Reise blog von Travellerspoint

Mexiko

Wir haben es nach einem turbulenten Grenztag nach Mexiko geschafft. Der aufregende und spannende Bericht folgt. Jetzt sind wir mit Grenny am Strand und genießen die Ruhe und planen unsere Route die Baja hinunter.

Eingestellt von Kojensen 18:45 Kommentare (1)

19.10.16 - 21.10.16

19.10.16 Marmalade, Neptunes Net und Ankunft der Eltern

Von wegen HACK! Wir wachen auf und die Sonne geht über der spiegelglatten See auf die Reise. Wir wussten das die USA gut ist im „overselling“, aber das? Wo sind die 40 Knoten Wind? Später erfahren wir, dass auf grund der offshore Windrichtung die Berge den ganzen Wind abhalten. Ok…

Heute geht der Luxus gleich weiter: Wir gehen frühstücken. Tyler hatte das Marmalade empfohlen und nun sitzen wir an einer gemütlichen Eckbank und studieren die riesige Frühstückskarte. Steffi entscheidet sich für Corned Hash, ich bekomme eine großes mexikanisches Frühstück. WIr schlemmen und genießen. Danach sitzen wir noch lange dort, bei (free refill) Kaffee und erledigen ein paar Sachen am Laptop. Wir sind total euphorisch, weil am Nachmittag die Eltern aus Santa Barbara anrollen. Wir sollen sie um 3 am Neptunes Net treffen und fahren deswegen gleich an den Strand davor. Unterwegs besorgen wir noch Wachs für das Surfbrett und eine Flasche „Chamapagne“. Manchmal ist das halt alles was man braucht für den Strand :-)

Mit gewachstem Foamboard (das mit sonst nicht grundsätzlich wachsen muss) geht es auf´s Wasser. Siehe da, ein Wunder: Das Paddeln klappt super, genau so wie das Sitzen auf dem Brett. Anfängertaugliche Wellen gibt es keine, so verbringe ich die Zeit damit durch die Bucht zu Paddeln, oder rücklings auf dem Brett zu sitzen und die großen Villen am Hang anzuschauen. Steffi kommt auch dazu und wir paddeln entspannt durch die ruhige Bucht. In der Brandung auf dem Rückweg verliert Steffi ihre Kitebrille. Jetzt brauchen wir beide eine neue :-)

Und dann sind die Eltern da. Ein großes Hallo und ausgelassene Stimmung waren ja sowieso vorprogramiert. Wir lassen uns im NEptunes Net die Shrimps schmecken und alle schwelgen in Erinnerung. Später treffen wir uns in ihrem Hotel (Malibu Beach in). Steffi duscht genüsslich, danach gibt es einen Drink auf dem Balkon mit Blick über den Pier. Die kalten Getränke haben wir hervorgezaubert. Am Abend sitzen wir draussen auf dem Pier und essen zu Abend. Zur Übernachtung parken wir an einem Pullout unweit von dort. Es hat immer noch 30 °C als wir die Augen zu machen.

20.10.16 Strandtag Zuma Beach

Das erwachen mit Sonnenaufgang und Seehund macht sofort die etwas unruhige Nacht wieder gut. Es war laut an der Strasse, besonders weil wir alle Türen auf Kipp hatten um nicht vor Hitze ein zu gehen. Wie besprohen treffenw ir uns um 9 zum Frühstück im Marmalade. Auch den Eltern gefällt es hier. Danach fahren wir an den Zuma Beach und verbringen einen Wunderbaren Strandtag bei sehr heissem Wetter. Wir hängen die Hängematte unter den unbemannten Lifeguardturm, haben die Stühle und viele Handtücher hervorgeholt um es den Eltern nett zu machen. Sie genießen in vollen Zügen. Sogar kalte Getränke gibt es ;-) Lisa und ich surfen was das Zeug hällt. Das Wachs bringt es wirklich. Ich kann fast jedes mal aufstehen und schaffe es sogar in einige ungebrochene Wellen. Steffi glänzt auf dem Bodyboard. Happy Family! Knusprig braun machen wir uns im Hotel frisch. Oh so eine heisse Dusche… wie angenehm ;-) Zu Abend essen wir in Geoffreys. Für uns auch ein Ort mit Geschichte. Das Essen ist traumhauft und das Entertainment auch: Direkt neben unserem Tisch ist eine größere Tafel aufgebaut an der eine schwedische Realiytsoap vor unseren Augen gedreht wird (a´la Keeping up with the Kardashians). Teile der Runde sind nicht unbekannt. Der Hitsong von Inkonapop ist sogar mir schonmal begegnet. Wir beobachten interessant wie die Filmaufnahmen von statten gehen und versuchen uns alle zu erinnern welche Berühmtheiten wir schoneinmal getroffen haben. Die Liste ist kurz… wir sind anscheinend alle keine „richtigen Fans“ :-)

Übernachtung wieder an dem Pullout von zuvor. Heute noch heisser.

21.10.16 Los Angeles

Die Nacht war etwas unruhig durch Verkehr und Hitze, aber am meisten durch meine anscheinend stark geprellte Rippe. Muss beim Surfen passiert sein, und jetzt verstehe ich meine Patienten um so besser. Liegen? Drehen? Tief Atmen? Not so easy! Aber auch heute entschädigt der Sonnenaufgang. Bald kocht schon der Kaffee und wir machen uns nach einem kleinen Müsli (heute Fruitloops/Frostier= Kindheitserinnerung pur!) auf dem weg nach Beverly Hills. Die Eltern sind schon vorgefahren und wollen in die Universal Studios. Wir fahren für LA Verhältnisse sehr Staufrei bis nach Beverly Hills, drehen eine Runde durch das Villenviertel und spazieren über den Rodeodrive. Nach genügend glanz und Glamour geht es richtung Hollywood Blvd und dem Hollywood Museum, dass Steffi herausgesucht hat. Hier gibt es 1001 Filmrequisite auf 4 Stockwerken. Angefangen mit der original Hanibal Lector Zelle über Kostüme aus Harry Potter bis hin zu Baywatch Badeanzügen und der Flasche aus „Immer diese Jeanie“ (?). Um uns zu stärken hielten wir noch bei Astro Burger. Der Laden kam etwas unscheinbar daher, war aber rappel voll. Die Preise waren auch himmlisch, so dass wir wenig später zufrieden mampfen. Dann fällt erst das Bild von einer ebenso mampfenden Hillary Swank aus einem People Artikle an der Wand auf. Ein Blick bei Yelp zeigt: Das ist der absolute must-stop Burgerladen…. besonders nachts. Wir schlendern noch etwas über den Walk of Fame und treffen den Rest der Family dann im Hard Rock Cafe. Auf der Rückfahrt erhaschen wir noch ein paar Blicke auf den „Hollywood“ Schriftzug und kriechen dann langsam durch den Verkehr zurück an die Küste. Vor dem Abendessen mit Sarena Rosenfeld und Sam machen wir noch (endlich) den Strandspaziergang vor der Stars Colony. Hier stehen die Häuser von Pamely Anderson, Leonardo DiCaprio etc. Keiner hat uns auf einen Drink hereingebeten, aber es war interessant die Häuser so aus der nähe zu sehen. Es ist auch nochmal „näher“ als vor 17 Jahren. Da ist ganz schön viel Sand weggespült worden. Die Meinungen über die Wohngegenden gehen auseinander. Ich finde ja 15 Millionen $ und mehr für letztendlich ein „Reihenhaus“ am Strand etwas viel und würde niemals so nah aneinander an einem Touristenstrand wohnen wollen, und wenn es noch so „in“ ist. Lieber ein Haus auf unserer einsamen Insel Bintan…

Der Abend in der Paradise Cove mit Sarena und Sam wird sehr schön. Unglaublich wie gut sich die beiden gehalten haben. Wir schlemmen (viel zu) große Fischplatten und hören über das bewegte Leben der beiden. Von Partymonaten in Puerto Rico bis zu bewaffneten Überfällen in Sams Laden. Es ist zum Glück abgekühlt. Nachtlager: Selber Pullout über dem Wasser wie am Vorabend.

Eingestellt von Kojensen 08:35 Kommentare (1)

Ein paar Bilder vom PCH

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Eingestellt von Kojensen 09:15 Kommentare (0)

