Reise blog von Travellerspoint

Von diesem Autor: Kojensen

Grenny ist wieder da!

Am Mittwoch konnte ich Grenny am Hamburger Hafen wieder in Empfang nehmen. Er ist wohlbehalten zurück und freut sich jetzt auf eine Generalüberholung beim Mechaniker.

Vielen Dank für alle Kommentare und fürs mentale Mitreisen.
Wir drücken Euch und bis bald 😘

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Eingestellt von Kojensen 06:25 Kommentare (0)

Abgesang

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Over a year ago we set out on an epic adventure. We quit our jobs, built out a van in the snow and rain and set out to drive from Canada to Chile. Some questioned our motives politely, other called us stupid and would never understand the „WHY!“ In this year we, visited 17 countries, and drove more than 43000km. First along the epic endless highways of Canada and the USA, then through difficult Central America, over mountain-passes nearly 5000m high, along beaches and endless mountain tracks barely drivable. We drove in megacities like New York and Mexico City, and also through barren backcountry without seeing anyone. On some roads we feared so much for our car we nearly cried, but apart from a few minor issues Grenny did an excellent job on getting us from one dream destination to the next. We street-camped in New Yorks Spanish Harlem, protected by the local gangsters, camped on the biggest Saltlake in the world, slept in a parking lot in Las Vegas with view of the Strip and sailed form one lonely Caribbean island to the next on our way to Colombia. We wildcamped for weeks on uncountable beaches, waking up with the sunrise, fishing, kitesurfing, and dancing by the campfire. Our skin turned almost black, our hair blond and our bodies so salty you could see white lines on it. We swam with whales and sharks, seals, Turtles and penguins. We witnessed the magic and wonders of the Galapagos islands. We saw bears, monkeys and sloths hanging out near our van. We made incredible friends we have for life, and had to say so many sad goodbyes as our ways parted again. We spent nights being eaten alive by mosquitos, not knowing where to turn because of the heat. In other nights all our drinking water froze solid. Some days we battled a snowstorm hiking up to 5000m or spent a whole night lying awake just focussing on „breathing“ because of the altitude. We chewed coca while trying to catch our breath hiking through the cordillera blanca for 4 days. The Canadian wilderness swallowed us for two days while we paddled down the restigouche river, alone withe the Eagles overhead and moose families drinking by the water. We spent 5 days deep in the amazon, living with the locals, watching them hunt with spears, blowgun and poisoned arrows. Their simple and eternally wise ways touched us so deeply it changed the way we see the world for ever. We crossed endless boarders, with endless paperwork and endless efforts to improve our Spanish. We spent christmas on a lonely beach cracking coconuts, and new years in Belize with the locals. We surfed waves in Malibu and in Lima, road our bicycles all the way down Manhattan and over the Golden Gate bride. We were without money or a working credit card in El Salvador, had a car crash in Mexico, got stopped in a roadblock by armed men with masks in Guatemala and threatend by a gangmember from Honduras. We nearly collapsed in the heat at the Panamanian boarder because they would not process our documents, we reentered the US from Mexico by accident because a boarder guard forgot to take our Visa out. We laughed and we cried, we fought and we loved. We toasted to every sunset we could and could still not believe we were on this journey. Processing it all, slowly, as our journey comes to an end, we realize that we can never go back. This will always be with us and the time we will need to process all of it seems endless. Thank you for following our journey and supporting us. We loved showing our you some distant parts of the world. Maybe we inspired one or two souls to rethink their position in life, their dreams and passions. Maybe some still remain unfulfilled?! There is no time….GO NOW!

Eingestellt von Kojensen 15:31 Kommentare (1)

Bilderupdate Uruguay

Kurzes Update vom 18.8.17:
Nach wunderschönem letzten Stellplatz haben wir Grenny verpackt und gestern am Hafen abgegeben. Heute fahren wir mit der Fähre nach Buenos Aires. Wir haben viel zu verarbeiten in den letzten Tagen der Reise und ich werde die nächsten Tage noch mal einen ausführlichen "Abgesang" verfassen.

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Eingestellt von Kojensen 05:22 Kommentare (0)

10.8.17 Bilder Hochzeitstag nahe Uruguay

Steffis Häkelkünste, eine Bootsfahrt, ein verrücktes Schaf und viele schöne Sonnenuntergänge. So waren die letzten Tage hier in den Sumpfgebieten nahe der Grenze zu Uruguay.

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Eingestellt von Kojensen 08:55 Kommentare (2)

23.07. - 03.08.17 Mendoza, Valdes, Puerto Madryn

Wir haben wieder Netz, und ihr wieder was zu lesen. Heute (10.08.17) stehen wir vor der Grenze zu Uruguay und werden gleich rüber fahren. Die letzten Tage haben wir mit der Fahrt von Valdes hierher verbracht. Die letzten 2 Nächte haben wir hier in den Wetlands an einem schönen Fluss übernachtet und unseren Hochzeitstag gebührend gefeiert ;-)

23.07 - 25.07.17 Mendoza/Maipu

Wir knüpfen gleich da an wo wir aufgehört haben: Weinregion ahoi! Am Morgen an unserer schicken Tanke holt Steffi uns ein paar Croissants und einen Kaffee aus dem Tankstellenbistro. Danach wird vollgetankt, auch der Tank auf dem Dach (den wir direkt auf dem Dach betanken). Das ständige Gesuche nach Tankstellen die Karte nehmen nervt uns, somit füllen wir mal alles auf. Danach fahren wir nach in die Weinregion Maipu. Mendoza, welches wir durchqueren, wirkt schön Tranquilo. Bewässerungsgräben durchziehen die ganze Stadt und werden über die umliegenden Flüsse bei bedarf geflutet um die Pflanzen zu bewässern. Wir sind ja eigentlich in der Wüste! Mendoza hat >1000 registrierte Weingüter und viele sind in maipu. Die Strassen sind bis zum Horizont mit Weinstöcken gesäumt und ein Schld nach dem nächsten weißt die Weingüter aus. Das erste Camping hat kein heisses Wasser und ist zuweit ab vom Schuss. So landen wir bei Camping „de la Alimentation“. Der Platz ist leer bis auf ein paar Leute die eine Party vorbereiten. KEiner gehört zum Platz. Ich rufe „Hola“ am Haus und bekomme Prompt Antwort: „Hola! Hola!“. Als ich der Stimme um das Haus folge finde ich hier nur einen Papageien, der zwar freundlich antwortet, aber auch nicht weiss wieviel hier die Nacht kostet. Irgenwann kommt jemand und wir werden , zusammen mit Nynke und Nils, die einzigen Bewohner. Es ist ja absolute „Offseason“. Wir richten uns komfortabel ein. Es gibt Strom. Die Dusche ist heiß (Kaltwasser muss man mit einer Zange am Rohr „nachregeln“ :-) ). Wir kochen und Grillen, probieren Weine und spielen „Kings“. Wir machen es so argentinisch wie möglich und schaffen es auch. Auch die Tierwelt auf dem Platz ist sondrbar. Frei nach lateinamerikanischer Manier rasten die Hunde völlig aus wenn man ihnen etwas Liebe und Aufmerksamkeit schenkt. Sie weichen uns nicht von der Seite, wollen gerne mit ins Auto und vertreiben andere Hunde die weiter unten in der Hackordnung stehen (aber auch gerne etws „Liebe“ hätten). Die Vierbeiner übertreiben natürlich total und müssen nachdem sie unsere Schuhe zerlegt haben mit großen mengen Wasser auf ihre Plätze verwiesen werden. Die schuldigen Blicke erweichen trotzdem das Herz. Unsere ca 12 Hunde (ein richtiges Rudel) schleppen sogar einmal einen wunderschönen fasanähnlichen Vogel an. Frisch getötet, alles für die Liebe. Dennoch sind sie nicht das sonderbarste Tier: Für die Geburtstagsparty eines der Kinder steht auf einmal ein Pferd auf der Wiese. Es verliert das Interesse an der Feier und besucht uns. Auch das Pferd kann mit der entgegengebrachten Liebe nicht umgehen und fängt an den Müll aus den Tonnen zu räumen. Zuvor aber trinkt es aus meinem Matebecher (es ist ein argentinisches Pferd!) und lässt sich bereitwillig einen Zopf flechten. Nur die Fliege die Nynke für ihn gehäkelt hat mag es nicht tragen. Der Ort ist klein und süß. Die Touristen kommen nur zaghaft in der Offseason und für uns ist es gut so. Der Schlachter bei dem wir Fleisch kaufen wird von zwei Unikaten bemannt. Beide mit dicken Armen und dicken Nacken und ohne ein einziges Haar auf dem Kopf verrichten sie die ehrenvolle Aufgabe (die Argentinier scheinen jeden Tag 6-10 kg Fleisch zu kaufen?!). Am letzten Tag mieten wir Fahrräder von „Mr. Hugo“ und radeln von Weingut zu Weingut. Fachmännisch und familiär bekommen wir die Weine zur Verkostung und eine Führung. Mittagessen auf einer sonnigen Terrasse über Weinstöcken. besser wird es nicht!
Auch eine Olivenöl und Marmeladenverkostung ist dabei. Was man alles leckeres aus den Trauben machen kann. Ganz in der Nähe der Olivenölverkostung ist bei iOverlander ein Punt eingezeichnet der uns schon die letzten Tage schmunzeln lies. Es wird von einer gefährlichen „Favela Street“ berichtet und wir lachen herzlich, da Maipu hauptsächlich aus Einfamilienhäusern und schicken Autos besteht. Mit dem Fahrrad wollen wir dem ganzen nun auf den Grund gehen. Die Strasse ist hübsch und führt in eine Allee die durch die Weingüter zu führen scheint. Wir lachen herzlich, bis wir von ein paar Locals angehalten werden, die uns sagen, dass es da hinten ein gefährliches Viertel gäbe wo auch sie sich nicht hintrauen würden. Wir halten es erst für einen Scherz bis sie es deutlich für uns wiederholen. Na gut, es ist nicht die Strasse direkt gewesen und wir haben das Viertel nie gesehen, aber seltsam ist es schon. Am wahrscheinlichsten handelt es sich um eine Hüttenansammlung der Weinpflücker, die für die dortigen Verhältnisse (wie gesagt: Einfamilienhäuser) einem sozialen Brennpunkt entsprechen mag. Warum es uns so komisch vorkommt ist weil wir die letzten Monate , rein optisch, quasi Konstant durch „schlechte Viertel“ gefahren sind und nun alles aussieht wie in Blankenese uns die Leute aber etwas von einem „schlechten Viertel“ erzählen wollen. Wir werden es nie erfahren, aber alle mussten herzliche lachen… Immerhin war das der Dauerbrenner unserer Witze in den Tagen davor :-) Die gemeinsame Zeit ist zu Ende, wir müssen uns von Nynke und Nils verabschieden. Was haben wir zusammen gelacht, gegessen und getrunken. Vorallem gegessen, da die beiden immer so begeistert kochen (egal wie spät).

