eine Sache. Wer schreibt denn die Tipps, und für wen? Hier liegen wir aber gold richtig. Im ersten Stock hinter großen Fenstern werden wir in gediegener Atmosphäre aufs freundlichste Bedient. Traditionelle Gerichte wie „bandeja Paisa“ (3erlei Würste, Bohnen, Reis, Spiegelei, Bratenkruste) schmecken hervorragend. Es wurde nicht zu viel versprochen: Traditionelle Gerichte auf gehobenem Niveau. Verdient haben wir es uns!

07.04.17 Medellin

Stadtrundlauf nach Frühstück auf der Dachterrasse. Wir erlaufen uns die verschieden Plätze: Plaza de Las Luces mit den großen nadelartigen Säulen; Plaza San Antonio mit den dicken Botero Statuen und den vielen alten Männern die irgendwas verkaufen; Der Barfußpark an dem uns eine EPM mitarbeiterin das Konzept erklärt während wir auf Anweisung Bäume umarmen und Christoph und ich die im Graß sitzenden Krankenschwestern (es ist Kongress) zum kichern bringen. Auch in das Mechanikerviertel verschlägt es uns. Rechts und links parkt alles vom 30 Jahre alten Lada bis zum LKW. Motoren auf dem Bürgersteig, ölverschmierte hombres die genau wissen was sie tun werkeln in aller Ruhe vor sich hin. Hierzu unser Text auf Instagram:
„Strolling through the streets of Medellin we ended up in our favorite kind of district: Car repair. When we first ended up in one of those on our first evening in Bangkok we were afraid we would get killed any minute. Now we are over it and love those streets full of greasy heaps of metal.“

Jonglierkeulen müssen noch her. In Cartagena sagte man mir, dass Medellin oder Bogota die einzigen Orte sein so etwas zu bekommen. Am Morgen schon führte mich der Mitarbeiter eines Spielzeuggeschäfts 0 Minuten Lang durch die Strassen um jemanden zu Fragen der es wissen muss (so sind die Kolumbianer!). Er wusste es auch. Ich muss zum Circus de Medellin. Alleine fahre ich mit der Metro, dann zu Fuß an der Stadtautobahn entlang. Ein großes Tor, eine Klingel. Irgendwann kommt jemand. Es wird gerade geprobt. Eine Vitrine mit Jonglageartikeln ist der „Laden“. Ich werde beraten und bekomme am Ende 3 Keulen. Frohes üben :-)

Mit der Gondel müssen wir natürlich noch fahren. Nur so können die entlegenen Bezirke hinter der nächsten Bergkette mit der Stadt verbunden werden. Wir schweben über eher einfache Bezirke und über Slums. Die 3 Lokals in unserer Gondel fahren auch zum ersten mal mit. So ist es auch auf der ganzen Welt: die eigene Stadt kennt man immer am schlechtesten. Weitere Gespräche mit den Jungs wie überall: Fußball, Handys :-) Abends erst eine kleine „Wurstplatte“ an der Straße vor der alten Uni. Die Dame hat sogar Wachteleier?! Dann zu einem Händlbrater. Die Familienplatte (zu der es eine 3L Flasche Cola gibt) macht uns endgültig fertig. Gute Nacht!

