Reise blog von Travellerspoint

22.06. - 30.06.17 Cusco bis zum Titicacasee

Lange nichts von uns gehört?! Wir sind noch da und haben gerade chilenischen Boden betreten. Die viele Action der letzten Wochen hat die Berichte etwas in den Hintergrund treten lassen, dafür jetzt viel Lesestoff! Viel Spaß beim lesen! Bilder gibt´s auch gleich ;-)

22.06.17 Cusco
Es ist wieder einmal soweit, der Wäschsack ist übervoll. Wir laufen die steile Strasse 20 min. hinab in die Stadt. Sobald die Wäsche abgegeben ist machen wir uns auf die Suche nach einem netten Café mit WiFi. Angeblich soll der Plaza San Francisco dafür gut sein. Leider heißt ein Hotel genauso, so dass wir eine unfreiwillige Walkingtour der Stadt machen. Der Kontrast zwischen noch nicht renovierten und renovierten Kolonialstrassen ist schön. Am eigentlichen Plaza angekommen ist hier ein riesiger Markt. Hochaufgetürmt liegen die Meerschweinchen vor den Ständen… alle schön Knusprig. Zuletzt landen wir in einem schicken Cafe mit leckeren Kuchen und gutem Kaffee (La Valeriana). Leider geht das Wifi nicht. Steffi telefoniert, ich schreibe Bericht. Vor der Tür stehen übergroße Pappmaschee Figuren von Geckos und Cuys. Die Festwoche hatte wohl auch eine Parade mit diesen Figuren. Machu Picchu ist auch entsprechend recherchiert. Es gibt keine Tickets mehr für Wayanapicchu, aber für den Berg gegenüber (Montana Machu Picchu) sind noch reichlich Tickets vorhanden. Vielleicht weil er deutlich höher ist? Oder nicht so bekannt? Wir gehen die Tickets kaufen und dann stürzt sich Steffi in einen Souvenirmarkt. Ich setzt mich derweilen in den zweiten Stock eines Restaurants und esse etwas, begleitet von einem Pisco Sour. Es läuft Deutschland - Chile im TV :-) Der Plaza de Armas ist wieder randvoll. Heute werden große Christus/Maria Statuen durch die Menge getragen. Am Abend gibt es Pizza und Chicha Morada (lecker, lila, zimtig, kein Alkohol) im „El Tabuco“. Das restaurant liegt auf Bürgersteighöhe und sie haben einen echten Pizzaofen. Als wir gehen werden wir gefragt wie wir denn Pizzateig machen würden und wie italien so sei. Ich erzähle wie wir unseren immer 3 Tage im Kühlschrank gehen lassen würden. Sie wollen es probieren. Offensichtlich sind wir zur nähe zu Italien auch Pizzaexperten :-)
Mit dem Taxi den Berg hoch und schön schlafen in der frischen Wäsche.