26.07.17 Mendoza Arbeitstag

Genug des Müßiggangs. Wir verabschieden uns früh und fahren in die Stadt. Erst ist ein Getriebeölwechsel dran. Vielleicht hilft der dabei die Schaltprobleme zu beheben. Die alten Herren am Lubricentro haben Spaß an uns und der Inhaber a.D. bringt seine Mitarbeiter ganz durcheinander indem er versucht mit „zu Helfen“ das richtige Öl zu finden. Leider hilft das nicht bei den Schaltproblemen. Dann zu Walmart. Ausgiebige Walmart session. Er ist wie in den USA. Google und Diagnosealgorithmen aus dem Klinikalltag führten dann doch zu der Lösung des Schaltproblems: Eine Lagerkugel des Getriebes ist hin. Jetzt sehe ich es auch, tief daunten im Motor. Erstaunlich, dass er überhaupt noch schaltet. Naja, wieder was gelernt. Nun brauchen wir eine neue. Der VW Händler hat nur Sachen für neue Autos aber deutet zu einem tollen kleinen Laden. Dort angekommen schildere ich dem weißhaarigen Inhaber was ich brauche und zeige ihm ein Bild. Auch ohne Teilenummer kommt er kurz darauf mit dem richtigen Teil wieder hervor. Der Blick sagt: „Ist das alles?!“. Somit haben wir die Lösung des Problems für 3$… jetzt muss diese ca 1,5cm durchmessende Kugel nurnoch auf den sie haltenden Stab. Ganze Artikel im Internet drehen sich darum wie das geht, dass es sehr schwer ist, und dass sich Leute dafür eigene Spezialwerkzeuge bauen. Na super. Aber es hilft ja nichts.Dann zur Alineacion und Balanceo (Spureinstellung, Auswuchten). Es ist nötig und der Mechaniker macht es sehr gut. Am Abend fahren wir schonmal richtung Westen, denn am nächsten Tag wollen wir nach Uspallata. Übernachtung an einer Tankstelle nahe Lujan de Cuyo.
Dann stecke ich beide Arme und den Kopf tief in den noch heißen Motorraum an der Tankstelle die uns auch als Übernachtungsplatz dient. Die Getriebestange ist schnell freigelegt und ein paar Schrauben später muss „nur noch“ die Kugel über den Stab. Natürlich rutscht sie weg und verschwindet in den tiefen des Motorraums. DIe nächsten 2 STunden werden damit verbracht diese Kugel zu suchen. Es kann doch nicht sein, dass sie weg ist. Sogar die Motorwanne schrauben wir ab…nichts… (am Ende finden wir sie 20m bergab auf dem Parkplatz am nächsten Morgen. Sie muss unter die Autos gerollt sein.). Ich sehe aus als hätte ich schon mein ganzes Leben in einer Schrauberbude gearbeitet, denn beide Arme und der Kopf sind voller schwarzem Öl. Die Unterseite von Grenny war ja auch noch eingesprüht vom Salzsee. Es gibt so Abende da kann man nur verlieren, aber das gehört wohl zum „vanlife“ dazu. Schön ist aber, dass mehrere Leute anhalten und fragen ob sie helfen können.

27.07.17 Uspallata und beginn der Fahrt nach Osten

Wie gesagt taucht am nächsten Morgen die Kugel wieder auf. Wenigstens etwas. Dann muss „nur noch“ die Motorwanne wieder drauf. So beginne ich den Tag wieder ölverschmiert. Ein Zustand der die nächsten Tage anhalten soll. Jetzt auf in die Berge richtung Uspallata, der Ort an dem „7 Jahre in Tibet“ gedreht wurde. Steffis Lieblingsfilm. Die Strasse führt durch einen schönen Canyon und an einem Bergsee vorbei. Hier gäbe es dann auch die Schneeketten :-) Der Ort hat auch die ersten Skiverleihstationen. Vom Filmset ist nur ein Cafe übrig, dass aber auch nicht mit Requisiten „prahlt“. Ein kleiner Reinfall, aber die Fahrt hin/zurück war sehr schön. Auf dem Rückweg halten wir mit Blick auf den See an und Braten ein kleines Steak. So muss es sein und die Plagen den Vorabends sind vergessen. Wir schaffen es an diesem Tag über San Luis hinaus bis nach General Pedernera /Villa Mercedes. Immer die zweispurige AU07 entlang. Komplett flach. Gerade wie mit dem Lineal gezogen. Drumherum nur flache, teils überschwemmte Pampa mit Kühen (die die Trockenen Maisfelder abgrasen). Wenig zu sehen aber exzellente Fahrbedingungen. Bei einer Polizeikontrolle erklärt mir eine nette ältere Polizistin noch, dass immer „helle“ Lichter eingesetzt werden müssen und die Anhängerkupplung ab muss. Hatten wir schon geahnt aber jetzt wissen wirÁs. Zum Glück nur verwarnt. An der Tankstelle (mit nettem Grasareal und gutem Wifi) darm ich mich wieder ölig machen: Die Anhängerkupplung wurde wahrscheinlich noch nie abgeschraubt und ich stemme und fluche, aber irgendwann ist sie ab. Gern geschehen Argentinien. Dann großer Rotkrautsalat und kleines Steak.

28.07.17 2. Fahrtag nach Osten bis Pichi Mahuida

Frühstück, volltanken, losfahren. Bedeckter Himmel. Weiterhin schnurgerade, flache Fahrbahn. Überflutete Felder. Umleitung aufgrund der Überflutung. Empanadas zu Mittag von einem kleinen Stand. Wir schaffen über 700km. Nach der 7 geht es die 35 schnurgerade hinunter. Die trifft dann auf die 3 und führt uns irgendwann auf die Halbinsel Valdez. Das ist aber erst morgen. Heute übernachten wir WIEDER an einer Tanke, aber sie sind auch so herrlich praktisch. Sogar Duschen gibt es hier, die wir dankbar annehmen. Die Reihe „Kai schraubt an Tankstellen an Grenny rum“ geht in die letzte Runde. Die Kugel ist ohne Spezialwerkzeug nicht aufzuschieben und ich will nichts kaputt machen. Somit kommt jetzt Pragmatismus: Die Kugel wird an einer Seite mit heißem Messer aufgeschnitten und dann über den Stab geschoben und wieder verklebt. Was nicht passt wir passend gemacht :-) Und nun ist das Werk vollbracht: Die Schaltung geht wieder und ich fühle mich als hätte ich den Motor zerlegt und wieder zusammengebaut. So sehr kann man sich freuen wenn man eigentlich keine Ahnung hat ;-) Die Tankstelle hat noch etwas sehr argentinisches: Heißwasser Automaten. Man kann etwas Geld einwerfen und dann seine Thermoskanne darunter stellen. Diese speziellen Automaten fallen uns nun überall auf. Schöner Sonnenuntergang hinter der Tankstelle.

29.07.17 Ankunft Peninsula Valdes
Same old same old: Frühstück, tanken, losfahren. Gestern haben wir schon das Schild „Region Patagonia“ (geht sehr weit nach Norden) passiert, heute kommen wir an einem Schild vorbei „Ushuaia 2067 km“. Wir könnten problemlos „vorbei fahren“, aber warum. Wir wollen nicht nur für 2 Tage diese öde Fahrt auf uns nehmen um etwas „abzuhaken“. Diese Reise ist für uns da und wir sind sicher nicht losgefahren um irgendwelche „Ziele“ zu erreichen. Andere sollen das Öde Stück nach Alaska und zurück fahren und dann noch die letzten öden 2000km, nur um sagen zu können sie wären die GANZE Panamericana zu fahre. Wenn das dass Ziel ist, Bitteschön… wir haben andere :-) Da wir so brav gefahren sind die letzten 2 Tage sind die 1700km (west nach ost) schnell verschmolzen und wir fahren auf die Halbinsel auf. Für 300 Pesos Eintritt kann man so lange bleiben wie man will. Wir holen uns die erforderlichen Infos im Visitor Center und fahren in den kleinen Ort „Puerto Piramide“. Hier sind nur ein paar kleine Häuschen, aber alle süß bemalt. Fast skandinavisch. Auch hier ist low season und alles hat zu. Wir fahren ein paar km Schotter und dann Sand, dann stehen wir auf den Klippen über dem Meer. Alleine. Einsam. In den ersten 5 Minuten sehen wir gefühlt 30 der großen southern right Wale. Direkt vor uns im Wasser. Das muss man erstmal verdauen :-) Wir sitzen in Grenny und beobachten staunen die teils springenden Wale. Sonnenuntergang über dem Meer. Toronte Rose aus Maipu. Lesen. Frieden. Hier wollen wir etwas bleiben.

30.07.17 Valdes Klippen Tag 1

Aufwachen, Sonnenaufgang aus dem Heckfenster beobachten, Kaffee kochen, den ersten Walen bei Freudensprüngen zuschauen. Lesen. Hörspiel. Wir haben nur noch wenige Wochen und hier soll unsere letzte richtige Station sein. Draussen peitscht der Wind und wir haben es drinnen gemütlich. Wir reflektieren die letzten 12 Monate und freuen uns auf die letzten Wochen aber auch die Zeit zu Hause. Die ersten Wohnungen (möbliert) werden anvisiert und die ersten tage zu Hause geplant. Auch dort wird es ein Abenteuer bleiben was die Rückkehr nicht schlimm macht… nur ein weiteres Abenteuer. Mittags macht Steffi Empanadas. Ein kleiner Spaziergang auf den Klippen (die vollständig aus Sediment bestehen). Den Imperial Kormoranen zuschauen. Mehr Wale gucken. Mit einem Glas Wein auf die Klippe bei Sonnenuntergang.

31.07.17 Valdes Klippen Tag 2

„Otra de la mismo“ - Ein weiteres des Selben. Heute etwas mehr Häkelei und etwas mehr Gin Tonic.

01.08.17 Puerto Piramides

Irgendwann müssen wir mal unsere Klippen verlassen. Im Ort versuchen wir (erfolglos) Geld abzuheben. Schade, denn wir haben kein Bargeld mehr. Dabei wollten wir doch einkaufen gehen. naja, kommt Zeit kommt Fischplatte (man kann mit Karte Zahlen). Danach fahren wir noch zu ein paar Aussichtspunkten. Viele Wale und Seelöwen. Geld können wir zum Glück in einem der Whalewatching Tours bekommen: Sie tauschen zu gutem Kurs Dollar. Jetzt sind wir wieder flüssig… aber natürlich haben die Supermärktchen schon wieder zu… um 1600 Uhr. Wir Tanken noch und füllen Wasser beim örtlichen Wasserwerk auf. Das Internet ist Mau aber es gibt Arbeit an der Hochzeitszeitung für Katrin zu tun. Jetzt haben wir ja Bargeld und können unsere Simkarte aufladen. Unser Stellplatz auf den Felsen ist nicht nur schön, er hat auch (da Blick auf den Ort am anderen ende der Bucht) 4G! So arbeitet Steffi mit mobilem Netz auf den einsamen Klippen im Internet an der Hochzeitszeitung. Wir entscheiden uns gegen eine Whalewatchingtour, da wir von der Klippe so viele Wale, so nah sehen können. Auch bemerken wir, dass meist wenn die Wale springen kein Tourboot in der Nähe ist. Nachts hören wir wie immer die Wale „schnarchen“. tagsüber sieht man über die ganze Bucht verteilt die ausgestossene „Gischt“ aus ihren zwei Atemlöchern. Nachts hört man es…

02.08.17 Valdes Klippen tag 3

Einen Tag gönnen wir uns noch. Wir haben eingekauft und haben schöne frische Brötchen zum Frühstück. Dann wieder Wale gucken, lesen. Später Gitarre spielen 8auch für die Geburtstagskinder Donni und Pelle).

03.08.17 Puerto Piramides und Loop um die Insel, Fahrt nach Puerto Madryn

Auch die schönste Klippe muss verlassen werden. Warum einige Overlander hier 2 Monate stehen verstehen wir nicht ganz… bei all der Schönheit. Im Ort gehen wir in dem kleinen Süßen „Cafe El Origen“ frühstücken. Die kleine Holzhütte hat einen Ofen und selbstgebackenes Brot. Dann beginnen wir unsere Inselrundfahrt. Die Landschaft ist steppig, Guanacos (kleine Lamas) stehen herum. Weitere Tiere die wir sehen: kleine Strausse, ein haariges Armadillo/Gürteltier und die übergroßen „Meerschweinchen“ (Name von der Redaktion geändert). Leider noch keine Pinguine. Am Abend fahren noch bis nach puerto Madryn auf einen großen aber verlassenen Campingplatz. Wir sind mit die einzigen Bewohner und haben die ganzen Annehmlichkeiten (Inet, Duschen etc.) für uns :-) Ganz schön groß diese Stadt, aber auch wieder gaaanz tranquilo.