09.10 - 18.10.16 SF bis Malibu

09.10.16 SF Teil 2

Heute lassen wir die Räder „daheim“ und machen uns mit dem Bus auf in die Stadt. Heute ist nicht nur der Höhepunkt der Fleet week, sondern auch Italian Heritage day und Chinese heritage day. Viel zu feiern also. In der Stadt angekommen laufen wir zu Fuß über die Fishermans Warf. Hier schwimmen wirklich Menschen im Wasser! Und nicht alle haben einen Neoprenanzug. Verrückte überall!. Wir beobachten wie sich die Italiener für ihre Parade vorbereiten, Wagen dekorieren und noch einmal den Tanz einüben. Wenn wir schon die Fußsohlen qualmen lassen, dann auch richtig: Wir durchwandern die Stadt ausgiebig, vorbei an der Lombard Street, der Transamerican Pyramid, dem Union Square etc etc etc. . Cablecar fahren ist auch wichtig: Wir fahren fast die ganze Linie ab bis zum Union Square. Die 2. Hälfte der Fahrt bekommen wir sogar Plätze ganz aussen und können am Rand des Wagens stehen. Wir beobachten gespannt wie der Fahrer immer wieder mit seinem riesigen Hebel abbremst („Hold on folks, this is a steep street and my breaks ain´t so good“). Am Unionsquare beobachten wir noch wie der Wagen gewendet wird, dann ab ins Nordstrom Einkaufszentrum. Steffi shoppt fleissig bei H&M. Endlich wieder eine Hose (und ein paar andere Sachen gab es auch…).
Der Hunger ist auch ein guter Stadtführer: Sushi? Nein, zu weit. Na dann China Town. Wir wandern so lange durch die Straßen, bis die englischen „Erklärungen“ ganz verschwunden sind und nur noch chinesische Zeichen zu sehen sind um bei „Delicious Dim Sum“ ein paar wunderbare Exemplare mitzunehmen. Wir wandern durch die Straßen mit immer wechselnden Geschäften und Märkten. Dann auf einmal wird es italienisch: meterlange weiß gedeckte Tische stehen auf der Straße, es wird wein getrunken und gefeiert. Unsere Dim Sum sind gar nicht mehr so passend… egal! Wir setzen uns in einen kleinen Park. Hier picknicken die italiener und schauen der Parade zu. Nachdem die Dim Sum verputzt sind wandern wir zurück um in einem anderen Laden ein paar zu kosten. Der erste war besser! :-) Nun wandern wir zur Grace Cathedral. Sie liegt praktischerweise auf einem Hügel… ächtz! Hier hat Keith Hering sein letztes Kunstwerk ausgestellt. Einen Altar von 1990. Er steht in der „AIDS Erinnerungskapelle“…. wie passend :-/ Wir bekommen Nachricht, dass unsere Visitenkarten fertig sind, also beschließen wir sie auf dem Rückweg zur Brücke abzuholen. SF zu Fuß ist wirklich toll. Die Gebäude und Stadtteile lassen sich wunderbar erlaufen. Wenn diese undglaublichen Steigungen nicht wären. Unser Weg nach Hause über die Grace Kathedrale ist über 10km. Wir sind heute bestimmt >25km gelaufen und ganz schön KO. Die Brücke ist mitlerweile in tiefen Nebel gehüllt und ein ziemliches Schitwetter ist aufgezogen. Wir radeln über die Brücke durch peitschende NEbelschwaden. Die Nebelhörner der durchfahrenden Schiffe bringt die Brücke zum bebe. Apokalypse pur. Als wir mt Grenny über die BRücke fahren zur anderen Seite können wir auch gleich unsere Karmapunkte vom Vortag gut machen. Wir nehmen zwei frierende Mädels per Anhalter mit rüber. Wir wissen ja jetzt wie es ist :-)

10.10.16 SF Teil 3 Alcatraz

SF hängt immer noch im Nebel. Die Nacht hindurch haben die Nebelhörner weiterhin ihr gruseliges Konzert gespielt. Als wir am Morgen über die Brücke radeln fährt ein aufgetauchtes Uboot unter ihr hindurch. Wir winken fleissig, und die Matrosen winken zurück. Heute wählen wir nicht die Bergetappe durch die Stadt, sondern umradeln SF an der Küste entlang bis wir an der Fishermans Warf ankommen. Wuseliges touristisches Treiben empfängt uns als wir uns dem Pier an dem das Schiff abfährt nähern. Wir holen schnell unsere Karten und versorgen uns mit Kaffe am nahegelegenen 7Eleven. Die Beine sind noch müde vom Vortag. Steffi fühlt sich wie nach einem Marathon. Gut dass wir heute nicht so viel laufen müssen. Mit dem Schiff setzten wir über und erkunden die Insel. Neu ist, dass man das „New Industry Building“ besichtigen darf. Hier waren die Arbeitsstätten des Gefängnisses. Dann geht es auf die geniale Audiotour durch das Gefängniss. Sie ist so gut wie ich sie in Erinnerung hatte,. Mit strengem Wärterton und vielen Originalstimmen wird man durch den Knast gelenkt. Ein wirklich toller Ausflug. Die Sonne hat sich mitlerweilehindurchgekämpft und wir fahren bei schönem und windigem Wetter wieder aufs Festland. Leider ist die Buch immer noch gesperrt, sonst könnte man jetzt herrlich Kiten :-/

Zurück an Grenny wartet eine Überraschung auf uns: Jemand hat Grenny ein Geschenk gemacht! Ein quietschgrüner gehäkelter Anhängerkupplungsschoner (mit schwarzer Schleife) prangt stolz an Grennys Hinterteil. Wir sind gerührt!

Nun heisst es Abschied nehmen. SF, es war klasse bei dir! Wenn es dich noch in etwas flacher gäbe wäre auch gut :-)

Wir beginnen unsere Fahrt den Pacific Coast Highway 1 hinunter und schaffen es bis Pacifica. Hier können wir auf einem Parkplatz am Strand übernachten. Der Nahegelegene Laden versorgt uns noch mit einem Gutenacht Snack, und dann kuscheln wir uns mit ein paar Folgen Scrubs ein.

11.10.16 PCH - Bis Santa Cruz

Ein sonniger Tag schickt uns auf Reise. Vorbei an der Half Moon Bay fahrenw ir bis zu einem einsamen Strand. Wir klettern zum Frühstück die Clippen etwas herunter und setzten uns mit einem Kaffee um den ausblick zu genießen Es campiert jemand am Strand und sammelt den angeschwämmten Müll ein. Zurück am Auto ist es Zeit: Haare schneiden! Mit meiner Hilfe stellt Steffi den Scherkopf auf die richtige Länge ein. Zu meinem Spaß weiss nur ich, dass es jetzt sehr kurz wird. Steffi schreit nach der ersten Bahn am Hinterkopf laut auf („Wir müssen zum Friseur! Oh mein Gott deine schönen Haare! Das sieht man kaum…“). Ich habe einen heiden Spaß und filme heimlich mit. Am Ende sieht die Frisur sehr gut aus. Die Seiten wieder Kurz, oben weiterhin lang. Frisch geschoren fahren wir weiter. Wir genießen den Blick auf die die zerklüfteten Clippen und wie sich wild die Wellen daran brechen. „Silicon Valley nicht vergessen“ erinnert Steffi. Wir können gleich hart links in die Berge abbiegen um nach einer herrlichen Fahrt durch die bewaldeten Bergkuppen (mit Redwoods etc, aber nur 1 Spur für 2 Autos) in Palo Alto rauszukommen. Wie so oft ist es nicht ganz wie man es sich vorstellt. Natürlich haben hier die ganzen STartups ihre Sitze und die ganzen Menschen hier sind entweder Stanford Studenten oder angehende dot-com Millionäre, aber es ist halt kein Dorf in Disneyland. Alles sieht ganz normal aus. Der Apple Store ist sehr hübsch und wir googeln mal wieweit es bis nach Cupertino und der Apple Zentrale ist. Ncht weit, also nichts wie los. Für einen Apfeljünger ein Pflichtbesuch. Angekommen am Infinite Loop 1 spatzieren wir umher und besuchen den Shop. Hier ist der Einzige Ort an dem man die offiziellen Appleshirts und sonstige „nicht technischen“ Mitbringsel erwerben kann. Überall wuseln fleissige Mitarbeiter in ihre Mittagspause. Alle ganz entspannt mit einem Macbook Pro unterm Arm. Das gelände ist schön. Es reihen sich viele Große Gebäude aneinander und bilden eine Ringstraße: den Infinite Loop. Hinein kann man leider nicht, aber ein Selfie mit dem berühmten Straßenschild muss sein. :-)

Wir fahren zurück Richtung Küste und gehen in Santa Cruz spatzieren um am Pleasure Point den Surfern zuzugucken. Ein Surfbrett wollen wir auch kaufen. Am Abend fahren wir bis an einen Pullout in der Monterey Bay. Wir werden nicht gestört.

12.10.16 PCH - Heymans

Am Morgen fahren wir nach Monterey um dort einiges zu erledigen. Steffi druckt Fotos aus, ich besuche 2 Surfläden, die aber alle zu der Fahrt zurück nach Santa Cruz raten. Dann fahren wir zu Michael und Debora in ihr wunderbares Haus oberhalb der Bay. Die Straße ist mitlerweile geteert, so dass wir selber hinauf fahren können (wenn auch im ersten Gang). Wir werden herzlichst empfangen und unterhalten uns viel. Die beiden mussten während des Feuers 5 Tage evakuieren. Teile der Kunst sind noch eingelagert. Die Aufräumarbeiten auf dem Hügel sind noch in vollem Gange. Auf einem Spatziergang mit ihrem Hunde Brix können wir die verbrannten Bäume „bestaunen“, aber es spriesst schon neues Leben aus der Erde. Mittags werden wir mit leckeren Sandwiches versorgt. Am Abend gehen wir in Carmel essen. Der kleine Italiener ist wirklich süß. In dem Restaurant sind kleine Räume abgetrennt, die wie klitzekleine Häusschen gebaut sind. Hier sitzen verliebte Paare an zweier Tischen bei kerzenschein. Wir verbingen einen wunderbaren Abend bei Wein, Pizza und Hühnchen. Die beiden sind so eine Schatzkammer von Geschichten. Zusammengenommen haben sie jedes Land auf der Welt bestimmt schon 5mal bereist. Es gibt wirklich keine Ecke dieser Welt zu der Sie keine Reisetips haben. Gerade waren sie in Island. Die Nacht verbringen wir im Gästezimmer. Auch mal wieder schön in einem „richtigen“ Bett. Die Dusche/Badewanne am nächsten Morgen ist aber die größte Wohltat.