23.06.17 Cusco - Pisac

Heute fahren wir nach Pisac. Dort sollen ebenfalls sehr schöne Ruinen sein und die Stadt ist angeblich „magisch“: Auf dem Weg halten wir noch bei einer Tierauffangstation. Dieses Erlebnis für 10 Soles (3$) bleibt unvergesslich. Wir werden von einer Mitarbiterin durch die Gehege geführt. Wir treffen nette Llamas/Alpacas/Picos und lernen endlich den Unterschied. Eines der Llamas hat „Rastas“ und heißt Bob Marley. 3 Pumas (gerettet aus einer Drogenboss Disko in Lima) sind auch dabei. Dann kommt das Highlight: Wir werden in ein großes Gehege geführt: Condore. Allein schon im stehen gehen sie einem bis zur Hüfte und man hat angst, dass sie einen schnappen und davon fliegen. Direkt über unseren Köpfen segeln die Riesen mit 3m Spannweite. Anscheinend werden auch diese majestätischen Vögel irgendwo als Haustiere gehalten Jetzt haben sie es deutlich besser. Weiter nach Pisac. Da wo sonst nur Touristenbusse Parken steht auch klein Grenny. Der erste Teil der Anlage ist sehr voll, aber schon bald ist der Bereich erreicht für den die Touris keine Zeit haben weil ihr Bus fährt. Großartig erhaltene Gebäude it einem herrlichen Ausblick auf die terrassierten Berge im Umland. An den großen Terrassenanlagen der Inkas vorbei gehen wir ca. 1h auf einem schmalen Pfad bis zum Sonnentempel, Hier sind wir fast alleine, und es stimmt wenn man liest, dass diese Stätte Machu Picchu locker Konkurrenz machen kann. Besonders weil so wenige Leute den langen Marsch um den Berg herum antreten. Die Wasserwege aus genauestens zugeschnittenen Steinblöcken fördern immer noch Wasser wie zu Inkas Zeiten. Der Große Stein mit der Sonnenuhr wurde von den Spaniern schwer beschädigt. Lange sitzen wir in der Sonne und blicken auf die beeindruckende Architektur. Ein junger Mann aus Lima besucht mit seinen Eltern die Stätte. Die Eltern haben sich in ihren traditionellen Gewändern schick gemacht und sind offensichtlich vom Land. Steffi unterhält sch mit den dreien. Am Ende wollen sie ein Foto machen. Sehr ungewöhnlich und ein schönes Erlebnis. zurück in Pisac essen wir in „Ulrikes Garden Cafe“ auf der Dachterrasse. Grandioser Kuchen und Alpaca Sandwich. Hier bekommen wir auch das erste mal die „magische“ Pisacer „Bevölkerung“ zu sehen/hören. Ähnlich wie Am Lago Atitlan verbringt hier eine gekünstelte Hippieszene ihre Zeit. Vor allem weil sie hier gerne „Ayahuasca“ konsumieren. Eine psychedelische Droge der „Schamanen“. So überhören wir auch viele Geschichten der Erlebnisse der Menschen. Das sind die Art von „Backpacker“ mit denen wir nichts am Hut haben. Auch erzählt ein Mittvierziger in buntem Hippieoutfit (was sollen die Lokals denken) selbstsicher, fast arrogant, von seinen Traumdeuterfähigkeiten und dem Energiefluss. Seine beiden Beisitzer saugen währenddessen an Graspfeifen und nicken wichtigtuerisch und zustimmend. Mein innerliches Schreien ist fast durch meine Schädeldecke zu hören und schnell machen wir uns auf den Rückzug. Wieder sucht Steffi nach ein paar Souvenirs auf dem Markt während ich auf einer Terrasse im ersten Stock sitze und einen überteureten Pisco Sour trinke. Hier kann ich den Hauptplatz gut beobachten. Das beste Hotel der Stadt bietet an seinen Tischen den jungen Hippie-Backpackern Schutz. Die Dame die vor dem Eingang Stoffe verkauft wird von älteren weißen Frauen in gebügelter Trekkingmontur mit großem Hallo und Umarmung begrüsst. Sie haben ihr wahrscheinlich vor ein paar Tagen etwas abgekauft. So sitzt die Reiseelite mit Dreadlocks und Batikklamotten bei überteuertem Cappuccino unter Sonnenschirmen und unterhält sich sicher gerade darüber wie „local“, „magical“ und „awesome“ alles ist. Ach dieser Individualtourismus…
Flucht nach Cusco.