Eingestellt von Kojensen 08:55 Kommentare (0)

Bilder Valdez

vor einigen Tagen haben wir die Halbinsel Valdez erreicht und verbringen unsere Zeit damit den springenden Waalen vor unserer Haustür zu zu schauen ;-)

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Eingestellt von Kojensen 08:55 Kommentare (1)

Bilder Chile, Argentinien

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Eingestellt von Kojensen 17:35 Kommentare (0)

13.07. - 22.07.17 Calama (Chile) bis Mendoza (Argentinien)

Da wir nun endlich etwas Netzt haben gibt es heute am 26.07.17 mal wieder einen Schwung Berichte. Wir sind nun schon auf dem Weg aus Mendoza heraus und werden jetzt den Weg nach Valdez and der Ostküste Argentiniens antreten. Viel Spaß beim lesen :-)

13.07.17 Calama, Fahrt nach San Pedro

Zuerst fahren wir nach Calama. Wir hätten nicht gedacht dass es so groß ist. Die „europäische“ Infrastruktur mit neuen Autos, Fahrradwegen und Bordsteinen etc. macht uns immer noch fertig. Auch halten sich die Menschen wieder deutlich strikter an die Verkehrsregeln. Zuerst kommt ein ganz wichtiger stop: der LIDER Supermarkt. Es ist letztendlich ein Walmart mit anderem Namen. Lange streifen wir durch die Gänge des riesigen Supermarkts und sind einfach nur fasziniert was es hier wieder alles zu kaufen gibt. Von Computern, Druckern, riesige Auswahl an Kleidung, Campingartikeln etc. So müssen sich die Menschen aus dem Osten nach der Wende gefühlt haben. Und Wein gibt es, und GÜNSTIG ist er :-) Tagesprojekt: Versicherung besorgen und WIFI finden. Wenn nun wieder mehr Menschen ein Auto haben, heisst das auch, dass die Strassen voll von ihnen sind. entnervt kämpfen wir uns zum ersten großen Einkaufszentrum. Der Falbella department store soll Versicherungen haben. Hat er auch, aber für Extranjeros nur in einem anderen Büro. Also wieder gefühlte 2km Mall wieder zurück humpeln (der Rücken ist heute besonders hilfreich!) und zum nächsten. Ach ja, wir wollen ja immer noch Schneeketten kaufen die man an manchen Tagen zwingend für die Grenze braucht. Dazu fahren wir auch zu verschiedenen Läden in der vollen Stadt. Letztendlich finden wir keine und haben die Info, dass es die nur in Südchile gibt. So schnell wird fluch zum Segen, denn die großen vollen Strassen und Einkaufszentren machen das vorankommen mühsam. Dann bekomme ich eine Versicherung in einem kleinen Büro in der Innenstadt. Steffi lässt sich derweilen von einem netten alten Taxifahrer erzählen wie gefährlich Calama ist… wegen der kolumbianischen Drogenmafia und der Prostituierten. Überall das gleiche, kaum sind alle Häuser verputzt, die Infrastruktur ist Top und alle haben einen etwas gehobeneren Lebensstandard fangen die läute an mit solchen Horrgeschichten. Ja ja, alles ganz gefährlich hier, das sieht man … wir müssen später herzlich lachen. Das Gespräch verhilft uns aber zu einem sonst nur für Taxis reservierten Parkplatz, denn sonst gibt es keine. Weiter geht unser „leicht“ anstrengender Tag, denn das Restaurant was wir für typische Küche und WiFi ausgemacht hatten hat nach langer Baustellenfahrt ZU. Zuletzt aber sitzen wir zufrieden bei einem etwas schickeren Asiaten. Um uns herum lächelnde Menschen beim Businesslunch. Alles sehr ungewohnt. Das Essen ist super und das Bier mit deutschem Namen auch. Wifi ist damit auch abgehakt. Leider kann man die weltgrößte Tagebaumine nicht mehr besuchen, aber in einer Strasse sehen wir die Karkasse eines dieser haushohen Tieflader. Chile ist für uns einfach so schon eine totale Touristenattraktion, so dass wir auch die Geisterstadt (erst 2007) um die Mine herum auslassen und nach San Pedro de Atacame fahren. Schöne fahrt durch die Atacame Wüste mit wechselnden Felsformationen und Canyons. Exzellente Strasse mit Leitplanken auf beiden Seiten. San Pedro kam uns im Kopf immer viel größer vor und so sind wir recht überrascht als wir am Ende auf einer Klippe oberhalb eines Dorfes stehen. Ja das ist es, inclusive veganer Burgerrestaurants und Massageläden. DER Touriumschlagplatz von/nach Bolivien. Wir campieren auf der Klippe oberhalb der Stadt unweit der Strasse. Schöner Sonnenuntergang.

14.07.17 Paso Jama

Ein Tag der mir schon länger sorgen gemacht hat bricht an. Die Passüberquerung nach Chile. Noch vor 1 Woche waren alle Pässe lange geschlossen. Täglich habe ich den Twitteraccount des Zolls gecheckt. Wir haben Schneeketten gesucht und zusätzlich viel sorge gehabt ob Grenny die 4800m packt. So stehen wir am morgen mit einer langen Schlange von Trucks und ein paar Autos vor der Schranke die die Strasse zum Pass frei gibt. Etwas verspätet öffnen die Polizisten die Strasse für die bibbernden Autofahrer. Der Weg zum ALMA (weltgrößten Radioteleskop) bleibt uns auch leider versperrt. Wir haben zwar gesehen, dass es eine Bushaltestelle gibt im Ort von der man ab Mittags an einer Tour teilnehmen kann, aber wir wollten natürlich selber hinfahren. Irgendwann biegen wir auf eine Schotterstrasse ab. Der Schnee türmt sich meter hoch, aber leider müssen wir an einer Schranke umkehren. „Restricted Area“. Da darf wohl nicht einfach jeder hinein, und wir hätten den Bus nehmen müssen. Pech gehabt, weiter geht es. Unwirkliche Landschaft, rechts und links 3m hohe Schneewand. Immer noch Spuren der Schneefräsen. Grenny macht es super und wir kommen am Pass an. Jetzt folgt etwas, dass versteht nur jemand der sich durch 17 Lateinamerikanische Grenzen gekämpt hat: Wir bekommen einen Laufzettel, und arbeiten dann 5 Schalter ab die alle neben einander liegen. Dann sind wir fertig. Unglaublich. So schnell und effizient. Die Leute die von Süden nach Norden unterwegs sind werden sich umgucken :-) Jetzt folgen 500km „leere“ Landschaft bis zum nächsten Dorf und für die Nacht fahren wir einfach neben den Highway in die freie Natur.

15.07.17 Salta

Am Morgen geht es weiter Richtung Salta, unserer ersten Station hier in Argentinen. Vom ersten Eindruck des Landes müssen wir sagen, dass Chile etwas schicker ist von der Infrastruktur, aber hier in Argentinien sind die Autos und die MEnschen quasi 99% „europäisch“. Wir fallen erst auf wenn wir unseren Mund öffnen. Damit kommen natürlich auch die Nachteile: Drängelnde Autofahrer, und viele davon. Über eine herrliche zweispurige Autobahn fahren wir zuletzt nach Salta. Vorher aber zieht ein blauer Jeep vor uns aus einem Ort und wer könnte es sein: NILS UND NYNKE! Was für ein Zufall! Auch sehen wir zum ersten mal große mengen an Lateinamerikanischen Touristen: Die Argentinier sind alle unterwegs um Wochenendurlaub oder sonstige Ferien zu machen. Sie haben ihre Thermoskannen und Matebecher im Anschlag und erkunden das Land. Viele vorallem mit Campern. Wir sehen so viele Camper der unterschiedlichsten Formen wir können gar nicht glauben, dass sie nie Argentinien verlassen und wir sie vorher nicht gesehen haben. Später wird auch klar warum: Die Argentinier sind eine camping Nation wie die Holländer, aber dazu braucht es natürlich auch Campingplätze. Die haben sie hier in Argentinien in jedem Dorf. Mit Swimmigpool und Grillplatz natürlich. Zum Glück sind die jetzt etwas vereinsamt weil Winter ist, aber trotzdem sehen wir hunderte von schicken Sprintervans und alte ausgebauten Mercedesbusse. Nach großer Wiedersehensfreude fahren wir also nach Salta. Die Strassen haben Strassenlaternen, Schlaglöcher gibt es keine. Am landen wir auf unserem ersten „echten“ argentinischen Campingplatz. Ein riesiger leerer Pool ziert die die Mitte und trockene Wiese mit Bäumen drumherum . Jeder Platz hat Strom und natürlich einen Grillplatz. Den benutzen die Argentinier quasi den ganzen Tag. Angeblich vertilgen sie im Schnitt fast 1kg Fleisch am Tag. Wir fühlen uns wohl und wollen ein paar Tage entspannen nach der langen überfahrt. Zuletzt kommt noch Casa Rolante dazu und wir sitzen wie eine große Familie zusammen, grillen, trinken Wein und erzählen. Erzählen mit den Argentiniern ist etwas schwieriger, denn das argentinische Spanisch ist nochmal ganz anders. So viele Worte auf den Schildern entlang der Strasse sind neu und in direktem Kontakt haben wir häufig Schwierigkeiten weil viele neue Worte dabei sind.

16.07.17 Salta Tag 2

Steffi, Nils und Nynke erforschen heute Salta und ich schone den Rücken. Am Nachmittag gibt es frische selbstgemachte Empanadas (denn hier verkaufen sie den Teig im Laden) und am Abend gibt es wieder Steak und Wein in alt bekannter Runde. Naja, wir sind ja auch in Argentinien, oder?!

17.07.17 Auf nach Cafayate
Nach ausgiebigen Duschaktionen in den großen Duschgebäuden (ohne Vorhang) des Platzes machen wir uns langsam fertig zur Abfahrt. Etwas Wlan in der Sonne noch und dann geht es los. Interessiert beobachten wir die Argentinier vor ihren etwas ungewöhnlichen Campern. Trotzdem muss man sagen, dass alles eher „deutsche“ Züge hat. Trainingsanzug, Fußabtretmatte, Strom, Toilette im Camper :-) Die Fahrt führt uns durch Landschaft ähnlich der von Utah oder Arizona. Rote Felsen und viel nichts. Wir wollen an einer versprochenen „Ziegenkäsefabrik“ halten. Unterwegs sind viele Stände mit „Queso de Cabra“, aber wir wollen ja zu DER Fabrik. Angekommen ist es auch nur ein kleiner Verschlag und Käse gibt es auch keinen. So können Pläne auch mal zerplatzen :-)) In Cafayate (der ersten großen Weinregion) fahren wir an den Marktplatz. Wir können direkt dort parken. Irgendein Guide hat das „Casa de la Empanadas“ ausgespuckt. Ok dann geht es da hin. Alle haben hunger (auf Grund von Mangel an Ziegenkäse). Letztendlich sind die Empanadas super, aber die 4 Personen in der Küche machen quasi jede der kleinen Teigtaschen einzeln und wir beissen fast in die Tischplatte bis die Köstlichkeiten endlich kommen. Hier gibt es sie immer im „Dutzend“. Wir bestellen einmal „mixto“ und werden nicht enttäuscht, haben aber immer noch Hunger am Ende. Bestellen werden wir nichts mehr, denn sonst kommt es sicher nicht vor Mitternacht. Die Wände sind vom Boden bis zur Decke mit Sprüchen beschrieben, und wenn wir nicht so Hunger gehabt hätten wäre es sicher noch netter gewesen. Ein bisschen streifen wir noch durch Salta um dann hinaus zu fahren auf der Suche nach einer Wildcampsite. Zuerst nehmen wir die falsche Strasse. Rechts und links abgeerntete Weinstöcke und Zäune. Dann fahren wir zurück Richtung „Canyon“ (die Richtung aus der wir kamen) und fahren einen Sandigen Weg in die Wildnis. Wunderschönes „nichts“ zwischen trockenen Büschen und rotem Sand. Nils kocht Risotto (die beiden kochen immer sehr elaboriert, aber wir hätten uns oft für etwas schnelleres entschieden und einfach noch ein Buch gelesen. Bei den beiden gehört es dazu immer auch was gutes zu kochen. Jeder nach sin möch :-) ). Das Risotto ist natürlich der Hammer. Wir essen bei eisigen Temperaturen wieder alle zusammen in Grenny wie schon auf dem Salar. Am nächsten Tag geht unsere Cafayate Erfahrung richtig los.