08.04.17 Von Medellin ins Kaffeedreieck

Am schönsten sind diese Morgende wie diese wenn sie vorbei sind. Wir müssen ja das Dach wieder beladen sobald wir aus der Tiefgarage heraus sind. Und dann 6h Bergstrecke fahren. Das macht schon im Vorfeld Bauchschmerzen. Alle helfen super mit! Steffi pumpt die Reifen auf, die Männer beladen das Dach, Kati macht den Parkwächter, damit ich noch schnell frühstücken kann. Raus aus dem Stadtverkehr und wieder hinein in die grüne Berglandschaft. Erstmal die 25 weiter nach Süden. Erste Pause an einem süßen kleinen Cafe. Wir sitzen draussen an einer art „Tresen“ und schlürfen das schwarze Gold mit Blick auf die Plantagen. Bei Manizales biegen wir 90° von der Autobahn auf einen 45° steilen Weg ab. Grenny hoppelt die ausgewaschene Strasse in die Kaffeberge hinein entlang bis zur Hacienda Venecia. Ein Kaffeeproduzent mit sehr gutem Konzept. Zusätzlich zu den 65 Hektar Kaffeeplantagen haben sie ein schickeres Hotel, ein Guesthouse und ein Hostel auf ihrem Gelände. Wir stehen beim Hostel mit freiem Blick in die Berge und Plantagen. Das Gebäude mit 1 Doppelzimmer und 8 Dormbetten wird von Beatrice geführt. „Escucha chicos…“ (Hört zu jungs)… so beginnen die meisten ihrer Sätze… herzallerliebst erklärt sie uns die Küche und das Gelände. Überall hängen Hängematten, der neue Hund „Nina“ (name aus Gründen von „Gringa“ geändert) sucht nach Streicheleinheiten, es gibt Feuerholz und sogar eine Outdoorküche. Nun gehen wir zum entspannten Teil des Tages über: Keulenjonglage, Hängematte, Lesen. Am Abend kochen wir Nudeln mit Tomatensauce in der Outdoorküche und machen Lagerfeuer. Das Paar aus Japan erzählt von ihrer 2 jährigen Reise (mit sehr eratischen Flugmanövern: Südafrika, Europa, Australien, jetzt nach Mexico… nur Cancun… different people, different journey).

09.04.17 Hacienda Venecia Chillout

Am Morgen gehen Kati und Christoph auf die Kaffeetour. Wir beschränken uns auf das Kaffetrinken in der Hängematte (der gute Stoff ist nämlich 24h lang gratis verfügbar. Gutes Konzept!). Am Morgen wird noch dem Vater mit ein paar Studienmaterialien ausgeholfen. Dafür telefoniere ich mit meinen lieben ehemaligen Schwestern auf der Station 5A, die ich sehr vermisse. So bekomme ich dann doch noch die Dokumente die ich zwar zu Hause und in der Klinik habe aber nicht bei mir. Frau Eipper aus dem Studienbüro kann ebefalls aushelfen. Toll mal wieder von allen zu hören. Am Abend machen wir zusammen Pizza. Eine holländische Studentin und eine Logistikerin aus Bogota sitzen auch noch mit am Tisch. Wir erfahren viel darüber wie es ist mit den unterschiedlichen Ländern Südamerikas handel zu treiben (Die Peruaner, die ergiebig und ausdauernd sind wie die Chinesen, die Argentinier - die Italiener Lateinamerikas, die lieber Europäer wären, die Kolumbianer, die nur Dienst nach Vorschrift machen, aber nichts anderes sein wollen als Kolumbianer. Das merkt man schon daran, dass die Hauptstadt nur einen kleinen McDoof hat! usw. usw.).