24.06.17 Cusco - Inti Raymi

Wir haben Glück, dass das größte Fest des Jahres in Peru vor unserer Haustür stattfindet. Der Campingplatz ist direkt bei den „Sacsayhuaman“ Ruinen wo das große Finale der Feierlichkeiten stattfindet. Sitze auf der Bühne gibt es für 150$ aufwärts. Wir wählen den Weg des Volkes und marschieren um 8 Uhr mit Decken und Kissen bewaffnet auf en Hügel direkt oberhalb des Festplatzes. Die Polizeit hat die ganze Stadt abgeriegelt. Findige lokals verkaufen mit Planen reservierte Sitzplätze ganz vorne auf dem Hügel. Es ist schon erstaunlich viel los (die ersten kommen um 6), dafür das die Feier um 1 erst losgeht. Wir bekommen einen Platz ganz vorne und breiten unsere Decke aus. Wie zu erwarten war ist die Versorgung mit Essen und Trinken gesichert. Händler verkaufen alles von Eis bis zum Cuy. Wir haben zwar Bücher dabei aber die Zeit vergeht im Fluge allein wenn man dem Treiben zuschaut. Zuletzt werden hunderte Schauspieler aus dem Zentrum angekarrt. Die Show beginnt und es ist voll wie bei einem Rockkonzert. Proteste der Lehrerbewegung (SUTE) führen kurz zu Unruhen, die sich aber legen. Dann beginnt das Spektakel. 14 Inkas mit ihrem Gefolge tanzen ihren Weg auf den Hauptplatz zwischen den Ruinen um dem mensch gewordenen Sonnengott ihre Ehre zu erweisen. Llamas werden (gestellt) geopfert. Es wird heiliger Chicha getrunken. Der Platz ist erfüllt von Live Musik, Tanz und Reden der Inka auf Quechua. 2 Stunden lang dauert das unvergessliche Spektakel. Dann ist der Po aber auch plattgesessen. Drumherum sitzen die Leute und genießen die Veranstaltung einfach nur als Volksfest und um Freunde zu treffen. Das Gedränge um wirklich etwas sehen zu können tut man sich wahrscheinlich nur einmal an. Die Erfahrung war anstrengend aber genau unser Ding. Wir waren genau wo die locals waren und hatten das Privileg einmal etwas genau so zu machen die die Cuscena. Wir bringen unsere Sachen zurück und setzten uns an die Strasse und schauen dem Abstrom der Menschen an. Peoplewatching vom feinsten.
Zurück am Camp sitzen wir mit den anderen zusammen. Neu dazu gekommen ist ein großer Unimog von Andreas und Kirsten Der MKGler aus DE hat eine große Fahrt hinter sich und alle verstehen sich gut. Eine kleine Jamsession mit … folgt. Er holt eine seiner Mundharmonikas heraus und ich spiele Gitarre. Als wir die lieder abgearbeitet haben die wir zusammen spielen können, spielt jeder abwechseln. Wir sitzen alle viel länger zusammen als es die Temperatur erlauben würde. Ein schöner Abend. Schöne Gespräche auch mit dem jungen Schweizer mit dem blauen T3.

25.06.17 Fahrt nach Hidroelectrica und aufstieg Aguas Calientes
Der Tag ist da, wir brechen auf nach Machu Picchu. Nach langer Recherche haben wir uns entschlossen wis nach Hidroelectrica zu fahren (die Strasse endet dort), obwohl es eine anstrengende Fahrt sein soll. Es lohnt sich, die Landschaft ist beeindruckend schön. Die einzige kleinere Stadt ist Ollantaytambo. Engste Strasse. Wir verfahren uns und landen am Minibusbahnhof. Um umdrehen zu können öffnet ein Busfahrer die Kette zum Parkplatz. Als Dankeschön bekommt er einen unserer „Bestechungslollies“ (immer Griffbereit seit Kolumbien. Besser als Kleingeld). Er und die umstehenden Taxifahrer kriegen sich nicht mehr ein vor Lachen. Zuletzt biegen wir auf die 40km dirt road nach Hidroelectrica ab. Bumpy, eng, aber machbar. I Hidroelectrica ist wirklich nichts ausser dem Kraftwerk. Wir Parken Grenny und laufen los. Die Gleise entlang geht es von hieraus nach Aguas Calientes. Wir sind nicht die einzigen die diese 2h Wanderung absolvieren. Schöne leicht ansteigende Strecke. Man hat immer „höhe“ und „Höhenkrankheit“ mit Machu Picchu gemeinsam abgespeichert, aber selbst der Berg oberhalb der Stätte (welchen wir besteigen wollenO ist nur 3000m hoch. Irgendwann kommt der Zug vorbei der die einzige Verbindung nach Aguas Calientes darstellt. Angekommen suchen wir uns das erstbeste günstige Hotel. Die Stadt selbst ist natürlich eine Tourihölle mit schlechtem überteuertem Essen etc. Wir bekommen eine anständige Pizza und noch ein paar Empanadas für den nächsten Tag. Beim Abendessen beobachten wir eine Gruppe von 20 amerikanischen „Backpackern“ als teil einer geführten Gruppe. Der Guide teil die Tickets für Machu Picchu aus und die Bustickets. Sie werden eindringlich daran erinnert die Tickets nicht zu verlieren. Man hört an der Stimme des Geiz dass das wohl bei solch große Gruppen und so straff organisierte Touren. Vor allem weil die backpacker Anfang 20 sind.Am Abend kaufen wir noch die Bustickets zum Eingang, denn unser Zeitfenster für den Berg ist 7-8 Uhr ( dann müssen wir spätestens durch das Tor zum Berg) und so können wir nicht die 2h bis zum Eingang laufen. Um 4:30 Uhr geht der Wecker…