18.07.17 - 21.07.17 Cafayate

Nachdem die Wäsche gewaschen ist und ein (schlechter) Kaffe am Marktplatz getrunken wurde erkunden wir noch etwas die umliegenden Geschäfte. Ich habe lange durchgehalten, aber es ist quasi unmöglich sich der Matekultur der Argentinier zu entziehen. Auch unglaublich ist, dass der Rest der Welt davon quasi nichts mitbekommt. Irgendwann muss sich ganz Argentinien geeinigt haben, dass es normal ist immer eine große Thermoskanne unter dem Arm zu haben und in der anderen Hand einen speziell geformten Becher mit einem speziellen Metalstrohalm. Meist tragen die Menschen eine ganze Tasche, die speziell für diesen Zweck gemacht ist, mit sich herum. In ihr befinden sich wie in einem Picknickkorb alle Utensilien für den Mategenuss. Es hat etwas vom Pfeife rauchen… oder Heroinabusus. Es geht so weit, dass in den schickeren Kleidungsgeschäften neben den Mannekins in schicken Kleidern nicht nur die passenden Handtaschen/Schuhe stehen, sondern auch noch ein farblich passender Matebecher und eine Thermoskanne. Vielleicht in genau das gleiche Leder geschlagen wie die Handtasche. Da glaubt man man hat alles gesehen oder zumindest davon schonmal gehört, und dann dass. Wie gesagt, man fühlt sich nicht ganz zugehörig, wenn man nicht auch lässig einen Matebecher mit sich herumträgt und genussvoll an dem Metallstrohalm mit eingebautem Sieb saugt. So kaufe nun auch ich einen Matebecher mit Strohhalm. Ein stylisch moderner mit ausgeklügeltem „Strohalm-Siebsystem“. Die „Traditionalisten“ würden sicher mit dem Kopf schütteln, aber mir gefällt mein neues grünes Becherchen. Und da der Kaffee hier sowieso überall schlecht schmeckt trinken wir lieber Mate. Zurück zum Tagesablauf. Zu Mittag essen wir in einem typischen Parilla Restaurant unweit des Campingplatzes. Der Raum ist gefüllt mit voll besetzten Tischen, aber wir finden ein Plätzchen. Heute ist Cabrita (Zieglein) im Angebot und bald genießen wir große Portionen des sehr gut schmeckenden Grillerzeugnisses. Gut dass wir uns alles teilen. Dazu ein einfacher „Landwein“, der hier natürlich trotzdem sehr gut schmeckt. Dann besuchen wir die erste der vielen Bodegas um eine kleine Weinverkostung zu machen. Wir fangen bei Territorio an, besuchen im weiteren verlauf unserer Zeit in Cafayate aber auch noch die Bodegas Nanni, El Povenir und zuletzt Piatelli. Die restliche Zeit genießen wir die Zeit zusammen auf dem Campingplatz. Wir kochen/grillen ausgiebig und sitzen lange bei gutem Wein zusammen. Auch rotieren wir nochmal die Reifen (eine weitere Spureinstellung steht an, die Reifen sind ungleichmäßig abgefahren). Dabei fällt auf, dass ein Heckstoßdämpfer sich gelöst hat. Zum Glück passt die Schraube des Ersatzstoßdämpfers. Dieser Tag ist voller qualvollem schmwitzen und fluchen unter Grenny in dem staubigen Boden. Solche Tage gibt es auch. Einen Abend verbringen wir bei „Chatos“, einer traditionellen Weinbar. Chato ist ein alter Herr, mit unendlichem Wissen über Wein. Er führt uns mit Witz und Spaß durch die ausgewählten Tastings. Die Platte Picadas (Käse, Schinken etc.) schneidet er selber zurecht. Als wir eine Flasche Wein probieren möchten die er nicht da hat schickt er nach einem Motorradcurier. Dieser Abend klingt in einem kleinen, sehr einfachen Restaurant aus. Ein Holzofen bollert und die Mutter des Hauses macht uns Empanadas, Locro (Getreide-hühnersuppe) und Humidas (Polenta mit Füllung im Maisblatt). An unserem Abfahrtstag fahren wir morgens noch an dem schicksten Weingut der Region vorbei: Piatelli.

21.07.17 Erster Fahrtag Richtung Mendoza

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Bäume sind herbstlich blattlos und wir fahren durch die Weinfelder. Wir passieren das große Tor mit goldenem „P“ und die Strasse schlängelt sich hoch zu dem Weingut Piatelli. Wunderschön, wie im Film liegt es da. Springbrunnen, leichte Musik, innen sehr gediegen. Die Beifahrer (Steffi und Nils) verkosten 7 Weine und wir kaufen eine der Flaschen. Guter Start in den Tag. Auf unserem Weg die Ruta 40 entlang geht es erst durch ein paar kleine Orte (auch immer interessant), dann durch sehr Einsame Landschaft. Die Ruta 40 ist berühmt weil sie bis nach Patagonien führt. Ca 30km sind unbefestigt. Vor Chilecito fahren wir einfach einen Schotterpfad nach links weg und stehen unweit der Strasse in schöner Natur. Schnelles Pastadinner, dann Bett. Am nächsten Morgen geht es früh weiter.

22.07.17 Von Chilecito bis Mendoza

Um 7.30 Uhr, noch im dunkeln fahren wir die verbleibenden 100km bis Chilecito. Dort wartet ein (für die Region) etwas größerer Supermarkt und eine Tankstelle bei der man mit Karte zahlen kann. Dann reiten wir die 680km ab bis vor die Tore von Mendoza. Wieder viel Fels, viel nichts. Wir wollten unterwegs in einem kleinen Comedor etwas essen (so wie sonst in Latein Amerika), aber nicht mal das gab es hier. An einem Reststop ist etwas los, aber es ist doch nur eine Familie, die hier mit einem halben Reh (!!) auf dem Tisch beisammen sitzt und offentsichtlich Picknick macht… argentinisches Picknick. So gibt es Sandwiches im Auto… oder rohe Paprika an einem der Fruit Controlls. Angeblich dürfen die nicht weiter fahren, so essen wir sie vor Ort. Mit den letzten Sonnenstrahlen kommen wir an unserem Übernachtungsplatz an. Eine sehr luxuriöse Tankstelle mit kleinem Restaurant. Gegenüber der Strasse sind schon Grillbuden aufgebaut. Zuerst sitzen wir in der Tanke bei Getränken und Snacks beisammen und spielen „Camps“, später besuchen wir einen der GRills. Hier liegen leckerste Würste und Hähnchen über dem Holzfeuer. Der Grillmeister hat Spaß an uns und am ende sind wir kugelrund und voller wahnsinniger Geschmackseindrücke. Für uns so faszinierend wie für die Locals ist die Luftpumpe der Tanksstelle. Eine „wie zu Hause“ auf der man den Druck einstellen kann und dann muss man sie nur noch an die Autoreifen halten. Fast die ganze Nacht stehen Autos vor dieser Pumpe an um ihre Reifen auf den richtigen Druck zu bekommen :-)

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Bilder Bolivien 4 - Salar de Uyuni

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Bilder Bolivien 3 - Salar de Uyuni

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Bilder Bolivien 2,

Schöner weg nach Sucre. Dort entspannen mit neuen und alten Freunden.

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Bilder Titicacasee

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Bilder Bolivien 1

Bolivien beginnt kulinarisch und überrascht durch gute Strassen :-)

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01.07-12.07.17 Bolivien

01.07.17 Bolivien, Fahrt bis nach La Paz

Ein Grenztag, nicht unsere Lieblingstage, aber diese Grenze soll human sein. Auf dem Weg zur Grenze möchten wir noch tanken da es schwierig sein kann in Bolivien als Ausländer Benzin zu bekommen (Lokals bekommen es subventioniert für 3,8 Bolivanos, extranjeros zahlen 8,90 (ca 1 Euro)). Unsere beiden Extratanks sind bereits gefüllt und im Auto versteckt. Angeblich gibt es keine Kontrollen. In Desaguardo fahren wir über die Grenze. Bei dem anderen Grenzübertritt wurden vermehrt Überfälle durch falsche Drogenkontrolleure gemeldet. Die Grenze verläuft problemlos. Die schnellste Ausreise der Reise. Die Import von dem Grenny verläuft letztendlich auch problemlos aber man muss auch bedenken dass dies Grenze Nummer 14 ist und wir mittlerweile recht gelassen mit allem umgehen. Wieder einmal wird die Motornummer verlangt die nicht in den Dokumenten steht, bei Mädchenname der Mutter steht „Deutch“; Bei Name des Vaters mein Vorname und so weiter. Hauptsache die Chassis Nummer stimmt. Auch ist es wieder schwierig den Behörden zu erklären dass der deutsche internationale Führerschein einfach keine Nummer hat. Steffi hat während dessen fleißig Geld umgetauscht. Die bolivianischen Geld Noten sind die solidesten der gesamten Reise wenn auch nicht besonders einfallsreich gestaltet. So können wir von der Grenze Richtung La Paz fahren. Erster Eindruck des Landes: unglaublich gute Straßen, wenig los, Fahrrad fahren besser als die Peruaner, höfliche freundliche Menschen nicht so verschlossen wie prophezeit. Der angeblich korrupte Grenzkontrolle Posten/Polizeikontrolle Post nach der Grenze winkt uns fröhlich durch. So kann es losgehen. Von dem Hauptteil von der Passagen wir nur von einer Berggruppe aus einen Blick. Die höchste Hauptstadt der Welt liegt beeindruckend in einem Tal. Die Umfahrung des Stadtkerns auf dem Weg zu unserem Ziel etwas außerhalb bedeutet trotzdem Stadtverkehr. Aber wie gesagt die Bolivianer fahren etwas intelligenter als die Peruaner. Im ersten Stock ist ein größerer Supermarkt in dem wir etwas ausgehungert etwas zu kleine Sandwiches essen aber dann ausgiebig einkaufen können. Der Teil in dem der Supermarkt liegt ist eindeutig für die Bessergestellten somit ist die Auswahl exzellent. Danach fahren wir zu dem Parkplatz des Restaurants das wir besuchen wollen (Gusto). Unsere dänischen Trekking Kollegen hatten uns diese Zweigstelle des Nummer (Kopenhagen) empfohlen. Angeblich neun Bestes Restaurant der Welt. Nach vielen Einbahnstraßen finden wir es letztendlich und können direkt gegenüber parken. Langsam machen wir uns für den Abend fertig: schönes Hemd mit Kragen, Stoffhose, Bootsschuhe. Etwas überpünktlich erscheinen wir im „Gusto“. Die Wartezeit bis das Restaurant wirklich aufmacht überbrücken wir mit einem sehr guten Cocktail. Dann folgt mit der beste Restaurant Besuch den wir beide in unserem Leben je hatten. 21 Gänge Tasting Menü mit Getränke Begleitung lassen die Geschmacksknospen gar nicht aus dem explodieren herauskommen. Die Getränkebegleitung hat es auch sehr gut gemeint so dass wir quer durch die Cocktail und Weinlandschaft Boliviens geführt werden. Es ist ja wie immer: am Anfang kann man den Nachschub kaum erwarten, am Ende waren wir immer etwas ängstlich wenn sie ein neues Glas auf den Tisch stellt. Das Restaurant ist trotz seiner Stellung in der Welt sehr entspannt gestaltet und das Essen steht im Mittelpunkt ohne viele Schnörkel. Die Küche ist wie in einem großen Glaskasten und die Gänge werden zum Teil von den kreierenden Köchen selber serviert. So kann man die ganze Mannschaft bei ihrem hoch professionellen Arbeiten beobachten aber auch ein paar Worte mit den Genies wechseln. Am Ende kostet uns dieser Besuch nur etwas über 200 €. Unglaublich für diese Erfahrung. Eine Empfehlung für jedermann. Und dann können wir auch noch direkt vor dem Restaurant und hier übernachten.