13.10.16 PCH - Surfboardkauf mit Tyler und fahrt bis nach Big Sur

Nach einem herrlichen Frühstück mit frischen Früchten fällt es uns schwer uns loszureissen. Den beiden geht es nicht anders. Wir haben uns mit Deboras Neffen Tyler verabredet. Er ist ein Vollblutsurfer aus Santa Cruz und will uns zu einem Brett verhelfen. Wir treffen den entspannten Riesen an einem Cafe und fahren zu seinem Haus in Strandnähe um Grenny zu parken. Er zeigt uns alle möglichen Bretter, aber letztendlich fällt die Wahl auf ein 8 Fuss Foamboard von Costco. Dieses wird hier (untypischer weise) exclusiv schon seit Jahren verkauft und gilt aus absoluter Tip für den Einstieg. Der Preis ist auch absolut unschlagbar: 100$. Tyler ist fast traurig, dass die Suche nicht länger gedauert hat und wir nicht ein paar Tage bei ihm in der Einfahrt parken und mit ihm surfen. Aber er fährt trotzdem mit uns eine Spots der Stadt ab und erklärt ausdauernd und spannend. Mit einem Brazilianischen Früchtemüsli (Gazebo?!) auf dem Schoß sitzen wir am Strand und freuen uns ein Brett gefunden zu haben. Vielleicht begegnet uns Tyler noch einmal auf der Reise, denn er ist of in Mittel/Südamerika. Wir fahren entlang der wunderschönen Küste und übernachten an einem Pullout in Big Sur. Al wir am Wasser halten treffen wir noch auf einen komischen deutschen Vogel, der hier auf einer Ranch wohnt. Wir versuchen ihm zu erklären was Kitesurfen ist, aber es dringt nicht zu ihm durch. Dafür belabert er uns fleissig :-)

14.10.16 PCH - Ab an den Strand: Pismo Dunes
Auf der fahrt die Küste Hinunter halten wir an einer Kolonie mit Seehunden (Elefant Seals). Zu hauf liegen sie im Sand oder robben umher. Lange beobachten wir das Treiben aus kämpfenden Männchen, kleinen Jungtieren, und schlafenden Müttern. Im Winter kommen über 20000 Tiere erfahren wir.

Wir fahren weiter und bekommen sogar noch eine Delfinschule zu sehen.

Aber Heute müssen wir mal an den Strand und so fahren wir in den Pismo Dunes Park. Der einzige Strand in CA den man mit dem Auto befahren darf. Für 10$ können wir übernachten. Also Grenny: Jetzt gilt´s. Luft aus den Reifen bis auf 0,5 Bar und ab an den Strand. Es hat gerade Ebbe und wir können auf dem festeren Sand am Wasser fahren. Zu hauf Parken hier RVs und nutzen den Strand um ihre Quads etc. auszufahren. Wir fahren ca. 6 meilen entlang bis fast an das Ende um etwas aus dem Trubel zu fliehen. Jetzt müssen wir aber in den Weichsand, denn sonst müssen wir heute Nacht in Badehose schlafen. Grenny macht es Großartig und wir fahren durch den tiefen Sand ohne Probleme. Um so entspannter beobachten wir die großen Amerikaner in ihren Riesen Jeeps, wie sie aufgrund von Fhrfehlern stecken bleiben und sich freigraben müssen. :-) Schlecht für´s Kara, aber egal …. hihi….

Da habenwir es nun: Campen am Strand, freier Blick auf´s Wasser und Sonne. Der Wind hat das Meer aufgewühlt, aber zum Kiten reicht es nicht. Hingegen dazu um sein neues Surfbrett zusammenzubauen und mit Neo ins Wasser zu hüpfen. Da werden Kindheitserinnerungen wach. Stundenlang in der härtesten Brandung auf Sylt als kleiner Junge mit Bodyboard. Steffi fürchtet um mich, weil ich so klein aussehe zwischen den riesen Wellen. Die sind aber nur schaumig und harmlos. Ich übe das Paddeln auf dem Brett und surfe einige große Schaumbrecher. Die Aufstehphasen sind noch sehr kurz, aber laune hat es gemacht ohne ende. Wie früher! Mit viel Salzwasser im Magen und einem Grinsen von Ohr zu ohr verlasse ich zuletzt das Wasser. Nun Lagerfeuer mit Würstchen, Gitarre spielen und ein Glas Wein. Was kann es schöneres geben :-)

15.10.16 PCH Bis nach Santa Barbara

Das schlechte Karma wirkt schon: Nieselregen, Nebel, kalt, kein Kaffee mehr :-/ Das ist der Nachteil am Strandleben. Jetzt hat man nämlich draußen die nassen Sachen und muss versuchen alles zu verpacken ohne das ganze Auto einzusanden. Es wird ist aber eine Qual. Nachdem das Wasser genug zurück gegangen ist fahren wir über den Strand und teils durchs Wasser zurück. Im Nebel und it wenig Platz ein Abenteuer ansich. Zack wieder Luft in die Reifen und weiter geht´s nach Süden. Nieselregen?! Nicht mit uns! Unterwegs finden wir endlich mal wieder einen Walmart. Wir brauchten einiges, inkl. Kaffee, einem langen Schloss für die Tür, eine neue Sprühflasche, Batterien etc ect. An der Kasse macht der letzte von Steffis alten Travellerchecks Probleme. Bisher war es immer so, dass zwar keiner mehr Ahnung hat was er mit den Dingern machen soll, aber letztendlich ein Manager ihm sagen konnte welche Knöpfe zu drücken seien. Hier nun hatte die Dame an der Kasse irgendeinen unwiederruflichen Fehler begangen, so dass alle Artikel nocheinmal gescannt werden mussten. Ende vom Lied: Die Summen stimmten nicht überein, so dass nun beide Kassenzettel verglichen werden mussten. Alles SEHR langwierig! Nun ist auch der letzte Check verbraucht! Ich verputze einen großen Burrito, den langsam wird es richtig mexikanisch. Steffi bekommt bei Regen einen Burger. Weiter geht´s nach Santa Barbara. Nebenbei erhalten wir die Nachricht, dass mein lieber Vater überraschend doch nach SF geflogen ist und wir nun die ganze Familie zu sehen bekommen. :-)

In Santa Barabara spatzieren wir über den Pier und am Strand entlang, dann fahren wir weiter ca 15km südlich. Hinter Sea Cliff stehen auf einmal ganz viele Womos auf dem Seitenstreifen direkt am Strand. Wir meinen Verbotsschilder gesehen zu haben, aber wenn die alle abschleppen wollen, viel spaß. So parken auch wir direkt am Strand. Das Wasser töst schön laut. Morgen ist ein Reparaturtag fällig. Ein Regalbrett hat sich verabschiedet und wir können die Sachen vom Einkauf nicht richtig verstauen. Dies scheint ein guter Platz dafür zu sein. Abendessen: Brokkoli-Rosenkohlpfanne mit Reis (Alles frisch vom Feld!)

16.10.16 Reparaturtag und Neptuns Net

Es war irgendwie schon komisch, dass da so viele Womos in Reih´und Glied am Wasser standen. Wir dachten uns es sei eines dieser tolerierten Camps oder so. Es war ja auch spät. Am nächsten Morgen sehe ich was zuvor der RV vor uns verdeckte: Eine Bezahlstation. Als ich gerade bei der Summe von 28$ benommen zurück zum Auto wanke um eigentlich gleich abzufahren kommt auch schon der freundliche Ranger. Bei ihm darf ich dann gleich die Gebühr für die letzte Nacht nachlösen. Eine Geschichte a´la „wir sind gerade angekommen und wollen auch schon wieder los“ lass ich mal lieber, da sonst vielleicht eine Strafe droht. Die 28$ nutzen wir dann aber auch voll aus: Wir erledigen unsere Reparaturen und ich hüpfe das zweite mal mit dem neuen Brett in´s Wasser. Wir räumen den gesamten Schrank aus und verstärken das Regal, bzw. bringen weitere Haltepunkte für die Bretter an. So weit so gut. Jetzt ist der Küchenblock dran. Wer konnte ahnen, dass auf das Regal SO viele schwere Sachen kommen. Der Boden biegt sich schon und wir wollen keine Bruch riskieren. Somit zwänge ich mich schlangenartig zwischen Bett und Küchenblock und verschraube den Regalboden neu. Das geschenkte Holzstück aus dem Home Depo muss ein paar Stücke hergeben für Regalhalterungen. Die übrigen 20cm werden an das Fußende des Bettes geschraubt um das vorrutschen der Matratze zu verhindern. Vorgebohrt wird mit dem Pfrim aus dem Taschenmesser. Gesägt auch mit selbigem Geht erstaunlich gut. Auch de Feile kommt mal zum Einsatz. Ich hab mich immer gefragt ob man die jemals an seinem „schweizer“ mal gebrauchen kann. Nach getaner Arbeit räumen wir alles was so lang auf einer Plane draussen lag wieder ein und die Freude ist groß diese Arbeiten erledigt zu haben. Zur Belohnung ab in´s Wasser. Anstrengend so ein Surfer Leben, vorallem wenn man nur theoretisches Wissen hat und das Wasser aufgewühlt ist. Naja, für meine Zwecke genügt es. Ich übe brav wie im Lehrbuch beschrieben das umherpaddeln, unterkreuzen von Wellen und das surfen im Whitewater. Dann geht es weiter nach Malibu.

Es gibt einen Ort an dem jeder ordentliche Mensch halten muss auf dem Weg nach Malibu: Neptuns Net! Die Bretterbude am Wasser die frischeste Schweinereien aus dem Meer zu perfekten Preisen an Surfer/Locals und viele Motoradgangs verkauft hat sich in den 15 Jahren seit dem ich hier war kaum verändert. Eine neue Sitzgarnitur vielleicht. Man bestellt direkt an den großen Bassins mit den „lebenden Objekten“. Wir lassen es ein bisschen Krachen und gönnen und eine Platte mit Muscheln, Austern, Crab, und Shrimps. Hinterher schieben wir grandiose Crabcakes und Calamari. Wenn man schon mal da ist… Das ganze genießen wir draußen in der Sonne auf der Veranda sitzend in lockerer Atmosphäre. Den Sonnenuntergang genießen auf einer Anhöhe über dem Strand gleich gegenüber. Wir entscheiden uns gleich hier zu bleiben. Die Surfbusse rollen langsam ab, so dass wir direkt am Wasser parken können. Im Rücken ist zwar der Highway 1, aber was will man machen. Wir treffen noch auf 2 Canadier die auch in die Baja wollen. Groß gewachsene Surfhünen mit einem abgerocketen schwarzen Van, den sie aber schon so kurz vor der Reise gekauft haben. Er sieht aus als würden sie schon immer unterwegs sein. Ein bisschen Deutsch können sie auch „Lass saufen!“ und „was geht schnecke?“. Aus „Lass saufen“ wird leider nix denn sie wollen noch ein Stück fahren. Ein Walmart sei ihnen sicherer.