26.06.17 Machu Picchu

Um 4:45 Uhr stehen wir in der Kälte für einen Bus an. Der erste fährt erst um 5:30 Uhr, aber die Schlange ist jetzt schon über 100m lang. Als wir abfahren können wir das Ende der Schlange nicht mehr sehen. nach 30m steilen Serpentinen sind wir da. Die Sonne ist noch nicht über den Hügeln und wir haben den ganzen Ort noch etwas für uns. Ab 7 Uhr dürfen wir den steilen Anstieg auf den Montana MP beginnen der dem ganzen seinen Namen gibt. 1,5h steigen wir Stufe um Stufe hinauf. Anstrengend. Immer wieder können wir die Ruinen unter uns sehen. Auf dem Gipfel sind wir eine der Ersten. Bei strahlend blauem Himmel sitzen wir am Abgrund und schauen hinab auf die Ruinen. Ein wunderbarer Moment. Nach einer langen Zeit steigen wir hinab. Viele schaffen es nicht bis nach oben und drehen schon vor der Hälfte um. Nun ist es Zeit die Ruinen zu besichtigen und noch ein paar Fotos zu machen. Auch ein interessanter Spaziergang geht zu einem der alten Zugänge der Stadt. Er ist ein großer Spalt mit Holzbrettern überbrückt. Der Berg ist mit glatten Mauern verkleidet. Eine Inka „Zugbrücke“ sozusagen. Gemütlich erforschen wir die immer voller werdenden Ruinen. Gut dass wir auch in Pisac waren. Die Einsamkeit dort bei nahezu gleichwertigen Ruinen machte den Ort sehr speziell. Hinab geht es zu Fuß. Die Beine werden weicher und weicher. Wir gehen in einem Rutsch bis nach Hidroelectrica hinunter und erreichen Grenny um 17:30 Uhr. Ein langer Tag geht zu Ende. Schnell eine portion Nudeln mit Pesto (das Restaurant am Parkplatz hat gerade heute zu?!) und gute Nacht. Nun haben wir auch dieses Highlight gesehen. Interessant waren auch die Gruppen die hier den Inka Trail beenden. Sie wandern 1,5 Tage die gleiche Strecke wie wir: Erst hoch nach Hidroelektrika, dann an den Gleisen entlang mit all den anderen Touris. Wir wissen nicht warum der Trek so gehyped ist, denn diese Endstrecke (die den halben Trek ausmacht) ist nicht besonders schön. Die großen Gruppen amerikanischer junger „Backpacker“ mit Boomboxen in der Hand (mit laufender Musik!!) turnen doch extrem ab. Wir haben mit Huaraz alles richtig gemacht. Oft bekommt man das Gefühl, die Menschen wollten nur etwas abhaken („yes, we DID Machu Picchu, and tomorrow we are DOING the Rainbow Mountains“). Schnell hin mit Musik in den Ohren, ein paar Selfies auf dem weg 8auf denen nur sie selbst drauf sind), dann ein paar Machu Picchu Schnappschüsse und schnell weiter. Keine Kontakte mit der Bevölkerung, nur die Sterile Sehenswürdigkeit :-/

27.06.17 Fahrt zu den Rainbow Mountains

Zuerst die holperige Strasse ins Tal, dann zurück nach Pisac. Wir drehen nach Südwesten bei. Erst die P3-S weiter, dann auf die 124 bei Checacupe. Dort müssen wir für die letzten 2 Stunden die geteerte Straße verlassen und fahren auf Staubtstraßen bis auf 4500 m. Die Straße ist gesäumt von Alpacaherden und Bauern die gerade vom Feld kommen. Zuletzt führt die Straße über ein weiteres Tal hoch zu dem Parkplatz des Treks. Eine der Straßen hat so steile Serpentinen dass wir nicht sicher sind ob wir dort wieder hinauf kommen. Naja irgend einer wird uns schon hinauf ziehen. Als erstes probieren wir hier aus den Luftfilter kurzfristig zu entfernen. Dies bringt fast einen kompletten Gang an Kraft für die letzte Strecke auf 4500 m. Der Parkplatz ist bereits leer. Es dämmert. Wir machen uns auf eine kalte Nacht gefasst. Wir schlafen kaum da wir trotz guter Aklimatisierung immer wieder nach Luft schnappen und aufwachen. Dieses Phänomen das man eigentlich nur aus dem Psychologie Unterricht kennt mal in echt zu erleben ist eine Erfahrung für sich.