02.07.17 Valle del Luna, Fahrt Richtung Sucre

Am Morgen fahren wir noch an der Mondlandschaft (Valle de Luna) vorbei, weil sie in der Nähe liegt. Bizarre Felsformationen dienten hier auch schon einer Star Wars Verfilmung. Nichts was wir nicht schon gesehen hätten so fällt der Besuch kurz aus. Dann geht es zurück die steile Straße hinauf wieder zur PanAm. Der Versuch Benzin zu bekommen scheitert an der ersten Tankstelle. Kein Problem wir haben noch Reserve. Auf der Panamericana können wir gemütlich Richtung Sucre fahren. Unser Weg führt uns über Potosí. Die Landschaft ist extrem weitläufig mit farbenfrohen Bergen und teils endloser Steppenlandschaft. Wer hätte gedacht dass man in Bolivien so gut voran kommt. Unser Abend Camp ist etwas abseits des Highways hinter einem Hügel. Wir bekommen noch netten Besuch von dem in der Nähe wohnenden Farmer auf seinem Fahrrad. Fast zahnlos lächelt er und freut sich dass wir da sind. (Wundert sich aber auch ein bisschen, dass dieser Ort nahe seines Hofes so häufig von „Ausländern“ besucht wird. Tja, wenn der wüsste was iOverlander ist ;-)

03.07.17 Ankunft Sucre
Heute haben wir wieder einen langen Fahrtag vor uns aber die guten bolivianischen Straßen machen es uns leicht. Unser Weg führt über Potosí nach Sucre. Der Weg ist gesäumt von bunten Bergen und endlosen Salzlandschaften. Auch unser Freund der „Steinumdrehvogel“ steht häufig am Straßenrand. Schon von der Umgehungsstraße von Potosí aus entscheiden wir das wir diese Stadt auslassen werden. Die unverputzen Häuser und die dreckigen Straßen (wie auch schon in Puno) laden nicht zum Besuch ein. Letzt endlich erreichen wir Sucre und sind sehr angenehm überrascht. Später lesen wir das die Stadt zu einer der entspanntest denn ganz Südamerika gehört. Wir glauben es gern. Besonders frohlockt das europäische Auge beim Anblick von gepflasterten oder begrünten Flächen (im Gegensatz zu Staub) sowie Bürgersteigen. Da am rechten Schweller auch ein Rostloch aufgetreten ist wollen wir dieses hier reparieren lassen. Der von iOverlander empfohlene Mechaniker schickt uns weiter zum Schweißerei und Lackierbetrieb „Edgar“. Hier machen wir einen Termin für in zwei Tagen aus. Danach fahren wir zum Campingplatz von Alberto. Hinter einer großen roten Eisentür verbirgt sich eine kleine Rasenfläche so wie der alte Professor mit seiner Frau der uns liebenswürdig empfängt. Neben uns stehen noch zwei größere Fahrzeuge auch mit deutschen Insassen (aber etwas älter). Da wir etwas geschafft sind von den Feiertagen suchen wir über das Internet einen Pizza Lieferservice aus. Steffi fällt schon auf das die Pizzen etwas komisch gerollt sein auf der Webseite aber als wir zwei große Pizzen bestellen sind wir noch frohen Mutes. Leider kommen dann wirklich nur zwei Art Pizzahörnchen. Der Fahrer freut sich über einen völlig überhöhtes Trinkgeld (ich hatte mich verhört und konnte die Rechnung im Dunkeln nicht gut erkennen). Somit viel zu lachen aber wir mussten trotzdem nach der „Pizza“ noch kochen.

04.07.17 Sucre Stadterkundung

Steffi hat die Erkundung von Sucre gut geplant. Wir bringen zuerst unsere Wäsche zum waschen und sehen so schon die unglaublich entspannte und schöne Kolonialstadt. Danach geht es hinauf auf den Hügeln zu einem Textilmuseum. Hier werden uns die verschiedenen Webarten der unterschiedlichen Gegenden näher gebracht und eine Frau zeigt wie diese unglaubliche die Stoffe entstehen. Zusätzlich gibt es einen großen Bereich der über die Musik und Musikinstrumente sowie über die Opfergaben informiert. Ein wirklich ausführliches Museum. Gleich neben an ist ein nettes Café mit Blick über die gesamte Stadt. Sogar frische Pasta gibt es. Danach streuen wir noch durch die schöne koloniale Innenstadt, sitzen am Marktplatz und beobachten die Menschen in Zebrakostümen die hier den Verkehr regeln und können letztendlich unsere Wäsche abholen. Eine Station hatte Steffi vorher noch eingeplant nämlich der Besuch einer wunder schönen Kirche sowie der Besuch eines Kirchendaches. Völlig frei und ungehindert durch Sicherheitsleute können wir das gesamte Dach der Klosterschule erkunden. Am Abend ist die Freude besonders groß, da die etwas älteren deutschen Camper gegen junge ausgetauscht wurden. Zwei davon kennen wir schon (Nynke & Nils aus NL). Der Abend wird feucht-fröhlich in junger Runde.

05.07.17 Sucre, Mechaniker

Es ist Mittwoch und wir haben um neun einen Termin bei „Edgar“, dem Lackierer und Schweisser Betrieb. Auf einem Innenhof ist quasi fast kein durchkommen vor Autokarkassen und auf Lackierung oder Reparatur wartenden Autos. Trotzdem ist der Betrieb hoch professionell. Es ist früh am Morgen und alle sind erst mal damit beschäftigt ihre backen mit Coca zu fühlen und noch nicht ganz wach. Unser Schweisser ist von allen noch der ruhigste und entspannteste. Stillschweigend schiebt er sich noch eine Handvoll Coco in die Backe, kniet sich vor den rechten Schweller und beginnt seine Arbeit. Und was für eine Arbeit. Hochprofessionell entfernt er den Rost und schweißt neue Metallplatten über die Löcher. Die Farbe mischt er genau (per Hand). Natürlich werden diese ganzen Arbeiten ohne Schutzbrille oder Atemschutz durchgeführt. Das könnte sein Husten erklären. Nach zweieinhalb Stunden ist die Arbeit exzellent ausgeführt. Kosten tut das ganze 25 €. Auch erfahren wir dass es in Bolivien keine Schneeketten zu kaufen gibt welche wir für den Grenzübertritt nach Argentinien brauchen. Aber in Nordchile soll es gut aussehen. Mit Argusaugen beachten wir auch den Twitteraccount der chilenischen Grenzer die täglich über jetzt „geschlossene“ oder jetzt „Schnee geräumte“ Grenzen informieren. Mal gucken wie es ist wenn wir dann da sind. Zurück am Campingplatz sitzen wir alle nicht zusammen, dann gehen wir auf den Markt um etwas zu Essen zu besorgen. Hier ist schon Tote Hose aber die haushoch mit Früchten übertürmten Saftstände rufen uns eifrig herbei. Wichtig ist, dass man hier einen Saft bestellt und kein Obstsalat, der besteht nämlich hauptsächlich aus Schlagsahne. Die Säfte sind großartig, als Mittagessen holen wir uns ein paar Empanadas und setzen uns an einem Platz und unterhalten uns. Für den Abend entsteht spontan die Idee einer Erdbeerbowle. Auch an diesem Abend sitzen wir wieder alle zusammen und genießen die junge Runde (Nils, Nynke, Roman, Claudia)

06.07.17 Sucre, Weberin

Heute werden Steffi und Nynke von einer Weberin abgeholt um bei ihr zu Hause zu weben. Unter harter Hand produzieren die beiden hübsche Gürtel, sind aber am Ende des Tages kaum ansprechbar vor schmerzenden Gliedern (und Hinterteilen). Ich nutze den Tag zum Berichte schreiben, stufen lagern, und entspannen. Am Abend gehen wir zusammen im „Floris“ essen. Bei Craftbier und niederländischen (?!) Spezialitäten schnattern wir 6 bis spät am Abend.

07.07.17 Sucre, MUSEF Museum

Weil sich alle so gut verstehen und Sucre so schön entspannt ist bleiben wir also noch diesen weiteren Tag. Roman hatte Pancakes zum Frühstück vergeschlagen (am Abend zu vor). Und so sollte es sein… Tapfer steht Nils am Herd und brät einen nach dem anderen. Wir tragen alle mögliche Beläge zusammen und sitzen am Ende zusammen am Frühstücksttisch wie eine große Familie. Irgendwann machen Steffi und ich uns auf um in das MUSEF zu gehen. Ein Museum für indigene Kunst was besonders gut sein soll. Erstmal einen großen Saft auf dem Markt, dann in die Stadt. Wir haben Glück, denn heute eröffnet das Museum nach einer Renovierungspase mit einer komplett neuen Ausstellung. Erst geht es um die kleinen „Votivkästchen“ die wir häufig an der Strasse sahen, dann um den „Topo“ (Kleider/Haarnadel und essentielles Schmuckstück seit hunderten von Jahren). Auch schön zu sehen ist wie die traditionelle Tracht (mit dem Schmuck am Hut etc.) die wir auch schon am Titicacasee sahen erklärt wird. Zufällig lernen wir nun mehr über das Gesehene. Am meisten überrascht uns der Teil über die Alasitas: Im rahmen dieses Kults um den Glücksgott „El Ekeko“ bringt man Miniaturen von dem was man sich wünscht dar. So sehen wir alles von kleinen Autos über Ipads und Diplome. Sogar kleine Zeitungen, bedruckt mit den politischen Veränderungen die man sich wünscht, gibt es. Je nach Jahrzehnt natürlich anders. Dann kaufen wir noch auf dem Markt ein. Hier in Bolivien werden an der Strasse als Snack weiße Bohnen (mit Häutchen) verkauft. Meist sitzt eine dicke Mami vor einem Berg der gekochten Hülsenfrüchte und füllt sie einem auf Wunsch für 2 Soles in ein Tütchen ab. Dann geht man gedankenverloren durch die Strassen und „flitscht“ eine Bohne, nach der Anderen aus ihrem Häutchen in den Mund. Beobachtet haben wir es schon oft, aber diese lokale Eigenart hatten wir bisher noch nicht probiert. Leider sind die Bohnen ungewürzt, so dass das kleine Tütchen für den ganzen Campingplatz reicht (alle hatten es noch nicht probiert und waren nach 2 Stück zufrieden dieses „Erlebnis“ jetzt abhaken zu können.) Am Abend schmausen wir wieder gemeinsam: Nils hat Hähnchencurry gekocht. Wir steuern Reis und Erdbeerbowle bei. Auch einen Teig setzten wir an und bunkern ihn im Kühlschrank.Zu unserer großen Freude haben sich Nils und Nynke entschlossen mit Richtung Uyuni/Salar zu fahren. Wir verstehen uns gut und sie ändern bereitwillig ihre Pläne. Morgen geht es los!