10.04.17 Parque Nacional Les Nevados - Valle Cocora

Genug des Chillouts, heute wird gewandert. Früh (schon wieder?!) brechen wir zum Parque Nacional Les Nevados auf. Die Recherche war etwas erschwert. Karten gibt es gar nicht, die meisten Wanderungen gehen auf 5000m, über 5-10 Tage. Natürlich mit Guide. Wir wollen nur eine Tagestour machen. Also fahren wir zur Valle Cocora. Hier gibt es zum einen ein Hochmoor (Wachspalmen + Kiefern auf 3000m) zu sehen, sowie das größte Kolibrivorkommen der Welt. Vor Salento kontrolliert uns noch die Policia Transito. Leider funktionieren unsere beiden Bremslichter wirklich nicht. Normales Vorgehen: Auto wird beschlagnahmt, dann Rechnung in der nächsten Stadt zahlen, dann Auto wiederbekommen. Das passt leider nicht ganz in unseren Tagesplan. Wären wir zu Zweit gewesen kein problem, dann gehen wir halt morgen wandern. Zu viert aber haben wir einen Zeitplan einzuhalten. So konnten wir heute nicht der Korruptionsbekämpfung dienen und bezahlen die Strafe direkt bei dem Polizisten. Die wird er sicher nicht bei der Bank einzahlen, dafür konnten wir aber auch weiter fahren. Die Strafe (>100€) ist korrekt, wie ich später im Internet lesen kann. Vor der Wanderung reparieren wir noch auf dem Parkplatz die Rücklichter. Versprochen ist versprochen. Die Wanderung wird anders als gedacht. Ein schlammiger Pfad führt erst durch ein weites Tal, dann durch den Wald/Dschungel steil bergan. Immer wieder kreuzen wir wilde Bäche über fragwürdige Hängebrücken. Toll, aber anstrengend. Oben angekommen gibt es die kolumbianische Antwort auf eine „Hütte“. Bei strömendem Regen sitzen wir unter einem Bretterverschlag. Auf dem offenen Feuer stehen große Töpfe mit Suppe und Reis. Wir bekommen für 2,80€ eine große Schale Suppe und einen Teller mit Reis und Chorizo. Getränkeauswahl wie hier in den Bergen üblich: Kakao, Kaffe oder Zuckerrohrdrink (Aguapanela) und eine Scheibe hausgemachten Käse. So aufgewärmt können wir uns endlich den hunderten von Kolibris widmen die um uns herum schwirren. Als dann noch eine horde Waschbären kommt glüht die Speicherkarte der Kamera fast durch. Nach 3 Stunden Aufstieg folgen nun noch 2 Stunden Abstieg. Der Strömende Regen macht es nicht leichter. Erst geht es runter auf 2600, dann nochmal rauf auf 2900m. Irgendwann erreichen wir eine etwas befestigtere Strasse für den Abstieg. Am Auto angekommen müssen wir nur noch Grenny aus dem Sumpfigen Parkplatz bekommen. Neuester Trick: Drei Leute vorne hinsetzen, dann dreht auch der Vorderradantrieb nicht durch :-)

So ausgekühlt wollen wir den weg zu den heißen Quellen wagen. Leider müssen wir dafür 1,5h zurück nach Norden fahren. Die Fahrt durch Pereira wird nochmal ganz speziell. Durch verschiedene Umleitungen kommen wir einfach nicht auf die große Brücke über das Tal. Sagen wir einfach es kommt fast zum kollektiven Nervenzusammenbruch, bis wir endlich auf der Brücke sind. Endlich an den Thermen Santa Rosa de Cabal angekommen hat es sich gelohnt. Verschiedene Becken mit sehr warmen Wasser, ein großer Wasserfall, Vollmond. Versöhnung. Bis 22:30 Uhr liegen wir wie erschlagen in den Becken. Nach kurzer Fahrt bergab sind wir auch schon an dem Hostel (Cardish) für Kati und Christoph. Das Holzgebäude könnte fast eine Almhütte sein. Wir schlafen gut auf dem Parkplatz gegenüber. Es ist schön mal wieder die Schlafsäcke zu brauchen.

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11.04.17 Bilder Update Cocora Hike

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11.04.17 Bilder Update Cocora Hike

Von der Kaffeeplantage ging es in das Kolibri Tal: It was hot, it was muddy, it rained, we were cold, but hey: hiking at 3000m, with TONS of colibris, palmtrees(??!!), and cool hanging bridges like this one. Awesome day!

Nach einem weiteren harten Ritt durch die Anden sind wir jetzt vor den Toren von Bogota :-)

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11.04.17 Bilder Update Cocora Hike

Von der Kaffeeplantage ging es in das Kolibri Tal: It was hot, it was muddy, it rained, we were cold, but hey: hiking at 3000m, with TONS of colibris, palmtrees(??!!), and cool hanging bridges like this one. Awesome day!