Mit Blick auf das Wasser und die letzten Surfer geht auch dieser Tag zuende. Wenn da nicht immer noch die Nacht wäre :-) Der vorbeifahrende Verkehr schüttelt GRenny etwas durch, aber die ganz große Erschütterung kommt um 4:30 Uhr morgens. Beim rückwärts einparken auf dem VÖLLIG LEEREN Seitenstreifen rumpelt eine etwas verwirrte Dame gegen uns. Zum Glück Stoßstange an Stoßstange und sie hat einen T3. Keine bleibenden Schäden, aber wir sind wach und ich stehe draußen im Regen um sie zu fragen ob sonst noch alles klar ist. Da fängt die Dame doch wirklich an mit mir Smalltalk über Deutschland zu machen. Während ich frisch geweckt um 4:30 Uhr im Nieselregen an der Straße stehe. Die hat Nerven! ;-) Aber wenn man nirgendwo sein muss am nächsten Morgen und nicht die Arbeit ruft, dann kann man sich ja einkuscheln und genau das genießen.

17.10.16 Malibu - Reifenkauf etc.

Nach der etwas unruhigen Nacht fahren wir morgens gleich nach Malibu. Ich möchte sehen was sich so verändert hat und wo das Hotel der Eltern ist etc. Den Rush-hour Verkehr nach LA rein über die 1 hatte ich nicht kommen sehen. So haben wir viel Zeit die Villen der Stars (bestimmt wohnen da nur stars…) zu begutachten während wir im schneckentempo voran kriechen. Wo früher das schöne Pierview Cafe und das legendäre (zumindest in der Familie Jensen;-) ) Malibu Casa Hotel einmal stand erkennt man nun nur noch an der Häuser- und Parkplatzform. Papi hat es mir bestimmt mal erzählt, aber unsere alte „Wirkungsstätte“ von damals gibt es nicht mehr. Jetzt steht da ein Luxusrestaurant mit Luxus Hotel (Nobu)…. Der an der Straße sitzende Koch bestätigt unsere Vermutung. So schön war es da… naja… alles fließt. Mc Donalds liefert noch Eiskaffe aber leider nicht da Wlan weswegen wir gekommen waren. Bei der ersten Reise hierher mit Papi zeigte er mir hier was „Refill“ bedeutet in dem er sich sein McSunday mit Schokosauce und Erdnüssen nach der Hälfte wieder mit Schokosauce und Nüssen auffüllen lies. :-))

Das Malibu Colony Plaza eignet sich sowieso viel besser für Wlan also auf. Hier finden wir eine niedliches kleines Shoppingareal mit Starbucks, Restaurants und Surfläden. Wir haben einiges zu erledigen und hier sitzen wir unter Palmen bei angenehmen Temperaturen und können bestes Wlan von Starbucks abgreifen. Vor allem müssen wir jetzt die Reifen organisieren. In Mittel-/Südamerika deutlich teurer als hier war von langem geplant in LA die Reifen zu besorgen. Unterwegs hatten wir ja schon erfahren, dass es den den ich in DE schon herausgesucht hatte (eigentlich um JETZT Zeit und Nerv zu sparen) in den US gar nicht gibt. Also kein Falken Landair…. wäre perfekte Preis-Leistung gewesen, aber naja. Als Alternative wählen wir den General Grabber AT2 in 205/75/R15. So können wir die Felgen behalten, er wird nur minimal breiter und etwas höher… und schöööön „offroadig“. Der nette Shop in Malibu ist am Telefon schon sehr freundlich und hilfsbereit, aber natürlich auch der Teuerste. Was kostet eigentlich Reifen drauf machen und auswuchten hier so im Schnitt?? Die Recherche geht weiter… Gut das man hier so schön über Skype die Läden anrufen kann. Die Amerikanische Internetseite die den Reifen schön günstig hat schlägt gleich eine Werkstatt vor zu der sie liefern können. Die Montagepreise kann man auch einsehen. Also anrufen…. die erste Werkstatt weiss von nix, die nächste kennt sich aus…
Aber: Zu früh gefreut. Die Webseite hätte gerne NUR US-Creditkarten/Paypal. Alles umsonst. Zur Rettung eilt: Walmart. Unser guter Walmart. Die haben den Reifen, montieren ihn auch spottbillig, nur die Lieferzeit ist etwas lang. Long story short: viele Zeit mit der Hotline später müssen wir zu einem Walmart hinfahren, da die Webseite auch meine „nicht US“ Karte nicht haben will. Dort angekommen kennt sich auch wieder keiner aus. „Nein, so etwas machen wir nicht… warum die Hotline das so sagt…. keine Ahnung“. AHHHHHH. Ende vom Lied: Auf meinen Vorschlag kaufe ich eine „Giftcard“ mit 550$ drauf (preis der 5 Reifen) um diese dann Online als Zahlungsmittel zu nutzen. Egal! Wir haben die Reifen bestellt und werden sie am 24.10. in San Diego montiert bekommen. Das liegt auf dem Weg und macht etwas die Wartezeit gut.

Übernachtet wird in der Topoanga Valley an einem Trailhead. Wir fahren eine kleine Straße mitten durch eine art „Ortschaft“. Die Straße endet blind und der Trail beginnt. Hier parken wir mit tollem blick über die umliegenden Berge. Ein großer Familienspaziergang der Dorfbewohner heißt uns gleich willkommen. Später treffen wir noch auf einen netten Typen der die Reise per Motorad gemacht hat. Beim Kochen des Abendessens (Reis, Chorizo, Rosenkohl) schaut ein junger Hirschbock interessiert zu.

18.10.16 Zuma Beach

Heute ist Strand angesagt. Zuma Beach lässt uns gar nicht erst vorbeifahren mit seine „leere“ und Parkplätzen an der Straße und Duschen und Wellen und und und. Baywatch lässt grüßen. So joggen wir auch gleich einmal den Strand ab und sehen wirklich den Rettungsschwimmerstützpunkt der (so oder so ähnlich) bei Baywatch zu sehen war. Die Autos sind nicht mehr Gelb und die Badeanzüge nicht mehr rot und Pam ist sicher auch nicht da, aber wir sind zufrieden. Dann ab an den Strand mit Handtuch etc. Ich hüpfe gleich auf´s Surfbrett (sogar das Frühstück vergessen) und komme erst nach 12 wieder herunter. Immerhin konnte ich mehrfach aufstehen und sogar meine erste „richtige“ (kein Whitewater) Welle reiten. Der Preis dafür ist hart, denn meine Versuche sind endlos. Zwischenpause im Campingstuhl. Steffi liest und bekommt einen Batmanförmigen Sonnenbrand :-) Zweite Runde surfen bis wirklich gar nichts mehr geht. Dann fällt ein Kiter am oberen Strandende auf. Nach einem Besuch dort wird klar: SOFORT KITEN, den hat da richtig Wind. In Windeseile packen wir zusammen und fahren an das obere Strandende. So schnell es eben geht holen wir die Kitesachen hervor. Neo hab ich ja den ganzen Tag schon an ;-) Steffi geht mit dem 12er raus, da der Wind etwas nachgelassen hat bis wir loskommen. Dann briest es aber wieder auf und Steffi hat alle hände voll zu tun. Hauptsächlich natürlich mit der BRandung. Damit kennen wir uns ja gar nicht aus. In Spanien war der Einstieg ins Meer so steil, dass wenn man die erste Welle überwunden hatte man fröhlich drauflos fahren konnte. Hier startet man zwischen brechenden Wellen und hat noch einige vor sich bis man hinter der Brandungszone ist. Steffi übt fleißig und sammelt so viel Erfahrung wie möglich trotz des etwas schwächelnden Windes. Allein schon in dem saugenden und zerrenden Wasser das Brett an die Füße zu bekommen, und da ist auch schon die nächste Welle die einen überspült… Wir sind ja nun nicht erst seit gestern auf den Brettern aber hier müssen wir nochmal etwas neues lernen ;-) Wärend der Kite trocknet springen wir nochmal kurz mit Surfbrett und Bodyboard in die Fluten. Steffi muss ihr Bodyboard einweihen. Nachdem wir nun auch die letzte Energie an das tosende Meer abgegeben haben kommt das schlimmste: Alles wieder wegpacken. Und duschen wollten wir doch auch noch ;-) Irgendwann ist es geschafft die ganzen nassen und sandigen Sachen zu säubern und zu verpacken ohne das Auto zu sehr zu versauen. Geduscht wird im dunkeln an den Strandduschen. Aber wenigstens überhaupt mal duschen :-) Die letzte ist schon wieder ein paar Tage her.

Wer so viel „gearbeitet“ hat hat sich eine BElohnung verdient. Bei Dukes in der Barefoot Bar (empfehlung von Tyler) ist Taco & Beer night. SO sitzen wir bei selbigem auf der beheizten Terasse über dem Wasser und können die Tacos kaum halten vor kraftlosigkeit und kaum zubeissen vor lauter grinsen. Guter Tag! Morgen kommen die Eltern und wir freuen uns riesig! Weiterer Grund zur Freude: Morgen Früh HACKTS! Mal gucken ob uns das Mehr wieder ausspuckt ;-)

Eingestellt von Kojensen 23:05 Kommentare (0)

Wir sind noch da...