08.07.17 Fahrt nach Uyuni

Endlich können wir wieder mit Menschen die wir sehr gerne haben zusammen reisen. Wir fahren hintereinander über Potosi nach uyuni. Unterwegs ein kleiner Stop zum Mittagessen in der freien Natur. Kurz vor Uyuni besichtigen wir noch ein verlassenes Minendorf (Pulacayo). Da aber hier immer noch vereinzelt Familien leben entsteht eine gruselige Atmosphäre aus „verlassen“ und umherstreichenden Menschen/Kindern. Zum Glück warten die Kinder nicht hinter einer Häuserecke und erschrecken uns. Wir hätten es gemacht :-))
Uyuni sieht man vom letzten Bergzug aus schon auf dem plattgebügelten Hochtal liegen. Alles platt, grau, weiß, staubig, und dann inmitten dieser unwirklichen welt eine kleine Stadt. Diese ist genauso staubig und unattraktiv wie angekündigt. Trotzdem irgendwie cool, wie am Ende jedes Strassenzugs die Wüste beginnt. Wir können Diesel für 6 Bolivanos/Liter ergattern. Dann müssen die Unterseiten der Autos noch mit öl bespritzt werden, zum Schutz vor Korrosion. Unser Stellplatz ist in einer Blind endenden Strasse vor dem Militärgelände. Oh wunder, wir treffen andere Overlander wieder (Casa Rodante und La Chuleta?). Im Hotel Torino gegenüber ist eine Institution beherbergt: die Minuteman Pizzeria. Man munkelt es sei die beste Pizza Südamerikas ;-) Wir machen es uns bequem und testen das ganze mal. Gut ist sie allemal. So planen wir die nächsten Tage und haben wiedereinmal einen schönen Abend zu viert. Die Nacht ist für die Region noch recht mild… -1 °C

09.07.17 Salar de Uyuni Tag 1

Heute ist es soweit. Wir fahren auf den Salar de Uyuni. Ein zentraler Wunsch von uns beiden für diese Reise und wieder etwas was mit dem Van unglaubliche möglichkeiten offenbart. Wir wollen 2 Tage bleiben. Der Eingang ist bei Colchani. Besonders die Ränder des Sees können kritisch sein, so dass der Eingang wohl gewählt sein muss. Und zack sind wir drauf. Die weiße Salzlandschaft umschließt uns und die Strecke ist gut. Anfangs erkennt man noch die sicheren Fahrspuren der Tourjeeps und kann mit dem Kompass erahnen welche die richtige sein könnte. Kurzer Stop am Rally dakar Monument. Es hat -4 °C und ein kalter Wind pfeift. Nach weiteren 20 Minuten Fahrt halten wir im unwirklichen „Weiß“ an und frühstücken wie besprochen. Mit Nils und Nynke wird es immer culinarisch (Gourmet Home cooking würden die Amerikaner sagen :-) ). Wir backen frische Zimtrollen aus unserem Teig. Bei frischem Kaffee sitzen wir dick eingepackt und schauen in das grelle nichts. Fast ohrenbeäubende Stille (wenn wir nicht gerade über iOverlander Berühmtheiten lachen, oder über Instagram… #Fitgirl). Weiter geht´s. Vorbei an der (noch) touristenleeren Insel Incahausi mit den dicken Kakteen. Nach weiteren 40 Minuten stehen wir weitab von allen Tourruten auf unserem Platz für die nächsten 2 Nächte. Im Rücken eine einsame Insel, in der Ferne lässt das ewige Weiß kleine Inseln schweben und ganz nah erscheinen. Wir können uns gar nicht satt sehen an dem „nichts“. In der Sonne sind die Temperaturen erträglich.Wie besprochen: großes Mittagessen, kleines Abendessen. Wir kochen Tacos mit verschiedensten Belägen/Füllungen. Unwirklich stehen unsere beiden Fahrzeuge mit den 4 Stühlen gefühlt auf einer leeren Leinwand auf die mal die Welt gezeichnet werden soll. Abends wird es voll in Grenny. Wollen wir zusammen sein müssen wir alle hinein, denn draussen hat es bald 7 °C minus. Die Standheizung geht ja nicht ohne Höhenkit über 3300m (hier hat es 3700m) und so bastele ich aus einer Rohrschelle und einem Tütenclip den begrenzer für den Dieselfluss in die Brennkammer. Dafür muss erstmal die hartgefrohrene Leitung angewärmt werden. Am Ende läuft die Heizung und alle haben es warm. Nach dem beeindruckenden Sonnenuntergang werden wir noch Zeuge eines umso größeren Naturschauspiels. Auf einmal erscheint eine flache grell weiße Linie am Horizont, viel Breiter als der Sonnenuntergang, dann kommt der Mond zum vorschein. Ein unglaubliches Spektakel was keiner so je gesehen hat. Die Nacht ist kuschellig warm weil die Heizung läuft. Am Morgen sind die Wassertanks durchgefrohren.

10.07.17 Salar de Uyuni Tag 2

Langsamer Morgen, denn es dauert bis es trotz der Minusgrade in der Sonne erträglich ist. -7 °C ist recht warm für den Salar. -15 oder -20 °C sind angeblich die Norm. Großes Frühstück mit frischen Brötchen aus dem Rest des Teigs. Viel heißer Kaffee und dann wieder „schauen ins nichts“. Kein wölkchen, kein Geräusch, keine Menschen, keine Tiere. Heute wollenw ir die ganzen Fotos machen. Am Vortag haben wir schon etwas herum probiert und nochmal nachgelesen. Gar nicht so einfach, weil der Fotograf auf dem harten Salz liegen muss und die perspektivischen Aufnahmen nur funktionieren wenn alles haargenau stimmt. So wird Grenny riesig und jagt uns, und schrumoft dann so, dass wir auf ihm sitzen. Nynke komt aus einem gekochten Ei und wird eingesalzen. Dann verschwinden die Mädels in einem Topf usw. Dann wird noch Jongliert und sogar gejoggt. Tolles Erlebnis trotz 3700 Hm. Wie toll ist es diese Zeit hier verbringen zu dürfen. Die Jeeptouren haben 30 Min für Fotos :-/ So vergeht auch dieser Tag mit heißem Tee, Gesprächen und viel „gucken“. Mittags zaubert Nils Spagetthi Carbonara (wir sollten wirklich eine Kchshow aufmachen) und STeffi kocht schonmal die Tomatensuppe für den Abend vor. Nachteil bei so Kochbegeisterten Mitreisenden: Viel zum Abspülen :-) Am Abend sind wieder alle in Grenny versammelt. DIe Mädels häkeln auf dem Bett und die Männer sitzen auf den Stühlen. Wieder viel Spaß, viel Gelacht. Die Standheizung zickt heute, und ich darf mehrfach unter GRenny krabbeln um nach zu justieren. Am Ende wird klar, dass die lange Laufzeit die Batterie platt gemacht hat. Am Ende läuft sie die halbe Nacht. Besser als nichts.

11.07.17 Salar Uyuni Tag 3, Traingraveyard, Uyuni

Gefrohrene Scheiben, gefrohrene Milch, gefrohrenes Spülwasser. Ganz normaler Morgen auf dem Salar. Das Wasser ist knapp und Nils und ich Spülen sparsam ab bevor wir um die Mittagszeit „unsere“ Welt verlassen. Vorher noch Bikini/Nackfotos bei -4 °C ;-) Fast 1h müssen wir bis zum Eingang fahren. Steffi zirkelt schwitzend um die Schlaglöcher. Die brechen hier jede Achse! Wir besuchen noch den Traingraveyard. Ich mache fast einen Köpfer in ein Eisenloch als Nynke und ich Die Krähenpose (Yoga) für ein Foto auf einem rostigen Zug machen. Glück gehabt. Wir haben ganz schön was vor heute. Erstmal die Autos waschen und einölen lassen. Dann Mittagessen (Riesige Grillplatte. Wer ist denn so viel Fleisch ;-)) ) . Dann tanken. Dann Wasser (als wir die Purifikada nicht finden nimmt uns ein angetrunkener Lokal im Festanzug die Kanister ab und füllt sie bei sich im Haus. Als dank eine halbe Flasche „Tres Plumas Rum“.) Dann uns duschen. Die Stadt ist heute ein einziges Volksfest, was manchmal auch nerven kann. Frisch geduscht sitzen wir um 1700 Uhr als die ersten Gäste wieder bei der Minuteman Pizzeria. Nachdem alle Fotos getauscht sind, die Versicherung für Chile „organisiert“ ist und wir etwas gegessenhaben sind wir irgendwann die letzten Gäste. Unser unvergessliches Erlebnis und die Zeit zusammen soll so lange zelebriert werden wie möglich. Etwas unruhige Nacht (Musik, Rücken etc.)

12.07.17 Hallo Chile!

Am Morgen verabschieden wir uns um 7:30 Uhr bibbernd von einander. Die Soldaten marschieren schon zum Morgenappell, und wir fahren richtung Chile. Die Beiden schlagen den Weg zurück nach Potosi ein um dann nach Argentinien zu fahren. Vielleicht sehen wir sie dort… sonst natürlich in NL! Die Fahrt zum Grenzübergang Ollague über die 701 ist traumhaft. Zwar ist die STrasse nicht geteert, aber sehr gut befahrbar. Felsformationen wechseln sich mit Lagunen und schneebedeckten Bergen ab. Am Ende sind wir an der Grenze kurz vor der 2h dauernden Mittagspause. Bolivianische Seite: 10 Minuten. Chilenische Seite 40 Minuten. Schnellste Grenze aller Zeiten. Dokumente beim ersten mal richtig ausgefüllt. Autodurchsuchung ohne verlusst von Nahrungsmitteln (gut versteckt). Man merkt eindeutig, dass hier „Lateinamerika“ endet. Chile ist so westlich, dass wir es schon an der Grenze Merken. Dann astreiner Teer mit Leitplanken… an beiden Seiten!!! Hübsche Schilder, Pullouts (besser geteert als manche Strasse im rest des Kontinents… und mit kleinen Mäuerchen, besser gemauert als jedes peruanische Haus!). Wir genießen die Veränderung. So sehr wir die anderen Länder genossen haben ist es auch einfach mal schön wenn alles etws einfacher ist. Im übrigen LATAM ist jede kleinigkeit oft ein großes Problem, anstrengend, oder nicht vorhanden. Gepaart mit der mangelnden Infrastrucktur, dem Dreck durch nicht befestigte Strassen etc. Wir dürfen uns nicht beschweren, denn wir sind nur auf der Durchreise. Trotzdem ist es angenehm, wenn man sich auf die Landschaft konzentrieren kann ohne nach dem nächsten Schlagloch ausschau halten zu müssen. Große Salzlagunen mit Flamingos, paffende Volkane, endose einsamkeit, nur eine hand voll Autos in 6h Fahrt. Schön, dass wir da sind CHILE, wenn auch nur kurz. Camp hinter Chiu-Chiu am Fluss abseits der Ruta 21 nach Calama.