Nach einem weiteren harten Ritt durch die Anden sind wir jetzt vor den Toren von Bogota :-)

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8.4.17: Bilder Medellin, Kaffeedreieck

Nach 2 Tagen Medellin flüchten wir wieder in die Berge. Morgen Kaffeetour für Kati und Christoph und Entspannung für den Busfahrer

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8.4.17: Bilder Tayrona NP, Medellin

Ein paar Bilder aus dem Tayrona Park und aus Medellin. Wir waren die letzten Tage damit beschäftigt die ersten Ausläufer der Anden zu überwinden und sind jetzt im Café Dreieck.

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19.3.17 - 27.03.17 Cartagena bis Minca

19.03.17 Cartagena - Bocca Grande

Neuer Tag, neues Transportmittel! Heute: Per Pedes. An diesem herrlich sonnigen Morgen marschieren wir am Wasser entlang bis nach Getsemani. Die Promenade ist noch verschlafen vor dem Stadtteil Manga. Heute am Sonntag sind alle wohl auf dem Weg aufs Boot. Viele Gruppen etwas besser verdienender stehen in bester Laune an den Stegen und am Hafen um gleich ein Motorboot zu besteigen. Wer keins hat schnallt eine riesige rosane Badeente auf ein Taxidach und fährt Richtung Strand?! Gerade noch rechtzeitig kann ich auf den Auslöser drücken. Auch wenn es noch früh ist holen wir uns ein Eis… aber nicht irgendein Eis: Überall in der Stadt fahren Männer mit kleinen Wagen durch die Gegend auf denen eine altertümliche gusseiserne Aperatur steht. Durch drehen an einem Rad wird hiermit ein Eisblock über eine Klinge rotiert. Das feine abgeschabte Eis kommt in einen Becher, darüber Sirup, fertig ist der „Eisbecher“. Schmeckt nicht so wahnsinnig gut, aber das Foto/Video von der Eismaschine war es wert. Nach einem kleinen Spatziergang auf einem alten Befestigungsposten mit Kanonen gehen wir in den Parque Centario. Eine grüne Oase, mit schmiedeeisernem Zaun. Hier werden gerade Markstände aufgebaut. Neben Kunsthandwerk entdecken wir eine ganze Reihe an Ständen mit gebrauchten Büchern. Gut so. Ein paar Schritte weiter sind wir auch schon in Getsemani. Wir sitzen un gucken. Die Obstverkäufer mit ihren großen Handkarren rufen ihr Angebot laut in die Nachbarschaft. Eine Maracuja kaufen wir und verzehren die göttliche Frucht direkt auf dem Marktplatz. Gut wenn man sein Taschenmesser dabei hat :-)
Bis zum Mittagessen in einem kleinen Hinterhof (wahnsinns Arepa mit carne und Guacamole) schlendern wir weiter durch die Gassen. Eine Strasse ist provisorisch abgesperrt. Warum? Weil hier zwischen der Stadtmauer und der ersten Häuserreihe ein Baseballspiel stattfindet (sic!). Sogar eine Nummerntafel haben sie aufgehängt. Man muss ganz schön aufpassen, bevor man seinen Kopf aus einer der Seitenstrassen steckt, denn das Feld ist recht groß und an jeder Ecke steht ein Fänger mit Handschuh, lässig an die Häuserwand gelehnt. Hier wird uns auch (schon wieder) Koks angeboten, diesmal aber von einem schlauen Verkäufer. Erst bietet er „Weed“ an. Als ich ihm erkläre, dass ich nicht rauche, sagt er: „Kein Problem, ich habe auch Kokain“. Als ich ihm sage, dass ja meine Frau dabei wäre, und sie Drogen nicht gut fände muss er lachen… :-)