28.06.17 Rainbow Mountains

Wir stehen um 5:30 Uhr auf um vor den ankommenden Touristenbussen den Berg zu besteigen. Es hat 0°. Steffi besteigt um kurz nach sechs ihr Pferd Aguilar. Ich gehe schon ein bisschen voraus. Ich möchte die Strecke gerne wandern. Somit bin ich der erste der den Aufstieg beginnt und kann ganz alleine in der Morgendämmerung durch das Tal wandern. Kleine Männchen und Weibchen in dicker traditioneller Kleidung (hier versteht man die bis zu 7 Wickelröcke der Damen) Kleidung treiben die ersten Lama Herden von A nach B. Aus Lehmhütten hört man Kindergeschrei und es steigt der Rauch des ersten wärmenden Feuers auf. Irgendwann hat mich Steffi mit Pferd natürlich eingeholt. Die Sonne geht langsam über den Gipfeln auf. Am Wegesrand sind große zu Rechtecken aufgehäufte Steinformationen welche einen alten Inkaweg kennzeichnen. Kräftig schnaufend kommen wir letztendlich auf 5000 Metern (eigentlich 5100m) an. Die Sonne scheint und der Himmel ist blau. Der Berg leuchtet wie versprochen in circa sieben verschiedenen Farben die in Bändern ins Tal verlaufen. Nachdem wir die Aussicht genossen haben trinken wir einen Kaffee der an der Spitze verkauft wird. Ein alter Mann hat hier ein paar Thermoskannen und ein paar Schokoriegel hinauf geschafft. Ein weiterer Mann und seine Frau verkaufen ein paar selbst gemachte Textilien. Sie berichten dass sie maximal einmal pro Woche hinauf kommen. Die anderen Tage sind sie auf dem Feld beschäftigt oder mit ihren Tieren. Da wir noch ganz alleine mit ihnen sind unterhalten wir uns mit ihnen und lassen uns die paar Textilien zeigen. Ich kaufe eine Hand gehäkelt the Mütze aus Alpaka und GRenny bekommt 3 „Bommel“, die eigentlich als Deko für einen Wanderstock gedacht sind. Am Ende verabschieden wir uns alle mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Wir alle haben fleißig Koka zwischen den Zähnen nur sind unsere noch nicht so grün wie bei den Dauerkonsumenten. Auf dem Abstieg zeigt sich dann das wahre Gesicht dieser Touristen Attraktion. Hunderte von Menschen schnaufen den Berg hinauf was die Magie dieses Ortes endgültig nimmt. Somit ist für die Rainbow Mountains zu sagen dass es sich vor allem für Menschen mit eigenem Auto lohnt. Wir brechen direkt auf, weiter Richtung Titicacasee. Die Schlüsselstelle mit den steilen Serpentinen meistert Grenny vorzüglich (ohne Luftfilter). Wir hatten noch geplant uns am Gebirgsbach zu waschen. Wir sind aber zu erschöpft und er ist uns doch zu kalt. Die Straße weiter Richtung Süden ist großartig ausgebaut aber einsam. Die Straßenstände verkaufen nur chicha, dabei hatten wir gehofft etwas zu essen am Straßenrand zu kaufen. Letzt endlich halten wir in einem kleinen Ort und gehen zu dem einzig offenen Restaurant: einer kleinen Pizzeria. Die Menschen sind nett und die Pizza eigentlich gar nicht schlecht. Dennoch muss ich das italienisch-peruanische Backerzeugnis nach einer halben Stunde Fahrt wieder von mir geben. Dann geraten wir doch noch in einer Straßenblockade. Die alt bekannten Protestgänger der SUTE (nach einer späteren Recherche sind dies Lehrer??!!!) haben die komplette Straße blockiert. Grenny wird wie alle anderen Autos mit Protestsprüchen beschrieben (mit weißer Kalkfarbe). Nach einer guten halben Stunde wird die Blockade zum Glück wieder aufgelöst. Heutiger Übernachtungsplatz ist eine Tankstelle die uns gegen einmal voll tanken übernachten lässt. Einzige Aktivität es verbleiben Tages ist die Protestsprüche wieder von den Autoscheiben zu waschen.Wir sind durch die letzten Tage des durchgehenden Wanderns in der Höhe sehr geschafft. Eine Dusche wär auch nicht schlecht aber leider wählen wir die falsche Tankstelle (die ohne Dusche). Wir sind auch zu erschöpft noch weiter zu suchen.