Eingestellt von Kojensen 10:15 Kommentare (0)

22.06. - 30.06.17 Cusco bis zum Titicacasee

Lange nichts von uns gehört?! Wir sind noch da und haben gerade chilenischen Boden betreten. Die viele Action der letzten Wochen hat die Berichte etwas in den Hintergrund treten lassen, dafür jetzt viel Lesestoff! Viel Spaß beim lesen! Bilder gibt´s auch gleich ;-)

22.06.17 Cusco
Es ist wieder einmal soweit, der Wäschsack ist übervoll. Wir laufen die steile Strasse 20 min. hinab in die Stadt. Sobald die Wäsche abgegeben ist machen wir uns auf die Suche nach einem netten Café mit WiFi. Angeblich soll der Plaza San Francisco dafür gut sein. Leider heißt ein Hotel genauso, so dass wir eine unfreiwillige Walkingtour der Stadt machen. Der Kontrast zwischen noch nicht renovierten und renovierten Kolonialstrassen ist schön. Am eigentlichen Plaza angekommen ist hier ein riesiger Markt. Hochaufgetürmt liegen die Meerschweinchen vor den Ständen… alle schön Knusprig. Zuletzt landen wir in einem schicken Cafe mit leckeren Kuchen und gutem Kaffee (La Valeriana). Leider geht das Wifi nicht. Steffi telefoniert, ich schreibe Bericht. Vor der Tür stehen übergroße Pappmaschee Figuren von Geckos und Cuys. Die Festwoche hatte wohl auch eine Parade mit diesen Figuren. Machu Picchu ist auch entsprechend recherchiert. Es gibt keine Tickets mehr für Wayanapicchu, aber für den Berg gegenüber (Montana Machu Picchu) sind noch reichlich Tickets vorhanden. Vielleicht weil er deutlich höher ist? Oder nicht so bekannt? Wir gehen die Tickets kaufen und dann stürzt sich Steffi in einen Souvenirmarkt. Ich setzt mich derweilen in den zweiten Stock eines Restaurants und esse etwas, begleitet von einem Pisco Sour. Es läuft Deutschland - Chile im TV :-) Der Plaza de Armas ist wieder randvoll. Heute werden große Christus/Maria Statuen durch die Menge getragen. Am Abend gibt es Pizza und Chicha Morada (lecker, lila, zimtig, kein Alkohol) im „El Tabuco“. Das restaurant liegt auf Bürgersteighöhe und sie haben einen echten Pizzaofen. Als wir gehen werden wir gefragt wie wir denn Pizzateig machen würden und wie italien so sei. Ich erzähle wie wir unseren immer 3 Tage im Kühlschrank gehen lassen würden. Sie wollen es probieren. Offensichtlich sind wir zur nähe zu Italien auch Pizzaexperten :-)
Mit dem Taxi den Berg hoch und schön schlafen in der frischen Wäsche.

23.06.17 Cusco - Pisac

Heute fahren wir nach Pisac. Dort sollen ebenfalls sehr schöne Ruinen sein und die Stadt ist angeblich „magisch“: Auf dem Weg halten wir noch bei einer Tierauffangstation. Dieses Erlebnis für 10 Soles (3$) bleibt unvergesslich. Wir werden von einer Mitarbiterin durch die Gehege geführt. Wir treffen nette Llamas/Alpacas/Picos und lernen endlich den Unterschied. Eines der Llamas hat „Rastas“ und heißt Bob Marley. 3 Pumas (gerettet aus einer Drogenboss Disko in Lima) sind auch dabei. Dann kommt das Highlight: Wir werden in ein großes Gehege geführt: Condore. Allein schon im stehen gehen sie einem bis zur Hüfte und man hat angst, dass sie einen schnappen und davon fliegen. Direkt über unseren Köpfen segeln die Riesen mit 3m Spannweite. Anscheinend werden auch diese majestätischen Vögel irgendwo als Haustiere gehalten Jetzt haben sie es deutlich besser. Weiter nach Pisac. Da wo sonst nur Touristenbusse Parken steht auch klein Grenny. Der erste Teil der Anlage ist sehr voll, aber schon bald ist der Bereich erreicht für den die Touris keine Zeit haben weil ihr Bus fährt. Großartig erhaltene Gebäude it einem herrlichen Ausblick auf die terrassierten Berge im Umland. An den großen Terrassenanlagen der Inkas vorbei gehen wir ca. 1h auf einem schmalen Pfad bis zum Sonnentempel, Hier sind wir fast alleine, und es stimmt wenn man liest, dass diese Stätte Machu Picchu locker Konkurrenz machen kann. Besonders weil so wenige Leute den langen Marsch um den Berg herum antreten. Die Wasserwege aus genauestens zugeschnittenen Steinblöcken fördern immer noch Wasser wie zu Inkas Zeiten. Der Große Stein mit der Sonnenuhr wurde von den Spaniern schwer beschädigt. Lange sitzen wir in der Sonne und blicken auf die beeindruckende Architektur. Ein junger Mann aus Lima besucht mit seinen Eltern die Stätte. Die Eltern haben sich in ihren traditionellen Gewändern schick gemacht und sind offensichtlich vom Land. Steffi unterhält sch mit den dreien. Am Ende wollen sie ein Foto machen. Sehr ungewöhnlich und ein schönes Erlebnis. zurück in Pisac essen wir in „Ulrikes Garden Cafe“ auf der Dachterrasse. Grandioser Kuchen und Alpaca Sandwich. Hier bekommen wir auch das erste mal die „magische“ Pisacer „Bevölkerung“ zu sehen/hören. Ähnlich wie Am Lago Atitlan verbringt hier eine gekünstelte Hippieszene ihre Zeit. Vor allem weil sie hier gerne „Ayahuasca“ konsumieren. Eine psychedelische Droge der „Schamanen“. So überhören wir auch viele Geschichten der Erlebnisse der Menschen. Das sind die Art von „Backpacker“ mit denen wir nichts am Hut haben. Auch erzählt ein Mittvierziger in buntem Hippieoutfit (was sollen die Lokals denken) selbstsicher, fast arrogant, von seinen Traumdeuterfähigkeiten und dem Energiefluss. Seine beiden Beisitzer saugen währenddessen an Graspfeifen und nicken wichtigtuerisch und zustimmend. Mein innerliches Schreien ist fast durch meine Schädeldecke zu hören und schnell machen wir uns auf den Rückzug. Wieder sucht Steffi nach ein paar Souvenirs auf dem Markt während ich auf einer Terrasse im ersten Stock sitze und einen überteureten Pisco Sour trinke. Hier kann ich den Hauptplatz gut beobachten. Das beste Hotel der Stadt bietet an seinen Tischen den jungen Hippie-Backpackern Schutz. Die Dame die vor dem Eingang Stoffe verkauft wird von älteren weißen Frauen in gebügelter Trekkingmontur mit großem Hallo und Umarmung begrüsst. Sie haben ihr wahrscheinlich vor ein paar Tagen etwas abgekauft. So sitzt die Reiseelite mit Dreadlocks und Batikklamotten bei überteuertem Cappuccino unter Sonnenschirmen und unterhält sich sicher gerade darüber wie „local“, „magical“ und „awesome“ alles ist. Ach dieser Individualtourismus…
Flucht nach Cusco.

24.06.17 Cusco - Inti Raymi

Wir haben Glück, dass das größte Fest des Jahres in Peru vor unserer Haustür stattfindet. Der Campingplatz ist direkt bei den „Sacsayhuaman“ Ruinen wo das große Finale der Feierlichkeiten stattfindet. Sitze auf der Bühne gibt es für 150$ aufwärts. Wir wählen den Weg des Volkes und marschieren um 8 Uhr mit Decken und Kissen bewaffnet auf en Hügel direkt oberhalb des Festplatzes. Die Polizeit hat die ganze Stadt abgeriegelt. Findige lokals verkaufen mit Planen reservierte Sitzplätze ganz vorne auf dem Hügel. Es ist schon erstaunlich viel los (die ersten kommen um 6), dafür das die Feier um 1 erst losgeht. Wir bekommen einen Platz ganz vorne und breiten unsere Decke aus. Wie zu erwarten war ist die Versorgung mit Essen und Trinken gesichert. Händler verkaufen alles von Eis bis zum Cuy. Wir haben zwar Bücher dabei aber die Zeit vergeht im Fluge allein wenn man dem Treiben zuschaut. Zuletzt werden hunderte Schauspieler aus dem Zentrum angekarrt. Die Show beginnt und es ist voll wie bei einem Rockkonzert. Proteste der Lehrerbewegung (SUTE) führen kurz zu Unruhen, die sich aber legen. Dann beginnt das Spektakel. 14 Inkas mit ihrem Gefolge tanzen ihren Weg auf den Hauptplatz zwischen den Ruinen um dem mensch gewordenen Sonnengott ihre Ehre zu erweisen. Llamas werden (gestellt) geopfert. Es wird heiliger Chicha getrunken. Der Platz ist erfüllt von Live Musik, Tanz und Reden der Inka auf Quechua. 2 Stunden lang dauert das unvergessliche Spektakel. Dann ist der Po aber auch plattgesessen. Drumherum sitzen die Leute und genießen die Veranstaltung einfach nur als Volksfest und um Freunde zu treffen. Das Gedränge um wirklich etwas sehen zu können tut man sich wahrscheinlich nur einmal an. Die Erfahrung war anstrengend aber genau unser Ding. Wir waren genau wo die locals waren und hatten das Privileg einmal etwas genau so zu machen die die Cuscena. Wir bringen unsere Sachen zurück und setzten uns an die Strasse und schauen dem Abstrom der Menschen an. Peoplewatching vom feinsten.
Zurück am Camp sitzen wir mit den anderen zusammen. Neu dazu gekommen ist ein großer Unimog von Andreas und Kirsten Der MKGler aus DE hat eine große Fahrt hinter sich und alle verstehen sich gut. Eine kleine Jamsession mit … folgt. Er holt eine seiner Mundharmonikas heraus und ich spiele Gitarre. Als wir die lieder abgearbeitet haben die wir zusammen spielen können, spielt jeder abwechseln. Wir sitzen alle viel länger zusammen als es die Temperatur erlauben würde. Ein schöner Abend. Schöne Gespräche auch mit dem jungen Schweizer mit dem blauen T3.

25.06.17 Fahrt nach Hidroelectrica und aufstieg Aguas Calientes
Der Tag ist da, wir brechen auf nach Machu Picchu. Nach langer Recherche haben wir uns entschlossen wis nach Hidroelectrica zu fahren (die Strasse endet dort), obwohl es eine anstrengende Fahrt sein soll. Es lohnt sich, die Landschaft ist beeindruckend schön. Die einzige kleinere Stadt ist Ollantaytambo. Engste Strasse. Wir verfahren uns und landen am Minibusbahnhof. Um umdrehen zu können öffnet ein Busfahrer die Kette zum Parkplatz. Als Dankeschön bekommt er einen unserer „Bestechungslollies“ (immer Griffbereit seit Kolumbien. Besser als Kleingeld). Er und die umstehenden Taxifahrer kriegen sich nicht mehr ein vor Lachen. Zuletzt biegen wir auf die 40km dirt road nach Hidroelectrica ab. Bumpy, eng, aber machbar. I Hidroelectrica ist wirklich nichts ausser dem Kraftwerk. Wir Parken Grenny und laufen los. Die Gleise entlang geht es von hieraus nach Aguas Calientes. Wir sind nicht die einzigen die diese 2h Wanderung absolvieren. Schöne leicht ansteigende Strecke. Man hat immer „höhe“ und „Höhenkrankheit“ mit Machu Picchu gemeinsam abgespeichert, aber selbst der Berg oberhalb der Stätte (welchen wir besteigen wollenO ist nur 3000m hoch. Irgendwann kommt der Zug vorbei der die einzige Verbindung nach Aguas Calientes darstellt. Angekommen suchen wir uns das erstbeste günstige Hotel. Die Stadt selbst ist natürlich eine Tourihölle mit schlechtem überteuertem Essen etc. Wir bekommen eine anständige Pizza und noch ein paar Empanadas für den nächsten Tag. Beim Abendessen beobachten wir eine Gruppe von 20 amerikanischen „Backpackern“ als teil einer geführten Gruppe. Der Guide teil die Tickets für Machu Picchu aus und die Bustickets. Sie werden eindringlich daran erinnert die Tickets nicht zu verlieren. Man hört an der Stimme des Geiz dass das wohl bei solch große Gruppen und so straff organisierte Touren. Vor allem weil die backpacker Anfang 20 sind.Am Abend kaufen wir noch die Bustickets zum Eingang, denn unser Zeitfenster für den Berg ist 7-8 Uhr ( dann müssen wir spätestens durch das Tor zum Berg) und so können wir nicht die 2h bis zum Eingang laufen. Um 4:30 Uhr geht der Wecker…