Mittags treffen wir spontan Tibo mit Freundin. Sie sind auf dem Weg zum Kiosk Bony in Boca grande. Ein lokaler Tip für Seafood. Wir kommen mit. Angekommen werden wir nicht enttäuscht. Ein einfacher Verschlag am Strand mit vielen Tischen. Seit den 70ern pilgern hier die locals hin um am Strand Meeresfrüchte zu essen. HEute am Feiertag ist es brechend voll. traditionelle Musikergruppen spielen und die Verkäufer bieten alles an was man zum Tag am Strand braucht. Als wir irgendwann einen Tisch haben gibt es Fischsuppe, Cevice, und Languste. Dazu kühle Getränke, inmitten von ausgelassen feiernden „Paises“ (=Kolumbianer). Der Strand der Landzunge „Bocca Grande“ ist voller kleiner Zeltchen/Markisen. Sie werden vermietet wie Strandkörbe. Auch für das Leibliche wohl ist gesorgt. Entweder man bekommt etwas aus den Restaurants gebracht oder nimmt etwas vom Cevicemann der auf und ab zieht. Dazwischen herschaaren von Getränkeverkäufern. Man muss wirklich nur ankommen, alles andere bekommt man hier. Praktisch, aber auch sehr voll. Klar, an dem FeiertagsWE wollen ALLE an der Strand. Nach dem Essen gucken wir uns das ganze genauer an und schlendern den Strand hianuf bis zu dem großen Einkaufszentrum. Hier erholen wir uns von der Hitze, schlecken ein Eis und versuchen für Tibo eine Sonnenbrille zu finden. Dann zurück mit dem Taxi in die Stadt. Gemütlich sitzen wir in bunten Schaukelstühlen vor einer Bar am Plaza Trinidad. Die teuren Cocktails sind nicht so gut, dafür die Schaukelstühle. Am Abend treffen wir uns wieder mit Tibo. Das Nachleben in Getsemani haben wir ja schon gesehen und für gut befunden. Es gibt wieder Spieße und Burger (2$, 20cm hoch und GÖTTLICH), dann ziehen wir zusammen mit Patricia und Patric (vom Boot) zu der Baar „Quiebra-Canto“ am Plaza de Independencia. Hier schaut man auf einen Teil des Hafenbeckens und auf die Altstadt. Auf dem Schmalen Balkon probieren wir zusammen den lokalen Schnaps „Guaro“… schmeckt wie Pastis :-) Dann verabschieden wir uns.

20.03.17 Cartagena - Hoteltag

Es ist Feiertag, und so auch bei uns. Wir genießen nochmal das Hotel in vollen Zügen. Klimaanlage an, Fernseher an und chillen.