Wenig Wlan und wenig Zeit beziehungsweise viel Zeit hinter dem Steuer bedeuten das die neuen Berichte noch etwas dauern. Für die Wartezeit hier ein paar schöne Bilder von unserer letzten Nacht am Strand.

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Eingestellt von Kojensen 13:55 Kommentare (1)

4.10 - 08.10.16 Yosemite bis SF

Wir sind schon aus SF wieder herausen und erkunden gerade Silicon Valley. Hier mal alle Einträge bis zum 08.10.

04.10.16 Yosemite und weiter zu den Sherman Islands

Es ist wirklich schon kalt hier oben. Über nacht hatten wir die Isolatoren in den Fenstern und etwas die Standheizung an. Morgens ist Eis auf den Scheiben. Wir schrauben uns die Serpentinen entlang und genießen das wunderbare Panorama des Parks. Highlight natürlich „El Capitan“. Diese schiere Felswand ist von unten schon sehr beeindruckend. Mit dem Fernglas erkennen wir zwei Kletterer die gerade ihr Nachtlager in der Wand abbauen. Nach einer schönen Rundfahrt durch Yosemite Valley fahren wir aus dem Park hinaus zu den Sherman Islands im Sacramento Flussdelta. Als wir ankommen sind sogar noch Kiter auf dem Wasser. Übernachten kann man auf dem Parkplatz welcher direkt an eine Wiese mit Picknickbänken grenzt. Man bezahlt „Bob“ in seinem Trailer 12,50 $/24h und es kann los gehen. Der Wind ist etwas sanfter und es wird Zeit den 14er zu flicken. Bevor die Dunkelheit einsetzt schaffe ich es eine Strut zu ersetzen.

05.10.16 Sherman Islands - Ordnung muss sein

Der Tag beginnt warm und sonnig mit einem gemütlichen Frühstück (Spiegelei, Rührei :- ) ). Nach so einem königlichen start blinzeln wir entspannt in Richtung des windstillen Wassers. Hier ist eine riesige Windfarm aufgebaut und es gibt thermische Winde. Natürlich ist aktuell eher Saisonende. Wir nutzen die Zeit und räumen Grenny fast komplett aus, machen sauber, reparieren den 14er fertig und arbeiten die Liste mit den vielen Dingen ab die wir schon lange machen wollten. Dann sitzen wir in der Sonne und lesen. Auch wenn wir an diesem Tag nicht mehr auf´s Wasser gekommen sind, sind wir hoch zufrieden mit all dem was wir geschafft haben. Am Spätnachmittag fahren wir richtung Oakland, an den Crown Point Beach. Wir können direkt am Strand Parken und sehen noch wie die letzten ihre Kites verpacken. Hier war also Wind :-) Wir machen einen langen Spaziergang am Wasser entlang und durch die wassernahen Strassen bis wir zu einem Einkaufszentrum kommen. Wir kaufen noch etwas bei Trader Joes ein und nutzen dann bei Mac Donalds noch das gute Wlan. In der lauen Nacht gehen wir zurück zum Auto. Von hieraus haben wir einen tollen Blick auf SF bei Nacht und die zuführenden Brücken. Wir versuchen uns möglich unauffällig zu verhalten und es gelingt. Wir können durchschlafen.

06.10.16 Kiten Crown Point

Bei solch einem Wetter mit so einem Panorama aufzuwachen ist immer toll. Die eher ruhige Wohngegend am Strand erwacht langsam. Zuerst scheinen die asiaten mit dem Sportprogramm dran zu sein. Wir beobachten das treiben amüsiert auf einer kleinen Morgenlaufrunde. Und nun? Naja, wenn man schon mal direkt am Strand steht, dann geht man an den Strand, oder? Wir legen uns auf unsere Handtücher an´s Wasser und lesen/jonglieren/gucken. Irgendwann kommt wie versprochen Wind auf und wir bauen den 14er auf. Ein paar Bahnen kann ihr mit Blick auf SF fahren, aber der Wind ist einen kleinen ticken zu schwach um richtig Spaß zu machen. Wir brauchen halt doch so ein Hydrofoil brett oder einen Softkite :-) Trotzdem toller Tag am Strand! Am Abend kann ich noch auf einer Longboardfahrt ein leckeres Eis für Steffi ergattern. Toller Surfboy Lieferservice… mit Kuscheln ;-)

07.10.16 Muir Woods

Am Morgen fahren wir los Richtung San Francisco. Ein kleiner Fahrfehler sorgt dafür, dass wir uns der Stadt nur ganz langsam über eine ihrer Brücken nähern und dann auch noch durch sie hindurch dürfen. Aber man muss sich immer wieder vorsagen: „Ich DARF in SF durch die Rush hour fahren und muss nicht zur arbeit! So fahren wir heute auch schon einmal über die Golden Gate. Am Muir Beach etwas nördlich der Stadt gibt es wohlverdientes Frühstück. Wir bauen alles auf dem Picknicktisch auf und blinzeln über den Pacific. BTW: Wir haben es von der Ostküste an die Westküste geschafft :-)
Der Muir BEach wird auch um diese Uhrzeit schon gut besucht. Der kleine Strand zwischen Klippen ist gefüllt mit ein paar Schulklassen, Surfstunden und ein paar Gruppen die wir nicht zuordnen können.

Im Anschluss fahren wir zu den Muir Woods wo die ältesten Redwoods stehen. Hier wurde nie abgeholzt, so dass der Wald ganz natürlich ist. Wir bekommen in dem vollen Gewimmel einen Parkplatz fast vor dem Eingang. Wir wandern ca 2 Stunden durch die mächtigen Riesen und sind entsprechend beeindruckt. Auf einer schattigen Bank schreiben wir ein paar Postkarten und Briefe für die die zu Hause noch keinen Computer haben :-)

Nun fahren wir zurück zur Golden Gate Bridge und auf den Aussichtshügel. Dieser ist selbst für hier SEHR voll und wir erfahren bald warum: Montag ist Columbus day, dieses WE ist Fleet Week und die Navy Jet Staffel macht Kunstflüge. Wir konnten sie schon von Oakland beobachten. Sogar eine Boing 747 dreht kunstvolle Schleifen über die Bay und die Brücke. Wir sind erst verwirrt was für eine tolle Schleife sie fliegt während sie vermeintlicha uf Landung wartet bis wir aufgeklärt werden.

Unser Übernachtungsplatz ist der Vistapoint direkt an der Brücke, denn dieser ist auch ein offizieller Rest Stop und man darf übernachten. Neben den ganzen irren Touris haben wir einen wunderbaren Blick auf die Brücke und die Stadt. So nah ist kein Hotel/Restaurant. Zwar gibt es nur „Nudeln“ aber dafür mit einem unbezahlbaren Blick! Zuvor laufen wir noch 8km (Über die Brücke, nach Crissy Fields und zurück). Wenn man so einen Blick hat verfliegen die km.

08.10.16 SF Teil 1

Mit dem Kaffe in der Hand können wir den Sonnenaufgang über der Stadt beobachten. Guter Start! Wir parken um auf einen anderen Parkplatz und holen die Klappräder vom Dach. Wir radeln bei schönstem Wetter über die Golden Gate in Richtung der „Haights“. Hier befinden sich noch die letzten Zuckungen des einst goldenen Hippiezeitalters. Unterwegs stoppen wir bei einem Fedex laden um Visitenkarten zu drucken. Das Internet ist super… wir können mit zu Hause telefonieren. Danach geht es weiter über die unerbittlichen Straßen SFs. Was schon Grenny wirklich forderte ist mit dem Klapprad auch nicht leichter. Die Strassen sind so unglaublich steil, dass man nicht weiss ob man lachen oder weinen soll. Wir schaffen es in die Haight Street. Hier liegen noch die letzten Wurzeln der Hippiezeit begraben und wir fahren durch eine bunte „würzig“ riechende Straße. Die Fußgängerwege sind gesäumt mit Menschen im John Lennon Stil, als Blumenmädchen, Steampunkgestalten oder 20er Jahre Damen. Alles Bunt, alles da! Wir setzten uns in ein Kaffee und beobachten das Treiben. Nach einem großartigen Sandwich im Haight Market radeln wir zum Mission Dolores Park. Hier soll immer eine Party gehen, also gucken wir mal nach. Und richtig! Die Wiesen sind voll wie als würde gleich John Lennon selbst auftreten. Es läuft Musik, manche feiern geburtstag. Das „public drincing“ scheint hier auch nicht so ein Problem zu sein. „If in SF, do als the SFians do“. Also ab zum nächsten Lädchen, Sixpack unterm arm wieder in´s Gras und die Sonne genießen. Ca. einen Sixpack lang beobachten wir das lustige Treiben. Wir sitzen in der „mexicanischen“ Ecke. Hier hat ein älterer Herr einen alten Reisekoffer dabei, aus dem er immer wieder ein Bier hervorholt :-)

Als wir Richtung Heimat radeln kommen wir durch den Castro Bezirk. Alle so schön schwul hier :-) Eine Vorstellung im „The Castro“ erweckt unsere aufmerksamkeit. Spontan besorgen wir uns noch Karten zu „Return to the Grey Gardens“ - eine Travestieshow. Wir stellen uns an um gute Plätze zu bekommen, holen uns Pizza wärend wir warten und strömen als wahrscheinlich einzige Heterosexuelle des Abends in das Theater. Die Stimmung ist SEHR ausgelassen. Das Stück ist ganz witzig, aber die Amerikaner sind eben SEHR leicht zu erfreuen. Der Saal tobt, wir vergeben eine 3- . Spaß hatten wir natürlich trotzdem. Jetzt müssen wr nur noch wieder nach Hause. Bei dunkelheit radeln wir den weiten weg bis zur Brücke. Hier stellen wir fest, dass nach 9 die Fußgängerwege schließen. Jetzt ist 11. Wir hängen fest. Der Bus der kommt ist auch nicht zu gebrauchen, denn er hält erst 1,5 Meilen hinter der Brücke. So kommen wir zu unserer ersten Trampingerfahrung.