29.06.17 Ankunft Puno /Titicacasee

Wir wachen am Morgen mit gefrorenen Scheiben und zugeparkt mit Mini Bussen auf. Die Fahrer der Busse haben ebenfalls in ihren Fahrzeugen geschlafen und laut eigener Aussage auch nicht gefroren. Das können wir kaum verstehen. Die geschäftstüchtige Tankstellen Wirtin würde jetzt gerne noch für die Übernachtung bezahlt werden, aber wir hatten eine Übernachtung durch „voll tanken“ ausgemacht. Als wir ablehnen ist sie wenig beeindruckt und lässt uns fahren. Nach wenigen 100 m kommen wir auch an der Tankstelle mit der Dusche vorbei zu der wir eigentlich wollten. Naja nächstes Mal vielleicht. Puno können wir so gut es geht umfahren und sehen dann das erste mal den Titikakasee. (Naja, ein großer See halt…) Wir stehen bei dem Hotel Casa Blanca außerhalb der Stadt. Hier gibt es circa 3-4 Stellplätze. Heute ist besonders viel los da in dem angrenzenden Dorf ein großes Fest (Sankt Peter & Paul) statt findet und nach der langen Anreise sich hier die Jungs und Mädels frisch machen. Am heutigen Tag und Abend scheint Fleischbeschau angesagt so dass unsere nette alte Wirtin meint heute wäre ist nicht so interessant. Wir sollten die Festlichkeiten am nächsten Tag besuchen. Uns ist es recht wir sind k.o. von der vielen Fahrerei.
So machen wir an diesem Tag einige Geburtstags Videos und kommunizieren ausgiebig mit der Familie. Wir wollen ein paar Tage hierbleiben um zu entspannen vor dem Grenzübertritt nach Bolivien.

30.06.17 Titicacasee

Wir lassen den Morgen langsam angehen. Wir haben es uns verdient. Natürlich genießen wir dieses ruhige Camp mit heißer Dusche (ab Mittag wenn das Solar funktioniert) und gute im Internet. Heute ist Haare schneiden angesagt. Die Haarlinie war doch etwas zu weit zurück gewichen für das lange Haupthaar so dass Steffi heute mir die Haare auf 3 mm kürzen darf. Für sie ein schmerzhafterer Prozess als für mich. Danach heißt es Mütze auf (jetzt wird es kalt am Kopf) und auf zum lokalen Fest. Dieses große Fest findet zu Ehren von Sankt Peter und Paul statt. Dazu strömen die Menschen aus ganz Puno (und weiten Teilen des Landes) in diesen Ort. Die schillernden, fast karnevalartigen Kostüme werden nur geliehen und sind jedes Jahr anders. Zig Bands spielen und tanzen um die Wette und liefern sich regelrechte Wettkämpfe. Der Platz ist voll mit drei verschiedenen Bands die spielen und tanzen, dann kommt eine vierte und vertreibt die dritte und so weiter. Dieses ist ein Ort ohne „Weiße“ und wir staunen in vollen Zügen. Vor allem schauen gebannt zu welch große Mengen an Bier die die Musikanten abpumpen wenn sie gerade mal nicht im Mittelpunkt stehen. Eine junge Tänzerin aus Lima (Studentin) fragt uns wo wir herkämen und erklärt uns das Fest. Mittagessen gibt es
auch dann machen wir uns wieder auf den Heimweg zu unserem Camp.

Eingestellt von Kojensen 10:15

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