21.03.17 Cartagena - Grenny ist wieder da

Heute können wir endlich weitermachen mit den Abholungsformalitäten. Um 8 stehen wir parat beim Verschiffer. Dann wird es etwas nervig: Wir müssen noch auf eine Bestätigung warten, dann nochmal zur Bank. Die hat natürlich ab 11:30 Uhr wieder Mittagspause. Am Ende hätten wir gar nicht so lange warten müssen und wir machen unserem Sachbearbeiter mal etwas „deutschen“ Druck. Sonnenschein und Wochenende gut und schön, jetzt hätten wir aber gerne unser Auto wieder. nach einem sehr stressigen Vormittag (Abholen der Dokumente beim Zoll, Versicherung abschließen, 2x zu verschieden Banken an anderen Enden der Stadt) ist es dann 15:00 Uhr und wir haben endlich alle Dokumente zusammen. Jetzt zum Hafen. Oh, der ist ja 25km weg! Ich fahre alleine, weil sowieso nur ich in den Hafen kann. Der Taxifahrer weiss auch nict so genau wo es ist. Meine Karte führt uns falsch. Wir stehen in einem Dorf mit schrecklichsten Strassen und sehr komischen Gestalten. Hoffentlich kann ich den Taxifahrer bei laune halten, hoffentlich brauchen wir nicht zu lange und irgendeine Behörde am Hafen hat zu. Schwitz! Dann finden wir die Brücke doch noch über die wir müssen. Dann geht es auf eine Schotterstrasse ins Niemannslands… hier soll ein großer Hafenterminal sein?! Endlich ein Kontrollposten. Wir scheinen richtig zu sein. Ab jetzt wird alles entspannter. Ich werde von einem freundlichen Hafenmitarbeiter eingesammelt. Alle sprechen Englisch und sind gut drauf. Nein, sie würden hier 24h durcharbeiten, die Misswahlen seien ihnen egal, aber die Verschiffungsbüros würden natürlich schließen, dass sei klar :-) Erst bekomme ich meinen BEsucherausweis, dann werde ich von Büro zu Büro geführt. Nette Sachbearbeiter(innen), gute Stimmung, und schon laufe ich auf den riesigen Parkplatz zu und erspähe Grenny. Er scheint in einem Stück. Und so ist es dann auch. Kein Kratzer, nichts fehlt. Alles wunderbar. 100 Unterschriften und Kopien später fahre ich vom Winken der Hafencrew begleitet ab. ENDLICH haben wir unser zu Hause wieder!
Verrückter kolumbianischer Verkehr. Polizeikontrolle (ich denke, er will mich auf eine Cola einladen, dabei will ER Geld für eine Cola. Kolumbianische „mini“ Bestechung, aber er geht leer aus: Mein Spanisch und die Erschöpfung des Tages lassen mich erst später realisieren was er wollte). Wir können Grenny am Hotel parken. Zur Feier des Tages fahren wir mit dem Taxi zum Plaza Trinidad. Burger und Coktails von der Cocktaillady (Kleiner Stand seit 20 Jahren, frischeste Früchte, Mixer aus den 70ern, Strom von einem Schild abgezwackt) lassen langsam den Stress abfallen.

22.03.17 Fahrt nach Sta. Veronica

Freudig fahren wir aus der Stadt hinaus. So schön wieder mobil zu sein! Einkaufen. Dann noch Empanadas vom Strassenstand. Jetzt lernen wir die echten kolumbianischen Preise kennen. EIne ganze Tüte voll (ca. 10 Stück) für 1$?! Wir fahren ca 1h auf der Mautstrasse die Küste entlang nach osten, dann skommen wir in der kleinen Siedlung an. Am Strand sind hier zwei verschläge die tagsüber als Basis der Kiteschule dienen. Eine Familie hat ein kleines Haus am Strand und versorgt die Kiter mit Essen und Getränken. Hundewelpen stromern umher, der Wind bläst. Wir treffen Tibo wieder. Wir sprechen mit der Kiteschule und der Familie und können direkt am Strand stehen bleiben. Jetzt heißt es ersteinmal Arbeit: Grenny ist ja immernoch voll gestopft bis oben hin und viele Sachen haben wir umgepackt für die Verschiffung. Da bei uns alles genau EINEN Platz hat ist diese Ordung sehr wichtig. LEtztendlich brauchen wir mehrere Tage um wieder voll einsatzbereit zu sein. Der erste grobe Schlag besteht aber darin alles wieder aufs Dach zu tun und die Rucksäcke vom Segeln auszupacken. Dann werden schnell die Kites aufgebaut und ab aufs Wasser.

23.03. - 25.03.17 Kiten Sta. Veronica

Wundervolle Tage! Morgens bei 5-6 Windstärken aufwachen. Kaffee kochen. Um 7:30 Uhr den ersten Wasserkontakt. Ganz alleine, denn die anderen Kiter kommen erst um 10. Dann ein kleines Frühstück, dann noch etwas kiten. Dann noch etwas Gitarre klimpern, umringt von ein paar Hunden, die sich zu unseren persönlichen Wachhunden ernannt haben. So gehen die Tage schnell vorbei.