Leicht frierend stehen wir am Straßenrand, den Daumen erwartungsvoll hinausgereckt. Wie viele Anhalter haben wir schon NICHT mitgenommen?! Wir bereuen dies im Nachhinein sehr, denn die ganzen schönen warmen Autos, welche reichlich Platz haben rollen kommentarlos an uns vorbei. Dabei gucken wir doch so lieb, und frieren doch auch so schön. Eine Lektion für´s Leben! Nach ca. 15 min (für Anhalterstandards also quasi sofort. Uns kam es lang vor) hält ein Armyveteran. Sein Auto ist etwas zugemüllt, aber wir sind nicht wählerisch. Er setzt uns auf der anderen Seite ab und wir können mit dem Auto die Räder holen. Die Bridgepatrol beobachtet unser Treiben interessiert.

Eingestellt von Kojensen 12:35 Kommentare (1)

05.10.16 Bilder Sherman Islands + Oakland

Den windlosen Tag in Sherman Island haben wir genutzt Grenny mal auszupacken und einige neu zu organisieren. Geputzt wurde natürlich auch. Kitereparaturen standen auch an. Nun sind wir an der SF Bay in Oakland. Morgen gibt es angeblich guten wind. Wir haben direkt am Strand geparkt und blicken auf San Francisco. Mal gucken ob man uns auch schlafen lässt :-)

Ostküste->Westküste / Atlantik-> Pacifik abgeschlossen:-)

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Eingestellt von Kojensen 22:15 Kommentare (1)

29.09-03.10.16 Mal alle in einem Post

29.09.16 Grand Canyon und Fahrt zur Valley of Fire

Jetzt ist es aber lange her, das ich etwas schreiben konnte. Die folgenden Berichte zeigen vielleicht warum :-)

Wir fahren auf jeden Fall zum Grand Canyon. Er ist in der Nähe und den „muss“ man ja wohl gesehen haben, oder? Auch wenn wir mitlerweile etwas Canyon-krank sind, denn es ist wieder wie mit den asiatischen Tempeln… irgendwann reicht´s :-)

Wir fahren also in den Grand Canyon NP zum North Rim. Dieser liegt uns am nächsten und der weg zum vielfach besuchten SouthRim ist uns zu weit… naja, und Rim ist Rim, oder nicht? Die landschaft ist saftig grün und gut bewaldet. Man könnte auch „Pampa“ sagen. Warum sie so grün ist finden wir bald heraus: Es regnet in strömen und bizarre Wolkenfelder ziehen auf. Teils hübsch, teils „bäh“. Später erfahren wir, dass die Arizonianer ganz froh über Regen sind. Später erfahren wir auch, dass viele Landschaften bei „bewegtem“ Wetter deutlich interessanter sind als bei blauem Himmel und Sonnenschein. Erste Amtshandlung also: Regenjacke raus, warme Klamotten an und hinaus. Am Visitor Centre geht ein Weg zu einem Lookout. Wir blicken rechts und links in den gigantischen Canyon. In der Ferne umspielen Wolkenmassen die Berge und Canyonwände. So entsehen im sekundentakt neue Szenerien und wir sind gar nicht mehr so traurig über den Regen. Vorne angekommen treffen wir auf zwei deutsche (beim Foto machen wie so oft). Sie wollen auch noch am selben Tag nach Las Vegas fahren und wir geben ihnen ein paar Tips und verabreden uns locker auf einen Drink. Wir haben genug gesehen. Es war schön, aber es reicht auch. Auf dem Rückweg begleiten uns schräge Flötentöne. Eine Dame versucht ihr Glück die Nebelschwaden zu beschwören mit einer wohl frisch erworbenen Flöte. Wir schmunzeln…

Zurück im Auto heißt es Podcast rein und los. Bis Vegas sind es 450km. Mit einem euphorischen „Viva las vegas“ auf den Lippen freuen wir uns auf die Stadt. Wieder ein neuer Bundesstaat (Nevada) empfängt uns. Es ist immer ein freudiges Ereignis, denn die Bundesstaaten hier sind ja eher wie Länder bei uns. Es wird schnell wüstig und karg. Die Highways wie mit dem Lineal gezogen. Etwas wie Namibia ohne Tiere (hatten wir schon mal, oder?) Obwohl ich schon einmal da war hatte ich es wohl komplett vergessen. Die Valley of Fire kommt VOR Vegas. Unser „Viva Las Vegas“ muss nochmal verstummen als wir beschließen den Park anzuschauen. Wir sind etwas zu spät und drehen am Eingang um, denn wir wollen die Gebühr nicht zwei mal zahlen und Sonnen Untergang war schon bzw. passiert gerade. In der Nähe von Overton auf „Snowbird Mesa“ können wir übernachten. Hier ist ein riesiges flaches Plateau mit Blick in die rötlichen Berge. Hier soll es zu Zeiten sehr voll werden, vor allem mit Langzeitcampern (Spitzname „Poverty Flats“). Wir sind auf dem riesigen Areal nur zu dritt. Wir stellen Tisch und Stühle heraus. Das Klima ist perfekt. Trockene, nicht zu heisse Wüstenluft. Wir kochen Nudeln (machen wir gar nicht so häufig wie es klingt :-) . Dazu gibt es die lustige Soja-Chorizo Wurst. In einer Teewurstartigen Plastikhülle wohnt diese wunderliche rote Paste, die man wohl anbraten soll. Sie schmeckt würzig lecker. Wir runden ab mit etwas „Käse“-Sauce. Dazu ein kühles Bier bei untergehender Sonne in dieser bizarren Wüstenlandschaft. Wir begucken lange den unglaublichen Sternenhimmel. Happy!

30.0916 Valley of Fire und VEAGS

Der Morgen ist halt so spektakulär wie er eben ist wenn um einen herum die Berge und die Wüste alle leicht rötlich sind und die Sonne aufgeht und sonst niemand da ist, auch keine Häuser etc.

Am Visitor centre tanken wir Wasser und Duschwasser. Der Parkplatz wir vorrübergehenderweise von Rehen und Dickhornschafen/böcken bevölkert. Es wird sehr schnell SEHR heiss und wir keuchen uns einen Wanderweg durch die bitarren rot/weiß gestreifen canyons. Den Rest begutachten wir vom Auto aus. Hinaus und ab nach VEGAS. Mein Kongressbesuch vor ein paar Jahren hat sich gelohnt. Ich habe nicht alles vergessen und kann Steffi ein bisschen was erklären. Der Parkplatz hinter dem Ballys ist schnell gefunden und die anderen WOMOs die hier stehen versprechen eine ungestörte Nacht. Also holen wir mal seit langem mal wieder „ordentliche“ Kleidung hervor (auch wenn hier die meisten herumlaufen wie am Strand) und stürzen uns in das getümmel. Wir wollen erstmal etwas Essen. Die Buffets der verschieden Casinos sind hier der gehobene Anlaufpunkt. Wir laufen den Strip hinauf bis zum Excalibur und besuchen das frisch renovierte Buffetrestaurant. Für 20$/Nase erhalten wir hier ALLES was das Herz begehrt in toller Qualität. Mal wieder in einem „richtigen“ Restaurant zu sitzen ist auch angenehm. Klar das wir am Ende fast platzen, aber das Nachtischbuffet konnten wir einfach nicht auslassen :-) Dann navigieren wir uns zielsicher durch die Casino Labyrinthe und tuen was man eben in Vegas so tut: Penny_Slots spielen, Gratisgetränke trinken, people watching, Cocktails aus Gläsern trinken die wie der Eifelturm aussehen (Steffi) oder bis zum Knie reichen (KO). Die Casinos beeindrucken wie auch beim letzten mal mit ihrer Fähigkeit immer das Gefühl zu induzieren es sei zwischen 17 und 20 Uhr und auf jedenfall mal Zeit zu spielen. Ausgänge sind wie immer SEHR schwer zu finden. Uhren gibt es keine. Klar. Wir latschen uns die Füße wund zurück zum Bellagio über das „Paris“ mit seinen frivolen Shows. Schöne Wassershow vor dem BEllagio. Dann noch etwas spielen, aber wir werden müde. Um 22:30 Uhr sind wir zurück an Grenny. Wir sitzen in der Tür und schauen in die umliegende Skyline des Strips. Auch ein toller Spot. Es muss nicht immer die Natur sein. Ein kleiner Spaziergang in die nächtliegenden Querstraßen bringt noch ein 7-Eleven Bier und eine Pizza hervor welche wir unter der Heckklappe sitzend verputzen. Auch das ist Vegas. Langsam ist es erträglich genug abgekühlt um ans schlafen zu denken. Die Heckklappe wir wieder auf Kipp verschlossen, Ventilator an, Schiebetür auf Kipp verschließen und dann geht es gerade so.