26.06.17 Machu Picchu

Um 4:45 Uhr stehen wir in der Kälte für einen Bus an. Der erste fährt erst um 5:30 Uhr, aber die Schlange ist jetzt schon über 100m lang. Als wir abfahren können wir das Ende der Schlange nicht mehr sehen. nach 30m steilen Serpentinen sind wir da. Die Sonne ist noch nicht über den Hügeln und wir haben den ganzen Ort noch etwas für uns. Ab 7 Uhr dürfen wir den steilen Anstieg auf den Montana MP beginnen der dem ganzen seinen Namen gibt. 1,5h steigen wir Stufe um Stufe hinauf. Anstrengend. Immer wieder können wir die Ruinen unter uns sehen. Auf dem Gipfel sind wir eine der Ersten. Bei strahlend blauem Himmel sitzen wir am Abgrund und schauen hinab auf die Ruinen. Ein wunderbarer Moment. Nach einer langen Zeit steigen wir hinab. Viele schaffen es nicht bis nach oben und drehen schon vor der Hälfte um. Nun ist es Zeit die Ruinen zu besichtigen und noch ein paar Fotos zu machen. Auch ein interessanter Spaziergang geht zu einem der alten Zugänge der Stadt. Er ist ein großer Spalt mit Holzbrettern überbrückt. Der Berg ist mit glatten Mauern verkleidet. Eine Inka „Zugbrücke“ sozusagen. Gemütlich erforschen wir die immer voller werdenden Ruinen. Gut dass wir auch in Pisac waren. Die Einsamkeit dort bei nahezu gleichwertigen Ruinen machte den Ort sehr speziell. Hinab geht es zu Fuß. Die Beine werden weicher und weicher. Wir gehen in einem Rutsch bis nach Hidroelectrica hinunter und erreichen Grenny um 17:30 Uhr. Ein langer Tag geht zu Ende. Schnell eine portion Nudeln mit Pesto (das Restaurant am Parkplatz hat gerade heute zu?!) und gute Nacht. Nun haben wir auch dieses Highlight gesehen. Interessant waren auch die Gruppen die hier den Inka Trail beenden. Sie wandern 1,5 Tage die gleiche Strecke wie wir: Erst hoch nach Hidroelektrika, dann an den Gleisen entlang mit all den anderen Touris. Wir wissen nicht warum der Trek so gehyped ist, denn diese Endstrecke (die den halben Trek ausmacht) ist nicht besonders schön. Die großen Gruppen amerikanischer junger „Backpacker“ mit Boomboxen in der Hand (mit laufender Musik!!) turnen doch extrem ab. Wir haben mit Huaraz alles richtig gemacht. Oft bekommt man das Gefühl, die Menschen wollten nur etwas abhaken („yes, we DID Machu Picchu, and tomorrow we are DOING the Rainbow Mountains“). Schnell hin mit Musik in den Ohren, ein paar Selfies auf dem weg 8auf denen nur sie selbst drauf sind), dann ein paar Machu Picchu Schnappschüsse und schnell weiter. Keine Kontakte mit der Bevölkerung, nur die Sterile Sehenswürdigkeit :-/

27.06.17 Fahrt zu den Rainbow Mountains

Zuerst die holperige Strasse ins Tal, dann zurück nach Pisac. Wir drehen nach Südwesten bei. Erst die P3-S weiter, dann auf die 124 bei Checacupe. Dort müssen wir für die letzten 2 Stunden die geteerte Straße verlassen und fahren auf Staubtstraßen bis auf 4500 m. Die Straße ist gesäumt von Alpacaherden und Bauern die gerade vom Feld kommen. Zuletzt führt die Straße über ein weiteres Tal hoch zu dem Parkplatz des Treks. Eine der Straßen hat so steile Serpentinen dass wir nicht sicher sind ob wir dort wieder hinauf kommen. Naja irgend einer wird uns schon hinauf ziehen. Als erstes probieren wir hier aus den Luftfilter kurzfristig zu entfernen. Dies bringt fast einen kompletten Gang an Kraft für die letzte Strecke auf 4500 m. Der Parkplatz ist bereits leer. Es dämmert. Wir machen uns auf eine kalte Nacht gefasst. Wir schlafen kaum da wir trotz guter Aklimatisierung immer wieder nach Luft schnappen und aufwachen. Dieses Phänomen das man eigentlich nur aus dem Psychologie Unterricht kennt mal in echt zu erleben ist eine Erfahrung für sich.

28.06.17 Rainbow Mountains

Wir stehen um 5:30 Uhr auf um vor den ankommenden Touristenbussen den Berg zu besteigen. Es hat 0°. Steffi besteigt um kurz nach sechs ihr Pferd Aguilar. Ich gehe schon ein bisschen voraus. Ich möchte die Strecke gerne wandern. Somit bin ich der erste der den Aufstieg beginnt und kann ganz alleine in der Morgendämmerung durch das Tal wandern. Kleine Männchen und Weibchen in dicker traditioneller Kleidung (hier versteht man die bis zu 7 Wickelröcke der Damen) Kleidung treiben die ersten Lama Herden von A nach B. Aus Lehmhütten hört man Kindergeschrei und es steigt der Rauch des ersten wärmenden Feuers auf. Irgendwann hat mich Steffi mit Pferd natürlich eingeholt. Die Sonne geht langsam über den Gipfeln auf. Am Wegesrand sind große zu Rechtecken aufgehäufte Steinformationen welche einen alten Inkaweg kennzeichnen. Kräftig schnaufend kommen wir letztendlich auf 5000 Metern (eigentlich 5100m) an. Die Sonne scheint und der Himmel ist blau. Der Berg leuchtet wie versprochen in circa sieben verschiedenen Farben die in Bändern ins Tal verlaufen. Nachdem wir die Aussicht genossen haben trinken wir einen Kaffee der an der Spitze verkauft wird. Ein alter Mann hat hier ein paar Thermoskannen und ein paar Schokoriegel hinauf geschafft. Ein weiterer Mann und seine Frau verkaufen ein paar selbst gemachte Textilien. Sie berichten dass sie maximal einmal pro Woche hinauf kommen. Die anderen Tage sind sie auf dem Feld beschäftigt oder mit ihren Tieren. Da wir noch ganz alleine mit ihnen sind unterhalten wir uns mit ihnen und lassen uns die paar Textilien zeigen. Ich kaufe eine Hand gehäkelt the Mütze aus Alpaka und GRenny bekommt 3 „Bommel“, die eigentlich als Deko für einen Wanderstock gedacht sind. Am Ende verabschieden wir uns alle mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Wir alle haben fleißig Koka zwischen den Zähnen nur sind unsere noch nicht so grün wie bei den Dauerkonsumenten. Auf dem Abstieg zeigt sich dann das wahre Gesicht dieser Touristen Attraktion. Hunderte von Menschen schnaufen den Berg hinauf was die Magie dieses Ortes endgültig nimmt. Somit ist für die Rainbow Mountains zu sagen dass es sich vor allem für Menschen mit eigenem Auto lohnt. Wir brechen direkt auf, weiter Richtung Titicacasee. Die Schlüsselstelle mit den steilen Serpentinen meistert Grenny vorzüglich (ohne Luftfilter). Wir hatten noch geplant uns am Gebirgsbach zu waschen. Wir sind aber zu erschöpft und er ist uns doch zu kalt. Die Straße weiter Richtung Süden ist großartig ausgebaut aber einsam. Die Straßenstände verkaufen nur chicha, dabei hatten wir gehofft etwas zu essen am Straßenrand zu kaufen. Letzt endlich halten wir in einem kleinen Ort und gehen zu dem einzig offenen Restaurant: einer kleinen Pizzeria. Die Menschen sind nett und die Pizza eigentlich gar nicht schlecht. Dennoch muss ich das italienisch-peruanische Backerzeugnis nach einer halben Stunde Fahrt wieder von mir geben. Dann geraten wir doch noch in einer Straßenblockade. Die alt bekannten Protestgänger der SUTE (nach einer späteren Recherche sind dies Lehrer??!!!) haben die komplette Straße blockiert. Grenny wird wie alle anderen Autos mit Protestsprüchen beschrieben (mit weißer Kalkfarbe). Nach einer guten halben Stunde wird die Blockade zum Glück wieder aufgelöst. Heutiger Übernachtungsplatz ist eine Tankstelle die uns gegen einmal voll tanken übernachten lässt. Einzige Aktivität es verbleiben Tages ist die Protestsprüche wieder von den Autoscheiben zu waschen.Wir sind durch die letzten Tage des durchgehenden Wanderns in der Höhe sehr geschafft. Eine Dusche wär auch nicht schlecht aber leider wählen wir die falsche Tankstelle (die ohne Dusche). Wir sind auch zu erschöpft noch weiter zu suchen.

29.06.17 Ankunft Puno /Titicacasee

Wir wachen am Morgen mit gefrorenen Scheiben und zugeparkt mit Mini Bussen auf. Die Fahrer der Busse haben ebenfalls in ihren Fahrzeugen geschlafen und laut eigener Aussage auch nicht gefroren. Das können wir kaum verstehen. Die geschäftstüchtige Tankstellen Wirtin würde jetzt gerne noch für die Übernachtung bezahlt werden, aber wir hatten eine Übernachtung durch „voll tanken“ ausgemacht. Als wir ablehnen ist sie wenig beeindruckt und lässt uns fahren. Nach wenigen 100 m kommen wir auch an der Tankstelle mit der Dusche vorbei zu der wir eigentlich wollten. Naja nächstes Mal vielleicht. Puno können wir so gut es geht umfahren und sehen dann das erste mal den Titikakasee. (Naja, ein großer See halt…) Wir stehen bei dem Hotel Casa Blanca außerhalb der Stadt. Hier gibt es circa 3-4 Stellplätze. Heute ist besonders viel los da in dem angrenzenden Dorf ein großes Fest (Sankt Peter & Paul) statt findet und nach der langen Anreise sich hier die Jungs und Mädels frisch machen. Am heutigen Tag und Abend scheint Fleischbeschau angesagt so dass unsere nette alte Wirtin meint heute wäre ist nicht so interessant. Wir sollten die Festlichkeiten am nächsten Tag besuchen. Uns ist es recht wir sind k.o. von der vielen Fahrerei.
So machen wir an diesem Tag einige Geburtstags Videos und kommunizieren ausgiebig mit der Familie. Wir wollen ein paar Tage hierbleiben um zu entspannen vor dem Grenzübertritt nach Bolivien.

30.06.17 Titicacasee

Wir lassen den Morgen langsam angehen. Wir haben es uns verdient. Natürlich genießen wir dieses ruhige Camp mit heißer Dusche (ab Mittag wenn das Solar funktioniert) und gute im Internet. Heute ist Haare schneiden angesagt. Die Haarlinie war doch etwas zu weit zurück gewichen für das lange Haupthaar so dass Steffi heute mir die Haare auf 3 mm kürzen darf. Für sie ein schmerzhafterer Prozess als für mich. Danach heißt es Mütze auf (jetzt wird es kalt am Kopf) und auf zum lokalen Fest. Dieses große Fest findet zu Ehren von Sankt Peter und Paul statt. Dazu strömen die Menschen aus ganz Puno (und weiten Teilen des Landes) in diesen Ort. Die schillernden, fast karnevalartigen Kostüme werden nur geliehen und sind jedes Jahr anders. Zig Bands spielen und tanzen um die Wette und liefern sich regelrechte Wettkämpfe. Der Platz ist voll mit drei verschiedenen Bands die spielen und tanzen, dann kommt eine vierte und vertreibt die dritte und so weiter. Dieses ist ein Ort ohne „Weiße“ und wir staunen in vollen Zügen. Vor allem schauen gebannt zu welch große Mengen an Bier die die Musikanten abpumpen wenn sie gerade mal nicht im Mittelpunkt stehen. Eine junge Tänzerin aus Lima (Studentin) fragt uns wo wir herkämen und erklärt uns das Fest. Mittagessen gibt es
auch dann machen wir uns wieder auf den Heimweg zu unserem Camp.

Eingestellt von Kojensen 10:15 Kommentare (0)

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