25.03.17 Ankunft Kati & Christoph in Cartagena

Morgens noch auf dem Wasser, am Mittag dann schon auf dem Rückweg nach Cartagena. Abends kommen Kati und Christoph und vorher wollen wir noch unseren Parkplatz für die Tage aufsuchen und Wäsche waschen. Es hat sich ein RIESIGER Berg angesammelt. Der Parkplatz am Navy Museum am Rande der Stadtmauer ist perfekt. Bewacht, teils mit Schatten und schnell aus der Innenstadt erreichbar. Der Waschsalon „Beer & Laundry“ macht auch noch etwas länger für uns auf und wäscht unsere Wäsche Berge. Das Konzept ist gut: Ein kleines Restaurant und 6 große Waschmaschinen/Trockner. Am Parkplatz warten wir auf den Abend, denn die beiden landen erst um 23:45 Uhr. Da wir eigentlich um 8 immer schon ins Bett gehen müssen wir etwas vorschlafen. Mit den noch gekauften Dekoartikeln (Willkommensschild, Tröte, Klapper) stehen wir ab 23:30 Uhr bereit um die beiden am kleinen Flughafen Cartagena zu empfangen. Großes „Hallo“, viel zu erzählen. Ein schnelles Gute-Nacht Bier mit Blick auf die Festung (eines bekommt der Parkwächter, damit wir kurz Parken dürfen) und dann wird geschlafen.
Die beiden wohnen im Hostel Tree-House in Getsemani.

26.03.17 Cartagena mit Kati & Christoph Tag 1

Wie abgemacht treffen wir uns (natürlich) am Plaza Trinidad. Wir fühlen uns mittlerweile sehr routiniert: Süßes Teilchen am Stand holen, Zeitung an anderem Stand kaufen, Kaffee in kleinen Becherchen von Fliegendem Händler kaufen, dann auf eine Bank und gucken. Für den ersten Tag ist einfaches umherlaufen und gucken geplant. Wir zeigen Getsemani und laufen in der brennenden Sonne bis nach Manga in die „Esel-Strasse“, wo auch heute ein Eselkarren angebunden ist. Bei den Temperaturen mit freundlicher Unterstützung von Eiskaffee. Am Abend natürlich(!) Cocktails von der Cocktaillady und Burger.

27.03.17 Cartagena mit Kati & Christoph Tag 2

Heute laufen wir zuerst zum Castillio, das wir auch noch bewusst ausgelassen haben. Wieder bei sengender Sonne laufen wir bis hinauf und schauen uns das ausgeklügelte VErteidigungssystem an. Die Burg ist zudem durchzogen von kleinen Gängen die auch erkundet werden müssen. Danach an die Ringstrasse von Getsemani (etwas raueres Viertel) zum Ceviche essen. Für 6$ bekommt man einen riesigen Topf. Jetzt geht es weiter in die Altstadt. Als Unterbrechung der Erkundungen dient das schon bekannte Cafe Abaco mit dem leckeren Coldbrew. Der Rest geht auf Hut Suche, ich bleibe noch auf ein Getränk und lese weiter die Zeitung. Heute ein sehr interessanter Bericht, der die Kolumbianer um das wachsende Geschäfft mit Sexwebcams aufklärt. Sehr amüsant. Weniger amüsant, der BEricht über die Armutsgrenze: 80$/Monat. Extreme Armut <30$/Monat. Nicht viel! Dann wieder Coktails vom Stand und Streetfood. Wir lauschen einer Ukulelespielerin und treffen erneut auf Fabian. Er verkauft Metallkunst und Armbänder um seine Reise stück für stück zu finanzieren. Heute kommt auch die Gitarre auf seinem Rücken erneut zum Einsatz. Abendessen in einer kleinen weiß gefliesten Butze, in der jeder „Mi amor“ genannt wird und die Ansprache effizient und knapp ist. Dass Essen ist wie zu erwarten super. Zunge, „Steak on Horseback“ etc. Die Fernseher laufen, die Musik dröhnt, lokale Pärchen kommen zum Abendessen.

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Update

Die Überschwemmungen in Kolumbien sind weit weg von uns. Danke für alle Nachfragen, uns geht es gut! :-)

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27.03.17 Cartagena Fun zu viert :-)

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