01.10.16 Shopping, Circus Circus und Fahrt nach Beatty

Fast noch mehr fasziniert hat mit bei meinem ersten Vegas BEsuch der Kontakt mit „Ross - Dress for less“. Dies ist ein GEschäft in dem auf wunderliche Weise Markenklamotten SEHR günstig angeboten werden. Besucht man diese in eher ärmeren Bezirken bleiben noch mehr der „teureren“ Stücke übrig (Danke Robert!). Steffi kann es kaum erwarten dieses Wunder zu erleben. Frühstück gibt es in der Main Station in Old Vegas im eigentlichen Downtown Las VEgas. Hier sind die Schilder noch mit echten Glühbirnen bestückt, die Automaten funktionieren zum Teil noch mit Münzen und das Publikum kommt anscheinen extra hier her um „oldschool“ zu spielen. Hier waren Robert und ich einmal beim Buffet und es war sehr günstig und gut. Also auf. Es ist Samstag, also gibt es „Champagne Brunch“. Die Sektbrause aus den kleinen Plastikbechern schmeckt gar nicht schlecht, auch wenn die Herren in der Champagne hier vielleicht anders denken würden. Wir feiern das Frühstücksbuffet (hatten wir ja nun auch noch nicht) und mischen bunt zwischen Pancakes, Tacos, Pizza, Salat und Eis. Was für ein Fest! Da wir sonst orgens nur schnell heiss Wasser über ein paar Quickoats schütten (auch sehr gut) haben wir dass Gefühl es verdient zu haben. :-) Mit (zu) gefüllten Bäuchen wanken wir die Fremonst Street (wo alles begann) hinab und können anscheinen gar nicht aufhören durch die vielzahl an Souvenirläden zu stöbern. Zuletzt bestaunen wir noch den weltgrößten Goldnugget im „Golden Nugget Casino“ und besteigen dann unser Ross und reiten zum Shopping. Steffis Augen glühen allein schon vor Vorfreude. Zuletzt bin überraschenderweise ich es der zwei prall gefüllte Tüten mit Klamotten herausträgt. Man muss aber auch sagen, dass ich schon LANGE nicht mehr shoppen war. So kann ich nun zwei schicke Stoffshorts (eine mit kleinen Ankern, eine mit kleinen pinken Flamingos…HALLO??!!), eine art Hawaihemd (ebenfalls mit Flamingos), sowie eine weitere Shorts und einige T-Shirts mein eigen nennen. Wichtig waren auch neue FlipFlops und eine neue Boardshorts. Die Klamotten sehen klasse aus… etwas Hipster-sommer-surfig und ich genieße den Gedanken sie bald tragen zu können.

Was fehlt noch bei dem Vegas Besuch? Wedding Chappel…. genau! Man empfängt uns überraschend herzlich, auch wenn wir nur gucken wollen. Eine nette Dame führt uns herum. Wir sehen einen Elvis (der andere ist gerade „in Gebrauch“ bei einer Hochzeit) und die Räume die gerade nicht benutzt werden. 12 Hochzeiten pro Tag. WOW?! Inkl. Drive Thru etc. Hier übringens schon für 99$ zu haben. Wie viele Jahre hätten wir reisen können hätten wir DAS vorher gewusst. Naja, egal :-) Das sonst immer fotografierte Ortsschild, so zeigt man uns, wurde vor einigen Wochen von einem betrunkenen umgefahren und noch nicht wieder aufgestellt. Ironisch nicht wahr?

Letzter Besuch gilt dem „Gold&Silver Pawn Shop“. Selbst eine absolute Institution. Hier gibt es wirklich ALLES was die Leute zu GEld gemacht haben und die Inhaber sind kleine Berühmtheiten. Wir sehen einige echte Picassos, Miros, und Dalis. Die günstigesten schon für 750-1500$. Wir denken hart über das etwas andere Kunstmitbringsel nach. Der Gedanke dem überraschten Besucher unserer Zukünftigen Bleibe einen echten Picasso zeigen zu können amüsiert uns stark. :-) Nun aber wirklich raus hier. Bye Bye Vegas. Du hast uns in 24h alles gegeben was du hattes. Wie immer ist auch hier der eigene Standpunkt wichtig in Betracht zu ziehen. Wenn wir nun prüde Amerikaner wären, ohne „Public Drinking“ etc., dann ist es schon gut zu verstehen wie die „kleinen“ hier stolz wie Oskar mit einem echten Bier in der Hand von Casino zu Casino laufen….

Hinaus, Hinaus, doch wohin?! Death Valley natürlich! Anlaufstelle: Die Stadt „Beatty“. Wir verlassen Vegas im dunkeln über die 95. Noch lange sehen wir im Rückspiegel den Strip mit all seinen Verrücktheiten. Kein Wunder, dass dieser Ort die Menschen und Filmemacher so magisch anzieht. Die nähe zur Area 51 wird uns erst klar als wir an einer Tankstelle/Bordell halten und die ganze Alien Memorabilia sehen. Wir parken kurz vor Beatty auf einer Anhöhe,

02.10.16 Ghost Town, Death Valley und Hotsprings

Am Morgen müssen wir uns ersteinmal umschauen wo wir überhauüt gelandet sind. Ein ganze horde Kinder mit Familie stapft an uns vorbei auf einen Nahegelegenen Hügel um den Sonnenaufgang zu beobachten. Sie haben wohl an einem nahegelegenen See gezeltet. Auf dem Weg nach Death Valley fahren wir noch durch Rhyolite, ein Ghosttown mit noch stehenden Gebäuden. Wir sehen alte Autos, Sessel und verrottete Betten in den Ruinen. War mal 3. größte Stadt NEvadas…. naja, bis das Gold aus war halt :-) Hier wurden auch in jüngerer Zeit bizarre Kunstwerke geschafen. Eine Lebensgroße Interpretation des „Letzten Abendmals“ kann ebenso bestaunt werden wie große Masten, teils mit daran genagelten Objekten. An den mit den Schuhen Schrauben wir fachgerecht einen meiner alten FlipFlops. Immerhin über 10 Jahre in meinem Besitz. („If in a Ghost Town, do as the Ghost do?!).

Nächster Halt: Death Valley. Der Höhenmesser auf dem Armaturenbrett unterschreitet unter unseren staunenden Augen die „0“ und soll noch bis auf ca -100m absinken. Wir sind auf einmal gefangen in dem wüstigen Tal. Die Meere aus Salzackern beeindrucken ebenso sehr wie die Saltflats und das „Badwater“ (hier wollte der Esel des kartographierenden Geologen nicht trinken…. kein Wunder, es ist gesättigte Salzlauge. Der Herr schloss daraus, dass es „Bad Water“ sein müsste. Der Ort heisst immer noch so und ist Namensgeber zu einem der härtesten Ultraläufe der Welt, dem „Badwater“. Hierbei laufen die Läufer vom niedrigesten Punkt bis zum höchsten Punk in den Lower 48 (dem Mt. Witney). Wenn man die Doku schaut erfährt man, dass die Hintze ein geringeres Problem sei, als die Berge. naja, hier wird der 4000er ja auch wirklich von GANZ UNTEN bestiegen. Zum Spaß machen sie es im July, wenn es 50 °C hat. Als selbst amateur Ultraläufer habe ich die Berichterstattung immer eng verfolgt und da ist es klar, dass ich nicht hier sein kann ohne zumindest selbst ein paar km zu laufen. Der letzte Ultra (Chiemsee, 118km DNF) ist zwar schon etwas her, aber bei meinem 24h Lauf hatte es ja tagsüber auch 42 °C. Somit frisch ans Werk. Kappe mit Nackenschutz und langes weißes Lykra, sowie mein Laufrucksack statten mich schonmal gar nicht schlecht aus. Ich mache mit Steffi eine Strecke von 10km aus, aber nach 5km soll sie mal auf mich warten. Es geht los. Interessanterweise hat es zusätzlich gefühlte 12 Windstärken, welche die Hitze irgendwie verstärken. Wir wähle natürlich eine Strecke auf der der Wind von hinten kommt, weil man wirklich kaum gegen ihn an kommt. Das öffnet ein neues Problem. Ich werde so wüst vorrangeschubst, dass ich mit den Füßen abbremsen muss. Der angenehmste Teil ist der Bergaufteil, weil auf der restlichen Strecke meine Oberschenkel die Prügel ihres Lebens erhalten. Es fühlt sich an wie ein „BErgab“ Lauf. Wer schon mal lange Strecken berg ab gelaufen ist, weiss, dass dies deutlich schlimmer ist als berg auf. Die Erfahrung ist es wert, aber trotz der mikrigen 10km verlangt es mir einiges ab. Viel Wasser muss immer wieder über den Kopf, das Hemd etc. Steffi macht wie schon zuvor perfekten „support“. Die Zeit von 60 min. sind dem Rückenwind geschuldet ;-)

Wie viele Touristen wohl an diesem Tag dachten, dass jetzt gerade der Badwater Ultra stattfindet? Und wie viele haben sich gedacht: „Der ist entweder sehr weit vor oder sehr weit hinten“ :-)

Wir verlassen die heise Wüste (die sich wirklich zieht) über die 190 nach westen. So schnell sind wir in Californien gelandet wir konnten es gar nicht richtig feiern. Wir haben es vom östlichsten Bundesstaat in den westlichsten geschafft!

Aus der Wüste in´s Paradis: Wir übernachten an den Keough hot springs. Hinter denen mit Eintritt befinden sich die von den Lokals selbst geschaffenen Pools an denen wir übernachten. In der dunkelheit fahren wir die knochige Sandstraße hinauf und treffen hier auf 3-4 weitere geparkte Fahrzeuge. Die Leute liegen in aufgestauten anteilen des heissen Flusses. Wir hüpfen auch hinein und können in den Sternenhimmel gucken während wir im warmen wasser liegen. Problem: wer will denn jetzt wieder heraus in die nun schon SEHR kalte Wüstennacht. Bibbernd und zittternd trocknen wir uns ab. Zu schnell in Grenny kann man ja auch nicht, denn wir sind nass und sandig. Aufgeräumt haben wir auch nicht. Keine gute Vorbereitung :-) Wir wärmen und gerade bei Nudelsuppe auf, da kloppen freundliche spanische Gesichter. Ihr kleiner Van, den sie sich von einem Freund geliehen haben, braucht Starthilfe. „Si, claro!“. Wir werden für den nächsten Tag auf einen Kaffe nach Bishop eingeladen, denn dort wollen die jungs zum Bouldern, so wie wir.

03.10.16 Bishop und Richtung Yosemite

Der morgen ist frisch mit blauem Himmel. Wir legen uns mit Kaffee in die Hotsprings und können unser Glück kaum fassen. In Boulder treffen wir die lustigen kletter-spanier in dem besagten Cafe. Wir leihen uns in dem kleinen Kletterkaff noch schnell eine Bouldermatte und auf geht´s. Man muss wissen, dass Bishop DER Boulderspot ist. Hier Klettert die Weltspitze! Und jetzt auch wir. Wir schließen uns der spanishen Gruppe an, die einen Freund aus der Gegend haben. So navigieren wir uns unter fachkräftiger (und bekiffter) anleitung durch das große Feld mit den riesen Steinklötzen. Steffi chillt im Van…. Bouldern ist ja nicht so ihrs. Ich lerne die „warm-up“ Boulder kennen und merke schnell, dass ich mich in einer absoluten Profigruppe befinde. Naja, die Jungs kommen aus Catalonia und machen da auch nichts anderes, also was habe ich mir gedacht. Die immer größer werdende Gruppe ist aber wirklich klasse. Alle scheinen irgendwie etwas ungeplant hier hängen geblieben zu sein und genießen die Freiheit des tägliche kletterns. Jobs in Cafes oder in den National Forests werfen genug zum leben ab. Alle leben sowieso in ihren Vans/Autos. Es scheint das normalste der Welt zu sein und wir fühlen uns in guter Gesellschaft Mittags sitzen wir im Kreis im Staub und Essen und erzählen. Die Jungs wollen für alle Kaffee machen, was auch dank unserer Hilfe nicht in einer absoluten Katastrophe endet. Zuletzt finden auch Steffi und ich noch ein paar Boulder welche wir vollständig erklimmen können. Man muss sagen, dass der extrem körnige und harte Stein, sowie die grundsätzliche kunst des Slab climbings (man steht quasi auf einzelnen kleinen Körnern die aus der Wand hinausschauen und Hände haben mehr nur dekorative Funktion) liegen uns nicht ganz so. Hinzu kommt, dass draußen zu Bouldern sich wirklich maßgeblich vom indoor Bouldern unterscheidet (ganz im gegenteil zum klettern am Seil zB). Allein die Höhe der Teile… Aber den anderen zuzuschauen ist eine Attraktion für sich. Wir kennen uns ja nicht so aus, aber wahrscheinlich waren ein paar „Stars“ dabei. Die meisten kommen aber im Winter, so sagt man uns. Da sei es schön kalt und trocken, da gingen die Routen am besten. Na dann :-)

Wir nehmen Astra, eine der Kletterinnen, noch mit zurück in die Stadt. Sie arbeitet seit 4 Jahren bei einer Organization die hier die Trails baut. Unter staunen erfahren wir wie sie oben in den Bergen diese schönen Stufen etc. in die Wanderwege bauen. Wir schauen uns auch noch ihren Van an. Ein Ford high top welchen sie innerhalb von 2 Wochen wirklich sehr net ausgebaut hat. Wir bekommen von ihr noch eine selbstgestaltete Postkarte und Tips für die Weiterreise durch den Yosemite. 2 Pässe seien schon aufgrund von Schnee geschlossen und somit unsere Route über die Sierras an die Küste etwas länger. Na prost!

Am Abend schaffen wir es noch bis kurz vor den Parkeingang. Es hat 2 Grad und wir sind schon wieder auf fast 3000m.

Eingestellt von Kojensen 11:57 Kommentare (1)

2.10.16: Bilder Ghost Town + Death Valley

Wenn man einmal in Death Valley ist MUSS der "ultra" natürlich laufen gehen... SEHR harte 10km bei "nur" 37*C, aber gefühlt 12 Windstärken ;-)

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Eingestellt von Kojensen 17:05 Kommentare (1)

29.09.16-01.10.16 Bilder VEGAS BABY

Es war alles was es sein konnte... und dann schnell wieder raus.
Btw: Ein echter Picasso ging bei 1500€ los ;-)

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Eingestellt von Kojensen 17:05 Kommentare (0)

28-29.9.16 Bilder Valley of Fire

NACH dem Grand Canyon (regen) und VOR Las Vegas kommt... die Valley of Fire

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Eingestellt von Kojensen 16:55 Kommentare (0)

Kurzmeldung

Wir haben es über Las Vegas durch Death Valley bis nach Bishop (Californien) geschafft. Die letzten Tage waren voll gepackt mit erlebnissen. Berichte Folgen. Aber der von Angels Landing ist mal oben...

Eingestellt von Kojensen 16:40 Kommentare (0)

28.09.16 Angels Landing

28.09.16 Angels Landing

Wie besprochen fahren wir nach dem Aufstehen direkt in den Park um uns einen Parkplatz zu sichern. Dort wird erstmal ausgiebig gefrühstückt. Wir beäugen gegenseitig die verschiedenen Ansätze des kochens/verstauens etc. Die Stimmung ist weterhin sehr ausgelassen. Wir alle freuen uns mal „jemanden zum reden“ zu haben und wir passen einfach gut zueinander. Wir beschließen zusammen zu den Emerald Pools zu wandern um dann ab 1 Angels Landing zu gehen. Dieser berühmte Weg muss einfach sein. Die Emerals pools sind nicht so beeindruckend, aber zu viert haebn wir mächtig Spass und lachen viel. Um kurz vor 1 brechen wir auf diesen anspruchsvollen Weg auf. Steiler und immer steiler Winden sich die engen Serpentinen den Berg hinauf bis wir abgekämpft zuletzt am Observation Point stehen. Hier geht es erst richtig los. Eigentlich muss man sagen, dass es bescheuert ist, dass dieser Weg überhaupt so existiert. Zur Beschreibung: Ein schmaler, teils abschüssiger und rutschiger Pfand auf einem schmalen Grad mit ungebremsten Fall in die Tiefe in beide Richtungen. „gesichtert“ ist er mit einer Kette an der man sich festhalten kann. In Europa wäre dies ein Klettersteig B/C. Die Mentalität „man kan dafür nicht verklagt werden, also was kümmern uns die Menschen“ ist klar spürbar! Die Leute wissen nicht auf was sie sich da einlassen. Zusätzlich zu der gefährlichkeit des Weges kommen die Massen an Menschen die dort versuchen mit Turnschuhen entlangzuklettern. Die Hälfte mit Todesangst in den Augen. Unter alpinistischen Gesichtspunkten eine absolute Katastrophe. Hinzu kommt, dass nun schlechtes Wetter aufzieht. Dunkle Wolken und Wind versprechen baldigen Regen und Regen und Sandstein… :-/

Wir kehren schon nach den ersten Metern wieder um, da das Wetter sich verschlechtert und auch so das ganze für alpin erfahrene sich nicht gehört. Erwin aus Garmisch wäre stolz auf uns. Schockiert beobachten wir wie die Menschen trotz beginnendem Regen weiter hinaufsteigen. Die Felsplattform auf der wir warten ist auch nicht begrenzt. An einer Seite geht es senkrecht nach unten und eine Frau warnt, dass hier erst letzte Woche ein Pfadfinder in den Tod gestürzt sei. Die Menschen kümmert es nicht, sie setzt sich weiter fröhlich an den Abgrund mit ihren Chucks und Bierbäuchen. Wo ist hier der Ranger der sagt, dass bei dem Wetter keiner mehr hinauf darf? Wo die Begrenzung auf vielleicht 30 Personen die nur auf einmal auf das letzte Stück dürfen? Der Park sagt „alles auf eigenen VErantwortung“ und „PEchgehabt“…. naja, alles Andere wiüde ja auch kein „Freedom“ bedeuten. Jeder hat das Recht sich und andere in den Tod zu reissen wenn er mit Chucks (!) einen ungesicherten Klasse B/C Klettersteig bei Regen geht! Wir haben unsere Bergsteigerehre auf jeden fall gerettet und werden alsbald Erwin schreiben :-)

Im Regen gehen wir hinab und kommen mit müden Beinen an den Autos an. Etwas Asia Nudel und Kaffee schicken uns in die wunderbar wohlig erschöpfte Welt des Bergwanderers nach einer schweren Tour. Zu viert liegen wir mit den Köpfen auf dem Tisch und wollen uns nicht Rühren. „Ehepaar“ Ganser-Liebe wollen eigentlich DRINGEND duschen und wir wollen eigentlich weiter zum Grand Canyon. Irgendwann raffen wir uns doch auf. Wir verabschieden uns und verabreden uns für die nächsten Tage/Wochen, denn unsere Route ist sehr ähnlich und wir haben uns SEHR gut verstanden.

Wir schaffen es noch bis nach Kanab kurz vor Arizona. Hier können wir einsam im Wald am Fluss stehen. Abendessen wieder China Nudel. Die Schnelligkeit des Essens gefällt uns:-) Ich probiere meine erste Chelada (Bier mit scharfen Tomatensaft). Eigentlich eine mexikanische Spezialität aber die Dosen lachen mich schon seit Tagen an. Die Anfänglich Euphorie endet in einer weggeschütteten Dose… naja, vielleicht ist es frisch besser :-)

Ich sitze noch lange mit der Stirnlampe draussen und klimpere auf der Gitarre. Mein Publikum ist ein kleiner schwarzer Käfer welcher sich tapfer das ganze „Konzert“ anhört. Nur manchmal verkriecht er sich unter einem kleinen Blatt wenn mein Gesang gar zu schief wird.

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27.9.16 The Narrows ZION

Und heute der große Wurf: 5:30 Uhr aufstehen. 15km durch kaltes Canyonwasser kraxeln. Rechts und links hohe Felswände. Zum Glück sind wir früh los und waren alleine. Nach 6 Stunden haben wir den Canyon fasziniert wieder verlassen. Ausführlicher Bericht folgt.

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26.9.16 Kanarra Creek

Ein bisschen Spaß am Nachmittag in einem kleinen wunderschönen Canyon

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